Im Schatten der Toten von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1998 unter dem Titel Death and shadows, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Rowohlt.
- London: Little, Brown, 1998 unter dem Titel Death and shadows. 378 Seiten.
-
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1999.
Übersetzt von Edith Walter & Fried Eickhoff.
ISBN:
3-499-43340-0. 381 Seiten.
'Im Schatten der Toten' ist erschienen als
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In Kürze:
Auf Mountview lastet ein böser Fluch. Dieses bedrohliche Gefühl beschleicht Laura Brandon, als sie in der abgelegenen Klinik als Physiotherapeutin beginnt …
Das meint Krimi-Couch.de: »Fintenreiche Kriminalgeschichte mit Schwarzwaldklinik-Flair«
Krimi-Rezension von Ines Dietzsch überspringen
Ein grausamer Mord erschüttert die Idylle der Luxusklinik Mountview in Blackwater Bay. Das Opfer war Physiotherapeutin in der exklusiven Einrichtung und mit Laura Brandon, der Nichte des Direktors befreundet. Weil die örtliche Polizei den Täter noch nicht fassen konnte, tritt Laura bei ihrem Onkel die Stelle als Nachfolgerin der Ermordeten an und versucht auf eigene Faust herauszufinden, wer ihre Freundin umgebracht hat. Viel Erfolg wird der Freizeitdetektivin bei ihrer Mission nicht beschert. Sie kann nur erahnen, dass hinter der gediegenen Fassade der exquisiten Heilstätte irgend etwas nicht stimmt. Eine gut betuchte Patientin, deren Hinterlassenschaft der Klinik zu Gute kommen soll, verstirbt unter dubiosen Umständen und ausgerechnet Lauras Onkel verweigert sich gegen den Rat zweier Ärzte einer Obduktion. Die sonst so betuliche Atmosphäre in der Klinik wird angespannt und schlechte Presse schädigt das Geschäft. Laura wendet sich an den Sheriff und schlägt vor, den Polizisten Tom Gilliam in die Ermittlungen einzubeziehen, der als Patient in der Klinik verweilt. Es geschieht ein weiterer Mord und für Laura Brandon wird die Lage bedrohlich. Wem kann sie noch trauen? Und was hat es mit der alten Grusel-Legende vom Schattenmann auf sich?
Schwarzwaldklinik deluxe
Der vierte Roman aus der Blackwater-Bay-Reihe gehört nicht zu Paula Goslings stärksten und eignete sich trefflich als Vorlage für eine Medical-Soap.
Vor prachtvoller Kulisse agieren zwei charmante Doktoren. Der aalglatte David Butler ist der Womanizer vorm Herrn, dem die Herzen aller Damen zufliegen. Sein smarter Kollege Owen Jenks punktet mit Zurückhaltung und seinen charitativen Ambitionen. Weiter auf der Besetzungsliste stehen eine Krankenschwester, Modell »dralle Blondine«, die unter Ärzten, Hilfspersonal und Patienten gleichermaßen für den Anstieg des Blutdruckes verantwortlich zeichnet, die Oberschwester als verhärmte alte Jungfer mit Haaren auf den Zähnen und ein grobschlächtiger, immer missgelaunter Hausmeister sowie der junge Gärtner. Die Hauptrolle spielt natürlich Laura Brandon, deren Onkel Roger Forrester ihr beträchtliches Treuhandvermögen verwaltet und der mit der Verwaltungschefin der Klinik liiert ist.
Mit diesen und einigen mehr Darstellern hat Paula Gosling eine ansprechende Krimihandlung gestrickt, die mit falschen Fährten nur so gespickt ist. Sie macht alle Mitspieler verdächtig und schreibt jedem Beteiligten ein Motiv auf den Leib. Diebstahl, Eifersucht, Erpressung, Habgier, Rache – alles könnte möglich sein. Einzig Patient Tom Gilliam scheint koscher, denn dieser wurde dem Sheriff von Blackwater Bay von Paula Goslings Serienheld Jack Stryker empfohlen …
Wenn man dem Täter endlich auf die Schliche kommt, befindet man sich bereits am Ende des Buches in einem mitreißenden Finale.
Ines Dietzsch, Januar 2009
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