Der Portwein-Erbe von Paul Grote

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 bei dtv.

  • München: dtv, 2008. ISBN: 978-3423210829. 377 Seiten.

'Der Portwein-Erbe' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Der Tod seines Onkels bring den Berliner Architekten Nicolas Hollmann in Bedrängnis: Weshalb vererbt er gerade ihm sein Weingut am Rio Douro? Soll er seinen Beruf aufgeben und das Erbe annehmen? Wie gefährlich die Reise nach Portugal wird, ahnt er nicht.Kaum auf dem Weingut, hat Nicolas den ersten Unfall. Die Weggefährten des Onkels tauchen ab, unversöhnlich seine Mitarbeiter, und nach dem zweiten Unfall fragt sich der junge Architekt, woran der Onkel wirklich starb …

Ihre Meinung zu »Paul Grote: Der Portwein-Erbe«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

JaneM. zu »Paul Grote: Der Portwein-Erbe« 29.12.2009
Nicolas, ein Sohn eines reichen Bauunternehmers, lebt mit Anfang 30 noch ein studentisches Leben. Zwar ist er Architekt, liegt jedoch im Streit mit seinem dominanten Vater (der ihn auf den vernünftigen Weg,d.h. in seine Firma bringen will), seiner oberflächlichen Mutter und seiner Freundin (ein Abbild der Mutter). Er schlägt sich mit Aushilfjobs durch, will den Karrierevorgaben des Vaters nicht folgen, kriegt aber selbst auch nichts zustande. Da erreicht ihn die Nachricht, dass sein Onkel väterlicherseits verstorben ist und ihm sein Weingut in Portugal vermacht hat. Der Onkel, schwarzes Schaf und Rebell der Familie, hat ihm ein halbes Jahr Bedenkzeit eingeräumt. Ohne ansatzweise Ahnung von Portugal und vom Wein zu haben, fährt er vor Ort, um sich ein Bild zu machen und eine Entscheidung zu treffen. Er trifft dort auf einige interessante Gestalten: den feindseligen Verwalter des Gutes, die mütterliche Haushälterin des Onkels und ihren dubiosen Hausmeistergatten, misstrauische Arbeiter (von denen der einzige deutsch Sprechende verschwunden ist), die geheimnisvolle Lebensgefährtin des Onkels, den Hausarzt mit Militärvergangenheit, einen exzentrischen Anwalt, Carlos den Kneipier (der ihn in die Weinkunde einweiht), Rita ( als Fremdenführerin auf Weingutführungen spezialisiert) und nicht zuletzt Paruss, den Hund seines Onkels, der einfach dem Streunertum überlassen wurde. Otello, der alte Kumpel und Kampfgefährte seines Onkels ist ebenfalls nicht auffindbar. Ein "wer ist Freund und wer Feind" Spiel beginnt. Nicolas passieren zwei lebensgefährliche Unfälle- Zufall? Wenn nicht: wer steckt dahinter und mit welchem Motiv. Und überhaupt: warum vererbt der Onkel, den er nur wenige Male und zuletzt in seiner Jugend gesehen hat, ihm überhaupt sein ganzes Hab und Gut?
Ein hervorragend recherchiertes stimmungsvolles Buch über Portugal und den Wein. Die Krimihandlung ist eher beschaulich, aber logisch. Auch wenn man Täter schnell ausmacht, bleibt das Motiv doch zunächst im Dunklen. Einzige Kritik: schon im Buchklappentext wird verraten, dass Nicolas in des Onkels Bibliothek einen versteckten Brief des Verstorbenen findet. Mit der Aufforderung "Finde meinen Mörder". Leider wird hier etwas verraten, das sich erst 40 Seiten vor Ende ereignet- ärgerlich!!
Aber alles in allem: eine prima Kombination aus Krimi und Reiseführer!! Perfekt für den Portugalurlaub.
Ihr Kommentar zu Der Portwein-Erbe

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: