Herzalarm von Paul Carson

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Final Duty, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Chicago, 1990 - 2009.

  • London: Heinemann, 2000 unter dem Titel Final Duty. 321 Seiten.
  • Bergisch: Lübbe, 2003. Übersetzt von Hubert Straßl. ISBN: 3-404-14898-3. 390 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2005. Übersetzt von Hubert Straßl. ISBN: 3828979688. 366 Seiten.

'Herzalarm' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Dr. Jack Hunt zieht mit seiner Familie von Dublin nach Chicago, um dort an einer angesehenen Klinik seinen Durchbruch in der Herzforschung zu erzielen. Als sein Chef im Büro erschossen wird, wird Jack kurzerhand in dessen Position befördert. Eigentlich erfüllt sich damit ein lang gehegter Traum – der jedoch bald zum Albtraum wird, denn Jack entdeckt, dass er der schrecklichen Korruptionsmaschinerie der Pharmaindustrie hilflos ausgeliefert ist. Der Versuch, sich dem zu entziehen, hat fatale Folgen …

Das meint Krimi-Couch.de: »Triviale Hochspannungsliteratur« 67°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Als »Grisham der Medizin« wurde Paul Carson bereits bezeichnet, »Herzalarm« macht deutlich, dass dieses Urteil nicht von ungefähr kommt. Wer leichte Unterhaltung und ein Buch sucht, das einen nicht mehr loslässt bis zur letzten Seite, der kann getrost zu »Herzalarm« greifen – der Roman ist leicht lesbar und spannend von Anfang bis Ende. Man leidet mit dem Protagonisten und seiner Familie, die gar nicht wissen, wie ihnen geschieht und gar keine Chance haben, sich gegen mächtigere und zunächst unbekannte Feinde zur Wehr zu setzen. Damit sind aber auch die Vorzüge des Romans bereits aufgelistet.

Jack Hunt ist der Protagonist der Geschichte, ein ambitionierter junger Arzt, für den es außer seinem Beruf nichts im Leben gibt. Die Forschung steht bei ihm an der Spitze und selbst seine Frau und sein kleiner Sohn müssen hinten anstehen. Nach einer Odyssee zwischen Australien, Irland und quer durch die USA von Job zu Job hofft Beth – Jacks Frau -, nun endlich in Chicago seßhaft werden zu können, wo Jack eine Stelle am Carter Hospital, einer der bekanntesten Herzkliniken, übernommen hat.

Die Träume der Familie urplötzlich wahr zu werden, als der Chefarzt des Carter Hospital erschossen wird, doch der Schein trügt: sie befindet sie sich mitten in einem Alptraum.

Der Leser sieht das Geschehen von oben herab und ist umfassend informiert. So beginnt das Buch mit einer Szene, in der eine Killerin in das Hospital eindringt mit dem Auftrag, Jack Hunt zu töten – allein die Frage nach dem Grund bleibt auch dem Leser bis fast zum Schluß verborgen.

Carson arbeitet gerne mit dramaturgischen Kniffen, wie man sie vorwiegend aus Filmen kennt. Dies sieht dann zum Beispiel so aus: Jack Hunt arbeitet in seinem Büro Unterlagen durch – dann Umschnitt zur Killerin; die Frau betritt ein Büro und schießt – Kapitelende. Erst anschließend erfährt man, dass sie nicht das richtige Büro betreten und den falschen Mann umgebracht hat.

Der Verwaltungschef der Klinik muß schnell handeln und bietet Jack die Chefarztstelle an. Jacks Frau drängt ihn, den Vertrag anzunehmen, doch Jack pokert – und glaubt schließlich, gewonnen zu haben. Seine Integrität wird ihm schließlich zum Verhängnis, als er versucht, sich gegen einen Pharmakonzern zu stellen.

Die Charaktere von Carson sind strikt in schwarz und weiß eingeteilt. Bei jeder neu eingeführten Person ist auf Anhieb zu erkennen, ob sie auf der Seite des Protagonisten steht oder auf der Seite der Bösen. Obwohl man sich bei der trivialen Handlung genau ausmalen kann, wie es weitergeht, ist man dennoch vom Schicksal der sympathischen Figuren gebannt und kann sich kaum lösen. Bei der Wahl seiner Mittel trägt der Autor zuweilen ein wenig sehr dick auf, so daß dabei die Glaubwürdigkeit leidet.

Trotz der mittlerweile sehr beliebt gewordenen Einteilung in die »Medical-Thriller« ist das Buch kein typischer Vertreter dieser Reihe, denn das Medizinische steht doch stark im Hintergrund. Der Autor hätte die Handlung genauso gut in einem anderen Gebiet der Forschung ansiedeln können.

Ihre Meinung zu »Paul Carson: Herzalarm«

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Prick zu »Paul Carson: Herzalarm« 06.02.2007
Es ist das erste Buch was ich von Carson gelesen habe und es war sehr angenehm zu lesen, da Carson eine tolle Art zu schreiben weiß um seinen Leser zu fesseln und in die Geschehnisse zu integrieren.
Für jeden der gerne gute Thriller liest, auch wenn man nicht unbedingt medizinische Interessen aufweisst.
Etwas Irland, etwas Südafrika , viel Chigago und sehr viel Unterhaltung.
Einfach gnadenlos!!!
Karin zu »Paul Carson: Herzalarm« 08.08.2004
Ich fand das Buch auch relativ mittelmässig, es konnte mich nicht richtig fesseln und begeistern. Leichte Lektüre für den Urlaub o.a.
Anja S. zu »Paul Carson: Herzalarm« 28.04.2004
mir hat das Buch ueberhaupt nicht gefallen. Klischeehaft (das brave Heimchen am Herd und der heldenhafte Arzt), absolut vorhersehbar, holzschnitt-artige Charaktere, langweilig geschrieben.
raul*w zu »Paul Carson: Herzalarm« 11.03.2004
Insgesammt fine ich das Buch total cool!! Es ist zwar an manchen Stellen etwas schwierig geschrieben und so auch kompliziert zu verstehen aber das passt schon so ganz!!auch die ersten 100-200 seiten sind etwas langweilig weil sich das ziemlich zieht aber zum schluss wird es so was von spannend das man garnicht aufhören kann.So ging es mir jedenfalls
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