Höllenjazz in New Orleans von Ray Celestin

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 unter dem Titel The Axeman's jazz, deutsche Ausgabe erstmals 2018 bei Piper.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Louisiana / New Orleans, 1910 - 1929.

  • London: Pan, 2012 unter dem Titel The Axeman's jazz. 510 Seiten.
  • München: Piper, 2018. Übersetzt von Elvira Willems. ISBN: 978-3-492-06086-8. 510 Seiten.

'Höllenjazz in New Orleans' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

New Orleans, 1919: Der mysteriöse »Axeman-Mörder« versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Seine Waffe ist eine Axt, sein Markenzeichen Tarotkarten, die er bei seinen Opfern hinterlässt. Detective Michael Talbot ist mit dem Fall betraut und verzweifelt an der Wendigkeit des Killers. Der ehemalige Polizist Luca D’Andrea sucht ebenfalls nach dem Axeman im Auftrag der Mafia. Und Ida, die Sekretärin der Pinkerton Detektivagentur, stolpert zufällig über einen Hinweis, der sie und ihren besten Freund Louis Armstrong mitten in den Fall hineinzieht. Als Michael, Luca, Ida und Louis der Identität des Axeman immer näherkommen, fordert der Killer die Bewohner von New Orleans heraus: Spielt Jazz sonst komme ich, um euch zu holen.

Das meint Krimi-Couch.de: Dreht Euch nicht um, der Axtmann geht herum 82°

Krimi-Rezension von Jochen König

»The Axeman’s Jazz« ist nicht nur das 1984er-Album der Band BEASTS OF BOURBON, sondern auch der erste Roman aus Ray Celestins »City Blues Quartet«. Auf Deutsch ziemlich reißerisch als »Höllenjazz in New Orleans« betitelt, wodurch leider der Bezug zum »Axeman« verloren geht, um den sich weite Teile der Handlung drehen. Der Axeman ist so etwas wie der Jack The Ripper von New Orleans. Nicht, was seine Mordopfer angeht, zunächst italienischstämmige Kaufleute, die er in ihren Privathaushalten niedermetzelte, sondern aufgrund der Legendenbildung, die dank seiner Korrespondenz mit den Zeitungen der Stadt und dem Umstand, dass er offiziell nie entlarvt und festgenommen wurde. Ein sehr realer Mythos, dessen sich die Popkultur gleich bemächtigte und ganz eigene Spielchen damit inszenierte. Bis hin zum dritten Teil des American Horror Story-Franchises »Coven«, in dem der Axeman im Anschluss an seine blutigen Taten ein unrühmliches und blutiges Ende durch die messerschwingenden Angehörigen eines Hexenzirkels findet.

Der Axeman – zwischen Realität und Fiktion

In der Realität wurden dem Axeman zwei Mordserien zugeschrieben, eine im Jahr 1911, die andere zwischen 1918 und 1919. Wobei die Morde von 1911 nur aufgrund von Indizien dem Axtkiller zugeschrieben wurden, handfeste Beweise oder gar Bekennerschreiben wie 1919 gab es nicht, geschweige denn eine Erklärung für die mordfreie Zeit von acht Jahren.
Der Brief des Axemans an die »Times-Picayne« hält auch Einzug in den Roman. Im Prolog und ein weiteres Mal inmitten des Textes. Legendär jene Passage, in der der Axeman die nächsten Morde ankündigt, »Dienstagnacht um 0:15 Uhr (irdische Zeit)«, aber verspricht jeden zu verschonen »in dessen Haus zum oben genannten Zeitpunkt eine Jazzband spielt« , da er »ein großer Liebhaber der Jazzmusik« sei. Als Werbemaßnahme ein Volltreffer, kaum ein Musiker blieb ohne Engagement in jener Nacht. »Coven« treibt das Geschehen auf eine sarkastische Spitze, indem der Axeman von seinen Mörderinnen in ihr Heim gelockt wird, weil sie Klassik spielen. Auf einem Grammophon.

