Das Mayaritual von Patrick Dunne

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2001 unter dem Titel The Skull Rack, deutsche Ausgabe erstmals 2002 bei Limes.

  • -: ?, 2001 unter dem Titel The Skull Rack. 404 Seiten.
  • München: Limes, 2002. Übersetzt von Fred Kinzel. 404 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2004. Übersetzt von Fred Kinzel. 364 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2005. Übersetzt von Fred Kinzel. ISBN: 3828976301. 404 Seiten.

'Das Mayaritual' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Bevor er eine spektakuläre Sonnnenkonstellation in der alten Mayastadt Chichen Itza aufzeichnen konnte, wird er geköpft aufgefunden. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den USA und Mexiko werden die Neeresbiologin Jessica Madison und iht Kollege Ken Arnold von der mexikanischen Polizei engagiert, um im Heiligen Opferbrunnen nach dem verschwundenen Kopf zu suchen. Ihr Tauchgang hat schreckliche Folgen, sie werden mit einem weiteren Todesfall konfrontiert. Die dunkle Vergangenheit des Mayavolkes überschattet ihre Untersuchungen. Kann das Unheil noch abgewendet werden, das ganz Mexiko und bald auch Florida bedroht?

Das meint Krimi-Couch.de: »Aktueller Thriller über modernen Ökoterrorismus?«

Krimi-Rezension von Michael Matzer

Mexiko, Halbinsel Yucatan, Chitzen Itza: Die Meeresbiologin Jessica Madison, die in der Ich-Form von den Geschehnissen erzählt, und ihr Partner, der Tauchlehrer Ken Arnold, beginnen einen Abstieg in einen gefährlichen Großbrunnen, um dort unter Wasser nach einem makabren Objekt zu suchen: dem abgeschlagenen Kopf eines US-amerikanischen TV-Regisseurs namens Nick Goldberg.

Der Brunnen ist nicht irgendein »Zenote«, deren es auf Yucatan Tausende gibt. Es handelt sich vielmehr um DEN heiligen Brunnen der legendären Maya-Hauptstadt, in den menschliche Opfer gestoßen wurden, nachdem sie zuvor dem Gott Kukulcan geweiht worden waren. Wurde Goldberg ebenfalls ein Opfer eines wieder aufgeflammten Maya-Nationalismus'?

Kopf grässlich zugerichtet, Ken rätselhaft infiziert

Jessica findet zwar den grässlich zugerichteten Kopf, aber ihr Freund Ken erleidet eine rätselhafte Infektion, die ihn binnen drei Tagen dahinrafft. Dafür, dass die ganze Aktion im Auftrag der mexikanischen Bundespolizei stattfand, hätte man sie auch vor solchen Gefahren warnen können, findet Jessica empört (wenn auch etwas spät).

In dem einheimischen Professor de Valdivia findet Jessica einen kenntnisreichen Ratgeber. Als einheimischer Maya-Abkömmling verfügt er über eine ihrer heiligen Schriften, die über 1000 Jahre alt ist. Offenbar kehrt alle 200 Jahre eine schreckliche Seuche wieder, die nicht nur die Maya-Kultur binnen kurzem verschwinden ließ. Nun ist es mal wieder an der Zeit, dass die Seuche ausbricht. Ihre Erreger befinden sich nicht nur im heiligen Zenote von Chitzen Itza, sondern in allen Brunnen der Halbinsel. Und Spinnen spielen auch eine Rolle. …

Ziel der Maya-Nationalisten: Disneyworld

Doch nicht genug damit: Die Maya-Nationalisten machen sich diese Tatsache zunutze, um die Tourismusindustrie in Cancun und Cozumel zu vernichten. Ihr nächstes Ziel: die amerikanische Küste und Disneyworld …

Die ersten 80 Seiten sind wirklich gut gelungen ein ein effektiver Einstieg in das, was ein mitreißender, aktueller Thriller über modernen Ökoterrorismus hätte werden können. Das Finale auf den letzten 50 Seiten ist dann auch wieder recht packend und platzt fast vor intelligent aufgezogener Action.

Leider zieht es der Autor vor, uns zwischen diesen beiden Polen mit diversen Unwichtigkeiten zu langweilen. Man mag die schleppende Entfaltung der Geschichte ja unter dem Aspekt des Realismus akzeptieren, aber das muss nicht bedeuten, den Leser zu langweilen.

