Spiel unter Freunden von P.J. Tracy

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Monkeewrench, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Rowohlt.
Folge 1 der Leo-Magozzi-und-Gino-Rolseth-Serie.

  • New York: G. P. Putnam’s Sons, 2003 unter dem Titel Monkeewrench. 373 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003. Übersetzt von Teja Schwaner. ISBN: 3-499-23388-6. 392 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2004. Übersetzt von Teja Schwaner. ISBN: 3-499-23821-7. 392 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005. Übersetzt von Teja Schwaner. ISBN: 3-499-24060-2. 392 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2010. Übersetzt von Teja Schwaner. ISBN: 978-3-499-25215-0. 392 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2008. Gesprochen von Burghart Klaußner. gekürzt. ISBN: 3899034430. 5 CDs.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2009. Gesprochen von Burghart Klaußner. gekürzt. ISBN: 3869090146. 5 CDs.

'Spiel unter Freunden' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Das Team einer erfolgreichen Softwarefirma entwickelt ein neues Computerspiel, in dem der Spieler einen brutalen Serienmörder fassen muss. Noch ist das Spiel nur eine Demo-Version im Netz, da ereignen sich zwei grausame Morde, genaue Nachstellungen der Computersimulation. Die Lösung dieser Verbrechen kann nur in der Vergangenheit liegen, und in einem furiosen Showdown zeigt das Böse sein Gesicht.

Das meint Krimi-Couch.de: »Fang den Serienmörder – online« 55°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Ein Spieler stellt die Morde eines Computerspiels detailgetreu nach (wie in diesem Buch). Ein Mörder bringt Kriminalschriftsteller um, wie diese in ihren Büchern Morde darstellen (so in Die Erfinder des Todes). Soll heißen, nette Grundidee aber auch nicht ganz neu, da (beispielsweise) Val McDermid diese bereits aufgegriffen hat. Dennoch liefert das Autorenduo »P. J. Tracy« (Mutter und Tochter) einen lesenswerten Thriller.

In Wisconsin stößt Father Newberry auf die Leichen der Kleinfeldts. Das in der Gemeinde unbeliebte Ehepaar wurde erschossen; blutige Kreuze in die Brust geschnitten. Als Sheriff Michael Halloran mit seinem Partner Danny Peltier das Haus der Kleinfeldts nach Beweisen durchsuchen will, hat er versehentlich den Haustürschlüssel vergessen. Da beide nicht extra deswegen in Stadt zurückfahren wollen, versucht Danny an der Hintertür sein Glück und wird von einer Schrotflinte erschossen, die die Kleinfeldts aus Angst vor Einbrechern im Haus angebracht haben. Halloran findet in der Folgezeit heraus, dass die Kleinfeldts bereits in mehreren Gegenden gelebt haben; jeweils unter anderem Namen …

Zur gleichen Zeit untersucht Detective Leo Magozzi in Minneapolis den Mord an einem Jogger und noch während sich erste Ergebnisse einstellen wird er bereits zu einem zweiten Mord gerufen. Eine junge Frau wurde auf dem Friedhof ermordert. Sie liegt auf den Flügeln einer Engelsstatue wie bei einer religiösen Zelebrierung. Nachdem die Presse über den Tod der jungen Frau mit Foto berichtet, wird Mitchell Cross alamiert. Er hat gemeinsam mit Grace, Annie, Harley und Roadrunner ein Computerspiel mit dem Titel »Fang den Serienmörder« online gestellt. Das Szenario dessen zweiten Mordes (Levels) ist mit dem der Frau auf der Engelsstatue identisch. Die Gruppe informiert umgehend die Polizei und als sich Magozzi das Tatortfoto des ersten Levels anschaut, findet er dort den toten Jogger wieder. Offensichtlich spielt ein Serienmörder die virtuellen Morde in der Realität nach.

