Das China-Komplott von Peter Abrahams

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1986 unter dem Titel Red Message, deutsche Ausgabe erstmals 1989 bei Lübbe.

  • New York: Avon Books, 1986 unter dem Titel Red Message. ISBN: 0380898039. 320 Seiten.
  • Bergisch-Gladbach: Lübbe, 1989. ISBN: 3-404-11446-9. 430 Seiten.

'Das China-Komplott' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Die dramatische Suche einer jungen Frau nach ihrem verschwundenen Geliebten! Teddy Wu, Mathematikprofessor chinesischer Herkunft, und Beth Hunter, Dozentin für Geschichte,wollen heiraten. Doch am Vorabend der Hochzeit veschwindet der Bräutigam spurlos aus San Francisco.

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Bio-Fan zu »Peter Abrahams: Das China-Komplott« 24.08.2010
Rezensent Jochen König war zu Peter Abrahams´letztem Deutschlandrelease "Ausradiert" des Lobes voll. Grund genug sich mal Abrahams´Backkatalog anzuschauen.

"Das China - Komplott" aus dem Jahre 1986 ist ein grundsolider Spannungsroman, an der Schwelle zum Thriller. Der Titel liebäugelt mit den damals so erfolgreichen Romanen von Robert Ludlum, auch inhaltlich ist er dort (Spionage- Agentenromane) anzusiedeln, an einer vergleichbaren Spannung haperte es noch.

Das Spionage- und Agentengeschäft ist auch im Kriminalroman eine Männerdomäne, so bietet eine couragierte Heldin eine erfreuliche Abwechslung. Beth Hunter ist Historikerin von Beruf. Kurz vor dem geplanten Hochzeitstermin verschwindet ihr zukünftiger Ehemann Teddy Wu spurlos. Beth, schwanger und ohne Hilfe, da keiner an ein Verbrechen glauben will, stürzt sich ins Abenteuer, ihren Lebensgefährten zu suchen. Teddy Wu ist gebürtiger Chinese. Er wurde schon im Säuglingsalter von Missionaren nach Amerika gebracht, da seine Eltern in den Wirren von Maos "Langem Marsch" umgekommen sind. Schnell merkt Beth, dass der gute Teddy nicht nur der geniale Mathematiker war, dessen unergründliche Formeln nicht allein theoretischer Natur waren, sondern auch in der militärischen Verschlüsselungstechnik praktische Anwendung fanden. So wundert sie sich nicht sonderlich, dass sie bei ihrer Suche auf Schritt und Tritt mit Geheimdienstleuten konfrontiert wird. Beth´Odyssee führt von San Franciscos China-Town nach Shanghai und Taipeh und eine Lösung zeichnet sich allmählich ab.

Autor Abrahams ist kein Freund weitschweifiger Beschreibungen. Sein Stil ist pointiert und sömit ist dem Leser viel Raum für eigene Bilder gegeben. Wenn er z.B. die unmenschlichen Bedingungen in einem chinesischen Arbeitslager deutlich machen will, dann beschreibt er die zerschundenen Hände der Arbeiter. Mehr braucht man nicht.
An heutigen Maßstäben gemessen ist "Das China-Komplott" nicht besonders spektakulär, aber auch Ruhe kann faszinieren.
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