Schamanenpass von Stan Jones

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Shaman Pass, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Unionsverlag.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Alaska, 1990 - 2009.

  • New York: Soho, 2003 unter dem Titel Shaman Pass. 274 Seiten.
  • Zürich: Unionsverlag, 2004. Übersetzt von Peter Friedrich. ISBN: 3293003400. 284 Seiten.
  • Zürich: Unionsverlag, 2006. Übersetzt von Peter Friedrich. ISBN: 978-3293203556. 268 Seiten.

'Schamanenpass' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Die Mumie eines vor achtzig Jahren gestorbenen Mannes, »Onkelchen Frost« genannt, verschwindet spurlos aus dem Ortsmuseum von Chukchi. Zwei Tage später wird der alte Victor Solomon draußen beim Eislochfischen tot aufgefunden – mit der Harpune in der Brust, die zu »Onkelchen Frost« gehörte. Alaska State Trooper Nathan Active steht vor einem Rätsel. Erst als er die Ältesten befragt, wird ihm klar, dass er tief in die Geschichte der Siedlung eintauchen muss. Nur noch wenige Menschen wissen von den alten Zeiten, als die Schamanen alle Macht hatten und kaum einer es wagte, sich gegen sie aufzulehnen. Doch die Nachfahren der damals Beteiligten haben die alten Geschichten nicht vergessen. Die Welten prallen aufeinander, am Schamanenpass kommt es zum Showdown.

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tassieteufel zu »Stan Jones: Schamanenpass« 12.01.2011
Die Mumie eines alten Eskimo`s die gerade vom Smithsonian Institue an an das Natur-
kundemuseum von Chukchi zurück gegeben wurde, wird aus dem Museum gestohlen, zwei Tage später wird der alte Victor Solomon an seinem Eisfischloch tot aufgefunden, durchbohrt mit einer Harpune, die zu der verschwundenen Mumie gehörte. State Trooper Nathan
Active steht vor einem Rätsel und kann zunächst kein Motiv finden. Erst als ihm die Ältesten Geschichten aus alter Zeit erzählen, als die Eskimos noch dem alten Schamanenglauben anhingen, beginnt sich das Rätsel zu lüften.
Wie schon in den Vorgängern schildert Stan Jones kenntnisreich und mit Einfühlungsvermögen das Leben der Inupiat zwischen Vergangenheit und Moderne. Obwohl die Ureinwohner das Christentum angenommen haben, existieren unter den Alten noch viele Ge-
schichten aus der Zeit des Schamanenglaubens. Wie der Autor im Nachwort schreibt, basiert seine Geschichte auf der realen Figur des Eskimopropheten Maniilaq. Die Verknüpfung der alten Legende mit einem Krimifall ist sehr gut gelungen, auch wenn ich sagen muß, daß mich dieser Fall nicht ganz so sehr gefesselt hat wie im Vorgänger "Gefrorene Sonne", so bleibt es doch durchweg spannend, die Figuren sind lebensnah geschildert und das winterlich eisige Alaska gibt wieder einen grandiosen Hintergrund ab.
Nathan Activ ermittelt wieder mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit und gegen das niedrige Budget ankämpfend, bis auch das letzte Rätsel in diesem Fall gelöst ist. Beim Showdown am Schamanenpaß können dann durchaus die Zähne klappern vor Kälte!
Schade, das bisher nur 3 Bücher aus dieser gelungenen Reihe erschienen sind!

Fazit: ein Krimi der mit viel Atmosphäre, klirrender Kälte und einem tollen Setting aufwartet, lebensnah geschilderte Figuren und ein gekonnter Einblick in die Kultur der Inupiat runden das ganze ab!
Herr Lazaro zu »Stan Jones: Schamanenpass« 12.07.2007
Ein feines Stück Literatur! Nicht laut, nicht reisserisch und nicht auf vordergündige Effekte aus, sondern mit feiner Ironie beschreibt S. Jones hier seine Protagonisten und lässt den Leser ein gutes Stück Einblick in die Lebensart und Denkweise der Inupiat gewinnen.
Kein Action-Thriller obwohl es durchaus eine Menge Action gibt, wie z.B. den Verlust des "Damenmodells". Spannend, aber verhalten statt lauthals.
Ich wiederhole: Ein feines Buch.
QMP zu »Stan Jones: Schamanenpass« 16.05.2007
Stan Jones ist der Beweis gelungen, dass es auch anders geht. Während mittlerweile die literarische Welt mit Kommissaren überbevölkert ist, deren angedichtete Vorlieben zu offensichtlich und holzschnitzartig ausgefallen sind, ist Jones' Ermittler Nathan Active aus ganz anderem Eis.
Unaufdringlich nimmt der Fall seinen Lauf, unaffektiert agieren die Charaktere - und als Bonus fällt neben Landschafts- und Milieuschilderungen auch noch Wissenswertes über Alaskas Inupiat ab. Eine Empfehlung.
Anja S. zu »Stan Jones: Schamanenpass« 02.07.2005
Nach dem wirklich gutem Buch "Gefrorene Sonne" von Stan Jones hatte ich mich auf dieses Buch gefreut. Leider vergeblich, da "Schamanenpass" ausgesprochen langweilig ist. Auch der trockene Humor der anderen Buecher fehlt. Schade drum.
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