Jazz kann Leben retten

»Höllenjazz in New Orleans« beginnt mit dem Journalisten John Riley, der den Brief des Axeman öffnet und so mitten hinein ins Geschehen gezogen wird. Doch der Reporter bleibt eine (wichtige) Nebenfigur, die Haupterzählstränge gehören dem Polizisten Michael Talbot, der auf den Axeman-Fall angesetzt ist, dem ehemaligen Cop Luca D’Andrea, der zu Beginn der Handlung gerade aus dem berüchtigten Angola-Gefängnis entlassen wird und der jungen Ida Davis, die meist als Bürokraft mit Zusatzaufgaben für die Pinkerton-Detektei arbeitet, aber gerne vollwertige Privatdetektivin werden möchte. Weshalb sie auf eigene Faust nach dem Axtmörder fahndet, immer ihren Jugendfreund Lewis im Schlepptau. Bei dem es sich um niemand anderen als den wenig später weltberühmten Jazz-Trompeter Lewis »Louis« Armstrong handelt.

Cops, Pinkerton und die Schwarze Hand

Alle drei ermitteln mit verschiedenen Ansätzen und aus, ihren Lebensumständen entsprechenden, unterschiedlichen Perspektiven. Dabei kommen sie allesamt dem Axeman beziehungsweise seinen Unterstützern gefährlich nahe. Dass der Axeman nicht bloß ein durchgeknallter Einzeltäter ist, zeigt sich daran, dass das Trio diverse Schuldige ermittelt, doch Ida und Michael sich vorerst nicht einmal begegnen werden. Luca D’Andrea ist im Auftrag des Mafiosi »Don« Carlo Matranga unterwegs, der seine Geschäfte und sein Klientel durch den Axeman bedroht sieht. Mit Michael Talbot verbindet ihn eine gemeinsame Vergangenheit, war der jüngere Polizist so etwas wie der Protegé des damals schon in den Diensten der Mafia stehenden Luca.

Bis Michael maßgeblich dazu beitrug, dass der korrupte Cop von zweifelhaftem Ruf und hohem Ansehen im Gefängnis landete. Für fünf Jahre, die aus dem agilen Mann einen gebrochenen machen, der sich nach seiner Heimat Sizilien sehnt. Schmerzlich wird ihm bewusst gemacht, dass der Auftrag, den Axeman zu überführen, die einzige Möglichkeit darstellt, ein Ticket raus aus New Orleans zu bekommen. Auf welche Art auch immer.

Multipler Showdown während eines apokalyptischen Unwetters

»Höllenjazz in New Orleans« beginnt mit einer Beerdigungszeremonie und endet mit einem multiplen Showdown während eines apokalyptischen Unwetters. Trademarks, die anscheinend unvermeidlich zum künstlerischen Umgang mit New Orleans gehören. Ray Celestin baut dies aber äußerst geschickt in seine gelungene Mixtur aus geschichtlicher Aufarbeitung und Fiktion ein. So benutzt er den Beerdigungszug, um den jungen und sehr begabten Kornettisten Lewis Armstrong einzuführen, während das Gewitter zum Finale die Fragilität des Gesamtkonstrukts New Orleans betont. Einer Stadt, in der die Musik lebt, das Leben so intensiv pulsiert, dass es mitunter schmerzt. Die aber gleichzeitig durchdrungen ist von Korruption und Rassismus, in der die Machtansprüche des Mafia-Ablegers »Black Hand« bis ins Rathaus und darüber hinaus reichen. Der Gewittersturm sorgt für Reinigung wie für ein unter den Teppich kehren unliebsamer Verstrickungen und verweist natürlich schmerzhaft auf die Zerstörung, die Jahrzehnte später der Hurrikan Katrina anrichten wird.

