Vaterland von Robert Harris

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1992 unter dem Titel Fatherland, deutsche Ausgabe erstmals 1992 bei Haffmans.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1950 - 1969.

  • London: Hutchinson, 1992 unter dem Titel Fatherland. 372 Seiten.
  • Zürich: Haffmans, 1992. Übersetzt von Hanswilhelm Haefs. ISBN: 3-251-00209-0. 378 Seiten.
  • München: Heyne, 1994. Übersetzt von Hanswilhelm Haefs. ISBN: 3-453-07205-7. 377 Seiten.
  • Zürich: Haffmans, 1995. Übersetzt von Hanswilhelm Haefs. ISBN: 3-251-00280-5. 377 Seiten.
  • München: Bertelsmann, 2005. Übersetzt von Hanswilhelm Haefs. Stern-Krimi-Bibliothek Bd. 2. ISBN: 3-570-06833-1. 425 Seiten.
  • München: Heyne, 2008. Übersetzt von Hanswilhelm Haefs. ISBN: 978-3-453-72180-7. 377 Seiten.

'Vaterland' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Berlin 1964. Die Leiche eines nackten alten Mannes ist ans Ufer der Havel getrieben. In der nächsten Woche ist Führers 75. Geburtstag. Das von Albert Speer erbaute Berlin ist an diesem Nationalfeiertag herausgeputzt und beflaggt. Großdeutschland, das die europäische Gemeinschaft dominiert, reicht vom Rhein bis zum Ural, wird von ständigen Partisanenkriegen im Osten zermürbt. Die Beendigung des Kalten Krieges mit den USA ist Ziel der neuen Außenpolitik. Mit Präsident Kennedy wird erstmals ein amerikanischer Regierungschef zum Staatsbesuch erwartet. Vor diesem Hintergrund kommt das plötzliche, gewaltsame Ableben eines hohen Parteibonzen höchst ungelegen und muß sofort geklärt werden. Kripo-Sturmbannführer März ermittel, gerät mit Hilfe der deutschstämmigen amerikanischen Journalisten Charlie Maguire gefährlich nah an die historische Wahrheit, die ihn von Berlin nach Zürich und leider wieder zurück führt.

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Helmut Scheuplein zu »Robert Harris: Vaterland« 25.06.2014
"Vaterland" schildert eine düstere Gesellschaft, die ein wenig an die DDR der 80iger Jahre erinnert - und auch an "1984". Der Roman ist sehr spannend geschrieben, die Handlung schlüssig - ich habe den ganzen Roman zügig durchgelesen. Aber eigentlich ist es kein richtiger Kriminal-Roman, eher ein Gesellschaftbeschreibung - eine Dystopie. Und eine Auflösung, oder ein gutes Ende, gibt es nicht - eher Ratlosigkeit, eine Hoffnung, das die Presse als "vierte Gewalt" eine richtende Staatsgewalt sein könnte.
Ich finde die Handlung subtiler und spannender als die von "1984", dem Klassiker von G.Orwell.
Gut gefallen hat mir die fiktive Landkarte und die fiktive Präsentiertmeile in Berlin auf den letzten Seiten des Buches - allerdings habe ich diese sehr spät entdeckt.
Mich hat der Roman sehr fasziniert und kann ihn eigentlich nur weiter empfehlen.
Beverly zu »Robert Harris: Vaterland« 12.05.2012
Das Großdeutsche Reich 1964 ...
... Polen und Russland existieren nicht mehr, doch in den von den Deutschen eroberten Gebieten, deren Bewohner nach den Plänen der Nazis teils versklavt, teils ausgerottet werden sollen, tobt ein Guerillakrieg. Viele der dorthin geschickten Kolonisten wollen wieder zurück. Die Russen haben sich hinter den Ural zurückgezogen und führen von dort aus mit Hilfe der USA einen Zermürbungskrieg gegen die Deutschen, den das Deutsche Reich nicht gewinnen kann. Ein vom Fronteinsatz nach Hause zurückgekehrter Soldat erschießt aus Verzweiflung zuerst seine Familie, dann sich.
In Deutschland ist dem Rausch der Party mit Menschenopfern, mit dem die Nazis die Deutschen blendeten, nach dem Endsieg nicht nur wegen des anhaltenden Krieges der Katzenjammer gefolgt. Für die pompösen Pläne des Albert Speer zum Umbau von Berlin ist das Geld ausgegangen. Nur seine monströse Kuppel und der gigantische Abklatsch des Triumphbogens von Paris sind fertig geworden. Dafür gibt es Heerscharen von Obdachlosen. Eine reichsdeutsche Familie beschreibt Robert Harris so: Das einzige Wesen im Haus, das keine Uniform trug, war der Hund. Wer seine Nachbarn mit Lärm terrorisieren will, braucht nur im Radio eine Rede Hitlers einzuschalten und den Volksempfänger auf volle Lautstärke drehen. Es wird sich keiner trauen, zu kommen und zu bitten, das Radio leiser zu stellen.

