Der Wald des Vergessens von Reginald Hill

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel The Wood Beyond, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Europa.
Ort & Zeit der Handlung: , 1970 - 1989.
Folge 16 der Dalziel-&-Pascoe-Serie.

  • London: HarperCollins, 1996 unter dem Titel The Wood Beyond. 374 Seiten.
  • Hamburg: Europa, 2005. Übersetzt von Xenia Osthelder. 448 Seiten.
  • München: Knaur, 2009. Übersetzt von Xenia Osthelder. 607 Seiten.

'Der Wald des Vergessens' ist erschienen als E-Book

In Kürze:

Wer versuchen würde, den Inhalt dieses überbordenden wie geistreich verschlungenen Romans in ein paar Sätzen zusammenzufassen, läuft Gefahr sich lächerlich zu machen: Zu raffiniert ist die Erzähltechnik Hills, der Historie und pralles Leben, Krimi und Familiendrama, Liebesabenteuer, Gesellschaftskritik und Sprachwitz in von ihm bisher unerreichter Form zusammenbringt. Neben den Tierschützerinnen – in deren Anführerin sich das Ekelpaket Dalziel Hals über Kopf verliebt – spielen mysteriöse Wachleute, eine australische Historikerin, Pascoes verstorbene Oma Ada, die resolute Bergmannsfrau Wendy Walker und zahlreiche neue Verwandte des Peter Pascoe mit. Die Hauptrolle gehört aber wie immer dem unvergleichlichen Ermittlergespann der Mid-Yorkshire Police und ihren unverwechselbaren Kollegen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Krimi-Kurzweil mit Köpfchen« 95°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Krimi-Couch-Volltreffer März 2005

Unweit eines zwielichtigen Pharmalabors wird im Wald von Mid-Yorkshire ein menschliches Skelett entdeckt. Andrew Dalziel, der ungestüme Chef der örtlichen Kriminalpolizei, nimmt sich des Falls höchstpersönlich an, da sein Partner Peter Pascoe in mysteriöse Familienangelegenheiten verstrickt ist: Er will das Schicksal seines Urgroßvaters klären, der angeblich als Soldat im Ersten Weltkrieg gefallen ist ... – Der 17. Fall des Polizistenduos Dalziel & Pascoe glänzt mit dem für Reginald Hill typischen, d. h. spannenden und verwickelten Plot, der mit den Regeln des Kriminalromans spielt und sich nur bedingt um den »Realismus« des Erzählten schert. Die Klischees des klassischen Landhauskrimis werden ebenso witzig wie boshaft bloßgestellt. So wird die lange überfällige (Wieder-)Entdeckung des Autors Reginald Hill für den Leser abermals zum Lesespaß.

Altes Grab im frischen Schlammloch

Detective Superintendent (dieses Mal in der Übersetzung seltsamerweise und unnötig als »Kommissar« betitelt) Andrew Dalziel, »der dicke Andy« (auch »das Ekel«, »der fette Bastard« usw.) genannt, absolutistischer Herr der Kriminalpolizei von Mid-Yorkshire, muss zu seinem Ärger kurzfristig auf seinen besten Ermittler und Freund Peter Pascoe verzichten. Dem ist seine streitbare Oma Ada gestorben, um deren Bestattung und Nachlass er sich nun zu kümmern hat. Dabei fällt ihm aus einem Geheimfach des großmütterlichen Sekretärs ein altes Foto in die Hände. Es zeigt seinen Urgroßvater, der während des Ersten Weltkriegs in einer der vielen Schlachten bei Ypern 1917 gefallen ist.

Peter wird neugierig. Über ihren Vater hatte Ada nie reden wollen. Stattdessen stellte sie einen lebenslangen Hass auf alles Militärische zur Schau. Weil ihn das schlechte Gewissen plagt – mit der Großmutter hatte er sich vor Jahren zerstritten -, stellt er Nachforschungen über seinen Vorfahren an. Aus Interesse wird rasch Besessenheit, denn Peter stellt fest, dass ein düsteres Geheimnis das gar nicht so offizielle Ende des alten Soldaten umgibt.

