Rote Ratten von Qiu Xiaolong

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel A Case of Two Cities, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Zsolnay.
Ort & Zeit der Handlung: China / Shanghai, 1990 - 2009.
Folge 4 der Oberinspektor-Chen-Serie.

  • New York: St. Martin, 2006 unter dem Titel A Case of Two Cities. 380 Seiten.
  • Wien: Zsolnay, 2007. Übersetzt von Susanne Hornfeck. ISBN: 978-3-552-05379-3. 380 Seiten.
  • München: dtv, 2009. Übersetzt von Susanne Hornfeck. ISBN: 978-3423211284. 380 Seiten.
  • [Hörbuch] Freiburg im Breisgau: Audiobuch, 2007. Gesprochen von Johannes Steck. ISBN: 3899642449. 6 CDs.

'Rote Ratten' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Eine Reise nach Amerika, davon hat Oberinspektor Chen schon lange geträumt. Und nun soll der dichtende Polizist als Leiter einer Schriftstellerdelegation für zwei Wochen Gast in den USA sein. Doch diese einmalige Gelegenheit kommt für Chen mehr als ungünstig. Denn er hat einen Auftrag erhalten, der, gefährlich und ehrenvoll zugleich, seinen vollen Einsatz in Shanghai erfordert: Nach dem Tod eines Polizisten in einem Bordell verpflichtet ihn die oberste Behörde, endlich den »Roten Ratten«, korrupten Beamten und schmiergeldzahlenden Neokapitalisten, das Handwerk zu legen. Doch schon bei den ersten Recherchen muss Chen feststellen, dass er es mit einflussreichen Parteikadern zu tun bekommen wird, die vor nichts zurückschrecken.

Ihre Meinung zu »Qiu Xiaolong: Rote Ratten«

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manni zu »Qiu Xiaolong: Rote Ratten« 04.10.2010
Wer China kennt oder dieses facettenreiche
Land besser kennen lernen möchte, der sollte unbedingt die Geschichten um Chen und Yu lesen. Es sind keine Reisser, aber dieses so ferne Land und seine Poesie erklärt sich in den Geschichten auf unsentimentale Weise. Die ganze Chen Serie ist zur Zeit wieder hochaktuell, ein Zeichen für die gute Spürnase des Autors, der ja aus dem fernen USA ganz unbefangen schreiben kann. Ich freue mich auf den fünften Teil. Kleiner Tip: Zwischen den Romanen ein wenig Zeit lassen, vielleicht auch mal Konrad Seitz "China-Eine Weltmacht auf dem Sprung" lesen, dann erschliessen sich die Chen Romane von alleine und werden viel verständlicher.
tedesca zu »Qiu Xiaolong: Rote Ratten« 14.04.2009
Auch der vierte Teil dieser wunderbaren Reihe zeigt uns wieder ein Stück China, ein Land im Aufbruch in Richtung Marktwirtschaft. Ohne Korruption geht garnichts, die Politik erstickt im Sumpf von Intrigen und den Machenschaften betrügerischer Beamter, die sich am Allgemeinwesen bereichern und dann das Land verlassen.
Poesie und Dichtkunst spielen ebenfalls eine große Rolle in dieser Geschichte, Chen ist in den USA als Delegationsleiter für eine Gruppe chinesischer Schriftsteller unterwegs, und der Text ist gespickt mit wunderbaren Zitaten aus der großen Liteartur Chinas.
Und natürlich fehlt auch die Spannung nicht, immerhin sind einige Morde aufzuklären, und es gilt, einen Systemausbeuter seiner Strafe in China zuzuführen.
Als wahrer Fan dieser Reihe kann ich nur sagen, dass sie bisher in keiner Weise an Qualität nachgelassen hat, und ich hoffe, das setzt sich auch beim fünften Teil auf diese Weise fort.
sedlon3m zu »Qiu Xiaolong: Rote Ratten« 25.06.2007
Auch dieser vierte Roman aus der Reihe um Oberinspektor Chen ist spannend. Chen soll Korruption bis in höchste Regierungskreise aufdecken, wird dabei aber durch eine kurzfristige Verpflichtung zur Reise in die USA schon sehr früh im Handlungsablauf gehindert. Zufällig - oder vielleicht auch aus Peking gesteuert - kann er einen Ermittlungsfaden in Amerika neu aufnehmen, während sein Partner Yu in Shanghai zusammen mit den aus den früheren Büchern bekannten Personen weiter ermittelt.
Der Wechsel der Handlungsorte bekommt dem Roman jedoch nicht gut. Yu ist als Figur nicht so angelegt, dass er seine Umgebung und Begegnungen reflektierend betrachtet. So werden die Ereignisse in China eher oberflächlich abgehandelt. Und auf der anderen Seite der Welt findet leider auch keine Reflektion statt, Chen reagiert nahezu gar nicht auf die ungewohnte amerikanische Umgebung, die ihn doch zumindet neugierig machen müsste. Statt dessen entsteht der Eindruck, dass in den USA jederzeit chinesische Restaurants in Fußweite zu erreichen sind und an jedem Ort alte Freunde und Feinde aus China mit dem Taxi zu erreichen sind. Sehr schade finde ich auch, dass das Thema Korruption in seiner möglichen Vielfalt nicht ausgedeutet wurde. Gerade der feinsinnige Chen hätte sich doch gut selbst in Frage stellen können - wo darf er Vorteilsnahme in Anspruch nehmen und in welche Abhängigkeiten begibt er sich dennoch damit.
Soweit die kritischen Anmerkungen. Allerdings werde ich mir auch das nächste Buch aus der Reihe kaufen, um mit Oberinspektor Chen und der Familie Yu den nächsten Fall zu lösen. Und sei es nur, um noch weiter über die für mich unvorstellbaren Essgewohnheiten der Shanghaier zu staunen.
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