Steve Hamilton

Steve Hamilton ist ein Mann, der entweder die Arbeit liebt oder ein sicheres Einkommen schätzt. Obwohl inzwischen als Schriftsteller erfolgreich, hat er seinen »richtigen Beruf nicht aufgegeben und ist weiterhin für den Konzern IBM tätig. Sein Herz gehörte – man liest dies wohl in jeder Autorenbiografie – jedoch seit jeher dem Fabulieren. Schon mit zwölf Jahren schickte er (erfolglos) eine erste Kurzgeschichte an das «Ellery Queen Mystery Magazine. Seine berufliche Zukunft trieb ihn freilich wie bereits erwähnt in eine ganz andere Richtung.

Nach zehn Jahren Tätigkeit für IBM ließ sich der alte Traum vom Schreiben nicht länger unterdrücken. Hamilton belegte Kurse in einer Schreibwerkstatt. Als er damit begann, einen ersten Roman zu verfassen, ging er zielorientiert vor: Ein großer Verlag lobte für den besten Krimi eines Nachwuchs-Autoren einen Preis aus und – was noch wichtiger war – versprach die Veröffentlichung. Hamilton schrieb »A Cold Day in Paradise (1998; dt. «Ein kalter Tag im Paradies) und gewann – auch solche Geschichten werden gern erzählt – den Wettbewerb!

Besagter Roman wurde auf Anhieb ein Verkaufserfolg. Die Kritiker liebten das Buch ebenfalls. »A Cold Day in Paradise gewann mit dem «Edgar Award und dem »Shamus Award gleich zwei der renommiertesten Thriller-Preise und stand auf der Vorschlagsliste für weitere. Erfolgreich ist Steve Hamilton (der übrigens mit seiner Familie im Norden des US-Staats New York lebt) weiterhin, was nicht zuletzt daran liegt, dass sich der Autor seit seinem gefeierten Erstling qualitativ stetig gesteigert hat.

Seiner Hauptfigur ist Hamilton dabei bisher treu geblieben: Alex McKnight ist ein ehemaliger Baseballspieler. Später wurde er Polizist in Detroit. Als er mit seinem Partner in einen Hinterhalt geriet und niedergeschossen wurde, nahm er seinen Abschied und zog sich in seinen Geburtsort Paradise, Michigan, zurück. In dem kleinen Flecken besaß sein Vater eine Ferienhauskolonie, die McKnight nach dessen Tod übernahm.

Da auch Paradise nicht auf einem fremden Planeten liegt, haben seit McKnights Ankunft diverse Verbrechen den meist unwilligen Einsiedler zur Wiederbelebung seiner kriminalistischen Talente gezwungen; er ist halt ein «Ritter», wie sein Nachname verrät. Diese Episoden endeten stets dramatisch bis tragisch, so dass McKnight sich noch stärker zurückzog. Erst in «Blood Is the Sky» (2003, dt. «Himmel voll Blut"), dem fünften (und besten) Teil der Serie, beginnt er sich langsam in die Gesellschaft zurückzutasten.

Krimis von Steve Hamilton:

Mehr über Steve Hamilton:

Seiten-Funktionen: