Der Domraub von Peter-Paul Zahl

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 bei dtv.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Köln, 1990 - 2009.

  • München: dtv, 2002. ISBN: 342324299X. 338 Seiten.

'Der Domraub' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Welcher echte Ganove würde nicht vom »Großen Coup« träumen? Der verhinderte Partisan und Kunststudent Vladimir Heiter hat kein gutes Leben gehabt. In Belgrad hat er Lebensmittelmarken geklaut und ist dafür auf Titos Gefängnisinsel Goli Otok fast zu Tode gequält worden, in der Schweiz hat er gesessen, weil er ausgerechnet einem Agenten von Interpol einen gefälschten Botticelli anzudrehen versucht hat. Aber dann kommt »das ganz große Ding«. Am Allerheiligentag des Jahres 1975 steht ein Bekannter vor der Tür und erklärt, dass er zusammen mit einem Komplizen den Kölner Domschatz geklaut hat: Gold, Schmuck und Sakralgegenstände im Wert von Millionen! Leider klingelt schon fünf Minuten später die Polizei. Heiter ist als Hehler und »Kunstliebhaber« bekannt. Mangels Tatverdacht läßt man ihn allerdings bald wieder frei. Die fünfzigköpfige »Sonderkommission Domraub« muß anderswo suchen. Aber Heiters Qualitäten sind auch den wahren Auftraggebern der beiden Schatzdiebe, zwei Königen der Unterwelt, nicht verborgen geblieben. Sie möchten, dass Heiter die »Sore« für sie »vertickt«, und bestellen ihn deshalb nach Frankfurt. Aber erst, als ihn Monate später auch die Staatsanwaltschaft bittet, bei der Wiederbeschaffung der Beute zu helfen, läßt sich Heiter auf einen verhängnisvollen Deal ein: Er wird dem geheimnisvollen Undercover-Agenten »Ratzki« das Beutegut übergeben. Nur leider hat er nicht mit der Tücke seiner Widersacher gerechnet …

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Millicent Kennedy zu »Peter-Paul Zahl: Der Domraub« 20.07.2008
Milan Dor, der Sohn des großen jugoslawischen Schriftstellers hatte schon das Drehbuch verfaßt, der einzige deutsche Kurzfilmer, der einen Oscar erhielt, PepeDankwarth sollte
die Regie machen, dann scheiterte die Verfilmung von DER DOMRAUB an der Finanzierung. Ein Taschenbuch war vom Verleger Balk versprochen worden, ein Hörbuch vom Cheflektor. Nix wurde draus. Der Pepe Zahl ist zu militant und zu subversiv. Er sollte sich gefälligst an Schily, Mahler, Fischer halten, die
großen Wendehälse. Im Grund müßten all die Kurzgeschichten und Romane von Zahl verfilmt werden für ein aufregendes, politisches, buntes Kino mit Hintergrund. DER DOMRAUB ist, wie sein voriger Schelmenroiman DIE GLÜCKLICHEN, zum Lachen und zum Nachdenken. Schon damals schrieb WORLD LITERA-
TURE TODAY, USA:" Verglichen mit Zahls Schelmen ist Oscar
Matzerath ein kleiner Pfadfinder in der Sonntagsschule.
Aber heute wird jemandem übelgesonnen, der nach wie vor der Revolte der 60er und frühen 70er Jahre verpflichtet ist. SPEX schrieb über Zahls DOMRAUB:" " Ein Fossil, das das Denken nicht aufgegeben hat. Zahl ist weder trendy noch cool oder schick. Er ist kompromißlos geblieben, äußert seine Ansichten, die un-
bequem sind. Dazu mußte er aber, so scheint es, ins Exil gehen."
Und schreibt seine auf 14 Bände angelegte Serie der RUffneck REGGAE ROMANE (s.oben).
Das von den Bush- und Cavemen regierte Washington hat ihn aus gutem, schlechtem Grunde ein Arbeitsvisum für die USA verweigert: Schon Heinrich Heine schrieb 183o:" You'll
get food and even booze/ You've great prospects, on the level!/ Just don't let some foreign devil/ tempt you to extremist viws. Daher hat Zahl nun kleine Auflagen und wird nicht verfilmt.
Tom Wittekindt-Wolf zu »Peter-Paul Zahl: Der Domraub« 12.04.2008
" Ein Simplicissimus des 21. Jahrhunderts", AP; Tatsächlich versammelt Zahls Roman alles, was das pikareske Genre braucht: von der pfiffigen, erfrischenden Weltsicht "von unten" bis zur kruden Sinneslust", Tagesspiegel; Die Geschichte des Vladimir Heiter ist eine von Raub und Verrat, von List und Tücke und Betrug. Und ganz besonders ein Buch der Sprache, die schon mal deftig werden kann, die schmeichelt, die kein Blatt vor den Mund nimmt...Ein Erzählfluß in bester Tradition der barocken Schelmenliteratur", Rheinische Post; "Politische Schelmenliteratur, freheitssüchtig und voller Lust am Ausschweifen in die weiten Räume des Erzählens, Saarbr.Ztg.
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