Versunken von Sabine Thiesler

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei Heyne.

  • München: Heyne, 2014. ISBN: 978-3-453-26807-4. 496 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Bastei Lübbe Audio, 2014. Gesprochen von David Nathan. ISBN: 3-7857-5053-6.

'Versunken' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Töte deinen Nächsten – und rette dich selbst! Malte ist auf der Flucht. Er wird wegen Mordes gesucht, hat keine Papiere, kein Geld, kein Zuhause und keine Freunde. Im Hafen von Nizza lernt er durch Zufall Werner kennen, der mit seiner Luxusyacht im Mittelmeer Urlaub macht. Werner bietet ihm an, mit ihm zusammen nach Korsika überzusetzen. Sein Schiff ist ein Traum. Ein Traum, für den es sich zu töten lohnt . . . Die schönsten Wochen des Jahres verbringt das deutsche Ehepaar Werner und Vivian Faenzi stets auf seiner Yacht im Mittelmeer. Nur diesen Sommer muss Vivian die Reise in Nizza aus beruflichen Gründen für zwei Wochen unterbrechen. Werner möchte nach Korsika, aber ihm graut ein wenig vor der langen nächtlichen Überfahrt allein auf See. Durch Zufall trifft er den sympathischen deutschen Seemann Malte, der auch nach Korsika will. Gemeinsam fahren sie los. Was Werner nicht weiß: Vor Kurzem hat Malte einen Menschen umgebracht und ist auf der Flucht. Nun wittert er die große Chance einer ganz neuen Existenz auf diesem prachtvollen Schiff. Dabei stört eigentlich nur Werner. Und Vivian. Und jeder, der ihm sonst in die Quere kommt. Darunter auch die Marescialla Manuela Sentini und Commissario Donato Neri, der den Sommer über auf der Insel Elba stationiert ist.

Ihre Meinung zu »Sabine Thiesler: Versunken«

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Helmut Scheuplein zu »Sabine Thiesler: Versunken« 02.02.2017
Versunken - von S.Thiesler - ist ein spannender Krimi, allerdings das Motiv erinnert mich stark an den "talentierten Mr. Ripley", ist also nicht so orginell, wie der Klappentext suggeriert.
Der Roman liest sich gut und zügig. Mir tut ein wenig leid, dass die meisten sympathischen Handlungspersonen umgebracht werden.
O. Looschelders zu »Sabine Thiesler: Versunken« 02.01.2017
Ich habe das Buch mit mit einem schalen Geschmack im Mund weggelegt. Nur offene Fragen und lose Enden. Wenn das Buch nur der erste Teil von Irgentwas sein soll, dann ist er mindestens 100 Seiten zu lang.

Eine Hauptperson, mit der man nicht mitfiebert. Eine Polizei, die nicht ermittelt, Nebencharaktäre, die nicht interessieren. Und jede Menge Zufälle, die die Personen über Ländergrenzen hinweg immer wieder zusammenführen. Schlechter gehts kaum
Annette Traks zu »Sabine Thiesler: Versunken« 05.10.2014
Der 44-jährige Deutsche Malte Andresen arbeitet als Bootsmann auf einem sogenannten „Seelenverkäufer“, der gerade mit Eisenschrott auf dem Weg von Brisbane nach Bremerhaven ist. Nicht zuletzt wegen der vielen Nationalitäten, aus denen sich die Mannschaft zusammensetzt, ist sein Job ohnehin schon hart, doch eine Gang von 7 Chinesen macht ihm das Leben zur Hölle. Als der Frachter Kurs auf Frankreich genommen hat, eskaliert die Situation und Malte bringt im Streit einen der Asiaten um. Es gelingt ihm, sich vor der auf Rache sinnenden Meute zu verstecken und im nächsten Hafen unbemerkt an Land zu kommen.
Nur mit dem, was er auf dem Leib trägt, d.h. ohne Papiere, Handy, Geld usw. befindet er sich auf der Flucht.

