Die letzte Rechnung von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1995
unter dem Titel Dry Bones that Dream,
deutsche Ausgabe erstmals 2003
bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England / Yorkshire, 1990 - 2009.
Folge 7 der Inspector-Alan-Banks-Serie.
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New York: Berkley Prime Crime, 1995 unter dem Titel Dry Bones that Dream.
ISBN:
0425149358. 306 Seiten. -
London: Constable, 1995.
ISBN:
0094744408. 252 Seiten.
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München; Berlin: Ullstein, 2003.
Übersetzt von Andree Hesse.
ISBN:
3-548-25683-X. 415 Seiten.
'Die letzte Rechnung' ist erschienen als
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In Kürze:
An einem Abend im Mai dringen zwei maskierte Männer in das abgelegene Bauernhaus der Familie Rothwell in Yorkshire ein, fesseln Mutter und Tochter und erschießen den Vater, Keith Rothwell, in dem nahe gelegenen Schuppen. Der Mord gleicht einer Exekution. Aber warum? Was hat der unauffällige und zurückhaltende Steuerberater getan, um auf diese Weise hingerichtet zu werden? Und welche Beziehung hatte er zu dem mysteriösen Robert Calvert, der wie vom Erdboden verschluckt ist? Inspector Alan Banks setzt seinen Job aufs Spiel, als er in einem Wettlauf gegen die Zeit eine der schwersten Entscheidungen seiner Laufbahn treffen muss …
Das meint Krimi-Couch.de: »In mir hat Alan Banks einen neuen Freund gefunden.«
Krimi-Rezension von Sabine Reiss überspringen
180 von 414 Seiten geschafft, Zeit für ein kleines Resümee:
Keith Rothwell, ein scheinbar unbescholtener Steuerberater wird in seiner Scheune quasi hingerichtet. So unbescholten kann er aber nicht sein, wenn man sich einmal genau zu Gemüte führt, wie das alles vor sich gegangen ist. Er kam mit seiner Frau zurück von einem Restaurantbesuch, wurde in seinem Haus schon von zwei maskierten Männern erwartet, die bereits seine Tochter gefesselt hatten, seine Frau wurde ebenfalls gefesselt und er wurde hinausgeführt. Mutter und Tochter hören einen Schuss, die Tochter kann zunächst sich und dann auch ihre Mutter befreien und beide finden ihn mit »weggeblasenem Gesicht«, wie das in vielen Krimis ausgedrückt wird. Merkwürdig ist die Tatsache, dass er sich nicht gewehrt zu haben scheint.
Chief Inspector Alan Banks leitet die Ermittlungen und durchwühlt mit seinem Team das Leben des Opfers. Viel Geld ist im Spiel, so genau kennt man die genauen Ausmaße noch nicht, Steuerparadies, Firmenbeteiligungen, Geldwäsche etc. sind die Schlagworte, die hier fallen. Eine junge Frau meldet sich, sie erkennt das Bild von Keith Rothwell als das von Robert Calvert. Zu diesem mysteriösen Robert gehört sogar noch eine Wohnung und nach den Fingerabdrücken zu urteilen sind Calvert und Rothwell ein und die selbe Person. Auch das noch …
Mein erster Eindruck: Ich liebe Krimis, in denen ein Inspector eine Hauptrolle spielt. Banks hat damit schon einmal von vorneherein Pluspunkte gesammelt. Von seinem Leben neben der Polizeiarbeit erfährt man bisher kaum etwas, er hat aber auch derzeit nicht viel davon. In seiner Ehe scheint es zu kriseln, die ominöse Ehefrau Susan taucht nur einmal kurz auf, ansonsten denkt er höchstens an sie. Er liebt klassische Musik über alles und wird von seinen Mitarbeitern respektiert. Alan Banks erinnert ein wenig an Ruth Rendells Inspector Wexford, wobei diese ihrem Protagonisten und seinem engsten Mitarbeiter etwas mehr Familienleben zubilligt, so dass auch der Leser daran teilhaben kann.
Bisher liest sich das alles ganz gut, allerdings sollte die Handlung an diesem Punkt an Fahrt zunehmen, damit es nicht öde wird.
S. 414 – und nun? Der Autor überrascht mit dem offenen Ende ein wenig – das Warten hat sich trotz der im Mittelteil etwas zähen Schilderung der Ermittlungen gelohnt. Chief Inspector Banks wurde mir immer sympathischer und zeigt seinen ganz eigenen Charakter. Er ist richtig aktiv, agiert nicht nur in einem kleinen Radius und er kann einfach nicht lockerlassen. Robinsons Schilderungen werden gegen Ende endlich richtig lebendig. Die Parallelen zu Ruth Rendell bleiben bestehen, allerdings oberflächlich: Wexford ist häuslicher, seine Ermittlungen beschränken sich auf ein kleineres, eher dörfliches Umfeld.
»Die letzte Rechnung« ist ein recht lesenswertes Buch, das zwar keine Mörderspannung bereithält, aber dennoch nicht enttäuscht. Trotz der internationalen Verstrickung handelt es sich hier um keinen Wirtschaftsthriller, sondern um einen soliden, klassischen britischen Ermittlungskrimi. Es stellt sich die Frage, warum Peter Robinson hierzulande noch kein größeres Publikum versammelt hat, denn er verdient es, dass sein Protagonist einen höheren Bekanntheitsgrad erlangt. In mir hat er nun einen neuen Freund gefunden.
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| Gaspar zu »Peter Robinson: Die letzte Rechnung« | 28.01.2011 |
|---|---|
| Krimi-Tina zu »Peter Robinson: Die letzte Rechnung« | 04.12.2009 |
| Rolf Flückiger zu »Peter Robinson: Die letzte Rechnung« | 05.10.2008 |