Die Zeit drängt Magozzi und seine Leute, denn das Spiel hat insgesamt 20 Level. Doch auch die fünf Programmierer sind höchst verdächtig. Sie alle scheinen keine Vergangenheit zu haben. Und da passiert auch schon der Mord aus Level 3 …

Die auf der Buchrückseite angepriesenen »glaubwürdigen, lebendigen Charaktere« fallen dem Leser über weite Strecken des Buches leider nicht auf, dafür aber eine beängstigend blumige, sprich bildgewaltige Sprache:

»Er hatte traurige braune Augen und einen Haaransatz, der schon halbwegs nach Australien zurückgewichen war.«

Das Debut »Spiel unter Freunden« bietet einen Mainstream-Thriller, der allen Freunden von Lee Child, Paul Wilson und Co. gefallen dürfte, wenngleich es nur eine kleine Actionsequenz (beim Finale) gibt. Die Morde passieren einfach und die Polizei hat das Nachsehen. Alle relevanten genreüblichen Zutaten kommen zum Einsatz: Die Story geht konsequent nach vorne. Es gibt lediglich drei sehr überschaubare Handlungsstränge (sofern man die Ausflüge in das Leben eines der Computerfreaks als eigenen Handlungsstrang betrachten möchte) bei denen komplizierte Verwicklungen oder gar Originalität nicht den Fortgang des Plots beeinträchtigen.

Auch die Zusammenführung der Ermittlungen in Wisconsin und Minneapolis ist wenig atemberaubend. Jeder folgt seiner Spur bis es dann (konsequenterweise) zu einer Überschneidung kommt. Die Lösung selbst kann der geübte Leser vorhersehen, denn schließt man die zahlreichen Polizisten als Verdächtige aus, verbleibt eine sehr überschaubare Zahl an handelnden Personen und damit an Tatverdächtigen. Gleichwohl wartet P. J. Tracy zum Finale noch mit einer kleinen Überraschung auf.

Einen Fehler macht man mit dem Lesen dieses Buches nicht, dennoch wirkt alles irgendwie bekannt und ist letztendlich nicht wirklich Genre-relevant. Grundsolider Thriller-Mainstream eben …

Ihre Meinung zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden«

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Jeannine_W zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 16.08.2011
Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen.
Es hat mich gefesselt und so sehr in seinen Bann gezogen, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte.
Man muss einfach weiterlesen, um endlich zu erfahren, wie denn nun die zwei Fälle zusammenhängen und wer der Mörder ist.
Die Personen sind gut dargestellt, die Handlung spannend.
Magozzi und Gino sind ein sehr sympathisches Duo und die Monkeywrench-Truppe ist ein Haufen für sich, den man einfach gut finden muss. =)

Man hat, wie immer, eine Vermutung, wer der Mörder sein könnte, aber zumindest ich lag am Ende falsch ;)

Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, egal welches Genre er/sie sonst liest.

Es macht einfach Spaß zu lesen!

Bin jetzt bereits dabei, den vierten Band von P.J. Tracy zu lesen und kann es kaum erwarten, den fünften in den Händen zu halten.