Zur gleichen Zeit machen die Berliner Werner und Vivian Faenzi wie schon so oft auf ihrer Yacht „Aurora“ Urlaub im Mittelmeer. Vivian jedoch muss die Reise in Nizza aus beruflichen Gründen für zwei Wochen unterbrechen, und ihr Mann möchte dann schon nach Korsika übersetzen. Da er gesundheitlich angeschlagen ist, haben beide Eheleute allerdings ein mulmiges Gefühl bei der Vorstellung, dass er alleine auf hoher See ist.

Da scheint es eine glückliche Fügung des Schicksals zu sein, dass Werner noch in Nizza zufällig Malte kennenlernt, der sich als erfahrener Seemann zu erkennen gibt und seine Begleitung anbietet – für fehlende Papiere liefert er eine glaubhafte Erklärung.
Da er dem Schiffseigner sympathisch ist, stechen beide Männer gemeinsam in See.

Malte ist begeistert von dem luxuriösen Schiff und malt sich (s)eine neue Existenz darauf aus – in diesem Traum stört nur Werner. Doch das Hindernis ist schnell aus dem Weg geräumt und Malte beginnt sein Leben als Werner Faenzi.
Als er sich halbwegs mit seiner neue Identität arrangiert hat, kommen ihm allerdings immer wieder Leute in die Quere, die das Ehepaar und die „Aurora“ kennen. Darunter sind zwei junge deutsche Frauen, die die Faenzi's unterwegs kennengelernt und auf ihrer Yacht bewirtet haben.
Auf Elba begegnet er der Marescialla Manuela Sentini, die Chefin der dortigen Polizei ist. Sie findet sofort Gefallen an dem gut aussehenden Seemann und kommt ihm mit der Sehnsucht auf ein sexuelles Abenteuer gefährlich nahe. Kann Kollege Donato Neri, der für eine knapp fünfmonatige Urlaubsvertretung auf der Insel stationiert ist, die rassige Italienerin noch aus Maltes Fängen befreien?
Und nicht zuletzt ist da auch noch Vivian Faenzi, die aus Nizza zurückerwartet wird.

Malte Andresen hat keine Hemmungen, rigoros alles aus dem Weg zu räumen, was ihm auf seinem Weg in ein neues, luxuriöses Leben im Wege ist. Dabei verstrickt er sich immer weiter in Probleme – bis seine Lage aussichtslos scheint.

Resümee:
Vor der malerischen Kulisse von Korsika und Elba passieren grausige Dinge! Dabei beginnt das Geschehen dort relativ gemütlich, nimmt aber immer mehr an Fahrt auf. Gleichzeitig wird kontinuierlich Spannung aufgebaut, und der Schluss lässt auf eine (teuflische) Fortsetzung hoffen.

Malte Andresen ist dabei für mich der interessanteste Charakter, alle anderen bleiben vergleichsweise farblos, ranken sich quasi um seine Person. Er ist auch die Konstante, die als verbindendes Element sämtliche Handlungsstränge durchzieht, die sich auf die Ereignisse um

• Werner und Vivian Faenzi, sei es zusammen als Ehepaar oder getrennt,
• die Polizeistation auf Elba, mit der Marescialla Manuela Sentini und Donato Neri samt Familie im Mittelpunkt,
• die beiden jungen Urlauberinnen Leonie und Hannah

beziehen.

Ein langes Kapitel ist separat Malte Andresen's Kindheit und Jugend gewidmet, die ihn zu dem Psychopathen machte, der er als Erwachsener ist.
Die Passagen um Donato Neri und seine Familie, bestehend aus Ehefrau Gebriella, Sohn Gianni und der Oma, die bereits aus vorherigen Werken der Autorin bekannt sind, fand ich eher langweilig: Sie entwickeln sich von Buch zu Buch nicht oder nur minimal.

Fazit: Mit ein paar Abstrichen ein spannender Krimi – als Thriller, wie auf dem Cover deklariert, würde ich ihn allerdings nicht bezeichnen.
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