Töten ist ein einsames Geschäft von Paula Gosling

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1978 unter dem Titel A Running Duck, deutsche Ausgabe erstmals 1980 bei Rowohlt.

  • New York: Coward, McCann & Geoghegan, 1978 unter dem Titel A Running Duck. 155 Seiten.
  • London: Macmillan, 1978. 155 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1980. Übersetzt von Ute Tanner. ISBN: 3-499-42533-5. 155 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1986. Übersetzt von Ute Tanner. ISBN: 3-499-42796-6. 155 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1996. Übersetzt von Ute Tanner. ISBN: 3-499-13932-4. 187 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2001. Übersetzt von Ute Tanner. ISBN: 3-499-26311-4. 188 Seiten.

'Töten ist ein einsames Geschäft' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Bisher verlief das Leben von Clare Randell in normalen, ruhigen Bahnen. Alles ändert sich, als sie eines Tages angeschossen wird. Wo liegt das Motiv? Lieutenant Mike Malchek verfolgt einen Profikiller, und dann beginnt ein Wettlauf auf Leben und Tod …

Das meint Krimi-Couch.de: »Spannende Geschichte einer wilden Hatz, für die man gerade mal einen Nachmittag braucht« 86°Treffer

Krimi-Rezension von Ines Dietzsch

Clare Randell, Texterin in der Werbeagentur T.N. und Lieutenant Michael »Mike« Malchek sind die beiden Hauptprotagonisten in Paula Gosling’s Debüt, für den die Autorin mit dem John Creasey Memorial Award für den besten Erstlingsroman ausgezeichnet wurde.

Zur falschen Zeit am falschen Ort

An einem heißen Sommertag in San Francisco genießt Clare in ihrem Wagen einige Augenblicke der Ruhe. Während sie sich entschließt Dan Fowler nicht zu heiraten, beobachtet sie, wie ein gut gekleideter Mann einen Bündel Akten verliert. Ein kurzer Wortwechsel mit dem Herrn bringt schwerwiegende Folgen. Zwei Tage nach der für die Werbetexterin belanglosen Begegnung streift sie ein Schuss. Die Polizei und auch Clare mutmaßen, dass sie zufälliges Opfer eines Heckenschützen wurde. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in die Obhut ihres Freundes Dan, bringt dieser Clare nach Hause und kommt beim Öffnen des Kühlschrankes durch eine Explosion zu Tode. Die Heckenschützen-Theorie ist Geschichte, jemand trachtet Clare nach dem Leben.

Die Jagd ist eröffnet

Dieser Jemand ist der Auftragskiller Edison, den Mike Malchek seit langem dingfest machen möchte. Clare kann den gut aussehenden Killer mit den grauen Augen identifizieren und schwebt in großer Gefahr. Beim Versuch Edison eine Falle zu stellen, wird der Jäger zum Gejagten und eine wilde Hatz beginnt.

Held mit Handicap

Paula Gosling hat einen mitreißenden Kampf zweier ebenbürtiger Gegner arrangiert. Ihr Lieutenant Malchek versteht die Denk- und Handlungsweise seines Kontrahenten. Er selbst wurde bei der Armee zum Töten ausgebildet und hat in Vietnam mit Legitimation der Regierung Menschen umgebracht. Eine Zeit, die psychische und physische Spuren bei Mike hinterlassen hat. Ein Malaria-Anfall in einem Motel wird für Mike und Clare zum tödlichen Risiko.

Schon zu Beginn des Buches bekommt der Leser einen kleinen Informationsvorsprung und darf den kalten Hauch der Bedrohung für die noch ahnungslosen Protagonisten spüren. Die Spannung wird über 187 Seiten auf einem hohen Level gehalten bis die Hetzjagd im dichten Wald ihren dramatischen Höhepunkt findet.

Die Autorin erhebt mit ihrem Erstling nicht den Anspruch große Literatur abzuliefern, sie will unterhalten und das gelingt ihr mit Bravour. Ganz erstaunlich, welch großes Maß an Bewegung und Action Paula Gosling in ihren kleinen, feinen Roman gepackt hat. Bereits 1978 erschienen wirkt dieser Krimi kein bisschen antiquiert. Wie auch? Echte Kerle und große Gefühle kommen eben nie aus der Mode.

Dieser Roman wurde zweimal verfilmt, zuletzt mit Cindy Crawford und William Baldwin in den Hauptrollen. Aber Sie tun einfach so, als hätten Sie diesen Hinweis gar nicht gelesen und nehmen sich das Buch vor!

Ines Dietzsch, Juli 2008

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BeGo zu »Paula Gosling: Töten ist ein einsames Geschäft« 16.11.2008
Bedauerlich, dass hier nur ein Buch von Gosling rezensiert wird. Sie hat einige sehr interessante Krimis und Thriller geschrieben. Wer sie als Autorin noch nicht kennt: Außer Blut auf den Steinen ist das meiste von ihr zu empfehlen. Das hier rezensierte gehört zu ihren besten Romanen. Aber auch Tod auf dem Campus und Alpträume. Tod im Paradies und Blut auf den Steinen sind etwas betulich und erinnern ein bisschen an "verunglückte" A. Christies.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
heinrich zu »Paula Gosling: Töten ist ein einsames Geschäft« 18.07.2008
Das Buch läßt sich wirklich zügig weglesen.
In der obigen Rezension ist es gut vorgestellt.
Ziemlich dünn finde ich die Vita von Paula Gosling. Das sie zwei Dagger-Awards bekommen hat und Vorsitzende der CWA hätte man gerne erwähnen könnnen
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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