Die Tochter des Samurai von Sujata Massey

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel The samurai´s daughter, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Piper.
Ort & Zeit der Handlung: USA / San Francisco, 1990 - 2009.
Folge 6 der Rei-Shimura-Serie.

  • New York: HarperCollins, 2003 unter dem Titel The samurai´s daughter. 304 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2008. Übersetzt von Sonja Hauser. ISBN: 978-3-492-25125-9. 329 Seiten.

'Die Tochter des Samurai' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Die attraktive Kunstexpertin und erprobte Hobbydetektivin Rei Shimura verbringt mit ihrem Freund Hugh Weihnachten bei ihren Eltern in San Francisco. Hugh bereitet gerade eine Sammelklage gegen japanische Großunternehmen vor, die im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter aus den asiatischen Nachbarstaaten einsetzten. Rei nutzt die Zeit, um in ihrer eigenen Familiengeschichte zu forschen, und stößt dabei auf eine alte Schriftrolle mit äußerst brisantem Inhalt, die einst Kaiser Hirohito an ihren Urgroßvater schrieb. Als auch noch eine Mandantin von Hugh stirbt, scheinen die beiden Fälle mehr miteinander zu tun zu haben, als Rei glauben kann …

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tedesca zu »Sujata Massey: Die Tochter des Samurai« 08.06.2009
Im sechsten Teil der Rei-Shimura-Reihe wird ein Thema angesprochen, das mich immer wieder sehr schockiert. Die sogenannten "Trostfrauen", die während sämtlicher kriegerischer Eroberungsversuche der Japaner den Soldaten zu Diensten sein mussten, oft 20 Männern an einem Tag. Und diese Frauen hatten nie die Chance, nach dem Krieg ihr Recht zu erhalten, weil sich die japanische Regierung in Verträgen geschickt dagegen abgesichert hat. Es ist erschreckend, wie viele Gräueltaten auf dieser Welt passieren, über die man garnichts weiß, die einfach totgeschwiegen werden.
Das ist einer der Gründe dafür, warum ich diese Serie so gerne lese. Man erfährt eine Menge über Japan, seine oft sehr seltsam anmaßenden Sitten und seine nicht immer so ehrenvolle Geschichte.
Rei Shimura ist eine sympathische und glaubhafte Hauptfigur, und somit war auch dieser Teil wieder ein feines Lesevergnügen mit Tiefgang.
Silke Schroeder, themenguide.de zu »Sujata Massey: Die Tochter des Samurai« 18.07.2008
In Sujata Masseys „Rei Shimura“-Geschichten geht es neben einer spannenden „WhoDoneIt“-Story auch immer um die gesellschaftlichen Verhältnisse in Japan. So beschäftigte sie sich in ihren Büchern bereits mit dem Zen-Buddhismus, der Blumensteckkunst Ikebana oder der Manga-Szene. In diesem Roman geht es um das sehr brisante, lange totgeschwiegene Thema der Zwangsarbeiter und Trostfrauen, die Japan während des Zweiten Weltkriegs aus allen Teilen Fernost verschleppt und grausam missbraucht hat.

Sie beschreibt aber auch den heutigen Nationalismus und die mitunter recht rigiden Maßnahmen der japanischen Behörden gegenüber Ausländern. In ihren Abenteuern lernt Masseys Heldin so auch die nicht so ruhmreichen Seiten ihres Lieblingslandes kennen. Ein spannendes Buch und ein interessanter Einblick in die neuere Geschichte Japans.

Der Roman ist im Original bereits 2003 erschienen. Warum der Verlag den Titel in der Reihe der „Rei Shimura“-Geschichten zunächst übersprungen hat, ist nicht bekannt. Umso schöner, dass er jetzt doch erschienen ist.
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