Verbrechen ist Vertrauenssache von Richard Stark

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 unter dem Titel Comeback, deutsche Ausgabe erstmals 2011 bei Zsolnay.
Ort & Zeit der Handlung: USA, 1990 - 2009.
Folge 17 der Parker-Serie.

  • New York: Mysterious Press, 1997 unter dem Titel Comeback. ISBN: 0892966610. 292 Seiten.
  • Wien: Zsolnay, 2011. Übersetzt von Dirk van Gunsteren. ISBN: 978-3-552-05550-6. 256 Seiten.

'Verbrechen ist Vertrauenssache' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Eine halbe Million Dollar haben fromme Gläubige einem nicht ganz so frommen Prediger gespendet, der mit seinem christlichen Kreuzzug ganze Stadien füllt. Das Geld zu erbeuten fällt Parker und seiner Bande nicht schwer, doch als es an die Verteilung geht, werden aus Kumpeln Todfeinde. Dass Parker und seine Bande sich trennen müssen, schafft große logistische Probleme. Ganz zu schweigen von der Polizei und den unvermeidlichen Amateuren, die unnötig Verwirrung stiften und von denen alle auf der Strecke bleiben werden. Nach einem atemberaubenden Showdown in einem verlassenen Geisterhaus ist es am Schluss die Ganovenbraut Brenda, die die Situation rettet.

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Wolfgang Würz zu »Richard Stark: Verbrechen ist Vertrauenssache« 03.03.2012
Parker ist ein ganz starker Typ. In einer scheinheiligen Welt erscheint er trotz seiner Verbrechen als Mann mit Charakter und gewinnt die Sympathie des Lesers. Die lakonische Sprache und die knappen Dialoge lassen genug Raum, um eigenen Vorstellungen und Bildern zu folgen. Dennoch ensteht beim Lesen ein griffiger Film im Kopf, der in die Parker-Welt eintauchen lässt.
Ein echtes Lesevergnügen.
Banon zu »Richard Stark: Verbrechen ist Vertrauenssache« 09.09.2011
Eine große Menge Bargeld zu finden, scheint in modernen Zeiten der elektronischen Welt fast unmöglich. Doch für Profi-Gangster wie Parker gibt es immer wieder lukrative Gelegenheiten.
Mit zwei anderen Typen sollen 400.000 Dollar erbeutet werden. Durch den Tipp eines Insiders darauf gebracht, verursacht dieser allerdings dann auch unvorhergesehene Schwierigkeiten.
Ausgeraubt wird ein Prediger, von Stark wunderbar in seiner Doppelmoral dargestellt, der für seine Show in einem großen Stadion den Eintritt von den Zuschauern nur "bar" akzeptiert.
Die Tageskasse wird erfolgreich erbeutet und alles läuft zunächst nach Plan. Doch dann schert einer der Partner von Parker aus und es beginnt eine unerbittliche Jagd nach dem Geld. Ebenfalls auf der Suchenach dem Geld und den Räubern: Die örtliche Polizei und der Sicherheitschef des Predigers. Außerdem noch drei amateurhafte Möchtegernabstauber, die eher durch Zufall von dem Coup erfahren haben.

Dieser Parker-Roman erschien erstmals 1997 und war nach längerer Pause der Auftakt zu insgesamt acht neuen Romanen um den Profi-Gangster Parker.
Ein gelungener Neuanfang. Richard Stark gibt dem Leser immer wieder kleine Informationen zur Vergangenheit seines Helden und schafft ein umfängliches Bild von Parker.
Die eigentliche Handlung vollzieht sich über nicht mal zwei Tage. Mit Rückblenden wird die Vorgeschichte Stück für Stück erzählt. Richard Stark unterbricht dabei den Spannungsbogen, führt uns jedoch immer wieder zurück, jedesmal mit ein wenig mehr Hintergrund ausgestattet.

Auch dieser Parker-Krimi besticht durch seine reduzierte Sprache. Die Rationalität des Erzählten entspricht dem Denken und Handeln der Hauptperson. Parker ist ein zu allem fähiger Gangster, der auf alle Eventualitäten eine Antwort hat. Ob spektakulärer Überraschungsangriff oder geduldige Wartestellung, als Vollprofi passt er sich der Situation an. Parker scheut dabei kein Risiko, handelt aber niemals unüberlegt oder vorschnell.

Leider ist mit "Verbrechen ist Vertrauenssache" der letzte der neuen Parker-Romane auf deutsch erschienen. Mehr wird es nicht geben, da der Autor 2008 verstarb.
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