Zorn - Tod und Regen von Stephan Ludwig

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Fischer.
Folge 1 der Claudius-Zorn-Serie.

  • Frankfurt am Main: Fischer, 2012. ISBN: 978-3-596-19305-9. 368 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2012. Gesprochen von David Nathan. ISBN: 3839811503.

'Zorn - Tod und Regen' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Zwei Morde in einer Stadt, die seit Jahren nur natürliche Todesfälle kannte. Blutig, brutal, unerklärlich: Warum gibt ein Killer seinem Opfer Schmerzmittel, bevor er es quält? Hauptkommissar Claudius Zorn soll die Ermittlungen leiten: Er hat Kopfschmerzen, er hat keine Lust, er hat keine heiße Spur. Als er dann noch merkt, dass ihn bei den Ermittlungen irgendjemand austricksen will, bekommt Zorn richtig schlechte Laune. Und der Mörder hat noch nicht genug.

Das meint Krimi-Couch.de: »Lesespaß mit Kultpotential« 80°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Stephan Ludwig, ein Neuling auf dem Krimi-Markt, präsentiert in seinem Erstling Hauptkommissar Claudius Zorn, mit dem der Fischer Taschenbuch Verlag einen neuen Serienhelden auf dem heiß umkämpften Ermittlergenre arbeiten lässt, der auch dem Startroman Zorn – Tod und Regen seinen Namen verleiht.

Und Claudius Zorn ist einer, der jedes Vorurteil vom genervten Polizeibeamten nährt, denn eigentlich will er nur seine Ruhe haben, möglichst keine Akten sehen und nur die Beine auf den Schreibtisch legen. Und das hat er in den letzten Jahren auch weitgehend getan, unterstützt von seinem dicklichen Kollegen Hauptkommissar Schröder, der ihm die Laufarbeit abnehmen muss. Seit Jahren ist in der Kleinstadt nichts passiert und dann kommt es gleich knüppeldick, weil Stephan Ludwig unbedingt mit einem Serienmörder sein Debüt startet. Allerdings fehlt vorerst mal eine Leiche, denn die Beamten vor Ort haben nur eine Blutlache entdeckt, die eindeutig durch menschliches Blut hervorgerufen wurde und zwar so viel, dass das kein normaler Unfall gewesen sein kann.

Mehr braucht Zorn nicht, um noch griesgrämiger zu werden, aber Staatsanwalt Sauer, der ihn ohnehin nicht leiden kann, mischt sich da auch noch ein und obendrein kommt da noch eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung auf ihn zu und überhaupt ist mal wieder der ganze Tag, weil das Labor feststellt, dass das Blut von einer Frau stammt, die mit Buprenorphin vollgestopft war. Aber wer verabreicht einer Frau ein starkes Schmerzmittel, um sie hinterher verbluten zu lassen?

Und ob das nicht schon genug an Arbeitsaufwand wäre, wird auch noch ein Selbstmord aus der Gartenstadt gemeldet, bei der die Leiche zuvor gewürgt, misshandelt und vergewaltigt wurde, also muss Claudius Zorn auch dort nach dem Rechten sehen. Zwei Tage Plackerei für Zorn und Schröder, aber dann wird auch die Leiche der ausgebluteten Frau gefunden. Und Zorn wird das alles zuviel, er geht lieber mit dem Mann der Selbstmörderin einen saufen. So nebenbei macht er dabei auch noch eine Damenbekanntschaft, während Schröder dahinter kommt, dass der Staatsanwalt wohl seine Finger irgendwie in dem Fall hat und mit Informationen hinter den Berg hält und die Akte manipuliert hat …

So hochgradig originell ist die Story um den wer-weiß-wievielten Serienmörder nicht und eigentlich könnte man sie abhaken als eine von vielen, bei der es in erster Linie um Blut und Brutalität geht. Wäre da nicht dieser grantige Kauz Claudius Zorn, der bei all seiner bärbeißigen Art zu einem fast liebenswürdigen und alltäglichen Mann der städtischen Beamtenschaft wird, der vorerst alles negativ sieht, um hinterher nachzudenken. Sein Kollege Schröder, dem auf Grund seines Aussehens keiner etwas zutraut, der es aber faustdick hinter den Ohren hat, ist ein kongenialer Partner mit einer fast hündischen Verehrung für seinen Chef, dem er auch die gesamte Recherchearbeit abnimmt.

