Rache verjährt nicht von Reginald Hill

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 unter dem Titel The Woodcutter, deutsche Ausgabe erstmals 2012 bei Suhrkamp.

  • London: HarperCollins, 2010 unter dem Titel The Woodcutter. 519 Seiten.
  • Berlin: Suhrkamp, 2012. Übersetzt von Ulrike Wasel & Klaus Timmermann. ISBN: 978-3518463901. 684 Seiten.

'Rache verjährt nicht' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch E-Book

In Kürze:

Als Wolf nach sieben Jahren endlich aus dem Gefängnis freikommt, hat er nur eines im Sinn: Er will sich an denjenigen rächen, die sich gegen ihn verschworen haben. Er kehrt zurück in die abgelegenen Wälder von Cumbria in Nordengland, wo einst alles begann. Kurz darauf wird einer von Wolfs alten Feinden ermordet aufgefunden. Alva Ozigbo, Wolfs Gefängnispsychiaterin, ahnt, was er im Schilde führt und stellt eigene Nachforschungen an. Bald kommt sie den Intrigen, die Wolf zu Fall brachten, auf die Spur. Doch wird es ihr auch gelingen, seine Rachepläne zu vereiteln? Ein atemberaubendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Abschiedsgeschenk« 82°

Krimi-Rezension von Jürgen Priester

The Woodcutter aus dem Jahre 2010 ist das letzte Werk des im Januar 2012 im Alter von 76 Jahren verstorbenen englischen Schriftstellers Reginald Hill. Auf Deutsch erschien es unter dem Titel: Rache verjährt nicht, hervorragend übersetzt von dem bewährten Team Wasel/Timmermann. Schaut man auf das Autorenporträt des Autors, stellt man fest, dass es noch eine Menge früherer Titel gibt, die der deutschen Leserschaft bisher vorenthalten wurden. Ob da noch etwas nachkommt, entscheiden die deutschen Verlage, deren Einkaufskriterien für uns Leser nicht immer nachvollziehbar sind. Qualität, Preis und potenzielle Verkäuflichkeit werden sicher eine Rolle spielen. Aber wenn man z.B. an die herausragenden Romane eines James Lee Burke denkt, die noch einer Übersetzung ins Deutsche harren, ist man geneigt, auch Ignoranz zu unterstellen, die einer Veröffentlichung hier bei uns im Wege steht.

Unter Liebhabern hat Reginald Hills Dalziel/Pascoe-Reihe, die auch erfolgreich als Fernsehproduktion lief, geradezu Kultstatus erlangt. Hier wünscht man sich eine weitere Übersetzung der noch fehlenden Titel aus der Serie und eine Neuauflage der ersten vergriffenen Titel, die nur schwer und teilweise teuer zu ergattern sind. Und sollten unter seinen zahlreichen Standalones ähnliche Kaliber wie Das Fremdenhaus und Rache verjährt nicht befinden, dann kann man nur fordern: Her damit!

Für The Woodcutter wurde Hill 2011 mit dem renommierten Barry-Award für den besten britischen Kriminalroman geehrt. Wie überhaupt sein Gesamtwerk mit zahlreichen Ehrungen bedacht wurde. Schon 1995 erhielt er den Cartier Diamond Dagger Award für sein bisherigen Lebenswerk.

Reginald Hill lebte in der englischen Grafschaft Cumbria. Dort spielt auch die Geschichte des »Holzfällers« Wilfried »Wolf« Hadda.

