Täubchenjagd von Romy Fölck

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 bei Kahl.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Sachsen / Dresden, 1990 - 2009.
Folge 1 der Raik-Winter-Serie.

  • Dresden: Kahl, 2006. ISBN: 978-3938916070. 271 Seiten.

'Täubchenjagd' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

An einem kühlen Märzmorgen wird in den Elbwiesen ein verstümmelter Taubenkadaver entdeckt. In der Folgezeit kommt es wiederholt zu ähnlich abscheulichen Funden, bis in der Nähe eines zu Tode gequälten Schäferhundes der mutmaßliche Täter Hans Nowotny aufgegriffen wird. Doch der Strafrichter Raik Winter spricht ihn unerwartet und entgegen der öffentlichen Meinung frei. Kurz darauf wird in der Dresdner Heide der entstellte Leichnam eines Mädchens im Laub gefunden. Alles deutet darauf hin, dass auch hier der Taubenschlächter seine Hand im Spiel hatte. Es beginnt eine Hetzjagd auf Nowotny und für den jungen Richter eine gefährliche Suche nach der Wahrheit.

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mabuerele zu »Romy Fölck: Täubchenjagd« 20.12.2012
In der Umgebung von Dresden finden Spaziergänger Tauben, die bestialisch zugerichtet sind. Bald darauf wird in den Elbauen ein grausam getöteter Schäferhund entdeckt. Das Messer liegt unter dem Rucksack des Obdachlosen Hans Nowotny. Doch er will nicht Schuld sein.
Das Gerichtsverfahren liegt in den Händen des jungen Richters Raik Winter. Nach Abwägung aller Indizien spricht er Hans Nowotny frei.
Am nächsten Tag erreicht findet man im Wald eine junge Frau. Sie wurde am Tag vor dem Gerichtsverfahren ermordet. Wieder deuten die Indizien auf Hans Nowotny. Der aber ist verschwunden.
Die Autorin hat einen spannenden Krimi geschrieben. Zusammen mit der Polizistin Conny Clausius wird Raik Winter immer mehr in die Ermittlungen verstrickt. Obwohl sich die Schlinge um Hans Nowotny stetig zuzieht, gibt es Anzeichen dafür, dass jemand anderes der Täter ist. Die Personen in Annes Umgebung, der ermordeteten Frau, halten sich sehr bedeckt.
Die Autorin hat die Ermittler gut charakterisiert. Raik, der junge Richter, macht sich Gedanken, ob er richtig gehandelt hat. Gleichzeitig kreuzen mit Conny, der Polizist, und Ella, einer jungen Studentin, zwei Frauen seinen Weg, die ihn zu einer Entscheidung zwingen.
Conny ist gewissenhaft in ihrer Arbeit, wird aber von ihrem Chef ausgebremst. So geht sie eigene Wege, damit die Ermittlungen nicht zu einseitig werden. Beide wirken auf mich als Leser sympathisch.
Der Roman ist sehr spannend geschrieben. Er zog mich von Anfang an in seinen Bann und ließ sich zügig lesen. Der Spannungsbogen wurde bis zum Ende gehalten. Die Auflösung des Kriminalfalls war eine echte Überraschung. Der Autorin war es geschickt gelungen, mich auf verschlungenen Pfaden in die Irre zu führen. Dazu trugen die Vielzahl der Verdächtigen und ihr teils eigenartiges Verhalten bei.
Die Sympathie der Autorin zu Dresden zeigt sich in der liebevollen und detailgenauen Beschreibung verschiedener Örtlichkeiten. Auch das ist eine weitere positive Seite des Buches.
Das Buch bekommt von mir eine dicke Leseempfehlung. Aus der Menge der Lokalkrimis hebt er sich durch seine Qualität heraus. Ich wünsche ihm viele interessierte Leser.
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