In Mid Yorkshire lauert freilich schon Andy Dalziel auf seine Rückkehr. Militante Tierschützer haben ein versteckt im Wald gelegenes Pharmalabor überfallen. Es misslang ihnen durch den Sperrgürtel ins Innere vorzudringen. Stattdessen fanden sie in einem Schlammloch ein menschliches Skelett. Dies lag dort wohl schon länger als das Labor existiert. Trotzdem ist Dalziel misstrauisch. Ihn irritiert der enorme Sicherheitsaufwand, der hier getrieben wird. Der Laborleiter ist auffallend nervös. Unter dem paramilitärisch gedrillten Wachpersonal erkennt Dalziel alte Bekannte, die manches Gefängnisjahr abgebrummt haben. Was geht also wirklich vor hinter diesen vorzüglich abgeschirmten Mauern – und hat Dalziels frische Liebe, die anarchistische Cap Marvell, etwas damit zu tun...?

Die Vergangenheit wird (allzu) lebendig

Die Lektüre eines Dalziel/Pascoe-Romans von Reginald Hill bereitet dem vergnügten Leser jedes Mal eine Überraschung: Was hat sich der Verfasser nun wieder einfallen lassen, um sein Publikum zu unterhalten? Es gibt D/P-Krimis à la Agatha Christie, Politthriller, Noir-Parodien, Geister treten auf …Hills Fantasie sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Mit Genreelementen treibt er sein intelligentes Spiel. Puristen mögen ihm das übel nehmen. Wagemutige Leser dagegen schätzen es, immer wieder intelligent aufs Glatteis geführt zu werden – nun also mit einem Historien-Drama; einem halben jedenfalls, denn Hill vergisst auch jene nicht, die einen »richtigen« Mordfall gelöst sehen möchten (um stattdessen doch wieder aufs Kreuz gelegt zu werden).

Der Erste Weltkrieg, den man in England immer noch den »Großen« nennt, gehört in die Reihe der nationalen Triumphe und Tragödien der Inselnation. Der zeitlich nähere Kampf gegen Nazideutschland verdeckt manchmal die Erinnerung an die unmenschlichen Schützengrabenschlachten zwischen 1914 und 1918, denen 750.000 Engländer zum Opfer fielen.

Der Triumph besteht daran, dass Großbritannien 1918 zu den Siegernationen gehörte. An diese Seite wird vor allem von offizieller Seite gern und oft aufmerksam gemacht. Von der Tragödie spricht man dagegen weniger gern: Tatsache ist, dass dieser Sieg nicht wegen, sondern trotz militärischer Befehlshaber errungen wurde, die ihre Soldaten unzureichend ausgerüstet in völlig sinnlose Kämpfe schickten, wo sie nicht selten täglich zu Zehntausenden umkamen. Erst recht nur ansatzweise thematisiert wird das Schicksal von Kämpfern wie dem älteren Pascoe, die zwar überlebten, durch das erlebte Grauen in den Kraterlöchern und Schützengräben jedoch buchstäblich verrückt wurden. Sie verdarben das glanzvolle Siegesbild, befleckten es gar, denn manchmal taten sie das Undenkbare: Statt für das Vaterland in einem namenlosen Schlammloch zu verrecken, ergriffen sie die Flucht, wollten nur nach Hause. Die Konsequenz: der Tod durch ein Hinrichtungskommando, das aus den eigenen Kameraden bestand. Es braucht keinen Feind, um vom Krieg verschlungen zu werden. Diese bittere Lektion ist es, die Peter Pascoe lernen muss, der auf seiner Zeitreise seine schwierige Familiengeschichte bewältigt und erleidet.

