Envy - (Neid) von Sandra Brown

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Envy, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Blanvalet.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Georgia & USA / New York, 1990 - 2009.

  • New York: Warner, 2003 unter dem Titel Envy. 490 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2004. Übersetzt von Eva L. Wahser. ISBN: 3-7645-0161-8. 544 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2005. Übersetzt von Eva L. Wahser. ISBN: 3-442-36370-5. 540 Seiten.
  • München: Goldmann, 2007. Übersetzt von Eva L. Wahser. ISBN: 978-3-442-36872-3. 540 Seiten.

'Envy - (Neid)' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Scheinbar hat Maris Matherly alles, was sie zum Leben braucht. Sie ist Chefin eines großen Verlagshauses, dass sie von ihrem Vater Daniel übernahm. Sie hat mit dem Bestseller-Autor Noah Reed einen Mann an ihrer Seite, den sie liebt. Und sie hat ein untrügliches Gespür für gute Manuskripte.

Eines Tages flattert ihr ein eben solches Manuskript auf den Schreibtisch. Envy ist es betitelt, und mit dem Prolog aus diesem Buch im Buch beginnt auch Sandra Browns neuer Roman. Sofort begreift Maris Matherly, das sie einen wahren Schatz in Händen hält, und reist auf die Insel St. Anne, um den geheimnisvollen Verfasser aufzuspüren. Während ihrer Abwesenheit beginnt Noah Reed mit seinem Plan, den Konzern an sich zu reißen. Und auf der kleinen Insel vor der Küste Georgias wird die Verlegerin in eine Intrige versponnen, die ihr zeigt, dass der vermeintliche Roman des rätselhaften Autors eine grausige Wahrheit in sich birgt.

Das meint Krimi-Couch.de: »Achtung – Romantic Suspense« 65°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Maris Matherly-Reed arbeitet als leitende Angestellte und Lektorin im Verlag ihres Vaters. Als ihr der Prolog eines Manuskripts zugeschickt wird, dessen Absender nur seine Initialen preisgegeben hat, wird sie neugierig. Das was sie bis jetzt in ihren Händen hat, hält sie für äußerst vielversprechend.

Story: Zwei College-Freunde mieten sich ein Boot und fahren mit einem hübschen Mädchen hinaus aufs Meer. Zurück kommt nur einer, die anderen beiden sind über Bord gegangen. Man kann nur spekulieren, was auf dem Wasser passiert ist.

Maris entschließt sich, den unbekannten Autoren zu suchen. Als sie ihn auf St. Anne, einer Südstaateninsel, aufspürt, gibt er sich am Telefon barsch und lehnt jeglichen Kontakt ab. Sie packt ihre Koffer und fliegt zu ihm, doch ein herzliches Willkommen wird ihr nicht gewährt. Warum hat er ihr die ersten Seiten des Manuskripts geschickt? Nach einigem hin und her ist der im Rollstuhl sitzende Schriftsteller bereit, mit ihr zu arbeiten und sie genießt die Tage zunehmend, die sie in seinem Haus verbringt.

Währenddessen ist zu Hause nicht alles eitel Sonnenschein, denn ihr Mann Noah Reed plant den Verkauf von Matherly Press, er hat sich bereits eine Generalvollmacht vom Firmenanwalt ausstellen lassen. Noah ist ebenfalls beim Verlag tätig, aber seit dem Erfolg seines Erstlingromans hat er sich nie mehr schriftstellerisch betätigt, sondern sich ganz in die Verwaltungsarbeit gestürzt. Maris ahnt noch nichts von der Intrige, ihr gegenüber spielt er den treusorgenden Gatten, doch zudem betrügt dieser sie mit einer Klatschkolumnistin. Kommt ihm Daniel, Maris’ Vater, auf die Spur?

Sex, Crime und noch mehr Sex

USA-Today urteilt: »Dieser Thriller wird Sandra Browns Leserinnen und Leser vor Spannung an den Sessel ketten.« In diesem Satz sind bereits zwei Worte, die ich nicht im Zusammenhang mit diesem Buch nennen würde. Erstens die Bezeichnung Thriller: Wenn man allerdings die Inhaltsangabe des Verlages liest, ist man geneigt zu glauben, man würde einen solchen zu lesen bekommen. Aber was mich da kettet, das ist zum großen Teil eine Schmonzette in bester Danielle Steel-Manier, mit einigen deftigen Sexszenen. Naja, ein wenig Thriller ist vielleicht doch enthalten, schließlich weiß man nicht so genau, wer noch sterben muss. Wenn ich schon vorher gewusst hätte, dass die Autorin mancherorts unter dem Genre »Romantic Suspense« geführt wird, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht zur Hand genommen.

Man muss trotzdem weiterlesen, pardon, Mann! muss aber nicht weiterlesen, will heißen, der von mir eingeschaltete (männliche) Testleser hat gerade mal bis Seite 200 (von 554) durchgehalten und noch nicht mal die Sexszenen bemerkt, die allerdings weiter hinten im Buch auch ausufernder werden und sich schon mal über drei Seiten hinziehen.

