Der Brautkimono von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2001
unter dem Titel The bride´s kimono,
deutsche Ausgabe erstmals 2004
bei Piper.
Ort & Zeit der Handlung: Japan und Amerika, 1990 - 2009.
- New York: HarperCollins, 2001 unter dem Titel The bride´s kimono. 310 Seiten.
-
München; Zürich: Piper, 2004.
Übersetzt von Sonja Hauser.
ISBN:
3-492-27078-6. 414 Seiten. -
München; Zürich: Piper, 2006.
Übersetzt von Sonja Hauser.
ISBN:
978-3-492-24687-3. 414 Seiten.
'Der Brautkimono' ist erschienen als
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In Kürze:
Rei Shimura, Halbjapanerin und Hobbydetektivin, sorgt auch in ihrem fünften Fall für Spannung: Spontan sagt sie zu, für eine große Austellung den Transport wertvoller Japanalia nach Washington zu begleiten. Unter den Exponaten ein besonders kostbarer Brautkimono aus dem 19. Jahrhundert. Prompt verschwindet das edle Teil und die Reisebekanntschaft Hana wird wenig später tot aufgefunden.
Das meint Krimi-Couch.de: »Lesevergnügen (fast) garantiert«
Krimi-Rezension von Sabine Reiss überspringen
minasama konnichiwa – Guten Tag alle zusammen!
Heißen Sie nun bereits zum fünften Mal willkommen: Rei Shimura. Die Tochter einer amerikanischen Innenausstatterin und eines japanischen Psychologen lebt in Tokyo und schlägt sich dort mehr schlecht als recht als Antiquitätenhändlerin durch. Dabei stolpert sie immer wieder in Abenteuer, bei denen auch Mord eine Rolle spielt. Als sie mitten in der Nacht einen Anruf aus Amerika erhält, dass sie empfohlen wurde, um einige Kimonos aus einem Tokyoter Museum nach Washington zu begleiten, freut sie sich darüber, bei dieser Gelegenheit auch ohne Zusatzkosten ihre Eltern besuchen zu können, die in Kalifornien leben. Ihr Anstandsbesuch im heimischen Museum verläuft recht zufriedenstellend und da sie sich so für die Geschichte der Kimonos interessiert, kann sie den Archivaren davon überzeugen, ihr auch noch einen besonders wertvollen Brautkimono mitzugeben, der zunächst nicht auf der Liste stand. Schon im Flugzeug muss sie jedoch ihren Platz in der ersten Klasse räumen und mit der wertvollen Fracht in die Touristenklasse umsteigen. Dort trifft sie auf eine neugierige junge Frau aus einer Reisegruppe, die auf einem Shoppingtrip in die Staaten ist.
Die Katastrophe naht
Im Museum in Washington angekommen, erfährt sie, dass der zusätzliche Brautkimono nicht in die Ausstellung passt und deshalb auch nicht im Museum verwahrt werden kann. Rei nimmt ihn mit in ihr Hotelzimmer. Das kann nicht gut gehen. Sie verlässt ihr Zimmer zwar nur kurz, aber das Unglaubliche passiert: Bei ihrer Rückkehr ist der Brautkimono ist nicht mehr in ihrem Schrank. Als dann auch noch Hana, ihre Sitznachbarin aus dem Flugzeug, verschwunden ist und ihre Leiche mit Reis Pass auftaucht, ist das Chaos perfekt.
Das ist mal wieder eine Story, die temporeiche Unterhaltung bietet, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt. Sujata Massey zeichnet die Figuren ein wenig skurril und sehr liebevoll, so dass sie einem sehr schnell ans Herz wachsen. Rei ist ein nettes Mädel, das aber auch fast keinen Fettnapf auslässt. Der Krimi steht eigentlich fast im Hintergrund und ist – gewürzt mit einer kleinen Liebesgeschichte – herrlich entspannend und flüssig zu lesen. Das exotische Ambiente trägt dazu bei, dass man ganz und gar abtauchen kann. Wie man aus diesen Beschreibungen ablesen kann, gehört der Roman allerdings nicht in die Kategorie Thriller mit knallharter Action und wird eher weibliche Fans finden.
Japan trifft Amerika
Das Lokalkolorit bleibt bei diesem Roman leider etwas hinter den Vorgängerromanen zurück, da die Story zum großen Teil in den USA spielt und nicht in Tokyo. Dennoch erfährt man wieder sehr viele Details über die japanische Kultur, speziell die Tradition der Kimonos, z.B. wie man an den Farben den Status der Frau erkennt oder dass es unterschiedliche Arten gibt, die Obi-Schleife zu binden. Einmal mehr sieht man, dass Rei Shimura genau wie die Autorin selbst zwischen zwei Kulturen lebt. Diese Schilderungen machen den eigentlichen Reiz der Bücher aus.
Auch hier gilt: Der Brautkimono ist zwar Teil einer Serie, aber dennoch kann der Krimi unabhängig von den Vorgängerromanen gelesen werden. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es besonders viel Spaß bereitet, wenn man die Nebenfiguren schon kennt. Insgesamt würde ich den Unterhaltungswert des vorliegenden Buches in etwa mit den ersten drei Bänden gleichsetzen und damit etwas besser als der Vorgänger "Tödliche Manga" bewerten.
Hier kann man dem Leser also nur wünschen: tanoshinde kudasai – Viel Spaß!
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| tedesca zu »Sujata Massey: Der Brautkimono« | 02.06.2009 |
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| Silke Schroeder zu »Sujata Massey: Der Brautkimono« | 14.01.2005 |
| Ursula zu »Sujata Massey: Der Brautkimono« | 29.10.2004 |