Wolf Hadda, zwischenzeitlich sogar »Sir« Wilfried, ist nicht wirklich Holzfäller von Beruf, aber er benimmt sich gerne wie eine Axt im Walde. Schon in seiner Jugend hat ihn sein aufbrausendes Temperament des öfteren zu handfesten Aktionen verleiten lassen. Das hat sich bis zur Gegenwart auch nicht geändert. Wenn wir Leser ihn kennenlernen wird er gerade aus dem Gefängnis entlassen. Dahin ist er zwar in erster Linie gekommen, weil Kinderpornographie auf seinem Rechner gefunden wurde und seine geschäftlichen Aktivitäten nicht ganz hasenrein waren, aber bei seiner Verhaftung hat er dem zuständigen Ermittler gleich zweimal eins auf die Nase gegeben, was sich nicht positiv auf den weiteren Verlauf seines Prozesses auswirkte. Bis zu seiner Verhaftung war er Finanzinvestor. Münteferings »Heuschrecke« kann man auch als eine Art von Holzfäller sehen. Dabei muss er einigen auf die Füße getreten haben, denn auf einen anonymen Anruf hin findet die Polizei Mengen an (untergeschobenen ?) Belastungsmaterial. Hadda beteuert seine Unschuld, aber von außen fehlt ihm jede Unterstützung. Seine Frau lässt sich scheiden, seine Freunde und Geschäftspartner gehen auf Distanz, später stirbt noch seine Tochter an einer Überdosis. Wolf Hadda gibt (anscheinend) auf. Erst aus den Gesprächen mit der Gefängnispsychiaterin Alva Ozigbo schöpft er neue Hoffnung. Mit ihrer Hilfe gelingt sogar eine frühzeitige Haftentlassung auf Bewährung. Nun kann Hadda sich endlich um die Hintergründe und Hintermänner seiner Verhaftung und Verurteilung kümmern.

Der deutsche Titel Rache verjährt nicht lässt vermuten, dass Wolf Hadda an diesem Punkt seinen Rachefeldzug gegen seine Verschwörer beginnt. Dem ist aber nicht so und damit weicht Hills Erzählung von den viel zitierten Parallelen zu Alexandre Dumas` Roman Der Graf von Monte Christo ab. Hadda geht es in erster Linie nicht um Rache – Bestrafung vielleicht – sondern um Aufklärung. Der soziale und finanzielle Absturz hat aus dem knallharten Firmensanierer einen nachdenklichen Zeitgenossen gemacht.

In diesem Roman zeigt sich die ganze Erfahrung und das Raffinement aus gut 40 Jahren Schriftstellerei. Virtuos kombiniert Hill einzelne Episoden aus Haddas Leben. Das geschieht nicht chronologisch. Jede Nuance verändert das aktuelle Bild des Protagonisten. »Wer ist dieser Wilfried Hadda?« Der Leser lernt ihn als doch ziemlich rüden Geschäftsmann kennen. Doch je mehr der Hintergrund seiner Vita beleuchtet wird, desto deutlicher wird, dass sein Werdegang an entscheidenden Stellen fremdbestimmt wurde. Als »Grimmige Notwendigkeit« bezeichnet ein Mann, der im Verborgenen die Strippen zieht, zynisch diese Form der Beeinflussung. Hadda ein Spielball dunkler Mächte? Ja und Nein. Letztendlich befreit er sich von den Zwängen. Nach den bitteren Erfahrungen, die ihn körperlich und seelisch gezeichnet haben, wählt er eine Perspektive mit klaren Strukturen. Er wird Holzfäller.

Die wildromantische Gebirgs- und Seenlandschaft des Nordwesten Englands, eine adlige Familie mit großen Geheimnissen, ein Verbrechen, das gar keins war, aber andere nach sich zieht – man könnte sich in Elizabeth Georges letztem Roman (Glaube der Lüge) wähnen. Doch trotz eines ähnlichen Settings ist Hill der Amerikanerin haushoch überlegen.

Seine Figuren sind weder exaltiert, noch hysterisch. Ihr Verhalten ist nachvollziehbar und psychologisch stimmig. Hill führt sie mit ruhiger Hand durch einen raffinierten Plot, baut so einen durchgängigen Spannungsbogen auf, ohne auf spektakuläre Show-Einlagen oder grandiose Twists angewiesen zu sein.

Ein Roman, den man in guter Erinnerung behalten wird, und damit auch seinen Autor.

