Risk von Scott Frost

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Run the Risk, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Knaur.

  • New York: Putnam, 2005 unter dem Titel Run the Risk. 470 Seiten.
  • München: Knaur, 2007. Übersetzt von Karl-Heinz Ebnet. ISBN: 978-3-426-63548-3. 470 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2007. Gesprochen von Monica Bielenstein. ISBN: 3-7857-3383-6. 4 CDs.

'Risk' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Gelähmt vor Angst sitzt der junge Mann auf einem Stuhl. In Schweiß gebadet, die Augen weit aufgerissen, auf seinem Schoß eine Bombe mit einem Bewegungsmelder. In allerletzter Sekunde können Lieutenant Alex Delillo und ihr Partner sein Leben retten. Doch der Täter ist dennoch auf seine Kosten gekommen. Nicht der Tod seiner Opfer verschafft ihm Befriedigung, er weidet sich an ihrer Verzweiflung und Panik. Auch Alex spürt bald die eisige Hand der Angst im Nacken: Der Psychopath entführt ihre 17-jährige Tochter – und stellt die Mutter vor eine grausame Entscheidung … 

Das meint Krimi-Couch.de: »Eine Polizistin zwischen Mutterliebe und Pflicht in einem mörderischen Duell gegen die Uhr« 68°

Krimi-Rezension von Ines Dietzsch

Einmal im Jahr blickt die Welt auf das kalifornische Pasadena. Dort findet seit 1890 am Neujahrstag die »Rose Parade« statt, ein Event der von mehr als einer Million Menschen besucht und live im Fernsehen übertragen wird.

Die Story fängt gut an gut an …

Im Vorfeld der Parade wird die Rosenkönigin gewählt. Dieser Wahl stellt sich auch Lacy, die Tochter der Polizistin und Leiterin der Mordkommission, Alex Delillo. Die im Publikum befindliche, alleinerziehende Mutter wird Zeugin, wie ihre siebzehnjährige Tochter die Bühne für eine umweltpolitische Aktion nutzt und die Veranstaltung ins Chaos versinken lässt. Noch während der allgemeinen Aufregung wird Lieutenant Delillo zu einem Mordfall gerufen und Delillo verpasst zum wiederholten Mal die Chance zu einem klärenden Gespräch zwischen Mutter und Tochter. Ein Versäumnis, das die Polizistin im Folgenden mehr als einmal bedauern wird.

Der Besitzer eines Blumenladens wurde erschossen und die Polizisten vermuten schnell einen terroristischen Hintergrund, weil das Opfer mit Sprengstoffschmuggel aus mexikanischen Militärbeständen in Verbindung gebracht werden kann. Bei einem Bombenanschlag zieht sich Delillos Partner Dave schwerste Verletzungen zu und die Polizistin rekrutiert den Sprengstoffexperten Dylon Harrison für die weiteren Ermittlungen. Die Situation spitzt sich zu, Lacy wird entführt und der Polizei bleiben nur wenige Stunden, um einen Anschlag auf die Parade zu vereiteln und das Leben von Lacy zu retten.

 …und erfährt eine Metamorphose zum Serienmörder-Einerlei

Nach dem gelungenen Beginn eines Thrillers über einen möglichen terroristischen Anschlag auf die Bevölkerung einer ganzen Stadt driftet der Debüt-Roman von Scott Frost unvermittelt ins Serienmörder-Fach ab, bleibt aber ganz spannend. Gabriel, so nennt sich der Killer, erpresst Alex Delillo. Er stellt sie vor die Wahl, das Leben eines Fremden oder das ihrer Tochter zu retten. Es entspinnt sich ein mörderisches Duell zwischen Killer und Polizistin. In Angst um ihre Tochter lässt sich die sonst routinierte Ermittlerin von ihren Muttergefühlen steuern und dabei unprofessionell handeln. Bis zum dramatischen und leider auch unbefriedigenden Ende gibt es noch so manche Explosion und müssen diverse Sprengsätze entschärft werden. Eine Aufklärung über die Motivation des Täters bleibt der Autor schuldig.

Der Beginn einer wunderbaren Serie?