Jenseits der spannenden Handlung um gewisse "Details" der deutschen Geschichte und einen peinlichen Antisemiten als US-amerikanischen Präsidenten ist es Robert Harris in "Vaterland" gelungen, in grausigen und banalen Einzelheiten zu beschreiben, wie sich die Deutschen zu Tode gesiegt haben. Alltag und Leben nach dem Endsieg hat er so nüchtern und dadurch eindrucksvoll abschreckend dargestellt, dass es der im Umfeld der Buchveröffentlichung und auch im Buch selbst vom Stapel gelassenen Polemiken um die EWG / EG / EU als Instrument deutscher Hegemonie gar nicht bedarf. Robert Harris hat eindrucksvoll bewiesen, dass der Krieg für Deutschland von dem Tag an verloren war, an dem ihn die Nazis begannen. Ein militärischer Sieg hätte nichts besser gemacht, sondern die Katastrophe nur verzögert und ihr Ausmaß noch verschlimmert.
AgathaC zu »Robert Harris: Vaterland« 23.04.2012
Ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen. Die Spannung steigert sich bis zu den letzten Seiten immer mehr. Aller Vernunft zum Trotz habe ich auf ein Happy End gehofft. Aber die persönlichen Beziehungen von März sind nicht das Wesentliche für mich gewesen. Das was mich an diesem Buch am meisten fasziniert und gleichzeitig gegruselt hat, war die realistische Beschreibung der Welt, in der die Nazis den Krieg gewonnen haben. Eine Gesellschaft ohne Individualismus, in der alle in irgendeiner Vereinigung aufgehen. Ohne Uniform ist man nichts. Es wird toll herausgearbeitet, dass die Sieger die Geschichte schreiben. In der Story sind es die Gulags, die als Museum die Schrecken der kommunistischen Herrschaft demonstrieren, während es den Deutschen gelingt, ihre eigenen Schreckensdaten vor der Welt zu vertuschen. Aber für wie lange noch???
Ein ganz tolles Buch!
ABaum71 zu »Robert Harris: Vaterland« 16.01.2011
Eine Mischung aus Fiktion und Krimi, sehr spannend zu lesen. Robert Harris malt ein düsteres Bild vom Nachkriegsdeutschland , und zwar eines Deutschlands das den Krieg gewonnen hat. Genial verbindet der Autor tatsächliche geschichtlich belegte Fakten und Personen die wirklich gelebt haben mit fiktiven Begebenheiten. so wie in dem Buch von Hitlers 75. Geburtstag gesprochen wird und den Zuständen in deutschen KZ´s während des Zweiten Weltkrieges.
In dem Buch geht es um einen Nazifunktionär der tot aufgefunden wird. Sturmbannführer Xaver März wird mit der Aufklärung des Mordes beauftragt und gerät so immer tiefer in einen Dschungel aus Korruption der bis zu den höchsten Funktionären reicht, und diese wollen nicht nur ebendieses vertuschen, hier geht es um weit mehr als nur Korruption.
Echt spannend zu lesen und überaus empfehlenswert !!!
authorhans zu »Robert Harris: Vaterland« 30.08.2010
Mein viertes Buch von Harris, und eines, das mich richtig gefesselt hat. Allein die Vorstellung von einem Nazi-Deutschland zwanzig Jahre nach dem Krieg erzeugt bei mir eine Gänsehaut. Langsam, aber immer tiefer glitt ich während des Lesens in eine Welt hinein, die hätte sein können. Und irgendwann hat sie mich nicht mehr losgelassen - die letzten 150 Seiten habe ich ohne Pause gelesen. Absolut empfehlenswert, aber nix für schwache Nerven!
Rüdiger zu »Robert Harris: Vaterland« 01.03.2010
Dieses Buch war das zweite von Robert Harris, welches ich lesen durfte (vorher war Aurora dran).
Beklemmend. Man überlet dabei wirklich, wie es weitergegangen wäre, hätte Deutschland 1945 nicht kapituliert. In Sturmbannführer März sieht man auch die Naivität der Menschen jener (und heutiger) Zeit. Bis zu dem Moment, wo er alle Grausamkeiten erkennt...
Ein sehr gutes Buch mit Tiefgang und Fesselvermögen.
mylo zu »Robert Harris: Vaterland« 31.01.2010
Das war mein erster Harris und ich habe ihn mehr zufällig in die Hände bekommen. Bin schon mit etwas Skepsis daran, Berlin im Jahre 1960 und die Nazis haben den Krieg gewonnen.
Super geschrieben, exakt recherchiert und fundierte geschichtliche Fakten mit eine spannungsgeladenen Story und sehr gut herausgearbeiteten Personen. Nicht kitschig, einfach gut und für mich 85 Punkte Wert und große Neugier nach mehr von diesem Autor.
guidobillstein zu »Robert Harris: Vaterland« 02.09.2009
Aber schön ist anders...