Jürgen Priester, Februar 2013

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JaneM. zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 04.08.2014
Auch ich fand es traurig, die schriftstellerischen Fähigkeiten Hill's erst posthum zu entdecken. "Rache verjährt nicht" ist ein Krimi, bei dem dagewesene Grundthematik, englische Landhauskrimi- Klischees und nicht immer schlüssige Handlung nicht nur verziehen werden, sondern belanglos sind. Zu gekonnt, verflochten und packend ist der Erzählfluss.
Wolf Hadda, Sohn eines Gutsverwalters, hat sich durch nicht ganz legale Methoden, vom ungehobelten Jüngling zum gewieften und gewandten Geschäftsmann entwickelt. So ausgestattet kann er endlich seine Jugendliebe Imogen, Tochter des Adeligen, dem sein Vater dient, ehelichen. Jahre und eine beeindruckende Karriere späpter, wird er durch eine Razzia im eigenen Haus geweckt. Verschiedene Betrugsdelike und der Besitz von Kinderpornografie wird ihm vorgeworfen. Hadda verhält sich zunächst gewohnt großkotzig. Kleinere geschäftliche Unkorrektheiten- mag sein, aber bei der Kinderpornografie ist er sich sicher, dass seine Unschuld rasch bewiesen wird. Aber von wegen. Als sich Ehefrau, Anwalt und Geschäftspartner von ihm abwenden und sich die Beweise in allen Punkten erhärten, wird ihm mulmig. Offenbar wurden ihm die Beweise untergeschoben. Bleibt die Flucht bei einer Vorverhandlung. Diese endet in einem Autounfall. Als Hadda wieder aus dem Koma erwacht, ist er zu einer jahrelangen Gefängnisstrafe verurteilt und ganz allein. Die Gefängnispsychologin Alva versucht vergeblich mit dem verbitterten Mann ins Gespräch zu kommen. Erst als sie ihm den Drogen-Tod seiner Tochter mitteilen muss, redet Hadda. Die Gespräche zwischen Hadda und Alva ähneln- auch später außerhalb des Gefängnisses- fast einem Kammerspiel. Alva bemerkt nicht, dass Hadda die Fäden zieht und die einzige Möglichkeit ergreift, früher entlassen zu werden:er deutet Geständnis und Reue an. Nach 7 Jahren wird er entlassen und zieht wieder in das Haus seines Vaters in die Nähe seiner Ex-Frau. Hadda stellt zunächst seine ehemaligen Freunde und Partner zur Rede, diese fürchten brutale Rache, aber Hadda ist kein lauter Hitzkopf mehr und geht den Plan ruhiger an. Seine einzigen Freunde, Alva und der neue Dorf- Vikar, der ebenfalls Außenseiter ist, wissen nicht genau, wie sie den Ex- Hänftling einschätzen sollen. Ist er eine tickende Bombe oder ein gebrochender Mann, der seine Ruhe haben will? Will er nur wissen, was damals passiert ist oder plant er einen Rachefeldzug? Genau das sind auch die Fragen, zwischen denen der Leser schwankt und später feststellen muss, dass alles stimmt.
Große Kunst!
Inez Turner zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 13.06.2014
Dieser Roman ist allein sprachlich ein absoluter Genuss!Die Handlung in ihren intelligenten Wendungen zeugt von der literarischen Qualität des Autors .Ich fühle mich regelrecht "angefixt" von seinem Stil. Ein zweites Buch von ihm habe ich fast durch, leider ist es - sicher unkonventionell in der Reihenfolge - der letzte Band der Pascoe/Dalziel - Reihe.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
travis zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 08.04.2014
kann mich absolut nicht an den wohlgesängen über das buch anschließen. sehr geschwätziger und langatmiger Rachekomplott der über hunderte von seiten sich sehr wichtig nimmt, und nie so richtig zündet und einen fesselt. wer auf `revenge&kill`steht, dem kann ich `das haus des todes`von p.cleave empfehlen. absoluter gegenpol zu diesem schnarchschmöker von R.Hill
Gerald Frodl zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 21.11.2013
Ungeheuer langweiliges Buch, auf vierfachen Umfang aufgeblähte Geschichte, voll endlosen Geschwätzes.
Habe es im englischen Original gelesen, habe daher nichts entbehren müssen, was der Übersetzer verloren hat.
Stilistisch ungleich, als hätten diverse Autoren geschrieben, Witzigkeit nur sporadisch.
Der einzig gute Einfall wird gleich anfangs verschleudert: ein Latein beherrschender Knabe.
Marius zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 18.11.2013
Wolf ha(c)kt die Sache ab

