Loser von Peter Wark

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 bei Seeling.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland, 1990 - 2009.

  • Frankfurt am Main: Seeling, 2011. ISBN: 978-3938973158. 200 Seiten.

'Loser' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Andreas Broschkat ist Loser. Andreas Broschkat hat eine Karriere als Kleinkrimineller hinter sich: Prostitution, Drogen, Autodiebstahl, Einbruch und immer wieder Gefängnis. Jetzt ist er um die vierzig und schlägt sich als Türsteher in einem Club durch. Doch Andy hat ein Ziel: Dieses Leben hinter sich lassen und in Australien neu beginnen. Dafür muss er nur noch ein allerletztes Ding drehen.

Ihre Meinung zu »Peter Wark: Loser«

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Manuela zu »Peter Wark: Loser« 02.01.2012
Nicht, weil er ein schlechterer Mensch ist als andere, sondern weil er schlechtere Startvoraussetzungen hatte, wird Andreas Broschkat zum "Looser". Das wird im Lauf des Buches immer deutlicher, das die Lebensgeschichte
dieses Losers erzählt. Sein Weg scheint vorbestimmt zu sein, und zwar von klein auf. Irgendwann wird ihm, dem Kriminellen, der sich als Taxifahrer und Türsteher versucht, das klar. Da kommt
das Angebot eines mysteriösen Fremden gerade recht, das einen
großen Reibach verspricht und Loser damit völlig neue
Perspektiven eröffnet.Die Sache wird furchtbar schief gehen, das
deutet sich schon zu Beginn des Buches an. Und doch wartet am Ende
eine echte Pointe. Das alles ist in einem knallharten Realismus erzählt, der den Leser schnell in seinen Bann zieht, der aber nichts für zartbesaitete Naturen ist, denn die Sprache ist mitunter
derb.Das Buch beschreibt fast
vier Jahrzehnte im Leben eines Entwurtzelten, für den jeder Tag
ein Kampf ums Überleben ist.
Denoch gibt es sie, die Lichtblicke in Losers Leben.
Düster, aber auch mit einem grimmigen Humor kommt das alles daher.
"Loser" ist eine echte Perle, die man halt nur entdecken muss.
Kurt zu »Peter Wark: Loser« 28.12.2011
Andreas, genannt Loser, ist auf dem Weg nach unten. Das ist er schon sein
Leben lang, aber erst in den letzten Jahren wird ihm das bewusst. Er hat nie
eine Chance gehabt. Er ist und bleibt ein Krimineller, das ist ihm klar.
Seine Versuche, ein kleinbürgerliches Leben zu führen, scheitern allesamt. Ob
er Taxi fährt, sich als Türsteher verdingt oder aber beim Schwimmen alle seine Probleme vergessen will: er scheitert daran. Er hat nur noch eine Chance: er will mit seinem letzten Coup genügend Geld erbeuten, um ein neues Leben in Australien anfangen zu können. Doch auch das geht grausam schief.
Wie Autor Peter Wark diese Geschichte eines Chancenlosen erzählt, ist beeindruckend und im deutschen Krimi eher Ausnahme als Regel. Diesem Buch ist jeder Anflug von Regionalromantik so
was von gründlich ausgetrieben, dass es eine wahre Freude ist.
Weiter so!
Reinhard zu »Peter Wark: Loser« 27.12.2011
Mit Loser hat Peter Wark ein für die deutsche Krimilandschaft außergewöhnliches und mutiges Buch geschrieben. Denn der Autor macht es dem Leser nicht leicht. Es fehlt an einer echten Identifikationsfigur und die Story ist in Rückblenden erzählt, die vom Leser Konzentration und Aufmerksamkeit fordern. Der rote Faden der Geschichte würde alleine für einen ordentlichen Plot ausreichen: Hauptfigur Andy plant einen letzten großen Coup, der ihm ein neues Leben am anderen Ende der Welt ermöglichen soll. Dass es soweit nicht mehr kommen wird, ahnt der Leser schon nach dem Prolog. Doch das Scheitern Andys wird großartig erzählt. "Loser" ist kein Krimi für die Anhängerschaft von Kluftinger und Co., sondern eher ein wirklich außergewöhnliches Werk in der Tradition amerikanischer noir-Literatur.
EinLeser zu »Peter Wark: Loser« 17.10.2011
nachdem ich heute Nacht aus 1. Quelle mitbekommen habe, daß das Buch im Handel ist, war ich heute früh gleich dort um festzustellen, daß die Hausbuchhandlung vom Autor noch nicht mal was über das Buch weiß!.
[Ja und - was soll uns das jetzt sagen? Dass man es in der Buchhandlung eins weiter kaufen kann und soll? Sehr kryptisch. jkö]
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