Internetpropaganda und Greenpeace

So erfahren wir also, geführt von der etwas ahnungslosen Jessica, dass es a) Maya-Nationalisten gibt, die amerikanische Bürger tödlichen Ritualen unterziehen; es b) ehemalige Greenpeace-Mitglieder gibt, die der Menschheit den Garaus machen wollen Stichwort: Ökoterrorismus) und dass zu »guter« Letzt Mexiko und die USA kurz vorm Krieg stehen, dank der Internetpropaganda der Maya-Nationalisten.

Dies alles ist nicht so wahnsinnig interessant und wird von Jessica in eher gemächlicher Form erzählt. Das kann man sympathisch finden, verwirrend oder eben langweilig. Jedenfalls geht es weit über einen üblichen Thriller hinaus.

»Das Maya-Ritual« ist eine Kombination aus Öko-, Medizin- und Polit-Thriller, am Anfang und am Schluss mit ordentlicher Action und Spannung aufwartet, aber dazwischen einen langen Durchhänger überwinden, während dem ein Gewirr von rätselhaften Zusammenhängen aufzuklären ist. Sympathisch ist vor allem die Erzählerin und Hauptfigur, die vor keinem Mysterium zurückschreckt und keinem Befehl gehorcht.

Ihre Meinung zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual«

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Tobias Javert zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 07.03.2014
Ich lese das Buch jetzt zum zweiten Mal, nach vier Jahren kann man das ja mal tun. Ich persönlich finde dies Buch klasse, und fast wäre mir ein Spoiler herausgerutscht, der Schreibstil des Iren Patrick Dunne ist grandios, leicht geschrieben (im Gegensatz zu meiner Lieblingslektüre "Goethe´s Faust").
Die ganzen negativen Kommentare kann ich nicht verstehen z.B. die eine Szene in der Bar, wo die Protagonistin und ihre beste Freundin sich als Lesben ausgeben finde ich Klasse. Genau die Masche haben meine Schwester und ich, falls sie von einem Typen dumm angequatscht wird machen wir das auch so (obwohl ich keine Frau bin).
Solche Ideologien bringen mich immer zum lachen. Auch die Idee mit der Made, was alles wissenschaftlich fundiert erklärt wird. Nämlich das die Maya nicht die friedlichen Astrologen waren, sondern ein grausames Volk, welches den Blut- und Opferkult pflegte.
Deswegen finde ich die Story mit den Mayanationalisten echt groovy und gar nicht so abwegig.
M.Reinsch zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 18.11.2011
Das Buch stand im "Hotelbibliotheksbereich" und meine mitgenommene Urlaubslektüre war sehr mau - also ran...
Auffällig sind vor allem die Protagonisten, die nichts von den (leider meist vorhandenen) Superhelden haben, und endlich muss auch mal nicht die Welt gerettet werden...
Die Informationen zu den Mayas erscheinen gut rechergiert und man merkt, das der Autor vor Ort gewesen sein muß! Genauso verhält es sich mit dem Wissenschaftlichen Teil, der sehr fundiert beschreiben wurde.
Guter Schreibstil, der einem zum weiterlesen animiert und einen durch so manche Wendung der Geschichte scheucht. Der Plot ist etwas aufgesetzt, aber das Gesamtwerk ist nicht der "billige Reißer" den ich erwartet habe. Im Ganzen sehr gut zu lesender, gehobener Durchschnitt an "Verschwörungskost"!
75° Micha
diwi zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 25.10.2009
grundlegend gabs interessante infos über die mayakultur zu lesen. ansonsten ein nur durchschnitts-krimi mit gutem anfang und spannendem schluss. die weibliche Hauptfigur Jessica jedoch war eine bereicherung . schnell gelesen und sicher kein Buch für meine Archivliste. da freu ich mich auf einen neuen dunne!
Frank zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 28.10.2008
Yeah. Das war mein zweiter (und definitiv letzter) Versuch einen Roman von Dunne zu "lesen". Hier bekommt der Begriff "Langeweile" ein ganz neue Bedeutung.
Der Autor versucht verschiedene Genres zu vermischen ...und scheitert grandios.
Ich gestehe - um Seite 250 habe ich das ganze aufgegeben. Sollten also noch literarische Feuerwerke anschließend abgebrannt werden - es ist mir entgangen.
Ganz schwach. 25 %.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
pescheg zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 31.08.2008
«Das Maya-Ritual» liest sich eher langweilig und über lange Strecken ohne Spannung. Der Autor versucht alle Genres zu vermischen und uns mit seinem Wissen zu beeindrucken. Ökoterror, Tauch-Action, Minderheitenproblematik, Geschichtslektion, Strandidylle, Krieg, you name it... Und so ganz nebenbei löst das Buch noch das Rätsel um das plötzliche Ende der Mayakultur. Anmaßend und nahezu unerträglich.