Da hat der Autor zwei Typen geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und von denen der 366-Seiten-Roman erst richtig lebt, weil ihre Sympathiewerte von Seite zu Seite steigen. Dazu kommen Dialoge, die in ihrer Kürze und ihrem Witz pointiert vorgetragen sind, auch wenn an gewissen Stellen auch kräftig monologisiert wird, was aber zur Klärung auch notwendig ist.

Spannung hat der Roman, nicht zuletzt durch die anhaltende Brutalität und die Art und Weise, wie das Auffinden der Leichen die Beamten zur Schnitzeljagd anregt. Das reicht dann bis zum finalen Showdown, der an zwei unterschiedlichen Orten spielt, um dann doch die Handlungsstränge gut miteinander zu verweben.

Zorn – Tod und Regen macht rundum Spaß beim Lesen und hat genügend Spannungselemente, um den Leser bei der Stange zu halten, auch wenn der Fall überkonstruiert wirkt. Für einen Erstlingsroman ist der Start außergewöhnlich gut gelungen und Stephan Ludwig hat sich für den zweiten Teil die Messlatte ganz schön hoch gehängt. Claudius Zorn und sein Kompagnon haben das Zeug dazu, Kultstatus zu erreichen, ähnlich wie Thiel und Boerne vom Münsteraner Tatort.

Wolfgang Weninger, April 2012

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Thorsten zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 25.08.2016
Um ehrlich zu sein, ich bewerte hier nicht das Buch, sondern den Film. Keine Ahnung, ob es am Drehbuch liegt, an den Schauspielern oder am Regisseur, aber dieser Film gehört zu den sehr schlechten. Ich finde ja Figuren, wie "Nick Tschiller" oder "Thiel und Boerne" schon sehr nah an der Grenze des Erträglichen, aber "Zorn" und sein künstliches Kontrastmittel "Schröder" sind nicht nur Extrem-Klischees, sondern so plump und dumm gespielt, dass man sich fragt, wer denn schleunigst seine Ausbildung nachholen sollte, die Schauspieler oder der Regisseur? Möglich, dass alle Beteiligten ihren Beruf wechseln sollten, damit sich eine solche Folter am Zuschauer nicht wiederholen kann.