90° für Spiel unter Freunden.
Sonnenschein zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 24.12.2010
Ich habe das Hörbuch in zwei Tagen verschlungen, so gut hat es mir gefallen! Ich fand es spannend, witzig, ein bißchen verrückt, sehr unglaubwürdig und extrem unterhaltsam! Die Personen werden plastisch dargestellt, ein Klischee jagt das nächste, aber das macht nichts. Ungefähr in der Mitte habe ich geahnt, wer "Es" gewesen sein könnte, und ich lag auch nur knapp daneben.
Ich werde mir schnellstens die Fortsetzungen holen, denn ich finde, solche gute-Laune-Krimis kann man derzeit wirklich gut gebrauchen.
Nach schwerer Skandinavien-Krimi-Kost ist dieses Soufflee eine mehr als willkommene Abwechslung.
Unbedingt lesen / hören!
simon:) zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 06.09.2010
Der erste roman des autorenteams P.J. Tracy ist meinermeinung genial geschrieben da er gegen ende einen hohen spannungsbogen aufbaut aber am anfang keinesfalls langeweilig wird.
Man kann zwar schon ahnen wer denn der mörder ist aber in gewissernweise kann man es dann auch nicht wissen-um das zu verstehen sollte man das buch aber gelesen haben:)
Dieses buch hat mich gefesselt und ich konnte es bis zum fantastischen ende nicht aus der hand legen
Fazit:
Ein buch dass man mal gelesen haben sollte mit einem neuen, sehr gut vorstellbarem schreibstil und lebendigen und ausgefeilten charakteren mit einem düsteren geheimniss-daumen hoch für diesen thriller von dem autorenteam aus mutter und tochter
JaneM. zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 22.03.2010
Ein absolut spannender, lesenswerter Krimi! Ich empfand die Charaktere tatsächlich sehr lebensdig und glaubwürdig. Das sympathische Großstadtduo (weitestgehend ohne Weltschmerz und originell) und die beiden Dorfbullen, die gar nicht so hinterwäldlerisch sind, wie man vermuten kann. Außerdem die verrückte Schar der Gamer, die alle ein Geheimnis zu haben scheinen...Dazu die skurillen Morde, die ihren Grund in der Vergangenheit zu haben scheinen. "Alles schon mal dagewesen"- ja und nein. Welche Serienkillerstory ist wirklich absolut neu? Der Vergleich mit der großen Val McDermid hinkt und wirklich fand ich "Erfinder des Todes" vorhersehbarer und auch logisch brüchiger. Ich hatte jedenfalls bis kurz vor Schluß dem Falschen in Verdacht!!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Coco206 zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 31.08.2009
Mir hat das Buch ganz gut gefallen.
Sehr angenehm fand ich den Schreibstil, die Charaktere waren gut gezeichnet, so dass man während des ganzen Buches immer auch die Umgebung und die Personen so richtig vor Augen hatte.
Auch die Dialoge waren teilweise wirklich witzig.
Aber wirklich überzeugt bin ich nicht. Die Idee an sich ist gut, leider ist die Umsetzung nur im ersten Teil des Buches gelungen. Nach einiger Zeit flaut es dann doch etwas ab, die Zusammenhänge sind mir teilweise etwas zu konstruiert vorgekommen. Auch das Ende war mir etwas zu "aufgeputscht".
Da hätte sich sicherlich mehr draus machen lassen.
Bommel0680 zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 12.08.2009
Ein spannendes Buch von der erste bis zur letzten Seite. Die verschiedenen Charaktere geben eine bunte Mischung ab und heitern den düsteren Fall immer wieder auf. Obwohl es eine grausige Geschichte ist, konnte ich ein Schmunzeln ab und an nicht verkneiffen. Der stupide Alltag der Polizei lastet den Humor der Detektives nicht im geringsten an. Die Spannung geht nicht verloren.
Mein Fazit: Ein Buch das ich nicht aus der Hand legen wollte.
annun_ zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 27.04.2009
Naja, ein Buch von dem ich mir etwas mehr erhofft hatte?!
Warum?

Der Inhalt hört sich doch ganz manierlich an: Ein Killerspiel wird von einer Firma namens Monkeewrench entwickelt und die Testversion online gestellt. Was dann passiert, ist fies: Nach und nach werden Menschen auf die Art und Weise ermordet, wie sie auch in den einzelnen Level des Spiels von uns gehen. Da das Spiel 20 Level hat, steht Minneapolis noch einiges bevor.