Es ist einer der menschlichen Grundtriebe und das Grundthema dieses großartigen Romans: Rache.
Ähnlich wie im weltberühmten Roman „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas – auf den auch Reginald Hill anspielt – wurde auch hier ein Mann hereingelegt und um seinen Ruf gebracht.
Wilfred Hadda, genannt Wolf, stieg mit seiner Firma Woodcutter Enterprises in die höchsten finanziellen Sphären auf, um anschließend tief zu fallen. Nach einer Razzia auf seinem Grundstück wird er mit einem ungeheuerlichen Vorwurf konfrontiert: er soll der Konsument von Kinderpornographie sein. Der anschließende Leidensweg des Mann hätte von Kafka nicht besser ersonnen werden können. Verurteilt und nach einer vergeblichen Flucht körperlich entstellt harrt Hadda seiner Entlassung um anschließend Rache zu nehmen.

Was sich nach der Beschreibung des Klappentextes wie ein unbarmherziger und blutiger Rachefeldzug anliest, ist in Wahrheit viel mehr: Der elegante Stilist Reginald Hill erzählt eine aus mehreren Teilen bestehende Geschichte, die die Biographie eines gefallenen Mannes ist, eine Ode an Hills Heimat Cumbria im Norden Englands und eine Studie über Rache allgemein.
Wer ein Metzelmassaker mit der Axt im Stile eines Charles-Bronson-Films erwartet, dürfte sich schnell enttäuscht sehen. Anstelle von Gewalt dominiert die Auseinandersetzung zwischen dem einsitzenden Wolf und seiner Psychiaterin Alva Ozigbo. Dies mag nicht spektakulär sein, doch packend ist es auf jeden Fall.

Die Geschichte ist voller Esprit, witzig, mit sensationell ausbalancierten Dialogen und Bonmots versehen und nicht zuletzt auch gut ins Deutsche übertragen. Dies macht aus „Rache verjährt nicht“ ein besonderes Buch, das britisch im besten Sinne ist und zugleich über die ganze beachtliche Länge von knapp 700 Seiten. Ein geistreicher Roman bei dem ich sehr darüber geärgert habe, Reginald Hill erst jetzt entdeckt zu haben, obwohl er wahrlich schon einige Bücher veröffentlicht hat.

Über die ganze Lektüre hinweg hatte ich nur einen traurigen Gedanken im Hinterkopf: dieser großartige Roman wird der letzte von Reginald Hill gewesen sein, da dieser im Jahr 2012 leider verstorben ist – ich hätte mir noch zahlreiche weitere Bücher von diesem eleganten Romancier gewünscht!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Smith zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 24.07.2013
Reginald Hill „Rache verjährt nicht"