New Orleans – zwischen Musik, Liebe, Laster, Rassismus und Tod

Dazwischen lässt sich der Autor viel Zeit, flaniert durch das New Orleans des Jahres 1919, sorgt für eine atmosphärische Darstellung des Stadtlebens und flechtet Tagespolitik ins Geschehen ein. Die Vereinigten Staaten stehen kurz vor der landesweiten Verabschiedung des Prohibitionsgesetzes – das mit ziemlicher Sicherheit eine Rolle im zweiten Band des Quartetts spielen wird -, in der Stadt selbst findet eine frühe Art der Gentrifizierung statt und mehr oder weniger unterschwelliger Rassismus tritt unverhohlen zutage. Gerade letzteres nimmt viel Raum ein und ergänzt den Roman um eine weitere Ebene. Insbesondere durch Michael Talbot, der heimlich mit einer schwarzen Frau verheiratet ist und zwei Kinder mit ihr hat, was ihn Job und Reputation kosten könnte, wenn es publik wird.

In der ersten Hälfte hätte sich Celestin beim Erzeugen von gekonnt gestaltetem aber etwas selbstverliebtem Lokalkolorit, kürzer fassen können. Ira, Lewis, Michael und Luca tänzeln um die Mordfälle herum, als wären sie geradezu bestrebt, keine allzu eiligen Fortschritte zu machen.

Geglückter Auftakt eines vielversprechenden Quartetts

Nach etwa zweihundert Seiten nimmt aber auch der kriminalistische Part an Fahrt auf, Celestin wechselt äußerst elegant und erstaunlich bündig zwischen den Erzählsträngen hin und her, ohne dass es je aufgesetzt oder wie erzwungene Spannungsmache wirkt. Findet so nicht nur zu einem, sondern gar drei furiosen Schlussakkorden, die jeder für sich stimmig sind. Und hat noch Platz für einen pointierten Epilog.

»Höllenjazz in New Orleans« ist ein erfreulicher Kriminalroman in historischem Gewand, der es mit seiner Themenvielfalt etwas zu gut meint. Doch werden wir einen Teufel tun, überbordende Ambition abzustrafen. Wir legen uns doch nicht mit dem Axeman an.