Ich bin kein Miesepeter und auch absolut nicht kleinlich, aber ich stehe auf Qualität und erkenne sie, wenn ich sie sehe. Und bei diesem "Krimi" sind wir meilenweit von jeder Form von Qualität entfernt. Bei einem guten Schauspieler merkt man nicht, dass er schauspielert. Aber bei den Darstellern dieses Films fragt man sich immer wieder, woran es liegt, dass sie so abgrundtief schlecht sind? Ich meine, Schauspieler sind ja letztlich auch nur die Instrumente eines Regisseurs. Ist der Regisseur scheiße, können die Schauspieler bestenfalls ihre Rolle retten, aber nicht den Film. Dieser Krimi ist aber in seiner Gesamtheit schlecht. Die Rollen sind mies gespielt. Viel zu übertrieben, vorhersehbar und "stets bemüht". Wenn man es nicht besser wüsste, würde man mutmaßen, dass dieser Film zu den schlimmsten Zeiten der DDR verfasst und die Hauptdarsteller in überzogener Weise, die schlimmsten Seiten des konkurrierenden Klassenfeindes symbolisiert. "Zorn" ist so ziemlich die schlechteste Schimanski-Karikatur, die ich je sehen musste. Diese Schauspieler bilden den Bodensatz ihrer Zunft. Jedes filmische Engagement dieser Leute, ist als würde man Perlen vor die Säue werfen. Vielleicht haben sie Glück und schaffen noch irgendwie den Einstieg in einen Beruf, dem sie gewachsen sind. Hier wäre eine Förderung vom Arbeitsamt sinnvoll.
Ute zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 27.08.2014
Ich habe dieses Buch eigentlich nur zufällig als Urlaubslektüre gekauft. "Tod und Regen" war so spannend und manchmal witzig, dass ich wohl von Italien nur die Hälfte mitbekommen habe. Ich kannte den Autor nicht. Noch nie etwas von ihm gehört und eigentlich war mir der Autor auch völlig egal. Hauptsache im Urlaub lesen. Doch ich muss zugeben, dass ich Halle nach den ersten 50 Seiten erkannt habe. Die beiden Hauptfiguren sind einfach klasse. Durch seinen Schreibstil konnte ich mir die beiden ganz genau vorstellen. Ich habe mir jetzt den 2. und 3. Fall gekauft. Der nächste Fall kommt wohl im September. Bis dahin, so glaube ich, habe ich die beiden Bücher schon gelesen.
Violetta zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 23.03.2014
Ich habe das Hörbuch "Tod und Regen" gehört und bin begeistert von den beiden Kommissaren, natürlich auch vom gesamten Inhalt. Der Bezug zu meiner Stadt macht alles noch interessanter für mich. Sprachliche Formulierungen wie Inhalt der Handlung begeistern mich. Ich bin schon gespannt auf weitere literarische "Produktionen" von Stephan Ludwig.
Tina zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 08.02.2014
Ich liebe den Schreibstil.
Ich liebe die beiden Hauptfiguren.
Stephan Ludwig schreibt witzig und spannend zugleich.
Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen und habe es in 2 Tagen durchgelesen.
Hab mir natürlich gleich den 2. und 3. Teil bestellt und bin schon super gespannt.
Ich kann es nur empfehlen!
wendelin zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 15.03.2013
Eine Kleinstadt irgendwo im Osten Deutschlands, die von Schwerverbrechen bisher weitgehend verschont geblieben ist. Und ausgerechnet hier schlägt ein unerbittlicher Serienmörder zu? Na ja, es gibt zu Beginn nicht mal eine Leiche, nur einen riesigen Blutfleck. Hauptkommissar Zorn „is not amused“ – aber das ist er eigentlich nie. Was schickt Stephan Ludwig denn da für eine Hauptfigur in den Ring? Mürrischer Einzelgänger, Kettenraucher, von seinem Job gelangweilt und genervt. Zum Glück ist da noch sein Kollege und Assistent Schröder. Klein, dick und unscheinbar, aber mit ungeahnten Qualitäten. Schröder erledigt die Arbeit und Zorn legt sich mit dem ermittelnden Staatsanwalt an – aber der ist auch nicht ganz koscher! Und zu allem Überfluss regnet es ununterbrochen und die Stadt droht in den Fluten zu versinken.

Stephan Ludwig ist Produzent von Radio-Comedys und das merkt man auch. Seine Hauptfiguren sind klischeehaft überzeichnet und führen teilweise wirklich schräge Dialoge. Es hätte was von Satire – wenn da nicht doch noch grausam gefolterte und verstümmelte Leichen auftauchen und die Spannung vorantreiben würden.

Die Geschichte, die sich allmählich herauskristallisiert ist allerdings sehr ernst und verstörend. Auch Zorn und Schröder entwickeln sich allmählich zu durchaus glaubwürdigen Charakteren mit ausbaufähigem Potenzial. Und der Showdown ist wirklich gelungen. Das könnte der Beginn einer guten Serie werden.