Dalziel unter Dampf

Wem das zu schwermütig klingt, sei auf die Eskapaden des fidelen Falstaff-Kriminalisten Andy Dalziel hingewiesen. In regelmäßigen Abständen tritt er in seiner unnachahmlichen Art auf. Als Polizist dieses Mal kaum gedämpft von seinem Partner, läuft er zu ganz großer Form auf. Wie ein Tornado fällt er über Freund und Feind, über Verdächtige, Kollegen und ignorante Amtsträger gleichermaßen her. Kein bisschen lässt er sich durch die ungeschriebenen Regeln des Establishments beeindrucken: Hilfst du mir, dann geb’ ich dir – und Maul gehalten vor dem dummen Pöbel! Nichtsdestotrotz kennt Dalziel sich aus im Gefüge der Macht. Er ist seinen Gegnern stets einen Schritt voraus und verwirrt sie mit unerwarteten Schachzügen. So dröselt er den rätselhaften Todesfall am Großlabor denn auch von hinten auf und schlägt bei den Ermittlungen erstaunliche Hasenhaken. Natürlich löst er den Fall – aber der Leser darf sich an einer wendungsreichen Jagd erfreuen.

»Fröhliches Mäandern« ist ohnehin ein Markenzeichen der Dalziel/Pascoe-Romane. Viele Krimileser der alten Schule (Untat – Ermittlung – Überführung – Sühne) ärgern sich über die Abschweifungen, die den Verfasser manchmal den Roten Faden aus den Augen verlieren lassen. Reginald Hill hält sich nicht daran. Wieso auch, ergänzt er den klassisch strengen Handlungsablauf doch durch unterhaltsame Episoden, die zudem eine Chronik von Mid-Yorkshire erkennen lassen, die über nun schon viele Bände fortgesetzt wird. Und Vorsicht: Es kann durchaus sein, dass eine scheinbare Nebensache an anderer Stelle oder gar in einem späteren Roman wieder aufgegriffen wird. Insofern ist es natürlich schade, dass die D/P-Serie in Deutschland völlig planlos erscheint.

Nebenbei streut Hill, der Literaturkenner, wieder reichlich Zitate aus alten, halb oder ganz vergessenen Buch- oder Theaterklassikern ein. Man muss sie nicht zur Kenntnis nehmen. Sie bieten ein zusätzliches (intellektuelles) Vergnügen, denn sie kommentieren das Geschehen und geben versteckte Hinweise auf den Fortgang der Handlung. Zum ersten Mal folgt dem Roman zudem ein Glossar, das jene Anspielungen auflöst, welche die Übersetzung nicht überstanden – Hill ist ein Meister des Wortspiels – oder zu schade zum Überlesen sind; ein hübscher Einfall.

Dalziel in love

Mehr Raum als sonst also räumt Reginald Hill dem unvergleichlichen Dalziel ein. Normalerweise dosiert er dessen Auftritte klug, so dass man sich freut ihn wirken und wüten zu sehen. Peter Pascoe und – auf seine eigene, stille Weise – Sergeant Wield puffern seine Einmannfeldzüge normalerweise ab. Wir lesen außerdem oft nur indirekt über Dalziels Eskapaden, die von ehrfürchtigen Kollegen, Freunden und den vom Dalziel-Blitz Getroffenen im Stile von Heiligenlegenden erzählt werden. So nutzt sich die Figur nicht ab und kann ihre Einzigartigkeit sichern.

Dieses Mal stellt Verfasser Hill seinen Helden vor eine sogar für ihn schwere Herausforderung: Dalziel verliebt sich. Das ist für einen Mann seines Charakters eine ernste Sache, zumal die Angebetete erstens ebenfalls über einen veritablen Dickkopf verfügt und zweitens als Verdächtige in mindestens einem Mordfall gilt, was den auf Freiersfüßen wandelnden (oder besser stampfenden) Dalziel zu einem aberwitzigen Eiertanz zwischen Balz- und Ermittlungsspielchen zwingt.