Im Auftakt zur geplanten Reihe gerät die Figur der Ich-Erzählerin Alex Delillo zu eindimensional. Dreh- und Angelpunkt ist die komplizierte Beziehung zu ihrer Tochter, belastet durch eine gescheiterte Ehe und den späteren Tod des Ex-Gatten. Man muss abwarten, ob es Frost gelingt, seiner Hauptprotagonistin im nächsten Buch mehr Profil zu geben.

Risk ist leichte, actionreiche Spannungslektüre, bei der man das Köpfchen nicht arg belasten muss. Die Neugier auf Teil zwei, der in deutscher Sprache unter dem Titel Fear – Angst hat einen Namen erscheint, hält sich in Grenzen.

Ines Dietzsch, Juli 2008

Ihre Meinung zu »Scott Frost: Risk«

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Kom_Ombo zu »Scott Frost: Risk« 18.06.2011
Mir hat's nicht besonders gefallen! Die Handlung war mir zu abgehackt und ich hatte das Gefühl, dass mir ein Mord nach dem Anderen um die Ohren geschlagen wurde, ohne dass ich überhaupt verstehen konnte, warum der Vorhergehende passierte. Die Protagonisten waren mir zu grau und die immer wieder auftauchende Gefühlsduselei konnte mich nicht erreichen!

Das Buch im Ganzen ließ sich aber leicht und flott lesen ... aber das darf nicht alles sein!
Marion Kurtz zu »Scott Frost: Risk« 29.01.2011
Ich fand dieses Buch von Anfang bis Ende spannend! Die Zerrissenheit einer Frau,die zwischen Beruf und Kindererziehung,hin und her gerissen ist, ist gut geschildert.
Dabei kommt die Spannung um den Serienmörder auch nicht zu spät :-)
Ich habe übrigens nicht nach der Hälfte des Buches durchschaut,wer der Täter ist :-((
Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen!
Ein tolles Lesevergnügen!!!
koepper zu »Scott Frost: Risk« 04.10.2009
Ein durchschnittliches Buch. Wieder mal geht es um einen Serienmörder. Das Besondere. Die Tochter der Ermittlerin Alex Delillo wird entführt. Der Serienkiller spielt fortan seine Spielchen mit Delillo. Diese macht sich Vorwürfe, wegen ihrer Versäumnisse in der Beziehung zu Lacy, ihrer Tochter. Und das ist die Schwäche von "Risk". Die Reflexionen von Dellino durchziehen das ganze Buch und irgendwann fängt das an zu nerven.
Außerdem enthält der Krimi logische Fehler. Dennoch kommt mit Fortgang der Geschichte Spannung auf, wobei das Ende wiederum enttäuschend ist. Ein Buch das sich flüssig liest, aber zu glatt ist um großen Eindruck zu hinterlassen.
realsatiriker zu »Scott Frost: Risk« 01.10.2009
Das Buch hatte es erst einmal recht schwer mich zu überzeugen. Bei ebay ersteigert, und augenscheinlich aus einem Raucherhaushalt, graute mir jeden Abend davor es als Bettlektüre in die Hand zu nehmen.

Doch siehe da, ab Seite 300 spätestens überwog dei Freude an einem Buch, welches langsam Fahrt aufnimmt und dann nach meinem Empfinden immer spannender wird. Gut es ist ein wenig dick aufgetragen, wenn die gescheiterte Mutter plötzlich Besserung gelobt und alles richtig machen will, auf der anderen seite muss man sich einmal tatsächlich in die Situation vor Sergeant Dellilo versetzen. Wer Kinder hat kann das und fühlt eine innere Beklemmung die einen nicht mehr loslässt. Per se ein Gütesiegel für einen Thriller.

Ich finde auch gut, dass die Liebesgeschichte innerhalb des Buches, dioe sich ganz langsam un d behutsam entspannt keinen großen Platz einnimmt und am Ende offen bleibt, wie es tatsächlich weitergeht.

Ein schneller Thriller, der mich erst ab der Hälfte begeistert hat. dann aber auch richtig...
The Sun zu »Scott Frost: Risk« 18.08.2008
Mama mia...