Jochen König, April 2018

Ihre Meinung zu »Ray Celestin: Höllenjazz in New Orleans«

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benfi zu »Ray Celestin: Höllenjazz in New Orleans« 28.04.2018
Der historische Kriminalroman 'Höllenjazz in New Orleans' ist das erste Buch des amerikanischen Autors Ray Celestin, welcher damit den Auftakt zu seiner vierteiligen Reihe namens 'City Blues Quartett' einleitet. Ich muss sagen, dass der Schriftsteller mich schnell durch die Szenerie gefesselt hatte; die Stadt und das musikalische Leben in dieser im frühen zwanzigsten Jahrhundert hat Celestin hervorragend eingefangen. Eigenartig fand ich jedoch, dass es im 'Big Easy' wohl ausschließlich geregnet hatte. Zu dieser lebhaften Bühne als Handlungsrahmen war das Mitwirken von dem Musiker Lous Armstrong ein weiterer erfreulicher Schachzug. Dazu eine Art Anti-Held als Hauptcharaktere und mit Ida Davis jede Menge weiblichen Charme - wenn auch ziemlich eigensinnig; allesamt wirklich gelungene Grundsteine. Der Kriminalfall an sich und der verzückenden Tatsache, dass dies einen realistischen Hintergrund hat und die Schriftstücke des Mörders heutzutage kriminalistische Relikte sind, war ebenfalls toll eingefädelt, jedoch fand ich es ziemlich anstrengend wie verwirrend zugleich, dass nun drei verschiedene Parteien auf der Suche nach dem Mörder waren. Die Fakten da aus den verschiedenen Handlungssträngen herauszufiltern, bedurfte zeitweise etwas größere Konzentration. So verlor die Spannung an diesem Fall im Verlauf des Romans doch etwas an Reiz. Allerdings waren die erwähnten Zutaten Treibstoff genug, um sich weiter durch die Seiten zu hangeln. Ray Celestin hat so ein gutes Debüt abgeliefert, dessen Ende mich allerdings mit einer zwiespältigen Meinung zurückließ. Ohne nun Spoilern zu wollen ist der Roman nicht gänzlich rund und bleibt nicht nur offen, sondern auch die Ermittler erhalten kein wirklich vollendetes Puzzle! Andererseits beinhaltet der Epilog einen sehr tollen Plot, welchen ich nicht für möglich gehalten hätte. Es heißt nun also, sich etwas in Geduld zu fassen und mit dem Erscheinen des nächsten Romans aus der Feder des Autors den Protagonisten raus aus New Orleans hinein nach Chicago zu folgen...
80°
Mrs.Rabes_Bookaccount zu »Ray Celestin: Höllenjazz in New Orleans« 20.04.2018
Der Axeman geht um, im New Orleans um 1919. Brutal erschlagen hinterlässt der unheimliche Täter nicht nur Tarotkarten, sondern auch wie ein Geist von innen verschlossene Räume. Mit einem Brief, den er der Zeitung zukommen lässt verhöhnt er Polizei und Bevölkerung. Nur wer Jazz hört, wird verschont. (Wer beim Lesen auf der sicheren Seite sei will: es gibt eine #höllenjazz #playlist und gebt euch den Dead man Blues)
Höllenjazz in New Orleans beruht auf wahren Begebenheiten, der Mörder wurde allerdings nie gefasst. Umso mehr macht extrem neugierig, wie denn dann dieser Fall gelöst wird. Die Ermittlungen laufen dann auch eher originell ab. Nicht nur der Polizist Michael Talbot, sondern auch die junge schwarze Pinkerton Angestellte Ida Davies sowie der haftentlassene Luca D’Andrea, ehemals korrupter Polizist mit Mafiavergangenheit, werden mit unterschiedlichen Interessen ins Rennen geschickt.
Mit diesem Buch lässt Ray Celestin Fakten und Fiktion verschwimmen, es wird wohl mehr Fiktion sein Eine besondere Rolle lässt der Autor dem jungen Louis Armstrong zukommen. So transportiert Celestin gekonnt die multikulturelle, überbordende, schwüle Atmosphäre des Big Easy, wo sich bittere Armut, Dekadenz, Korruption, Rassendiskriminierung, Kriminalität, aberglauben und überschäumende Lebensfreude abwechseln. Schwarze, Kreolen, Cajuns, Italiener, Iren, jede Ethnie lebt für sich und so wird im Normalfall auch gemordet. Doch den Axeman, den kann keiner zuordnen und so verdächtigt jeder jeden.
Vielleicht kann man dem Buch vorwerfen, dass es für einen historischen Kriminalroman zu wenig belegbare Fakten vorweist. Für mich stand jedenfalls der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund, und diesen Auftrag hat der Autor brillant erfüllt. Umso mehr freut mich, dass es eine Fortsetzung, die in Chicagos angesiedelt sein wird, geben wird.
oberchaot zu »Ray Celestin: Höllenjazz in New Orleans« 31.03.2018
Im amerikanischen New Orleans herrscht Chaos und Korruption. Wir schreiben das Jahr 1919, und in der Stadt wird ein Vergnügungsviertel geschlossen, die Mafia hat grossen Einfluss, die verschiedenen Völkergruppen bleiben in ihren Quartieren, weil es in den anderen zu gefährlich ist, und zu allem Übel herrscht in der ganzen Stadt die Angst, weil der sogenannte Axeman sein Unwesen treibt. Scheinbar planlos mordet er auf grausame Weise, und niemand weiss, ob er das nächste Opfer sein wird. Doch der Axeman stellt eine Bedingung: Wer zu Jazz, des neu aufkommenden Musikstils, tanzt, wird verschont.
Der Detective Lieutnant Michael Talbot, ein ehemaliger Polizist namens Luca D'Andrea und die Sekretärin Ida von der Pinkerton Detektivagentur machen sich unabhängig voneinander auf die Suche nach dem grausamen Mörder, der seine Opfer mit einer Axt umbringt und als seine Unterschrift eine Tarotkarte am den Tatort hinterlegt.