Gefesselt vom durchschaubaren Plot

Zweitens: An den Sessel gekettet vor Spannung war ich nicht, denn bereits auf Seite 21 wusste ich, wohin der Hase läuft. Und das, obwohl ich vorher keine einzige der zahllosen Kritiken gelesen habe. Das sollte man auch nicht tun, denn die meisten Rezensenten verraten viel zu viel. Aber eigentlich macht das gar nichts, denn nun muss ich ein kleines Geheimnis preisgeben: Danielle – Verzeihung Sandra Brown versteht ihr Geschäft und hält die Leserin dennoch bei der Stange, ich habe das Buch zwischendurch nicht gern aus der Hand gelegt. Als neugieriger Mensch wollte ich doch wissen, ob ich mit meinen Vermutungen richtig lag. Dabei bekam ich trotz des durchschaubaren Plots kurzweilige Unterhaltung geboten. Millionen von Leser(innen) können nicht irren, Sandra Brown schreibt für die Massen – Sex sells – schließlich ist sie mit Liebesromanen bekannt geworden.

Mehr soll dazu auch nicht gesagt werden. Je nach Erwartungshaltung ergibt sich die Bewertung: 20 Grad vom männlichen Testleser und 80 Grad für den Liebesroman-Faktor macht 50 plus 15 Grad Bonus für das Konzept = 65 Grad.

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Schnagg zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 15.11.2011
Ich war begeistert von dem spannungsgeladenen Buch. Ständig neue Wendungen haben es für mich so interessant gemacht, dass ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen wollte.
Man wollte zum Ende hin doch wissen ob man mit seinen Vermutungen nun recht hat oder nicht. Das Liebesgeplänkel zwischendrin war teilweise etwas zu langatmig u. ich hab das quergelesen. Aber der Rest war spitzenmäßig bis hin zum Finale. Das Buch würde ich jederzeit weiterempfehlen.
Schnippi zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 14.01.2011
Fast eine Anleitung für angehende Buchautoren, dadurch an manchen Stellen sehr langatmig ...wenig Krimi. Hatte mir ein wenig mehr von diesem Buch versprochen. Wenn all der überflüssige Kram (rund um das Verlagswesen) wegfallen würde, dann wäre der Roman halb so lang und auch flüssiger zu lesen gewesen.
Ich musste mich stellenweise durch das Buch kämpfen, da viel zu viel Überflüssiges (für einen Krimi) beschrieben wird (weniger wäre mehr gewesen).
Wirkliche Spannung habe ich vermisst, ein gewisser Unterhaltungswert ist aber vorhanden. Max.50°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
lilalu zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 04.08.2010
Nettes Buch für einen Sommernachmittag auf der Terrasse. Nicht übermäßig spannend, dafür schwül-erotisch - wie man es von der Autorin kennt. Man darf sich halt nicht daran stören, dass Sandra Brown gängige Vorurteile bedient: Eine hübsche, schwärmerische, unglaublich naive (wenngleich durch familiäre Beziehungen finanziell abgesicherte) junge Frau verliebt sich in einen vom Schicksal gebeutelten (und nicht sonderlich mit Phantasie beschenkten) Autor, dessen körperliche Behinderung jedoch nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass er sexuell außerordentlich potent und mit interessanten Narben, derben Flüchen und natürlich einem überaus trainierten Körper ausgestattet ist! Daneben treibt noch ein Ehemann sein Unwesen, dessen wahrer und übler Charakter sich dem Leser recht schnell offenbart. Seltsamerweise liest man diese Groschenroman-Romanze ganz gern. Sandra Brown schreibt im Prinzip unsäglich schlechte Storys, man muss ihr aber zugute halten, dass sie auch keinen Pulitzer-Preis für sich in Anspruch nehmen möchte, und das wiederum macht ihre Geschichten fast charmant und animiert zum Weiterlesen. Der Plot ist eigentlich total Banane und an den Haaren herbeigezogen - aber er macht Spaß! Und das ist doch mehr, als manches Buch mit hehren Ansprüchen uns schenken kann!
carter zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 15.07.2010
Envy habe ich für mich auf einen Punkt gebracht: wenn ich einen Sexroman lesen möchte, dann kaufe ich mir Buch von Sandra Brown. Für mich haben diese Sexszenen nichts in einem Krimi zu suchen (ich bin nicht prüde), Sandra Brown wird nicht zu meinen Lieblings Krimi Autoren gehören, auch wenn sie als solche riesige Auflagen hat. Glücklicherweise sind Geschmäcker verschieden.
Conny66 zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 10.08.2009
Dieser Roman, der ein richtig spannender Thriller für mich war, wird mir sicherlich noch eine Weile im Gedächtnis bleiben. Er war superspannend und flüssig geschrieben. Die „Gefahr“ begleitete mich immer unterschwellig durch die gesamte Handlung.
Ich fieberte mit der Protagonistin Maris mit, als sie den Autoren Parker und sein „Mädchen für alles“, Mike, kennen lernt, und auch einige Zeit mit ihnen verbringt.
Ebenso wurde ihre Familie, ihr Vater Daniel, Verleger von Matherly Press, und ihr Ehemann Noah, ebenfalls tätig bei Matherly Press und Autor eines Buches, vorgestellt und mit in die Handlung einbezogen.

