Der Sonderling von Ruth Rendell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1998 unter dem Titel A Sight for Sore Eyes, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Blanvalet.

  • London: Hutchinson, 1998 unter dem Titel A Sight for Sore Eyes. 352 Seiten.
  • München: Blanvalet, 1999. Übersetzt von Cornelia C. Walter. ISBN: 3-7645-0050-6. 445 Seiten.
  • München: Goldmann, 2001. Übersetzt von Cornelia C. Walter. ISBN: 3-442-45004-7. 445 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Cornelia C. Walter. ISBN: 3-442-05496-6. 445 Seiten.

'Der Sonderling' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Teddy und Francine sind weltfremde Einzelgänger. Teddy wuchs im asozialen Londoner Vorstadtmilieu ohne Wärme und Nähe auf. Francine mußte als Siebenjährige den Mord an ihrer Mutter mitansehen. Seither lebte sie wie unter einer Glasglocke, bis sie Teddy begegnet. Er, der nie etwas Eigenes besessen hat, muss Francine besitzen – und wenn er dafür morden muss …

Ihre Meinung zu »Ruth Rendell: Der Sonderling«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

isidiezweite zu »Ruth Rendell: Der Sonderling« 14.11.2010
Er ist schon ein wahrer sonderling! Ruth R. beschreibt einen jungen Mann, der aufgrund seiner negativen Kindheitserlebnisse zu einem Psycho wird. Er ist ein wahrer Voyeur, der keinen Sinn darin sieht, sich mit einer Frau einfach nur zu unterhalten. Er stilisiert sie zu einer Art Gemälde, zwingt sie Kleider anzuziehen , die sie gar nicht mag, und macht aus ihr ein Objekt für seine Begierde. Äußerst makaber ist die Szene im Keller, wo das ganze ein Ende findet.
Auffällig ist, dass alle Personen, die in der geschichte den Tod finden, als unsympathisch und unansehlich beschrieben werden. (Mit Ausnahme von Francines Mutter) Die Aufklärung des Mordes an der Mutter ist eine reine Nebensache, es geht hier mehr darum zu erklären, warum dieses Mädchen (Francine) so überbehütet aufgewachsen ist.
Dr.Dieter Rohnfelder zu »Ruth Rendell: Der Sonderling« 19.09.2009
Die Kurzbeschreibung charakterisiert die Hauptpersonen nicht ganz richtig: Teddy ist in Folge seiner völlig lieblosen Kindheit ein kaltherziger Egoist, Francine dagegen ist liebevoll und mitfühlend. Sie fängt nur deshalb ein Verhältnis mit Teddy an, weil der wehr gut aussieht; Teddy aber will sie im Wortsinne "besitzen"...
Ich stimme Garrulus zu, dass die beiden Hauptfiguren überzeichnet sind; sie gleichen eher "Kunstfiguren" als realen Menschen. Die Geschichte selbst aber ist sehr gut, enttäuschend allenfalls die Auflösung des Mordes an Francines Mutter. Der Schluss ist herrvorragend, aber keineswegs Rendell-untypisch (vgl. "Der Pakt" und "Die Masken der Mütter"). Schwach ist der deutsche Titel "Der Sonderling" (das beschreibt Teddy höchst unzulänglich!). Von mir 88 Grad.
Chrissie zu »Ruth Rendell: Der Sonderling« 24.04.2009
"Der Sonderling" ist ein sehr tiefsinniges, ergreifendes Buch von einem jungen Mann mit ganz basalen Bedürfnissen nach Liebe und Geborgenheit und einem Mädchen, dass schreckliche Erfahrungen machen musste.Zwei Menschen, die sich treffen, deren Schicksale sich verketten und ihre gemeinsame Geschichte dramatisch endet.
Ich nenne es eine Meisterleistung, die krankhafte Seite von Menschen einfühlsam darzustellen, Motive verständlich näher zu bringen, psychisch krankhaftes mit Alltäglichem zu verbinden.
Das ist kein üblicher Krimi! Mehr Einführung in die wirre Psyche von Menschen gibt es nicht!Absolut empfehlenswert!
karin zu »Ruth Rendell: Der Sonderling« 01.01.2008
Eine so tiefe Kenntnis über Menschen mit psychischer Krankheit und über krankmachende Familiensysteme hätte ich Frau Rendell gar nicht zugetraut. Ein fantastisches Buch, nicht der übliche Krimikram mit Superpolizisten oder Detektiven. Sehr spannend und durchaus realistische Protagonisten. - Bravo, Mrs. Rendell!
Ilona zu »Ruth Rendell: Der Sonderling« 14.07.2005
Ich habe schon Bücher von Ruth Rendell gelesen, die mich mehr angesprochen haben. Ich würde den "Sonderling" als mittelmäßigen Roman von ihr bezeichnen. Bücher wie "Alles Liebe vom Tod" oder "Der Tod fällt aus dem Rahmen" fand ich persönlich besser.
yvi74 zu »Ruth Rendell: Der Sonderling« 30.06.2005
Ich hatte auch Schwierigkeiten mich einzulesen, weil es teilweise echt langatmig war. Ich war aber auch irgendwie geschockt über die Entwicklung der Hauptfiguren. Ein echt gutes Buch, wenn auch nicht das Beste was ich je gelesen habe
Garrulus zu »Ruth Rendell: Der Sonderling« 10.08.2004
Es ist gewiss nicht Ruth Rendells bestes Buch. Manchmal ist alles ein bisschen überzeichnet und man fragt sich, wie es Teddy überhaupt so weit geschafft hat wie er gekommen ist. Die meisten Protagonisten sind psychisch derart auffällig. Ich frage mich, wieso R.R. diesen Roman nicht als Barbara Vine geschrieben hat. -
Der Schluss des Buches fährt einem allerdings unter die Haut wie ich selten in einem Buch erlebt habe. Das ist Patricia Highsmith würdig. Ohne das Ende zu verraten, ist es recht schwierig, die Gefühle zu beschreiben, die ich erlebt habe. Ich war aber fast erschlagen. - Nur schon deswegen lohnt sich dieses spannende Buch zu lesen, auch wenn es einige Längen aufweist.
Ina zu »Ruth Rendell: Der Sonderling« 18.02.2004
Dises Buch konnte ich keine Sekunde mehr aus der Hand legen. Die Personen und ihr Leben sind toll beschrieben und es wird einem nie langweilig. Man kann richtig mitfühlen und es ist auch kein typischer Kriminalroman, was mir besonders gut gafallen hat.
Das Ende ist der Hammer!!! Lesen!
Ihr Kommentar zu Der Sonderling

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: