Flußpartie zum Galgen von Peter Lovesey

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1976 unter dem Titel Swing, swing together, deutsche Ausgabe erstmals 1988 bei Droemer Knaur.

  • London: Macmillan, 1976 unter dem Titel Swing, swing together. 190 Seiten.
  • Berlin; Weimar: Aufbau, 1988. Übersetzt von Ana Maria Brock. ISBN: 3-351-01160-1. 221 Seiten.
  • München: Droemer Knaur, 1988. Übersetzt von Ana Maria Brock. ISBN: 3-426-01503-X. 251 Seiten.

'Flußpartie zum Galgen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Das Elfrida College für zukünftige Lehrerinnen ist äußerst streng und bekannt für seinen guten Ruf. Grund genug für Harriet, niemanden von ihrem nächtlichen Nacktbad in der Themse zu erzählen. Doch ohne es zunächst zu wissen, ist sie Zeugin eines Mordes gewesen. Gemeinsam mit Sergeant Cribb von Scotland Yard und seinem schwerfälligen Assistenten Thackeray macht sie sich auf die Suche nach dem Mörder …

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DrWatson zu »Peter Lovesey: Flußpartie zum Galgen« 18.07.2010
Peter Lovesey ist meiner Meinung nach zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten. Vielleicht sind seine Bücher im Stil etwas bedächtig. Aber dies entspricht ja nur dem Umstand, daß diese im viktorianischen England angesiedelt sind und der Kulturhistoriker Lovesey in Sprache und Stil dieser Zeit recht nahe kommen will.
Im vorliegenden Buch beginnt die Geschichte mit einem verbotenen nächtlichen Nacktbad in der Themse, bei welchem die angehende Lehrerin Harriet Shaw beihnahe von einem Boot mit drei Männern und einem Hund gerammt wird.
Der junge Konstabler Hardy begleitet die verschreckte Stdentin zurück ins College und schwört ihr, zu niemandem ein Wort zu verlieren. Doch schon bald darauf wird er gezwungen, diesen Schwur zu brechen, denn flussabwärts wird die Leiche eines Mannes in einem Wehr gefunden. Die Umstände deuten auf Mord und Harriet könnte eine wichtige Zeugin sein. Die drei Männer auf dem Boot scheinen die Täter zu sein. Und Scotland Yard schickt den erfahrenen Sergeant Cribb nebst Konstabler Thackery. Gemeinsam mit Hardy und Harriet Shaw folgen die Beiden per Boot den Tätern die Themse hinauf gen Oxford. Dort geschieht ein zweiter Mord, Harriet Shaw verliert fast ihre Unschuld und die wahren täter werden überführt, was nicht nur für Konstabler Thackery eine Überraschung ist.
Der Autor schreibt mit einem leisen Anflug von Humor, der Geist des viktorianischen Zeitalters schimmert, mit einem Augenzwinkern, durch die Zeilen. Leise Kritik an den teils muffigen Zuständen ist gepaart mit prägnanten Beschreibungen des historischen Umfeldes rund um die Suche nach Jack The Ripper, der im Hintergrund keine ganz unwesentliche Rolle spielt.
Die Bücher Loveseys sind im besten Sinne cozy, aber da in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden (mit einigem Abstand zu der beschriebenen Zeit also), mit einem gaaanz leicht aufklärerischen Anspruch versehen.
Ideal für alle, die nach den vielen bluttriefenden Thrillern á la Cody McFaden etc. mal etwas Entspannendes und Leichtes lesen möchten!
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