Tote träumen nicht von Robert B. Parker

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1991 unter dem Titel Perchance to dream, deutsche Ausgabe erstmals 1991 bei Knaus.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Los Angeles, 1990 - 2009.
Folge 9 der Philip-Marlowe-Serie.

  • New York: G. P. Putnam’s Sons, 1991 unter dem Titel Perchance to dream. ISBN: 0399135804. 271 Seiten.
  • München: Knaus, 1991. Übersetzt von Wulf Bergner. ISBN: 3813511448. 253 Seiten.
  • München: Goldmann, 1993. Übersetzt von Wulf Bergner. ISBN: 3-442-42192-6. 253 Seiten.

'Tote träumen nicht' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Carmen Sternwood, ein neurotisches blondes Gift, ist aus dem Sanatorium verschwunden. Und Philip Marlowe, Privatdetektiv und Blondinenexperte, soll sie schleunigst wiederfinden. Der Auftrag führt Marlowe zurück auf die schäbigen Strassen von Los Angeles, in ein düsteres Labyrinth des Verbrechens, in dem sündige Engel und schlagrinbewehrte Mobster, kalte Killer und miese Bullen nur auf ihn warten. Eins weiß er sicher ­ daß weiße Spitzenbüstenhalter immer schon gefährlicher als 45er Revolver waren. Und bei der Schwester der Gesuchten hat er gute Chancen, endgültig unter die Räder zu kommen …

Ihre Meinung zu »Robert B. Parker: Tote träumen nicht«

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heinrich zu »Robert B. Parker: Tote träumen nicht« 23.04.2012
Parker hätte den Mut haben sollen, sich von Chandlers Roman zu lösen, dann hätte es eine stimmige Erzählung werden können.
Statt dessen baut er bei vielen Gelegenheiten längere Texte seines unerreichten Vorbilds ein, als Versuch der Reflexion. Dadurch kommt s e i n e Erzählung gar nicht erst in Schwung. Unglücklicherweise überzeugt die Handlung auch nicht, eine Weiterentwicklung der Personen (mit Ausnahme des Generals, der ist verstorben) findet nicht wirklich statt.
Während „Einsame Klasse“ als Abschluss der Marlowe-Reihe aus der Feder von Parker noch Sinn macht und leidlich gelungen ist, hinterlässt „Tote träumen nicht“ allenfalls Erleichterung darüber, dass man mit dem Buch fertig ist. 51°
Bartensen zu »Robert B. Parker: Tote träumen nicht« 31.08.2011
Robert B. Parkers Versuch Raymond Chandlers Sternstunde Der große Schlaf eine Fortsetzung zu widmen ist sicherlich mutig und ein nobles Unterfangen, jedoch von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Sicher schafft es Parker die Schauplätze und die Figuren des Originals einigermaßen okay einzufangen, jedoch reicht er nicht ansatzweise an Chandlers geniale Schreibweise heran.
Die atmosphärische Tiefe, die charakterliche Dichte erreicht Parker nicht, er kratzt nur an der Oberfläche.

Marlowe wird engagiert, die aus einem Sanatorium verschwundene Carmen Sternwood wieder aufzuspüren. Bevor Marlowe auch nur einen Schritt bei seiner Suche vorwärts kommt, stellen sich ihm Carmens Schwester Vivian, der Gangster Eddie Mars, ein äußerst fragwürdiger Doktor und ein ganz schwerer von Politik und Polizei beschützter Brocken von Geschäftsmann in den Weg. Klassische Gestalten aus einem Chandler Roman halt. Der Weg bis zur etwas hanebüchenen Auflösung des ganzen Spektakels ist spannend erzählt, enthält einige unerwartete Wendungen und einige großartige Schauplätze. Und natürlich Marlowe größtenteils so, wie man ihn liebt ...

Tote träumen nicht ist beleibe kein schlechtes Buch, muss sich jedoch mit einem Original vergleichen lassen, das nun mal in einer ganz anderen Liga spielt. Wer das Original nicht kennt (?), kann bedenkenlos zugreifen, denn er bekommt immer noch einen überdurchschnittlich guten Krimi.
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