Augen im Dunkeln (Falle für Peeping Tom) von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1987
unter dem Titel Gallows View,
deutsche Ausgabe erstmals 1994
bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England / Yorkshire, 1970 - 1989.
Folge 1 der Inspector-Alan-Banks-Serie.
- Toronto: Viking, 1987 unter dem Titel Gallows View. 287 Seiten.
- London: Penguin Books, 1988. 287 Seiten.
- New York: Scribner, 1990. 287 Seiten.
-
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1994 Falle für Peeping Tom.
Übersetzt von Elke Bahr.
rororo-Thriller; Bd. 3080.
ISBN:
3-499-43080-0. 287 Seiten. -
Berlin: Ullstein, 2007 Augen im Dunkeln.
Übersetzt von Elke Bahr.
ISBN:
978-3-548-26320-5. 283 Seiten.
'Augen im Dunkeln (Falle für Peeping Tom)' ist erschienen als
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In Kürze:
Seit Wochen schleicht nachts ein Spanner durch Eastvale. Inspector Banks und seine Kollegen setzen alles daran, ihn zu erwischen, denn eine militante Feministin macht ihnen deswegen die Hölle heiß. Dabei ist dieser Mann nicht Banks’ einziger Fall: Eine Einbruchserie in die Wohnungen alter Damen hält ihn nebenbei auf Trab. Mit der Ruhe ist es endgültig vorbei, als zwei Frauenleichen gefunden werden. Ist der Mörder der Spanner, der nun stärkere Reize braucht?
Endlich erfährt man, wie Detective Chief Inspector Alan Banks die rassige Jenny kennenlernt, die Serienjahre später ein Stein auf dem Weg zum Scheitern seiner Ehe darstellt. Der Ullstein Verlag hat nach langer Wartezeit den ersten Fall von Banks veröffentlicht. Die erste Auflage, die 1987 unter dem Titel Falle für Peeping Tom erschienen war, war lange Zeit vergriffen und nur zu Liebhaberpreisen antiquarisch zu erwerben. Der Titel war an und für sich schon treffend, doch wer oder was ein »Peeping Tom« ist, ist vielleicht nicht jedermann bekannt, was möglicherweise der Grund dafür war, den neuen Titel Augen im Dunkeln zu wählen.
Hierzulande nennt man diese Personen ganz einfach Spanner. Ein solcher ist in der Nachbarschaft von Eastvale unterwegs und der örtlichen Polizei wird insbesondere aus Richtung der Feministinnen vorgeworfen, dass sie zuwenig unternimmt, da sie die daraus entstehende seelische Qual, von einem Spanner beim Entkleiden beobachtet zu werden, nicht ernst nähme und Menschenleben (bisher) noch nicht in Gefahr waren. Alan Banks Chef schaltet daher zur Beruhigung der Bevölkerung die Psychologin Dr. Jenny Fuller ein, die ein Täterprofil entwickelt, das schlussendlich zur Ergreifung des Spanners beitragen soll. Dass Jenny eine Frau ist, spielte bei ihrer Verpflichtung natürlich eine Rolle, aber sie scheint ihre Sache gut zu machen und der noch glücklich verheiratete Banks ist sichtlich angetan von ihr. Das prickelt!
Gleichzeitig ist eine Serie von Einbrüchen zu untersuchen, bei denen der Leser bereits einen Blick auf die Täter erhaschen darf, während die Polizei noch im Dunkeln tappt. Als jedoch eine alte Frau in ihrer Wohnung tot aufgefunden wird, wird es ernst. Ist Alice Matlock den Einbrechern in die Quere gekommen und musste dafür mit ihrem Leben bezahlen oder hat der Spanner etwas mit ihrem Tod zu tun?
Überraschungen werden nicht geboten
Vorneweg: Man sollte Peter Robinsons Krimi in dem zeitlichen Kontext beurteilen, in dem er entstanden ist. Als Auftakt einer modernen Serie aus dem Jahre 2008 könnte dieses Buch vielleicht nur wenige Katzen hinter dem Ofen hervorlocken. Für jemanden, der noch nie ein Buch von Peter Robinson gelesen hat, ist es also eher nicht empfehlenswert, diesen Krimi als ersten in der Reihe zu lesen, selbst wenn man ansonsten immer nach dieser Methode des chronologischen Lesens verfährt – man könnte enttäuscht sein.
Aber: Als Auftakt zu einer Serie ist der Krimi überraschend gut gelungen, auch wenn der Kriminalfall an sich relativ banal ist. Die Handlung ist zwar unspektakulär, aber immerhin unterhaltend genug, so dass man gerne dabeibleibt. Der Autor zeigt jedoch auch hier schon seine Stärke in der Charakterisierung seiner Figuren. Statt sich auf einen raffinierten Plot zu konzentrieren, entwickelt Robinson die Randcharaktere insbesondere aus dem Täterumfeld weitaus mehr als in seinen späteren Büchern. Nur die Kollegen von Banks bleiben noch etwas blass. Zudem gibt er der Beschreibung sowohl des Umfeldes als auch der Landschaft viel mehr Raum, als er es später je getan hat.
Endlich lernt man den Chief Inspector in frühen Jahren kennen, wo er noch nicht solch prägnante Charakterzüge aufweist wie später. Nicht nur der Autor hat sich weiterentwickelt - was man leicht feststellen kann, wenn man dieses Buch mit den neueren Werken vergleicht -, auch sein Protagonist hat eine Entwicklung durchgemacht, die hier ihren Anfang nimmt. Dass er dabei Jenny Fuller kennenlernt, die später das Scheitern seiner Ehe begünstigt, ist bezeichnend.
Somit ist Augen im Dunkeln auch 20 Jahre nach Entstehen absolut lesenswert. Für Peter Robinson stellte dieses Buch den Einstieg in eine äußerst erfolgreiche Krimiserie dar und für den Großteil der deutschen Leser wird das Bild des sympathischen Polizisten viele Jahre nach der Erstveröffentlichung endlich abgerundet. Das fehlende Stück in der Kette wird hiermit nachgeliefert. Gut gemachte, solide Krimiunterhaltung in britischer Tradition!
Sabine Reiss, Februar 2008
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| Rolf.P zu »Peter Robinson: Augen im Dunkeln (Falle für Peeping Tom)« | 27.01.2009 |
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| Namenlos2709 zu »Peter Robinson: Augen im Dunkeln (Falle für Peeping Tom)« | 19.07.2008 |
| CharlyDD zu »Peter Robinson: Augen im Dunkeln (Falle für Peeping Tom)« | 13.05.2008 |
| Regenpfeifferin zu »Peter Robinson: Augen im Dunkeln (Falle für Peeping Tom)« | 22.12.2007 |
| William zu »Peter Robinson: Augen im Dunkeln (Falle für Peeping Tom)« | 10.09.2007 |
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| Dundee zu »Peter Robinson: Augen im Dunkeln (Falle für Peeping Tom)« | 29.02.2004 |

