Die Geliebte auf dem Berg von Shulamit Lapid

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

deutsche Ausgabe erstmals 2002 .
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.

  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Mirjam Pressler. ISBN: 3-442-72972-6. 383 Seiten.

'Die Geliebte auf dem Berg' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

In Be´er Sheva ist Wahlkampf. Die Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters buhlen um die Gunst der Presse. Doch da sind sie bei Lisi Badichi an der falschen Adresse. Unbeirrt stellt sie eigene Nachforschungen an – und stösst schliesslich auf seltsame Dinge: Ihr alter Professor Mosche Bamberger war zusammen mit dem aussichtsreichsten Kandidaten Ehud Lion beim Grenzschutz im Sinai. Und offensichtlich wurde Lion wegen Drogenhandels mit den Beduinen aus der Truppe entfernt. Als Lisi ihre Erkenntnisse veröffentlicht, tritt sie eine gefährliche Lawine los. Immer tiefer dringt sie in die Vergangenheit ein, stellt unangenehme Fragen über jene Zeit, als Be´er Sheva noch eine gottverlassene Siedlung im Sinai war und einige Familien den oft nicht ganz sauberen Grundstein für ihr Vermögen legten. Um weitere Enthüllungen zu verhindern, schrecken sie auch vor Mord nicht zurück …

Ihre Meinung zu »Shulamit Lapid: Die Geliebte auf dem Berg«

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Anne Linde zu »Shulamit Lapid: Die Geliebte auf dem Berg« 10.09.2015
Ich habe mit großer Begeisterung die ersten vier Lisi-Badichi-Krimis gelesen. Dieser aber unterscheidet sich nach meinem Gefühl von den anderen deutlich dadurch, dass er zum Einen um ein vielfaches brutaler ist: mir Weichei schon deutlich zuviel - und dass er zum Anderen zum Teil so bizarre Kurven schlägt und von vorne bis hinten so angefüllt ist mit komplizierten Zufällen, dass ich ihn beim Lesen als "überkonstruiert" empfunden habe. Spannend und lesenswert ist er natürlich trotzdem - wenn man sich eben innerlich auf den für Lisi-Badichi-Romane ungewöhnlich grausigen Anfangsteil wappnet.
frank buschmann zu »Shulamit Lapid: Die Geliebte auf dem Berg« 12.11.2013
Man muss sich schon drauf einlassen, lange, verzweigte Reisen in deine sehr bewegte Geschichte zu unternehmen, und das gilt für alle Lisi-Badichi-Bücher, die ich bisher gelesen habe. Sie spielen fast zu gleichen Teilen in der Vergangenheit und der Gegenwart, und wahrscheinlich ist im Vorteil, wer sich ein wenig in der israelischen Historie auskennt. Dieser Roman legt los wie die Feuerwehr, doch dann biegt er wieder auf vertraute Pfade ein und die Spurensuche geht los. Shulamit Lapid schreibt aber dermaßen unterhaltsam und witzig, dass ich ihr immer wieder gern folge, zumal sie außerdem noch ein extrem charmantes Stammpersonal erfunden hat. Keine Bücher zum schnell-mal-zwischendurch-lesen, und als Krimis sicherlich keine großen Reißer, auf ihre verschrobene Art aber auch einzigartig.
Goldi zu »Shulamit Lapid: Die Geliebte auf dem Berg« 12.02.2005
Als ich diesen Roman las, wie auch die anderen mit Lisi, konnte ich nicht aufhören. Ich sah regelmässig die Landschaften, spürte die unterschiedlichen Kulturen. Das Buch, wie auch die anderen mit Lisi, sind unbedingt empfehlenswert.

Ich warte auf Fortsetzung.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Goldi zu »Shulamit Lapid: Die Geliebte auf dem Berg« 12.02.2005
Lisi ist einerseits durchgeknallt, aber andererseits so normal. Die grossen Füsse und vor allem, dass nicht das "Model" im Mittelpunkt steht, finde ich so toll. Auch die ganzen Familienband (Schwager, Schwestern Tausch). Ich hatte vom 1. Roman mit Lisi das Gefühl, sie zu kennen. Wäre auch gerne so wie sie: mutig, sensibel, aufrichtig. So schade, dass es keinen neuen roman gibt. Ich warte schon lange darauf.....
Vandam zu »Shulamit Lapid: Die Geliebte auf dem Berg« 16.01.2003
Shulamit Lapid:
DIE GELIEBTE AUF DEM BERG
Ein Lisi-Badichi-Roman

Einen
Lisi-Badichi-Krimi auszulesen, ist immer ein bisschen so, als würde ich nach einem Besuch bei lieben Freunden mit leisem Bedauern wieder nach Hause fahren müssen. Man gewöhnt sich derart an das durchgeknallte Personal rund um die israelische Lokalreporterin.

Für Kenner: Eine echte Bereicherung des „Hauptcasts“ ist meines Erachtens Roni Melzer, der Anwalt, mit dem Lisi seit dem letzten Band zusammen lebt. Er ist auf seine Art sympathisch gerissen, spielt selber gern Detektiv und gibt Lisi auf intelligentere Weise contra als es ihre leicht prolligen Schwäger Benzi und Ilan je gekonnt haben. Ich werde es Lisi persönlich übel nehmen, sollte sie je auf die unselige Idee kommen, den Roni wieder in die Wüste zu schicken.

Zum Inhalt: Der Bauunternehmer Ehud Lion kandidiert für das Bürgermeisteramt in Be’er Sheva. Lisi hört, dass Lion keine ganz so weiße Weste haben soll, und wühlt in der Vergangenheit des sauberen Herrn. Dabei tritt sie ein paar Großkopferten unversehens auf die Füße und wird vom Dienst suspendiert. Im Dunstkreis ihrer Nachforschungen geschieht ein Mord ... ein zweiter, dritter, vierter ...
Der Vater eines der Mordopfer engagiert Roni Melzer für Nachforschungen, und so hat auch Lisi, trotz Zwangsurlaubs von der Redaktion, ihre Finger in den Ermittlungen.
Das ganze endet in einer Art hysterischer Variante eines Agatha-Christie-Krimis ... alle Verdächtigen samt Polizei, Presse und Anwalt befinden sich in einem Raum, und dann kommen Beziehungen, Zusammenhänge und Fakten ans Tageslicht, dass einem ganz schwindelig wird. So manch einer der Personen segelt unter falscher Flagge und ist nicht der oder das, für den man ihn oder sie gehalten hat.
Die Autorin streut großzügig Hinweise, so dass man beizeiten hätte merken können, was hier gespielt wird und wer wer ist, aber ich hab alles immer erst im Nachhinein kapiert. Das mag daran liegen, dass ich das Buch nur so halbstundenweise über Wochen hinweg lesen konnte, da entgeht einem so manches Details. Man achte also auf die Jahreszahlen über den Kapiteln und auf die Namen sämtlicher beiläufig erwähnter Nebenfiguren - manche werden unversehens wichtig -, dann ist man vermutlich schlauer als Lisi, Roni und die Polizei.

Ich gebe das Buch umgehend an meinen schon darauf lauernden Kollegen weiter und werde ihn, wenn er fertig ist, fragen, ob ER das mit dem Schalldämpfer kapiert hat. Ich nämlich nicht. Das ist das einzige, was ich diesem sehr unterhaltsamen Schmöker ankreide ... eine kleine Ungereimtheit oder „Unverständlichkeit“ am Schluss. Vielleicht liegt’s aber auch an mir und ich bin nur zu doof, die o.g. Sache zu verstehen.
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