Der rote Daumenabdruck von R. Austin Freeman

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1907 unter dem Titel The red thumb mark, deutsche Ausgabe erstmals 1932 bei Avalun.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England, 1890 - 1909.
Folge 1 der Dr.-John-Thorndyke-Serie.

  • London: Collingswood, 1907 unter dem Titel The red thumb mark. 232 Seiten.
  • Hellerau: Avalun, 1932. Übersetzt von Wilhelm Cremer. 239 Seiten.
  • München: Heyne, 1972. Übersetzt von Richard Paul. 158 Seiten.

'Der rote Daumenabdruck' ist erschienen als

In Kürze:

Juwelen im Wert von 30.000 Pfund sind verschwunden. Sie wurden aus einem Panzerschrank gestohlen, der offensichtlich mit einem Nachschlüssel geöffnet wurde. Für die Tat kommt nur ein Mann in Frage: Reuben Hornby. Denn ein roter Daumenabdruck von ihm wurde in dem Safe gefunden. Für alle ist der Fall klar, nur Dr. Thorndyke hat seine Zweifel. Aber er und seine Helfer Dr. Jervis und Polton stehen vor einem fast unlösbaren Problem, denn es gibt kein überzeugenderes Indiz als einen Fingerabdruck.

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RolfWamers zu »R. Austin Freeman: Der rote Daumenabdruck« 29.01.2012
Ein großer klassischer Fall, der erste für Dr. John Thorndyke. Er ist der erste wissenschaftlich arbeitende Detektiv - der Gegenentwurf zu Sherlock Holmes mit seinen vielen nur auf Effekthascherei angelegten Mätzchen. Und wenn Freeman Thorndyke bei der Arbeit schildert, so ist das auch 100 Jahre später noch sehr spannend. Warum also sind seine Bücher heute weitgehend vergessen, während Holmes als Detektiv-Ikone weiter lebt ?
Die Antwort ist einfach: Doyle war der bessere Schriftsteller. In fast jedem Roman erzählt Freeman als Parallelhandlung eine Liebesgeschichte - so staubtrocken, dass man sich fragt, wie die Engländer sich jemals weiter vermehrt haben. Doyle hat da klugerweise drauf verzichtet (weshalb er auch sehr viel mehr short stories als novels geschrieben hat).
Trotzdem: wer eine der frühen deutschen Ausgaben aus den 30 er Jahren des vorigen Jahrhunderts auftreibt (Verlag Avalun Presse, Hellerau b. Dresden), der möge sich einen Nchmittag Zeit nehmen, um die Bekanntschaft eines Genreklassiker zu machen, der zwar ein bisschen angestaubt, aber immer noch gut lesbar ist.
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