Provenzalische Geheimnisse von Sophie Bonnet

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2015 bei Blanvalet.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich / Provence, 2010 - heute.
Folge 2 der Pierre-Durand-Serie.

  • München: Blanvalet, 2015. ISBN: 978-3-7645-0539-4. 352 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2016. ISBN: 978-3734102974. 351 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: RandomHouse Audio, 2015. Gesprochen von Götz Otto. ungekürzte Lesung. ISBN: 3837130363. 2 CDs.

'Provenzalische Geheimnisse' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Ein spannender Hochgenuss! Im idyllischen Dorf Sainte-Valérie wird eine Hochzeit gefeiert: Die Tische sind geschmückt, es duftet nach Lavendel, und der Wildschweinbraten dreht sich am Spieß. Der ehemalige Kommissar Pierre Durand fiebert bereits dem Ende der Feier entgegen, denn dann will er ein Gläschen mit Köchin Charlotte trinken. Doch so weit kommt es nicht: Der Bruder der Braut wird tot aufgefunden, von Schrotkugeln durchsiebt. War es ein Jagdunfall? Oder Mord? Pierres Ermittlungen führen ihn in die einsamen Wälder der Provence – und mitten ins Herz des Dorfes …

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PMelittaM zu »Sophie Bonnet: Provenzalische Geheimnisse« 04.02.2017
Eine zickige Braut, die ständig Änderungswünsche hat, ein Bräutigam, der sich mit dem Bruder der Braut nicht versteht, eine Wette, die zu einem Toten führt, den zu Lebzeiten kaum jemand mochte, und ein Dorfpolizist, der gerne bei Mordfällen ermittelt, obwohl das seine Befugnisse überschreitet, und der außerdem mit seinem Privatleben beschäftigt ist … Pierre Durand ermittelt in seinem zweiten Fall.

Wieder entführt uns Sophie Bonnet in die Provence, die selbst wieder eine größere Rolle einnimmt, nicht nur was Essen und Trinken angeht, wir erfahren auch viel über die Natur, über Naturschutz und über das Jagen, die beiden letzten Themen werden ausführlich und nicht uninteressant behandelt. Leider bleibt der Kriminalfall dadurch etwas auf der Strecken und der Roman hat deutliche Längen, ja, streckenweise langweilt er sogar. Dazu kommt noch Pierres Privatleben, seine Probleme mit der Renovierung seines Bauernhauses, Annäherungen und Missverständnisse innerhalb seiner Beziehung zu der Köchin Charlotte Berg, und seine berufliche Situation, viel Stoff in einem eher kurzen Roman von 350 Seiten.

Neben einer spannenden Krimihandlung fehlte mir dieses Mal auch der Humor, der im ersten Band noch gelegentlich durchblitzte, sich hier aber kaum noch bemerkbar macht. Gut gefallen hat mir allerdings, dass man einige Dorfbewohner besser kennen lernt, vor allem Giséle vom Bürgermeisteramt, die dieses Mal eine gute Figur macht.

Nachdem ich den ersten Band als Ebook gelesen habe, hatte ich dieses Mal ein Printexemplar. Dieses enthielt eine Karte und mehrere Rezepte, ein schöner Bonus. Wie im ersten Band gibt es auch wieder ein Glossar, das die französischen Begriffe aufgreift.

Der erste Band konnte mich noch überzeugen, der zweite Band hat nun für mich den Schlussstrich unter die Reihe gesetzt, weitere Bände werde ich wohl nicht mehr lesen, obwohl ich schon gerne wissen möchte, wie sich Pierres Leben weiterhin gestaltet. Dafür aber die Romane lesen zu müssen, darauf habe ich dann doch keine Lust.

Leider gelingt es dem zweiten Band der Krimireihe nicht mich zu fesseln, so dass ich hiermit die Reihe beenden werde. Von mir gibt es knappe 3 Sterne. Wer mit meinen Kritikpunkten leben kann und die Provence mag, könnte vielleicht Gefallen an der Reihe finden – vor dem zweiten Band sollte man aber den ersten lesen.
tassieteufel zu »Sophie Bonnet: Provenzalische Geheimnisse« 24.08.2015
Im idyllischen Provencedorf Sainte-Valérie geht es hoch her. Jäger und Aktivisten einer Naturschutzorganisation geraten aneinander und ihre Zusammenstöße eskalieren immer mehr. Damit hätte Pierre Durand eigentlich genug zu tun, doch da wird nach einem feucht fröhlichen Junggesellenabschied der Bruder der Braut tot im Wald aufgefunden. Während die zuständige Gendarmerie den Fall bald als Unfall zu den Akten legt, läßt sich Durand von der Schwester des Toten dazu überreden, in dem Fall zu ermitteln und hat schon bald jede Menge Verdächtige mit reichlich Motiven.


Auch der zweite Fall für den sympathischen Chef de Police, Pierre Durand, besticht durch viel lokales Flair und ein plastisches Bild der malerischen Provence und ihrer kulinarischen Köstlichkeiten. Der Mordfall ist so bizarr wie seltsam und zunächst kann Pierre Durand bei den vielen Zufällen, die sich in dem Fall ergeben, kein klares Motiv erkennen. Doch bei seinen Ermittlungen stößt er auf eine Reihe von Verdächtigen, die sehr wohl einen Grund gehabt hätten, den Ermordeten zu töten und so gestalten sich die Nachforschungen recht komplex, auch deshalb, weil Pierre Durand im Dorf immer noch als Außenseiter gilt, dem die Einheimischen nicht restlos vertrauen. Auch Pierres Beziehung mit Charlotte, die sich im Vorgänger anbahnte, entwickelt sich nicht problemlos und lenkt den Chef de Police von seiner Arbeit ab, ebenso wie seine nicht existente Hausrenovierung, die ihn vor finanzielle Probleme stellt. Wie schon im ersten Teil nimmt das Drumherum um Durands Privatleben recht viel Raum ein, ist zwar durchaus unterhaltsam und nicht uninteressant, geht aber auch hier ein wenig zu Lasten der Spannung, die streckenweise eine recht große Pause macht.
Insgesamt hat mir dieser 2. Krimifall aber besser gefallen als der Erstling. Der Fall ist logisch aufgebaut, die Motive, die alle Beteiligten haben durchaus nachvollziehbar und die Entlarvung des Täters ist schlüssig.
Ein Glossar mit den ganzen französischen Begriffen rundet das Buch ab und als nette Zugabe gibt es diesmal auch einige Rezepte, die sich sehr lecker anhören und bestimmt bald mal ausprobiert werden!

FaziT: netter Provence Krimi mit sehr viel Lokalkolorit und liebenswerten Charakteren. Grundlage für den komplexen Fall ist das aktuelle Thema Umweltschutz, das von der Autorin auch von verschiedenen Seiten beleuchtet wird und so ein umfassendes Bild gibt. Lediglich bei der Spannung hätte ich mir einen stringenteren Bogen gewünscht und etwas mehr Konzentration auf den Fall.
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