Die schwere Last des Gerechtigkeitssinns

Peter Pascoe ist der zögerliche oder besser nachdenkliche Part des dynamischen Duos. Nur zu oft muss Dalziel darauf achten, dass aus Denken nicht Grübeln wird. Pascoe neigt dazu die Welt sehr schwer zu nehmen. Ihm geht das Talent seines Vorgesetzten und Freundes ab, Unerfreuliches an sich abtropfen zu lassen wie eine Ente das Wasser. Die Suche nach dem getilgten Urgroßvater ist ein Beispiel für Pascoes Engagement sowie sein Talent sich in eine Sache zu verrennen.

Dazu kommt seine liberale Ader, die ihm manchen inneren Konflikt beschert. Pascoe ist nicht zufrieden mit dem System, das allzu viele Schlupflöcher für schlaue Strolche mit guten Beziehungen bietet, während mancher arme Tropf auf der Strecke bleibt. Forciert wird dieser Konflikt durch Peters Gattin Ellen, eine nur mühsam zu mäßigende Radikale, die um der guten Sache gern bereit ist öffentlichen Ärger zu beschwören, was der Karriere ihres Ehemanns verständlicherweise nicht gerade förderlich ist.

Von »ernsten« und von guten Krimis

Dieses Mal geht es also gegen die Pharmaindustrie bzw. ein Labor, in dem Präparate an Tieren getestet werden. Ein militantes »Rettungskommando« Mid-Yorkshirer Aktivistenfrauen begibt sich auf einen nächtlichen Einsatz. Was mit den befreiten Kreaturen geschehen soll, die in der freien Natur schneller umkommen würden als im besagten Labor – darüber haben sie sich keine Gedanken gemacht. Das ist auch unwichtig, denn es geht primär um »die Sache«: Hier macht sich Hills ironischer Witz besonders deutlich bemerkbar. Die meisten seiner Figuren sind leicht überzeichnet. Den Dalziel/Pascoe-Romanen fehlt der seifenoperliche Grundton, der pseudodramatisch-kitschige Beziehungsdramen aus einem schwierigen Polizistenleben in den Kriminalplot zwingen will. Hill kann ernst, nachdenklich, traurig werden. Er stülpt dies der Handlung jedoch nicht über oder lässt es diese gar überwuchern. (Man lese nur einen Elizabeth-George-Thriller aus jüngerer Zeit, dann ist sogleich klar, was gemeint ist.)

Lässt Hill also den nötigen Ernst vermissen? Wer legt eigentlich fest, dass nur ein »ernster« Krimi ein guter Krimi ist? Genau diese Haltung räumt zumindest hierzulande einem Henning Mankell immer das Primat vor einem Reginald Hill, einem Ian Rankin, einem Carl Hiaasen ein, die wichtige Themen und kluge Gedanken mit Witz präsentieren. Das ist ausgesprochen ungerecht sowie falsch, und das scheint auch dem deutschen Publikum klar geworden zu sein, das inzwischen die D/P-Serie so aufmerksam zur Kenntnis nimmt, dass sich die Lücken zwischen den übersetzten Bänden allmählich schließen.