Schnell und flüssig zu lesen und mal was für zwischendurch - dafür ist das Buch definitiv ok. Allerdings gibt es doch so einiges an Ungereimtheiten, die mir zu sehr aufstoßen. Hinzu kommen noch die extremen "Zufälle", die da einige Menschen zusammenführen und die dann doch etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen sind.
Der Ermittler Leo Magozzi kommt dann zwar ganz sympathisch daher, ist jedoch leider etwas blass geblieben. Da ich die beiden anderen Bände der Reihe noch im Regal stehen habe, werde ich mal schauen, wie sich das weiterentwickelt.
Ansonsten bedient sich das Autorenduo einer ganz humorvollen Sprache, leider wird das Buch am Ende wieder zu "amerikanisch", denn die Cops sind halt die guten, harten und trotzdem einfühlsamen Kerle.

Meine Wertung bleibt bei 70° hängen - es ist meiner Meinung nach halt doch nur wieder altbekanntes aufgewärmt worden.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bell zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 13.04.2009
Ich bin begeistert!
Ich hatte ja das letzte Buch der Reihe, "Memento", zuerst gelesen, auch dieses hatte mir schon super gefallen, jetzt endlich habe ich den ersten Band gelesen und glücklicherweise hat er mir genauso gut gefallen.

Die Charaktere sind alle sympathisch und glaubwürdig, auch wenn sie hier und da vielleicht etwas überzogen wirken, die Story ist sehr spannend, die Beziehungen der Figuren untereinander sind interessant und es macht Spaß, deren Entwicklung zu verfolgen und schließlich kommt auch der Humor nicht zu kurz.

Für mich ist klar, dass ich auch die beiden Teile dazwischen lesen werde, ich bin hingerissen von diesen Krimis.
90 Grad - also fast perfekt :-)
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
ABaum71 zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 10.03.2009
Dieses Buch hat mir mal wieder sehr gut gefallen. Sympathische Charaktere die einen mehr als einmal durch ihre bildhaften Aüsserungen, und einem nicht abzustreitendem Hang zum Sarkasmus, zum Schmunzeln bringen. Lediglich am Anfang hatte ich ein bißchen Probleme in das Geschehen reinzufinden, dass hat sich aber dann auch schnell gegeben.
Eine Gruppe befreundeter Computerfreaks arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von Software, sprich PC-Spielen und Lernprogrammen. Als die Gruppe die sich "Monkeewrench", nennt, nun ein Spiel online stellt, dass sich um die Überführung eines Serienkillers dreht, gerät sie in echte Schwierigkeiten als sie feststellen müssen, dass ein realer Killer diese Morde tatsächlich verübt.
Es scheint, das der Killer ein persönliches Interesse am Niedergang von Monkeewrench hat, (oder hat er Interesse an einem der Freunde?). Die Lösung liegt offensichtlich in der Vergangenheit der Freunde, und die verliert sich seltsamerweise nach nur 10 Jahren .
Die Lösung des Falles hat mich dann doch einigermassen überrascht, obwohl ich schon ungefähr in die richtige Richtung gedacht hatte.
Empfehlenswert für diejenigen die beim Lesen auch mal schmunzeln möchten,und für die ein Krimi nicht nur aus purer Action bestehen muss.
laly zu »P.J. Tracy: Spiel unter Freunden« 05.09.2008
Allein für den originellen Wortwitz und die wirklich sehr flüssig erzählte Geschichte hat dieses Buch eindeutig mehr als 55 Grad verdient! Auch halte ich den Vergleich mit Val McDermids "Erfinder des Todes" für hinkend. Meiner Meinung nach stehen die beiden Bücher sich weder thematisch noch in Erzählweise so nahe, wie hier beschrieben.

Sicher ist das Buch keine schwere Kost aber ich kann es absolut empfehlen, denn es besitzt einen sehr großen Unterhaltungswert!

Ein toller Auftakt einer super Krimireihe, bei der man nicht nur einmal schmunzeln oder gar laut lachen muss - die Spannung aber dennoch nicht auf der Strecke bleibt.

90 Grad für dieses Buch
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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