Unter dem Wolfsmond von Steve Hamilton

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Winter of the wolf moon, deutsche Ausgabe erstmals 2001 bei DuMont.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Michigan, 1990 - 2009.
Folge 2 der Alex-McKnight-Serie.

  • New York: St. Martin’s Minotaur, 2000 unter dem Titel Winter of the wolf moon. 274 Seiten.
  • Köln: DuMont, 2001. Übersetzt von Volker Neuhaus. ISBN: 3-7701-5619-6. 291 Seiten.
  • Köln: DuMont, 2001. Übersetzt von Volker Neuhaus. ISBN: 3832156194. 291 Seiten.

'Unter dem Wolfsmond' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Nach dem preisgekrönten Erfolgsdebüt »Ein kalter Tag im Paradies« lässt Steve Hamilton seinem Helden Alex McKnight keine Ruhe: In der Winterstille seiner Waldhütte sucht eine Indianerin aus dem Reservat bei ihm Hilfe. Am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Der Ex-Polizist McKnight ist überzeugt, dass ihr ehemaliger Freund sie entführt hat. Wieder entwickelt Hamilton eine Intensität, die den kalten Winter Michigans zum Schmelzen bringt.

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tassieteufel zu »Steve Hamilton: Unter dem Wolfsmond« 13.01.2016
Alex McKnight hat die Nase voll von der privaten Ermittlerarbeit und bevor er noch ein richtiger „Privat Eye“ geworden ist, hängt er den Beruf wieder an den Nagel und widmet sich der Vermietung seiner Blockhütten. Doch wie so oft im Leben kommt es anders als man denkt! Eine junge Indianerin bitte ihn um Hilfe, sie möchte von ihrem gewalttätigen Freund wegkommen. Alex bringt sie in einer seiner Hütten unter die gerade leer steht. Am nächsten Morgen jedoch ist die Frau verschwunden, die Hütte verwüstet, daher vermutet McKnight, das sie von ihrem brutalen Freund entführt wurde. Doch schon bald entpuppt sich der Fall als wesentlich komplizierter.

Auch der 2. Teil um Alex McKnight besticht durch atmosphärische Landschaftsbeschreibungen und einen verzwickten Plot. Inzwischen befindet sich das kleine Örtchen Paradiese im tiefen Griff des Winters, es schneit unentwegt, der Schnee liegt meterhoch und klirrende Kälte liegt über dem Land. Eigentlich wollte Alex McKnight die privaten Ermittlungen an den Nagel hängen, doch sowohl das Verschwinden der jungen Indianerin, als auch der enthusiastische Leon Prudell, der Alex unbedingt als Partner in einer gemeinsamen Detektei möchte, machen ihm da einen Strich durch die Rechnung.
Bei seinen ehr widerwilligen Ermittlungen wird McKnight von allen Seiten traktiert, muß ordentlich Prügel einstecken und alle möglichen Schikanen erdulden. Er landet mehrfach im Krankenhaus, trotzdem kann er nicht aus seiner Haut heraus und muß die junge Frau finden, gibt er sich doch die Schuld dafür, dass sie verschwunden ist und das wiederrum erinnert ihn an sein großes Versagen, an dem Tag als sein Partner starb. Doch da an der ganzen Sache nicht nur ein brutaler Schläger beteiligt ist, wird der ganze Fall ziemlich schnell brandgefährlich. Leon Prudell, der nerventötende Möchtegern Detektiv entpuppt sich hier als wertvoller Helfer und sogar als Freund.
Auch wieder mit von der Partie ist Chief Maven, der in seiner Bärbeißigkeit wieder herrlich erfrischend ist und über dessen grantige Sprüche ich mich wieder köstlich amüsiert habe.
Die Story ist vielschichtig und spannend aufgebaut und zunächst nicht zu durchschauen. Es sind auch wesentlich mehr Parteien beteiligt als zunächst gedacht und neben der örtlichen Polizei kommt McKnight auch dem County Sheriff und der Bundesbehörde in die Quere, also reichlich Gelegenheit sich unbeliebt zu machen und die nutzt Alex ausgiebig!
Der Schreibstil des Autors ist flott und präzise und entbehrt auch nicht eines gewissen Humors. Diesmal gibt’s noch ein wenig indianisches Flair, was die Story gekonnt abrundet. Eingebettet ist auch dieser Fall in die winterliche Kulisse des nördlichen Michigans, schon allein vom Lesen fängt man an zu frieren und bei dem was Alex so mitmacht, klappern einem die Zähne vor Kälte.


FaziT: unterhaltsam und spannend wird der Leser auch durch Alex McKnights zweiten Fall geführt und man kann in eine eisige Welt eintauchen, die sich am besten vom warmen Sofa aus erkundet. Virtuelle Frostbeulen sind auf jeden Fall garantiert!
Krimi-Tina zu »Steve Hamilton: Unter dem Wolfsmond« 28.03.2009
Alex McKnight wird von einer sichtlich verängstigten jungen Frau um Hilfe gebeten. Ritter ohne Furcht und Tadel, der er ist nimmt er sich ihrer an und bringt sie sie in einer seiner Miethütten unter. Am nächsten Morgen ist sie verschwunden. McKnight, den wie immer das Gefühl des Versagens plagt, nimmt die Suche auf. In der Folge wird er unter anderem verprügelt, hinter einem Schneemobil hergeschleift, verhaftet und erfriert fast. .
Spannend ist das Buch durchaus und an Action fehlt es keineswegs, siehe oben. Allerdings nerven die permanenten Gewissensbisse und Depressionen McKnights ein wenig.
Das ist natürlich eine düstere hardboiled Geschichte, aber es ist des Guten ein wenig zu viel.
Ist aber der einzige Kritikpunkt. Die Story ist vielschichtig, es fehlt auch nicht an Humor, die Personen sind gut gezeichnet. Insgesamt sehr lesenswertes Buch.. 80°
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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