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Peter Lange zu »Reginald Hill: Der Wald des Vergessens« 05.11.2009
Zum ersten Mal einen Reginald Hill gelesen und teile das Urteil von Kiitty.
Das Buch ist ein Langweiler. Wegen der vielen Namen und Personen muss man ständig vor- und zurückblättern. Der ganze Erzählstil ist auf unangenehme Art britisch. Und die Ereignisse in der Jetztzeit mit solchen aus dem Ersten Weltkrieg(!) zu verknüpfen, ist dann doch sehr weit hergeholt. Nee, nie wieder Hill!
Kiitty zu »Reginald Hill: Der Wald des Vergessens« 30.08.2009
Tut mir leid, ich kann die begeisterten Bewertungen nicht teilen. Im Gegenteil - nach dem ersten Drittel habe ich das Buch frustriert abgebrochen. Zu viel Zeitsprünge, zu viele Zufälle, zu viele Namen, die man sich nicht merken kann, zu viele unwahrscheinliche Verbindungen zwischen den einzelnen Fällen und dann noch in epischer Breite die Leiden der armen Soldaten im Ersten Weltkrieg ... Nein danke, das muss ich nicht haben. Wenn ich über den Krieg lesen will, kaufe ich mir ein Sachbuch über die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts und keinen modernen Krimi. Da hilft es auch nicht, dass ich ansonsten ein regelrechter Fan von Dalziel und Pascoe bin.
Rolf.P zu »Reginald Hill: Der Wald des Vergessens« 09.08.2008
Man könnte sagen "wieder einmal ein perfekter Hill". Die Krimis von Reginald Hill sind für mich immer eine wahre Lesefreude.
Hill erzählt temporeich und vergisst dabei weder feine Ironie noch trockenen, britischen Humor. Sein Ermittlerduo, das im englischen Original schon seit 1970 aktiv ist, weist eindeutige Ähnlichkeiten zum legendären Sherlock Holmes und seinem Assistenten Watson auf.
Superintendent Andy Daziel als Chef ist zwar manchmal charmant, aber meist eher bärbeißig und ungenießbar und mit seiner Starrsinnigkeit der Schrecken von Vorgesetzten, Kollegen und Verdächtigen. Leider ist seine detektivische Spürnase unfehlbar und kann so hat er am Ende meist recht mit seinen Vermutungen. Der Einzige, der überhaupt eine Chance hat, Daziel zu widersprechen, ist sein Inspector Peter Pascoe. Sensibel und einfühlsam versucht er, die Wogen zu glätten und ist deshalb oft Zielscheibe für Hohn und Spott seines Chefs, dem dieser Intellektuelle auch ein wenig suspekt ist.
Wie für Reginald Hill üblich, toll gezeichnete Charaktere. Eine wunderbare Geschichte, die fesselt, Interesse weckt und das Weiterlesen zu einer Sucht macht. Einzigartige Wortspiele und eine trotz des verschlungenen Plots bis zum Schluss aufrecht erhaltene Spannung. Das kann nur Hill. Auch wenn man den "Dicken" (Andrew Dalziel) und seinen Partner Peter Pascoe von der Kriminalpolizei von Mid-Yorkshire noch nicht kennt, kann man ohne Probleme einsteigen. Nach ein paar Seiten hat man dieses komische Gespann sowieso lieb gewonnen (sofern das bei Dalziel überhaupt geht).
Alles fein ausgetüfftelt, bis ins Detail durchdacht, auf jeder Seite findet man versteckte Anspielungen - einfach ein intelligenter Lesegenuss. Da kann nichts schiefgehen, das macht einfach nur Spaß, vorausgesetzt man erwartet keinen 0815-Krimi.

Diese Buch überzeugt sowohl von seiner Erzähl- und Ausdrucksweise, wie auch von der gut verschachtelten Story. Ich bin der Meinung, dass es nur sehr wenige Autoren gibt, die einen Kriminalroman fesselnd, und doch sensibel schreiben können, ohne dabei zu viel Action und Brutalität mit einzubringen. Reginald Hill kann das! Einen guten Roman macht die Tatsache aus, dass man fast schon traurig ist, wenn er vorbei ist. Man hat die letzten 480 Seiten durchlebt und möchte sich nicht trennen. Zum Glück gibt es noch mehr Hill Romane.
ulli zu »Reginald Hill: Der Wald des Vergessens« 13.02.2007
Der Erzählstrang rund um Pascoes Großmutter (besonders die Berichte von der Front) zieht sich etwas und der andere Erzählstrang gleicht das nicht völlig aus, aber gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und daher - neben den wie immer wunderbar gezeichneten Figuren und der amüsanten Liebesgeschichte - letztlich wieder ein sehr guter Hill, wenn auch nicht sein bester.
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