Silberfieber von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2007 bei Goldmann.
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München: Goldmann, 2007.
ISBN:
978-3-442-46285-8. 352 Seiten.
'Silberfieber' ist erschienen als
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In Kürze:
Der Geographiestudent Frank Schönbeck wird in Hamburg von einem bewaffneten, seltsam maskierten Mann überfallen, der auf der Suche nach einer alten Landkarte ist. Frank gelingt es, den Eindringling loszuwerden. Er weiß, dass die Karte in London ist und kommt dort gemeinsam mit seinem Freund Peter Adams und dem Professor für Geophysik, Kenneth McCully, dem Rätsel des mysteriösen Pergaments auf die Spur. Verfolgt von dem Unbekannten aus Hamburg, gelangen sie an die Küste Neuschottlands und finden die kleine, auf der Karte abgebildete Insel Wavy Island, die über Jahrhunderte als Piratenversteck gedient hat.
Das meint Krimi-Couch.de: »Ein kleiner Rohdiamant für Abenteurer«
Krimi-Rezension von Lars Schafft überspringen
Na das nennen wir eine Überraschung! Peter Wührmann – das klingt nicht zwingend nach großer, weiter Welt. Silberfieber – gut, würde sich auch auf einem Western ordentlich machen. Und der Buchumschlag dieses gut 350 Seiten starken Taschenbuchs sieht aus wie allzu viele derzeit in den Regalen, düster gehalten mit einem Grabstein im Fokus. Doch völlig daneben. In diesem bei Goldmann erschienenen Erstling eines Bremer Rechtsanwalts steckt eine richtig einfallsreiche, flotte Story – ein spannendes Abenteuer, ein prächtiger Schmöker.
Der direkt mit Schmackes anfängt: Dauer-Student Frank Schönbeck wird in seiner Bude überfallen. Der Maskierte bedroht Frank mit seiner Knarre, bindet ihn mit Handschellen an die Heizung und dreht diese auf auf höchste Stufe. Er ist auf der Suche nach einer alten Seekarte – die Frank jedoch nicht mehr in Besitz hat. Den Fremden, der sich »Einstein« nennt und auf dessen Maske e=mc² prangt, kann er noch beruhigen, indem er ihm weismacht, dass sich die Karte bei seinem Professor Pfleiderer befindet. Was der Prof bitter bezahlen muss. Befindet sich die Karte doch bei Franks Freund Peter in London. Und bevor »Einstein« Frank in die britische Hauptstadt folgt, erschlägt er den Wissenschaftler mit einem Ziegelstein. Was ist dran, an dieser Karte? Und warum nennt sich der Maskierte »Einstein«?
Frank hat Blut geleckt und gemeinsam mit Peter und dem schottischen Professor für Geophysik Kenneth McCully machen sie sich auf, das Rätsel zu erkunden. Die Karte führt sie von London über die Schweiz bis an die kanadische Ostküste. Und die drei haben lange Zeit keinen blassen Schimmer, in welchem Zusammenhang die Seekarte mit der Titanic und dem deutschen Physiker steht. Doch eins steht fest: »Einstein« und seine Kompagnons gehen für sie über Leichen …
Peter Wührmanns Erstling Silberfieber beginnt noch ein wenig holprig. Doch von Seite zu Seite steigert sich Wührmann, wird sicherer in Personen- und Situationsbeschreibungen und schreibt sich zusehends eine tempo- wie actionreiche Story zurecht, die Leser von Jung bis Alt faszinieren wird.
Die Charaktere in Silberfieber, allen voran natürlich Frank, Peter und Professor McCully, hat Wührmann grundsolide, glaubhaft und sympatisch gezeichnet. Befürchtungen, dass sich die doch anfänglich etwas abwegig anhörende Geschichte abstrus entwickeln wird, lösen sich ganz schnell in Luft auf und der Leser ertappt sich dabei, wie er von Wührmann auf diese moderne Schatzsuche an die Hand genommen wird und mit den drei Protagonisten im Wettlauf gegen ihre Verfolger mitreist, miträtselt und mitfiebert.
Silberfieber ist so ein rundum hervorragend gelungenes Debüt, das sich vor allem durch seinen Ideenreichtum und die spritzige Schreibe des Bremer Autors sehr lebendig liest. Ein packender Krimi, ein fesselnder Abenteuerroman, bei dem man sich nur eines wünschen kann: Dass Silberfieber die Aufmerksamkeit bekommt, die dieses Buch verdient und dass es von den Lesern so wahrgenommen wird, dass Peter Wührmann nicht das Schicksal der ach so vielen deutschsprachigen Autoren derzeit teilt und nach wenigen Veröffentlichungen in der Versenkung verschwindet. Silberfieber ist ein kleiner Rohdiamant, in dem hoffentlich viele Leserinnen und Leser den Glanz entdecken können, der in ihm steckt.
Lassen Sie sich also nicht von der unscheinbaren Verpackung von Silberfieber abhalten – der Roman hat es in sich und wird Leser aller Altersklassen auf einer mitreißende Schatzsuche in Atem halten.
Lars Schafft, August 2007
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