Der Autorversteht es wirklich seine Leser in spannung zu versetzen, allerdings nicht, seine Hauptprotagonistin Alex Delillo normal darzustellen. Was anderes als "ich bin eine grausige Mutter gewesen"... "Ich würde meine Tochter
nie mehr aus den Augen lassen"... "Ich werde ab jetzt mehr für sie da sein"... und so weiter nervt echt ab. Klar, sie sorgt sich wahnsinnig um ihre Tochter, aber so viel Sülzerei ist für jeden einfach zu viel... Das sind aber die einzigen "schlechten" Merkmale dieses Buches. WEITER SO FROSTY!
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Timesquare zu »Scott Frost: Risk« 17.08.2008
Das Buch hat mir ganz gut gefallen, sehr spannend. Aber das ganze Gesülze von " Was habe ich alles falsch gemacht" und dass die Mutter lieber mehrere Menschen in Lebensgefahr bringt, um so ihre eigene Tochter zu retten, finde ich irgendwie dämlich. Außerdem müsste die Mutter (Polizistin) den Fall aus Befangenheit abgeben...

Aber trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich finde, dass man das Buch einfach gelesen haben muss...
HerrHansen zu »Scott Frost: Risk« 11.07.2008
Ein Buch, welches seine Leser nach rund 60 Seiten total in seinen Bann zieht. Die Story ist so fesselnd, dass man das Buch vorerst kaum wieder aus der Hand legen möchte.

Interessant ist außerdem die Gestaltung des Covers, welches sich bem Lesen durch eine teilweise Kunststoffbeschichttung rauh anfühlt - vielleicht würde diese Kleinigkeit bei anderen Büchern besser wirken, aber ich finde sie recht interessant.

Was den Lesefluss ein stört ist die zum Teil holprige Übersetzung: z.B.
"geschleicht" statt "geschlichen"
"gekönnt" statt "gekonnt"etc.
Aus meiner Sicht z.T. wirklich störend und deshalb gibts auch Punktabzug.

Einen weiteren Punktabzug gibt es für die inhaltliche Gestaltung der letzten 80 Seiten, die aus meiner Sicht mit den vorhergegangenen rund 220 Seiten nicht im Ansatz mitthalten kann.

Für den interessierten Leser, der sich mit der Geschichte befasst ist ausserdem bereits 120 Seiten vor dem Ende klar, wer der Serienmörder ist - die Story wird durchschaubar - schade auch, dass der packende Start so ein Ende findet.

Dennoch ist RISK ein durchaus lesenswertes Buch!

Deshalb von mir 75°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bio-Fan zu »Scott Frost: Risk« 22.05.2008
Auch mich hat "Risk" positiv überrascht. Erwartet hatte ich den üblichen Einheitsbrei mit superschönen Frauen und supertollen Männern. Aber schon die Eröffnungsszene belehrt uns eines besseren.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Polizistin und Mutter Alex Delillo, deren Tochter sich in den Händen eines Killers befindet. Die aus der Ich-Perspektive geschriebene Story bietet Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Heldin. Von Selbstzweifeln an ihrer Kompetenz als Polizistin und Mutter geplagt, liefert sie ein packendes Duell mit dem Entführer ihrer Tochter.
Auch anders als üblich ist die Tatsache, daß der Killer Bomben legt, wobei jede Menge Überraschungs- und Spannungseffekte für Abwechslung sorgen. Frost ist auch klug genug gewesen, nicht näher auf die Vergangenheit des Täters einzugehen, da seine Motivationen sicherlich schwer vermittelbar sind.
Selbst die meist nervige "Second Hand" -Lovestory wird nur zaghaft angedeutet.
Man kann davon ausgehen, daß die Reihe fortgesetzt wird. Ich bin dabei. 85 Grad
Gaja82 zu »Scott Frost: Risk« 01.05.2008
Endlich mal wieder ein richtig guter, spannender Thriller. Klasse Schreibstil des Autoren. Ich hoffe da folgen weitere Werke und das ganz schnell.
Mehrere interessante Geschichten in einer, aufgelocker durch den Ich-Erzähler, der einen mitfühlen und vor allem mitfiebern lässt.
Ganz große Klasse!!!
Karl-Georg zu »Scott Frost: Risk« 04.03.2008
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht: Von der ersten Seite anschaulich, amüsant und spannend zu lesen, werden die - sehr gut gezeichneten - Protagonisten von einem irren Killer in ein fesselndes Katz-und-Maus-Spiel verwickelt, das dem Leser zwar Raum für Spekulationen, ihn jedoch bis kurz vor Schluss weitestgehend im Dunkeln tappen lässt.
Sehr empfehlenswert!

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