Ronald A. Knox

Der Theologe, Satiriker und Kriminalschriftsteller Ronald Arbuthnott Knox wurde am 17. Februar 1888 in Kibworth/Leicstershire geboren. Der Bruder des Schriftstelles EV Knox studierte Klassische Philologie und Philosophie in Eton und Oxford. 1912 wurde er als anglikanischer Priester ordiniert und wurde Kaplan am Trinity College. Während des 1. Weltkriegs unterrichtete er an der Shrewsbury School und diente beim militärischen Geheimdienst.

Zum Leidwesen seines Vaters, eines anglikanischen Bischofs, konvertierte Knox 1917 zur römisch-katholischen Kirche; die Priesterweihe erfolgte ein Jahr später. Bis 1926 lehrte er am Edmund’s College, danach war er katholischer Kaplan an der Oxford University. Daneben arbeitete er für BBC Radio und unterrichtete an einer katholischen Mädchenschule.

Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs zog er sich aus dem Lehrbetrieb zurück, wurde Privat-Kaplan mehrere aristokratischer Häuser und widmete sich fortan der Neuübersetzung der Vulgata. Sie gilt als die bedeutendste Leistung seines umfangreichen theologischen Werkes.

Der Mord am Viadukt (1925) war sein erster Kriminalroman, dem fünf weitere folgten. Knox war, wie Agatha Christie, Dorothy L. Sayers und G.K. Chesterton, ein Gründungsmitglied des berühmten Londoner Detection Clubs und verfasste 1929 die oft zitierten Zehn Gebote, eine Sammlung von Spielregeln, die dem Leser klassischer Rätselromane eine faire Chance zum Mitraten garantieren sollten.

Ronald A. Knox starb am 24. August 1957 an Krebs. Er wurde in Mells/Somerset, wo er die letzten Jahre seines Lebens auf dem Landsitz eines Freundes gelebt hatte, begraben.

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