Die Arena von Stephen King

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel Under the dome, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Heyne.

  • New York: Scribner, 2009 unter dem Titel Under the dome. 1074 Seiten.
  • München: Heyne, 2009. Übersetzt von Wulf Bergner. ISBN: 978-3-453-26628-5. 1279 Seiten.
  • München: Heyne, 2011. Übersetzt von Wulf Bergner. 1279 Seiten.

'Die Arena' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Urplötzlich stülpt sich eines Tages wie eine unsichtbare Kuppel ein undurchdringliches Kraftfeld über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von ihrer Umwelt abgeschnitten. Und auf einmal gilt kein herkömmliches Gesetz mehr.

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Anke zu »Stephen King: Die Arena« 05.02.2015
Hallo!
Ein sehr interessantes Buch, welches ziemlich zum Nachdenken anregt. Unabhängig von der Art der Ursache (die Kuppel), beschreibt King in seinem Roman sehr anschaulich/erschreckend sämtliche Veränderungen der Menschen, wenn keine "Gesetze" oder gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mehr gelten.
Ich fand das Buch weder langweilig noch langatmig, sondern sehr spannend.
Von mir gibt's trotzdem "nur" 95°, da mir der Schluss letztlich (im Gegensatz zum Rest des Buches) sehr kurz und abgeschnitten vorkam. Da hätten dann 100 Seiten mehr auch nicht mehr geschadet!
King überzeugt aber zu 100% (wie in vielen anderen Büchern) durch seine gekonnte Sprachverwendung und seine narrative Handlungslogik.
Eglfinger zu »Stephen King: Die Arena« 21.09.2013
Inhalt:
Urplötzlich senkt sich im Oktober über Chester´s Mill ein kuppelförmiges Kraftfeld, was die Bewohner einschließt. Es kommt zu einigen Unfällen, als zum Beispiel ein Flugzeug gegen die Kuppel fliegt und daran zerschellt. Sie erweist sich als undurchdringbar und unzerstörbar. Das einzige was die Kuppel durchlässt sind molekulare Teile von Luft und Wasser.
Während die Armee von außen versucht die Kuppel zu zerstören oder durch sie hindurch zukommen, bilden sich in der Stadt zwei Lager. Das eine Lager wird angeführt vom zweiten Stadtverordneten Big Jim Rennie, der seine Chance sieht, aufzusteigen. Er wird unterstützt von seinem Sohn Junior, der durch seine Krankheit psychopathisch ist und dem unfähigen Polizeichef Peter Randolph.
Sein Gegner ist Dale Barbara, genannt Barbie. Er war gerade dabei die Stadt zu verlassen, weil er kurz zuvor in eine Schlägerei mit Junior verwickelt war, als sich die Kuppel über Chester´s Mill senkte. Barbie ist ein ehemaliger Irak-Veteran und wird vom Präsidenten der Vereinigten Staaten zum Befehlshaber der Stadt gemacht, doch Big Jim Rennie sieht keine Veranlassung sich an den Befehl des Präsidenten zu halten. Barbie organisiert zusammen mit der Journalistin Julia Shumway den Widerstand gegen Big Jim Rennie. Als er wegen angeblichen vierfachen Mordes verhaftet wird, eskaliert die Situation unter der Kuppel und es herrschen Polizeiwillkür und ständige Angst.
Währenddessen finden einige Jugendliche die Quelle des Kraftfeldes und finden heraus, was es mit der Kuppel auf sich hat. Um etwas gegen die Kuppel tun zu können benötigen sie die Hilfe von Barbie, da Big Jim Rennie kein Interesse daran hat, dass sich an der gegenwärtigen Situation etwas ändert. Als die Widerstandsgruppe versucht Barbie zu befreien kommt es zum Showdown mit einer Katastrophe unglaublichen Ausmaßes.

Meine Meinung:
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King zeigt wie Menschen sich in einer Extremsituation verhalten. Sie fallen wieder zurück in kindliche Verhaltensweisen, als sie Ameisen, Katzen und unter einen selbstverstärkenden Gruppendruck andere Kinder quälen. Er zeigt das unter anderem anhand der neu zusammengestellten Polizeitruppe, die aus noch kaum erwachsenen Halbstarken besteht, die sich gegenseitig bei einer Vergewaltigung anfeuern und damit auch durchkommen. Es zeigt, dass man nicht gegen eine Gruppe ankommt, die zu Grausamkeiten entschlossen ist. Kings Kuppel ist eine Art Metapher, die für ein Vergrößerungsglas steht, unter dem man sehen kann, was aus Menschen wird, die sich gemeinsam gegenüber anderen stark und im Recht fühlen. Dies wird vor Allem zum Ende nochmal deutlich, was ich aber hier nicht verraten möchte.
Kings Schreibstil ist einigermaßen flüssig und trotz der vielen Personen verliert man nicht den Überblick. Was jedoch weniger gelungen ist, ist das Tempo mit dem sich die Geschichte entwickelt. Oftmals ist es so, dass es zu lange dauert, bis ein Handlungsstrang wieder fortgesetzt wird und man möchte dem Autor zurufen: "Schneller, schneller". Der Roman spielt in einem Zeitraum von nur wenigen Tagen und aufgrund des langsamen Tempos hat man aber das Gefühl, dass es sich eher um Wochen oder Monate handelt. Darunter leidet vor Allem der Spannungsbogen. Der Roman hat mich einfach nicht mitgerissen, so dass es mir auch nicht schwer fiel, dass Buch einfach mal beiseite zu legen. Mir sind auch die technischen Details zu kurz gekommen. Ich hatte ständig das Gefühl, in einer Story zu hängen, die entweder in den 1970ern oder der Gegenwart spielt. Vielleicht hätte King sich auf das was er kann, nämlich die Beschreibung von Ängsten und Schrecken, konzentrieren sollen.

Mein Fazit:
Ein interessantes Buch, das der Gesellschaft den Spiegel vorhält, was aber durch Langsamkeit einen nicht mitreißt. Ich vergebe deshalb nur 72 Grad.
Mary zu »Stephen King: Die Arena« 01.01.2013
Die 1276 Seiten des Buches sind mit so viel Spannung und Inhalt gefüllt, dass einen das Buch nicht so lang vorkommt. Die vielen Figruen mit ihren komplexen Verwicklungen und Hintergründen bringen eine gewissen Frische, die einen neugirerig macht. Ich habe das Buch innerhalb weniger tage durchgelesen, weil ich es einfach nicht weglegen konnte.
Josef zu »Stephen King: Die Arena« 04.07.2012
Interessante Geschichte, jedoch sehr langwierig zum lesen..Es fängt sehr spannend und gut an - irgendwo in der Mitte verzweifelt man und man kann ruhig vieles durchfliegen beim lesen. man hätte es um einige Details kürzen können.(zu viele Charaktere, zu viele Neben-Storys;). Das war mein erstes S.King-Buch und ich glaube ich belasse es dabei.
Jörg zu »Stephen King: Die Arena« 04.10.2011
Bis auf den Schluß (doch ein wenig dürftig) eine überaus spannende Geschichte.
Der eigentliche Horror bei diesem Buch liegt m.E. daran, dass die Geschichte
ziemlich nahe an der Realität spielt, also
keine großen Übertreibungen (die Kuppel selbst ist zum Glück keine Realität!!!).

Eines der besten Bücher Kings.
Evalette zu »Stephen King: Die Arena« 14.07.2011
Die Idee der Kuppel unter der eine Kleinstadt gefangen ist, ist an sich eine faszinierende Idee. Was Stephen King daraus macht ist einfach Stephen King.
Typische Kleinstadtcharaktere kombiniert mit dem von Grunde auf bösen Bürgermeister und Drogenhersteller, dessen Sohn an einem nicht erkannten Hirntumor leidet, der ihn dazu veranlasst mehrere Menschen bestialisch zu ermorden. Sämtliche Gewaltakte werden bis ins Detail beschrieben, so dass ich mehrmals versucht war nicht weiterzulesen.
In diesem Buch versucht King, im Gegensatz zu seinen früheren Werken eine politische Komponente einzubringen: Kuppel als Terroranschlag, Irak Heimkehrer als Hauptfigur, christliche Sekten, Drogendealer usw. Das ist alles einfach zu viel des guten. Nach 1300 Seiten und 1000 Toten ist zudem die Auflösung der Geschichte enttäuschend. Buch nur für echte Stephen King Fans geeignet. Alle anderen sollten die Finger davon lassen.
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