Ich fand das Buch äusserst attraktiv weil:
- Mir wurde nie langweilig
- Das Südstaaten-Flair hat mich angesprochen
- Weil immer aus verschiedenen Perspektiven der verschiedenen Ermittler berichtet wurde, war es nie langweilig, weil man da immer konzentriert dabei sein musste, um den Faden nicht zu verlieren
- Die darin vorkommenden Personen werden vor der Geschichte aufgelistet
- Hinten findet sich ein informatives Glossar
- Mit Hilfe des Stadtplans findet man sich besser zu Recht
- Das Gemisch aus Fiktion, aber auch realitätstreuen Passagen animieren, um sich Informationen zu holen, was sich vor hundert Jahren wirklich abspielte
- Die Vorstellung, dass eine ganze Stadt tanzt, finde ich faszinierend
- Das Unwetter erinnert an die kürzlich stattfindenden Naturkatastrophen in dieser Gegend.

Fazit: Wenn das Cover in meinen Augen nicht sonderlich heraussticht (und am Buchrücken der Schriftzug des Autors seine Farbe verliert), das Buch war von Anfang bis zum Ende ein Genuss.
Büchermaulwurf zu »Ray Celestin: Höllenjazz in New Orleans« 15.03.2018
Teuflisch gut!

In New Orleans im Jahr 1919 treibt ein mysteriöser Mörder, der „Axeman“ sein Unwesen. Er ist wie ein Phantom und versetzt die ganze Stadt in Angst und Schrecken. Mit seiner Axt hat er schon mehrere Opfer niedergestreckt und hinterlässt immer Tarotkarten am Tatort.

Gleich drei Ermittler versuchen das Rätsel um den Axtmörder zu lüften:
Der Detective Michael Talbot ist mit dem Fall betraut. Er steht unter großem Druck und verzweifelt schier daran, denn der Axeman ist ihm immer einen Schritt voraus. Neben der Jagd nach dem Killer muss er auch noch ein privates Geheimnis hüten, von dem sein Leben und seine Karriere abhängen.
Der ehemalige Polizist Luca DÁndrea, der gerade erst aus dem Gefängnis entlassen wurde, sucht ebenfalls nach dem Axeman - im Auftrag der Mafia.
Er ist der ehemalige Mentor von Detective Talbot, und wanderte wegen seiner Aussage ins Gefängnis.
Ida Davis arbeitet als Sekretärin in der Pinkerton Detektivagentur und stolpert zufällig über einen Hinweis. Zusammen mit ihrem besten Freund, dem Jazzmusiker Louis Armstrong, beginnt sie ihre Nachforschungen.
Alle drei Ermittler ermitteln in unterschiedliche Richtungen und begeben sich dabei in große Gefahr. Als sie dem Mörder gefährlich nahe kommen, bricht auch noch ein Sturm über New Orleans herein...

Ray Celestin hat mich mit seinem Debütroman total begeistert. Er ist schon jetzt eines meiner Buchhighlights in 2018! Trotz der beachtlichen knapp 500 Seiten hat mich die Story sofort gefesselt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Dem Autor ist es hervorragend gelungen, die Fakten des wahren Axeman-Falls in eine fiktive Geschichte mit drei ganz besonderen Ermittlern einzuflechten. Dabei hat er sogar den berühmten Jazztrompeter Louis Armstrong in die Story integriert. So erfährt man als Leser ganz nebenbei etwas über das Leben von Louis Armstrong und auch viel über das damalige New Orleans.
Alle Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und absolut glaubwürdig.
Mit seinem sehr lebendigen Schreibstil versetzte er mich direkt in die damalige Zeit. So folgte ich den Ermittlern durch die Straßen von New Orleans, spürte den Regen und meinte die allgegenwärtige Musik zu hören.
Neben der Jagd nach dem Mörder werden aber auch andere Probleme der damaligen Zeit thematisiert wie Korruption, der Einfuss der Mafia, Rassentrennung und Prohibition.
Das Buch ist damit ein gelungenes Gesamtpaket aus einem wahren Kriminalfall, einer raffinierten Story mit besonderen Ermittlern, das die Atmosphäre des alten New Orleans perfekt einfängt.
Ich fiebere jetzt schon der Fortsetzung entgegen!

Mein Fazit:
Das Buch ist ein Leckerbissen für jeden Krimi-Liebhaber. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
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