*Fazit:*
Ein gelungenes Debüt, das Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil!
M.Reinsch zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 19.02.2013
Zu Anfang sollte man wohl sagen, es wird nur zwei Arten von Lesern geben - entweder man mag Ludwigs Schreibstil, oder eben nicht...
Ich mag ihn - sogar sehr !
Claudius Zorn ist Hauptkommisar in einer mittelgroßen Stadt in den "Neuen Bundesländern". Vom optischen her ein sportlicher, gut aussehender Typ, der aber Dank extremen Zigarettenkonsums, seiner alten Leidenschaft, dem Schwimmen, nur noch 50m abringen kann ohne mit kräftigen Hustenanfällen unterzugehen. Sein Job ödet Ihn an, da er keinerlei Herausforderungen in Ihm empfindet und sich lieber träge dem seeligen Nichtstun hingibt und außerdem gibt es da ja noch Schröder...
Besser gesagt "den dicken Schröder", der seit 10 Jahren sämtliche "Drecksarbeit" für seinen Chef übernimmt.
Übergewichtig, schlampig gekleidet und eher eine "traurige Figur", ist er aber doch der eigendliche Kopf dieses von Ludwig entworfenen Ermittlerduos.
Beide werden von Staatsanwalt Sauer (ein eher karriereorientierter Radfahrertyp) drangsaliert.
Als in einem Keller eine sehr große Blutlache gefunden wird, aber keine dazu passende Leiche, werden die beiden Ermittler auf diesen Fall angesetzt... und Ihr Staatsanwalt scheint irgendwie seien Finger in dieser Sache zu haben...

