Eternity von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2001 unter dem Titel Eternity, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Knaur.
- New York: Kensington, 2001 unter dem Titel Eternity. 396 Seiten.
-
München: Knaur, 2007.
Übersetzt von Ronald M. Hahn.
ISBN:
978-3-426-63265-9. 479 Seiten.
'Eternity' ist erschienen als
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In Kürze:
Zack Tully war der bekannteste Ermittler von Los Angeles – bis er seine eigene Familie durch die Hand eines besonders gerissenen Killers, des Backdoor Man, verlor. Um den nicht minder blutgierigen Medien und seinen eigenen quälenden Erinnerungen zu entfliehen, nimmt Zack die Sheriffstelle im abgelegenen Eternity an. Was er nicht ahnt: Das Bergdorf, das im Winter regelmäßig von der Außenwelt abgeschnitten wird, hat ein düsteres Geheimnis, dem schon zahlreiche Menschen zum Opfer gefallen sind. Eine neue Leiche weckt einen schrecklichen Verdacht in Zack: Sollte ihm der Backdoor Man gefolgt sein?
Der Hintertür-Mörder hat Frau und Sohn des Polizisten Zacharias Tully brutal abgeschlachtet, kurz bevor dieser in dingfest hätte machen können. Das ist der Hauptgrund, warum Tully in dem kleinen Bergnest Eternity den Posten eines Sheriffs annimmt. Hier hofft er, vergessen zu können.
Eternity ist auch der Zufluchtsort von Kate McPherson, die mit ihrem Sohn vor ihrem Ehemann geflüchtet ist. Hier lebt sie ihr neues Leben und hofft, dass die Vergangenheit sie nicht einholen wird. Sie arbeitet als Reiseleiterin, denn Eternity hat eine Besonderheit zu bieten. Oben auf dem Berg gibt es einen mystischen Steinkreis, den schon die Indianer gemieden haben, denn Little Stonehendge spielen nicht nur Uhren und Kompasse verrückt, auch die Menschen werden von der Strahlung im Steinkreis beeinflusst. Und deshalb gibt es in Eternity statistisch gesehen übernatürlich viele Todesfälle, die meisten davon durch Gewalteinwirkung.
Zack Tully, der von diesen Vorgängen natürlich keine Ahnung hat und dem man in weiser Voraussicht auch nichts davon erzählt hat, dass hier offensichtlich ein Serienkiller am Werk ist, muss sich gegen den Widerstand der Bevölkerung mit den Besonderheiten des Ortes und den vermehrt auftretenden grausam zugerichteten Leichen beschäftigen. Und als Kate McPherson und ihr Sohn bedroht werden, sieht er Parallelen zu den tödlichen Geschehnissen rund um seine Familie. Kann es sein, dass der Hintertür-Mörder ihn hier in Eternity herausfordert und sich die Geschichte wiederholt? …
Tamara Thorne, die zwölf Bücher unter ihrem Namen veröffentlicht hat und unzählige andere unter nicht weniger als siebzehn Pseudonymen auf dem amerikanischen Markt vertreiben lässt, wurde vom Knaur Taschenbuch Verlag ins Programm genommen und ihr zweiter ins Deutsche übersetzte Thriller Eternity – Stadt der Toten soll dem Krimifreund hierzulande das Gruseln lehren. Ronald M. Hahn hat die 479 Seiten übersetzt und das in sehr flüssiger Manier, so dass am Lesefluss absolut kein negativer Kritikpunkt zu finden ist.
Auch wenn Zack Tully ein astreiner Stadtcop ist, so hat er es in diesem mit Leichen gespickten Dorfkrimi weniger mit forensischen Methoden zu tun, als vielmehr mit den Fantasy-Elementen, die Tamara Thorne durchaus dramaturgisch notwendig in das Bergdorf einflicht. Dazu kommt der Konflikt der alteingesessenen Einheimischen untereinander und mit allen Fremden, sodass Tully gegen eine Mauer des Schweigens anrennt, die er Leiche für Leiche einreißen muss. Und dabei darf auch eine Romanze des neuen Sheriffs mit der alleinerziehenden Mutter Kate McPherson nicht fehlen, deren Ex-Mann natürlich für Unruhe sorgt.
Alles schon einmal da gewesen und doch hat die Autorin durch den besonderen Einbau des irren Killers für einen gehörigen Spannungsaufbau gesorgt, bei dem man fast bis zum Schluss den Täter nicht identifizieren kann. Genügend harte Action amerikanischer Prägung rundet das durchwegs positive Gesamtbild ab und macht das Buch zu einem leicht zu lesenden, anspruchslosen Unterhaltungsroman. Handwerklich gibt es an dieser brauchbaren Durchschnittslektüre nichts auszusetzen und wer gerne Spannung mit ein wenig Fantasy kombiniert, der findet in Eternity einen Krimi, der zwar nicht den Werbespruch Eternity wird Ihnen den Atem rauben – und dafür sorgen, dass Sie sich nicht so schnell ins Bett trauen ..." verwirklicht, aber in jedem Fall für angenehmes Gruseln sorgt und als Urlaubslektüre sicherlich geeignet ist.
Wolfgang Weninger, Oktober 2007
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| bibifee zu »Tamara Thorne: Eternity« | 12.10.2008 |
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