Ich finde, dass „Rache verjährt nicht" ein wunderbarer Kriminalroman ist und ein tolles Abschiedsgeschenk von Reginald Hill an seine Leser. Ich denke, man muss schon ein sehr erfahrener Autor sein, um auf diesem sprachlichen Niveau so gekonnt mit den Versatzstücken drittklassiger Kriminalromane und Hollywoodthriller zu spielen. Und das gelingt dem Autor bravourös. Es ist zwar lange her, dass ich „Der Graf von Monte Christo" gelesen habe, aber Verweise auf Dumas‘ Roman gibt es viele. Und die sind wichtig für das Verständnis der Hauptfigur Wolf Hadda. Ich fand es besonders gelungen, wie seine Entwicklung meine anfängliche Distanz schmelzen ließ und ich irgendwann echte Empathie für ihn empfand. Denn leicht macht es Hill dem Leser nicht, sich ausgerechnet für einen arroganten Machtmenschen wie Hadda zu erwärmen. Dafür setzt Hill aber auch sämtliche erzählerischen Tricks und Finten ein, die er in einem langen Erzählerleben gesammelt hat. Wer also nicht auf die vorgebliche Kolportagen-Struktur hereinfällt, wird als Leser vom Autor reich belohnt.
Torsten zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 17.06.2013
So ganz kann ich nicht in die Lobeshymnen einstimmen - dazu bleibt nach fast 700 Seiten irgendwie das Gefühl dass es doch ganz schön wenig Handlung und sehr sehr viel Betrachtungen von Gemütszuständen und Beweggründen war.
Das Buch beginnt keineswegs so wie es der Klappentext und auch die KC-Rezension glauben machen mit der Entlassung von Wolf Hadda - die ist erst nach Seite 250.
Den ersten Teil nimmt die Erzählung der Vorgeschichte ein. Das war zunächst äusserst interessant und ungewöhnlich, weil es zum Teil als Erzählung direkt an die erwähnte Psychiaterin gerichtet ist - später wird man erfahren, dass dies auch ganz zielgerichtet und deswegen nicht 100% wahrheitsgetreu ist. Trotzdem hatt ich irgendwo so bei Seite 200 das Gefühl, jetzt wird es langweilig.
Mit der Entlassung beginnt dann die gegenwärtige Handlung und die ist dann teilweise recht spannend - wenn nicht immer wieder (für mich zu) lange Passagen kämen in denen nichts weiter passiert als das Hin- und Herwälzen von psychlogischen Überlegungen, Motivationen, Beweggründen und Rechtfertigungen nahezu aller Beteiligten.
Rückblickend tut Wolf Hadda eigentlich ziemlich wenig um die gesamte Verschwörung aufzudecken und die Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen - trotzdem sind irgendwann fast 700 Seiten um. Und obwohl es manchmal zu viel und ein wenig zu langatmig erschien, liegt die Stärke des Buches wesentlich mehr in der Entwicklung der Personen als in einem actionreichen Rachefeldzug.
Sir Wilf zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 09.02.2013
Ich habe das Buch zunächst auf meinem alten Sony PSR 101 begonnen und 3 Prologe und viel Geklicke später erstmal wieder weg gelegt, es war einfach unübersichtlich. Dann kam der fertige Buch: Ein solches Plädoyer für das gute alte Holzbuch ist mir lange nicht mehr unter gekommen. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Der beste Krimi, vielleicht sogar der beste Roman seit langem. Vielschichtig, psychologisch, den Leser immer wieder in die Irre führend und dann doch sanft in die richtige Richtung leitend. Der beste Krimi bei Suhrkamp bisher, tut mir leid Don Winslow, tut mir leid Adrian McKinty! Von mir die vollen 100!
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Juristan zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 31.12.2012
Die Geschichte dauert 700 Seiten lang,der Held ist ziemlich unglaubwürdig,kaum eine der Klischeefiguren im englischen Landhauskrimi fehlt,Humor spielt fast keine Rolle,Sowas gehört normalerweise ins Altpapier.
Hill ist aber ein wunderbarer Erzähler mit viel Geschick und Gespür.Obwohl das Grundthema seit dem Grafen von Monte Christo weltbekannt ist,schafft Hill es,die Spannung ständig zu halten,ganz große Leistung.
95°von mir
Simon Poylett zu »Reginald Hill: Rache verjährt nicht« 20.11.2012
Der beste Krimi des Jahres - einfach, weil alles drin ist, was das Herz des Lesers auf diesem Feld begehrt, und zwar im Übermass: abgrundtiefe Bösartigkeit und triumphierende Gerechtigkeit, verratene und erlösende Liebe, Individualpsychologie und Gesellschaftskritik, Action-Szenen und atmosphärische Schauplätze, Familiengeheimnisse und Geheimdienste. Das vom Verlag gewählte Titelbild soll nicht abschrecken; die Axt ist nicht die Tatwaffe, sondern Anspielung auf den englischen Originaltitel "Woodcutter". Zum Inhalt nur noch: "Rache verjährt nicht" ist natürlich "Der Graf von Monte Christo" für unsere Zeit. Dem kürzlich verstorbenen Verfasser ist hier neben der Dalziel-Pascoe-Reihe ein zweites Hauptwerk gelungen. Der episch breite Roman enthält einige Unwahrscheinlichkeiten und Klischees, aber diese sind genre-bedingt. - Ein nachhaltiger Lesegenuss.
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