Ich habe zudem große Mühe damit, wenn sich ein männlicher Autor mal so eben in der Ich-Form als weibliche Heldin versucht. Damit ein solches Unterfangen glaubwürdig wird, braucht es schon einiges Talent. Dieses fehlt Patrick Dunne leider. Jessica, die Hauptfigur, ist hölzern, unglaubwürdig, blass und uninteressant. Meine Empfehlung: Nicht lesen.
sammy zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 10.11.2006
Ich habe das buch vor ca. einem Jahr gelesen. Damals ist mir vieles, das hier gesagt wurde gar nicht aufgefallen, wie z.B. das Nichtempörtsein der Hauptfigur Jessica, weil sie einen guten Kumpel verliert.

Damals gefiel es mir jedoch gut.

*GUUUUUUT*-Joe



Euer Sammy
xenia zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 29.10.2005
ich finde dieses buch einfach zum sterben langweilig.aufgrund einer buchvorstellung und ein paar völlig übertriebenen bewertungen (im positiven sinne,leider) habe ich dieses buch gekauft.ich musste mich schon zu oft zwingen weiterzulessen und das buch nicht einfach in den müll zu werfen.echt schrecklich!!!für mich wirkt jessica als habe sie gar keine gefühle,obwohl ihr freund und kollege ken gestorben ist, lässt es sie kalt,man spürt nichts.alles ist irgendwie monoton,gefühlskalt und dümpelt vor sich hin.aber ich möchte das buch auch nicht zu sehr schlecht machen,denn immerhin habe ich ein paar interessante sachen über die maya erfahren, wenigstens etwas.vielleicht hat patrick dunne eine schlechte zeit durchgemacht als er das buch geschrieben hat.gut möglich.fazit:nicht zu empfehlen.
D-BO zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 18.10.2005
Ein Buch das durchaus zu lesen sich empfiehlt. Als ein Meisterwerk würde ich es nicht bezeichnen, da es den hohen Erwartungen die "Die Keltennadel" gestellt hat, dieses buch habe ich vor einiger zeit gelesen und fande es absolut klasse. Den Begriff Thriller hat dieses buch nicht verdient. Ein guter Krimi, der sich gut lesen lässt jedoch nicht richtig fesseln kann. Würde ich dieses Buch kaufen, wenn ich die Qualität kenne? Ein eindeutiges JA!
Sumitra zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 14.08.2005
Ich habe das Buch vor der Keltennadel gelesen, und fand es sehr spannend - und zwar durchwegs - konnte es kaum aus der Hand legen. Ich fand, daß die Mayakulturellen Aspekte gut herausgearbeitet waren, ebenso schlüssig fand ich die Idee Ökoterrorismus und mexikanischen Nationalismus damit hineinzuverweben. Eine interessante und spannende Kombination. Gestört hat mich eigentlich nur der Schluß, ein gewaltiges, actionreiches Finale, trotzdem dürftig und unbefriedigend. Es hat nicht so zu dem ansonsten gehaltvollen Buch gepasst. Unrealistisch war auch die Beziehung der Protagonistin zu den Nebendarstellern. Tod und Entfremdung von guten bzw."besten" Freunden, dürften einen weit mehr erschüttern als es bei Jessica der Fall war. Aber trotzdem in jeder Hinsicht ein lesenswertes Buch! Noch spannender fand ich aber die Keltennadel - wirklich ein Reisser!!!
Patrick Dunne zu »Patrick Dunne: Das Mayaritual« 27.07.2005
Lustige Kommentare hier! Da Geschmäcker verschieden und die Bergriffe "Gut" oder "Schlecht" eher relativer Natur sind, wird jeder, der überlegt dieses Buch zu kaufen, hiermit genötigt, dieses zu tun! Ich habe es getan, da die eigene Meinungsbildung die mit Abstand am besten verständliche ist. Viel Spass beim lesen!

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