Der Roman spielt auf zwei Ebenen, einmal in der Gegenwart, und einmal wird die Geschichte „Neid“, des zurückgezogen lebenden Schriftstellers P.M.E. erzählt.

Die Handlung fesselte mich von Anfang an, und zog mich immer weiter. Fast nach jedem Kapitel befürchtete man eine „Katastrophe“, die sich auch hin und wieder einstellte.

Zum Schluss war ich ein bisschen traurig, dass ich das Buch schon fertig gelesen hatte. Ich habe mich sehr gut mit den Protagonisten Maris und Parker identifizieren können, und hätte noch weiter mit ihnen leben können.
Wobei Noah mir von Anfang an suspekt und unsympathisch war.

Ich gebe diesem Buch fünf von fünf Sternen, und zähle ab sofort Sandra Brown zu meinen bevorzugten Autorinnen!
Dine zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 20.06.2009
Die Autorin schreibt sehr ausführlich. Meiner Meinung nach manchmal etwas zu ausführlich, aber es wird nie wirklich langatmig oder gar langweilig.

Es fängt mit einem Teil eines Buches an, um das es sich während der Geschichte immer wieder dreht.
Maris fasziniert dieses Manuskript von ersten Moment an und setzt alles daran, den anonymen Autor mit den Initialen P.M.E. zu finden und kennen zu lernen.
Als dies zutrifft, veranlasst sie sofort ein Treffen mit dem Autor.
Währenddessen plant Noah, ihr Mann und Mitteilhaber des Verlages, ohne ihr Wissen, diesen an eine Konkurrenzfirma zu verkaufen. Um das zu erreichen, nimmt er alles in Kauf. Geht er auch über Leichen?

Der Autor ist Parker M. Evans, ein zurückgezogener, mit Hass erfüllter Einzelgänger und mit einem vulgären Mundwerk.
Langsam kristallisiert sich heraus, auf was es Parker abgesehen hat. Seine Geschichte wird höchstwahrscheinlich mit der Zeit realer werden als man denkt...
Während auf den ersten 300 Seiten im Grunde nur Andeutungen und Schachspielzüge vorhanden sind, wächst die Spannung auf den letzten 200 Seiten Kapitel um Kapitel, und ich konnte es kaum mehr erwarten, was Parker nun eigentlich wirklich vorhat. In seinem Buch und mit Maris...
Nicht zu vergessen, wie geht die Sache mit Noahs Vorhaben aus?

Und plötzlich hat das Buch eine äußerst interessante Wendung genommen.

Die Charaktere werden im Laufe des Buches immer besser vorgestellt, und ich für meinen Teil hatte schon anfangs meine Sympathien und Antisympathien verteilt.
Sandra Brown hat es geschafft mich zu überzeugen!
Das war mein erster Roman von ihr und wird bestimmt nicht mein letzter bleiben.

4 von 5 Sternen
Bea69 zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 30.06.2008
OH, ich dagegen fand Envy - Neid wirklich toll.
Kann nur empfehlen, es nochmal zu probieren, denn spannende und undurchschaubar ist es schon.
MIr hat es sehr gut gefallen, ein guter Krimi von Sandra Brown.
Micki zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 30.06.2008
Mein erstes Buch von sandra Brown. Ich habe es angefangen nd schon nach dem Prolog der mich fast einschlafen lies hatte ich keine Lust mehr. Ich habe dann noch zwei Kapitel weiter gelesen, in den es nursehr mäßig besser wurde. Ich habe es erstmal wieder zurück ins Regal gestellt und werde es vielleicht irgendwann nocmal versuchen.
Heaven23 zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 03.03.2008
ich hab mir das Buch gekauft und WUSSTE dass es kein Krimi oder Thriller im eigentlichen Sinn ist. Sandra Brown ist eine klasse Autorin, die mit diesem Buch ihr Können mal wieder gezeigt hat ! Ich freue mich auch die anderen Todsünden :-D zumindest hoffe ich doch, dass die Reihe komplett fortgesetzt wird, ich wäre ein begeisterter Käufer !
boulebea zu »Sandra Brown: Envy - (Neid)« 07.10.2007
Ist eben Sandra Brown. Jedenfalls bleibt sie ihrer Schreibweise treu. Ich habe alle Bücher von ihr gelesen, nach dem zweiten wusste ich, was mich beim dritten erwartet.
Merke: Nicht jedes Buch in dem ein Toter vorkommt ist ein Krimi!!

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