Stephan Ludwig hat aus allen Bereichen der Kriminalliteratur gnadenlos abgekupfert, hat von überall her Ideen genommen, sie in einen Mixer getan und auf "Start" gedrückt. Das Ergebnis hat er dann in seinem eigenen (mir sehr gut gefallendem) Stil niedergeschrieben.
Die "harten" Szenen könnten ohne weiteres von einem Cody Mcfadyen stammen, die Ermittler selbst sind eher eine Mischung aus "Dick und Doof", Maigret, Philip Marlow und vielleicht Wallander. Hier wechseln sich Selbstzweifel, mit guter Kombinationsgabe und (teilweise unsinnigen) Wortgefechten ab. In Beiden erkennt man Teile von sich selbst wieder und selten ist es mir so leicht gefallen mit den Hauptfiguren zu sympathisieren.
Die Story fließt dahin, hat manchen Spannungsbogen und immer wieder neue Kehrtwenden. Selbst der Täter und seine eigendlichen Motive sind bis kurz vor dem Ende nicht wirklich zu deuten.
Stephan Ludwig schreibt so wie es Ihm in den Sinn kommt - meist schnörkellos und direkt, aber immer mit realem Hintergrund. Er schont seine "Helden" in keiner Form und doch kann man sich ein Schmunzeln selten verkneifen.
Fazid:
Ein Krimi, wie er für mich sein, soll. Geheimnisvolle Story, sympatische Ermittler und ein Schreibstil der einem das Buch nicht aus der Hand legen läßt! (bei mir hat es nur 1 Tag gedauert, dann war ich (leider) fertig.)
Unbedingt Lesen !
Harald zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 11.01.2013
Der erste Zorn hat mich gefesselt, der zweite war leider vorhersagbar und ab der Mitte des Buches war das Ende absehbar. ". Ich hoffe der dritte Band verfolgt nicht das gleiche Muster, wie die Vorgänger, dann wird's langsam langweilig. Zum Kult wird's wohl eher nicht reichen. Aber für einen Sat oder RTL Krimi könnte es reichen.
PeterPanter zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 29.09.2012
Zuerst hatte ich ein bisschen am beratenden Einfühlungsvermögen meiner Buchhändlerin gezweifelt (zumal ich mir meine Krimis lieber selbst aussuche) - nein, nicht gleich auf den ersten Seiten, erst auf Seite 29 als Zorn wg. zu niedrigem Fahrtempo von den Kollegen der Verkehrspolizei gestoppt wird. Etwas Skurrilität ist ja ganz nett, aber wo soll das denn hinführen?
Davon mal abgesehen kommt der Krimi-Neuling dann doch irgendwie gut bei mir an, manchmal möchte ich ihn schütteln und nach mehr Power schreien, aber sein "Held" lässt sich nicht beirren und die Leserin schließt ihn und Zorn (etwas widerwillig) in ihr Herz und gibt positives Feedback an die Buchhändlerin - ggf. darf sie doch mal wieder einen Tipp geben...
Antje zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 15.09.2012
Ein super Krimi mit Suchtfaktor!!! Spannend sind auch die Schauplätze, wenn man wie ich aus Halle kommt...Ständig überlegt man, wo befinden wir uns gerade ??
Kann man den nicht mal beim Tatort -ARD
einreichen??
Habe das Buch schon sehr oft verschenkt
mit großem Erfolg.
Ich hoffe es gibt noch viele Teile davon.
Eine Frage bleibt aber... woher hat der Autor so eine Fantasie ???
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Silberfee28 zu »Stephan Ludwig: Zorn - Tod und Regen« 05.07.2012
Und schon wieder ein Debütant ….. ob das wohl was ist ?
Zorn- Tod und Regen ist der Debütroman eines bis dato unbekannten Autors.
Unterteilt in verschiedene Kapitel erwartet den Leser Schauriges, soviel kann man schreiben.
Direkt zu Beginn des Buches erhalte ich als Leser einen Einblick in die Seele eines kranken Killers. Abartig, tiefgründig, seelenlos fällt mir spontan zu so dieser Art Mensch ein.
Hat man sich erst mal von diesem kleinen Schock erholt lernt man Kommissar Claudius Z orn und seinen Kollegen Schröder kennen. Denkt man zuerst an Dick und Doof, so wird einem schnell klar das man sich gewaltig täuscht. Schrullig kommt er irgendwie schon daher, so eine Art Mischung aus Kluftinger, Schimanski und Tatort Kommissar – ja so kann man Claudius Zorn sicherlich durchgehen lassen. Im Laufe des Buches soll der Leser tatsächlich so ziemlich jede Facette des Charakters von Claudius Zorn kennenlernen. Was soll ich sagen? Mir war der Ermittler wirklich und richtig sympathisch in seiner Art und Weise. Schröder dagegen macht da eher gute Miene zum bösen Spiel und es scheint zunächst so dass er nur in zweiter Reihe tanzt. Aber auch soll sich im Laufe des Buches gewaltig entwickeln. Wohl nicht ganz so charakterstark wie Zorn, dennoch schafft er es meiner Meinung nach schon sich auf Augenhöhe mit Claudius Zorn zu bewegen und wird mir durch die ein oder andere Aktion ebenfalls sympathisch.
Was übrig bleibt ist ein wunderbar zusammenpassendes Ermittlerduo was sich mit Witz, Geschick und Spürsinn an die Arbeit macht den Fall zu lösen.
Der Fall- die Geschichte. Geteilt durch nummerierte Kapitel und verschiedene Handlungsstränge entwickelt sich die Geschichte mit zunehmender Seitenzahl zum Page Turner. Was langsam dahindümpelte und irgendwie nach einem 08/15 Provinzkrimi aussah, ist in Wahrheit ein knallharter Psycho Thriller der bestimmt nur als Krimi verpackt wurde.
Die beiden Kommissare aber auch die handelnden Personen in den anderen Handlungssträngen lassen mich als Leser an den Gedanken und Geschehen teilhaben, trotzdem habe ich als Leser wenige Chancen vorauszuahnen was als nächstes geschehen wird. Der Autor sorgt mehr als einmal für Überraschungsmomente der besonderen Art, soviel kann ich verraten ohne zu viel zu verraten .Das gefällt mir, gibt es doch nicht schlimmeres als durchschaubare Thriller und Krimis.
So bleibt der Plot bis zum Schluss wahnsinnig spannend und animiert den Leser mit dem Leser beim Roman zu bleiben.
Warum der Roman so heißt wie er heißt wird dem Leser im Laufe der Geschichte auch klar, nur das Cover blieb für mich – obwohl es mir optisch zusagt – ohne tiefsinnigeren Grund.

FAZIT: Als Debütant hat der Autor seine Sache wahnsinnig gut gemacht und ich bin tief enttäuscht das erst im Jahre 2013 ein neuer Roman mit Claudius Zorn geben wird. Volle Punktzahl ist mehr als verdient für diesen wahnsinnig spannenden Roman. Es sei erwähnt das wer Simon Beckett, Chris Carter oder Jussi Adler Olsen mag auch an diesem Roman seine Freude haben wird.

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