Rettungslos von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2008
unter dem Titel Blauw water,
deutsche Ausgabe erstmals 2009
bei Diana.
Ort & Zeit der Handlung: Niederlande, 1990 - 2009.
- Amsterdam: Anthos, 2008 unter dem Titel Blauw water. 219 Seiten.
-
München: Diana, 2009.
Übersetzt von Eva Schweikart.
ISBN:
978-3-453-29065-5. 253 Seiten. -
München: Diana, 2010.
Übersetzt von Eva Schweikart.
ISBN:
978-3-453-35473-9. 271 Seiten.
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[Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2009.
Gesprochen von Tanja Geke.
ISBN:
3866049935. 4 CDs.
'Rettungslos' ist erschienen als
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In Kürze:
Lisa lebt mit ihrer sechsjährigen Tochter Anouk in einem Haus am Deich, etwas außerhalb eines kleinen Dorfs in den Niederlanden. Eines Tages, als sie gerade Wäsche im Garten aufhängt, wird sie von einem unbekannten Mann ins Haus gedrängt und bedroht. Fliehen kann sie nicht, denn der Mann ist gewalttätig, und so sind Lisa und ihre kleine Tochter dem Eindringling vollkommen ausgeliefert. In dieser lebensbedrohlichen Situation versucht Lisa, die Ruhe zu bewahren und mit dem Fremden ein Gespräch zu beginnen. Sie vermeidet alles, was ihr Gegenüber provozieren könnte, gibt sich vertrauensvoll und offen. Doch was sie erfährt, jagt ihr eiskalte Schauer über den Rücken. Der Mann ist ein mehrfacher Mörder, der gerade einer geschlossenen psychiatrischen Klinik entflohen ist. Als seine Ehefrau ihn verließ, tötete er seine gesamte Familie. Für Lisa beginnt ein Albtraum – wird er tödlich enden?
Das meint Krimi-Couch.de: »Gute Idee, schwache Umsetzung«
Krimi-Rezension von Ines Dietzsch überspringen
Lisa lebt mit ihrer sechsjährigen Tochter Anouk allein in einem kleinen Häuschen in verlassener Gegend hinter dem Deich. Gerade als sie im Garten die Wäsche zum Trocken aufhängen will, wird sie von einem Mann überfallen und ins Haus gedrängt. Während sich der Eindringling mit den Essensvorräten der kleinen Familie voll stopft, läuft im Fernsehen eine Fahndungsmeldung nach dem entflohenen Mörder Mick Kreuger. Lisa muss mit Entsetzen erkennen, dass sich der gesuchte Häftling unter ihrem Dach versteckt hält. Sämtliche Fluchtversuche Lisas scheitern und werden von Kreuger mit Gewalt beantwortet. Schließlich versucht Lisa sich bei dem psychopathischen Killer anzubiedern, um das eigene Leben und das ihrer Tochter zu retten.
Senta hat sich im Herbstnebel verfahren. Am Ende der Deichstraße stößt sie auf ein Haus, eine Möglichkeit die Bewohner nach dem Weg zu fragen. Aber das Haus wirkt verlassen und niemand öffnet auf ihr Klingeln. Durch ein Fenster erspäht Senta die eingeschüchterte Lisa und einen bedrohlich wirkenden Mann. Sie erkennt sofort die Situation und fährt vom Hof um Hilfe zu holen. In ihrer Panik rast sie mit dem Wagen in den Kanal. Sie kann in letzter Sekunde geborgen werden, fällt aber ins Koma. Sind Lisa und Anouk rettungslos verloren?
Die Ausgangslage des Romans lässt einen hochspannenden Thriller erwarten. Ein psychophatischer Mörder, der seine ganze Familie abgeschlachtet hat, entflieht beim Freigang?! Er nimmt Geiseln und die einzige Person, die helfen könnte, erleidet eine Amnesie. Doch was sich da im kleinen Häuschen hinterm Deich und in Sentas Krankenzimmer abspielt, ist hochgradig langweilig und realitätsfern. Beide Frauen resümieren ihr bisheriges Leben, eine davon versucht in eben dieses zurückzukehren. Geläutert erkennt Senta den Wert ihrer Familie und wenn der liebe Gott ihr eine neue Chance gibt, wird sie auch nicht mehr fremdgehen. Lisa hat angesichts der bedrohlichen Lage Gelegenheit, ein wenig über die Beziehung zum Vater ihrer Tochter nachzusinnen, der seine erste Frau nicht wegen Lisa aufgeben wollte. Zwischen Selbstvorwürfen und unerfüllten Lebensträumen begehrt Lisa auf und wagt den einen oder anderen Versuch, ihrer Geiselhaft zu entkommen.
Ja, jetzt brauchen Sie das Buch gar nicht mehr zu lesen, weil ich fast die gesamte Handlung wiedergegeben habe. Dem kann ich nichts entgegen setzen, mehr war einfach nicht drin. Keine Angst, Beklemmung oder gar Gänsehaut. Nur das Warten auf das allzu vorhersehbare Ende und das kam dann auch recht schnell, denn der als »neuer großer Bestseller« beworbene Roman hat nur 244 Seiten, nicht zu klein bedruckt. Nach Abschluss jeden kurzen Kapitels blieben zusätzlich fast immer anderthalb Seiten frei, also darf man gut noch dreißig Seiten abziehen. Es erweckt den Anschein, die Autorin stand unter enormen Druck, endlich abzuliefern. Hat sie dann ja auch, irgendwie …
Ines Dietzsch, April 2009
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