Das Bourne-Attentat von Robert Ludlum

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel The Bourne Sanction, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: USA, 1990 - 2009.
Folge 6 der Jason-Bourne-Serie.

  • New York: Grand Central, 2008 unter dem Titel The Bourne Sanction. ISBN: 978-0446539869. 484 Seiten.
  • München: Heyne, 2010. Übersetzt von Norbert Jakober. ISBN: 978-3-453-26624-7. 605 Seiten.
  • München: Heyne, 2011. Übersetzt von Norbert Jakober. ISBN: 978-3-453-43521-6. 608 Seiten.

'Das Bourne-Attentat' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Jason Bourne kommt nicht zur Ruhe: Eine Gruppe islamistischer Terroristen plant den finalen Schlag gegen die USA. Bourne wird ausgesandt, das Dokument, in dem das Ziel des Anschlags festgelegt ist, zu finden. Dabei gerät er selbst ins Visier der Terroristen und des amerikanischen Geheimdienstes, für den er ein Unsicherheitsfaktor ist, den es auszuschalten gilt. Bourne entgeht nur knapp einer Serie von Mordanschlägen, aber schließlich gelingt es ihm, die brisanten Pläne an sich zu bringen. Zu seiner Bestürzung erfährt er, dass ein Spion aus den eigenen Reihen dem muslimischen Netzwerk angehört. Erst im letzten Augenblick erkennt Bourne, wer der eigentliche Drahtzieher des drohenden Anschlags ist und wo die Terroristen zuschlagen wollen. Doch es scheint zu spät zu sein.

Ihre Meinung zu »Robert Ludlum: Das Bourne-Attentat«

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Herr Lazaro zu »Robert Ludlum: Das Bourne-Attentat« 25.02.2011
Auch wenn ein Buch mächtig wie ein Backstein daherkommt, und dieses unter Robert Ludlums Namen veröffentlichte Epos hat ein solches Format, ist das noch lange keine Garantie für gute und spannende Unterhaltung. Um es gleich zu sagen, das Buch ist nicht schlecht aber eben auch nicht gut. Dafür stimmt einfach zu vieles nicht: Die Verschwörung, die hinter dem Geschehen steht, ist so etwas von kompliziert, dass jedwede Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt. Nun sind Thriller natürlich keine Tatsachenromane, aber die Story sollte doch zumindest vorstellbar sein. Diese hier schrammt jedenfalls hart an der Grenze. Zu viele Namen und Akteure bevölkern den Roman, dass selbst ein konzentrierter Leser leicht den Überblick verliert. Andererseits nimmt der Autor zu häufig die Abkürzung und entscheidende Fortschritte in der Handlung, die vorher fast unmöglich schienen, sind plötzlich gemacht, ohne dass der Leser erfährt, wie das denn vor sich gegangen sein soll. Manche Figuren, wie z.B. den CI-Abteilungsleiter Rob Batt, der immerhin eine durchaus beachtliche Nebenrolle spielt, fällt plötzlich komplett aus dem Roman heraus, nachdem er Soraya Moore wichtige Fotos geliefert hat. Der immerhin mit einigem Aufwand betriebene Aufbau dieser Figur, erweist sich als überflüssig, die ganze Nebenlinie endet im Nichts. Dass die Bösen der Geschichte natürlich Muslime sind, ist vermutlich dem Zeitgeist des Bush-Amerikas geschuldet, in dem das Buch entstand.
Insgesamt ein Buch, das nicht wirklich überzeugen kann und auch die Spannung, die viele andere Ludlums auszeichnet, über lange Strecken eher vermissen lässt.
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