Ein Police Procedural: Berlin, Mitte der 60er, Frühjahr. Regen am Morgen, eine Leiche im Fluss. Der Ermittler: Hauptkommissar März. Das Opfer: eine Ex-Politgröße, war mal wer. Ein normaler Mord. Und als März mit seinem Dienstvolkswagen zurück zum Berliner SS Präsidium fährt -- Moment, wie bitte?

Ach ja -- in diesem Berlin haben die Nazis das Sagen. In diesen 60ern hat Deutschland den Krieg gewonnen und die Kripo ist eine Unterabteilung der SS.

Deutschland in diesen Zeiten ist kein Land der Philosophen und Freidenker, sondern eins der seelenlosen Technokraten und willenlosen Ausführer. Der Henker und ihrer Mitläufer. Und der Wahnsinn hat Perfektion, eine Perfektion, die in der Geschichte der Menschheit bisher ihresgleichen sucht.

Sehr schnell wird das, was nur ganz am Anfang wie ein normaler Mord klang, zu einer Geschichte über die Wannsee Konferenz - wo 1942 die "Endlösung" operativ geplant wurde. Und März, der SS Bulle outed sich als Widerständler. Besiegt am Ende das System, aber bezahlt mit dem Leben.

Das Erschütternde aber ist das harmonische Nebeneinander von Wahnsinn und Normalität. Morgens Frühstück mit Frau und Kindern. Neun bis achtzehn Uhr Planung einer Einrichtung im KZ Auschwitz zur wissenschaftlichen Untersuchung über Verwendbarkeit der Körperbehaarung Vergaster, dazwischen gelegentlich Todesurteile unterzeichnen. Was eben so anfällt. Abends zwanzig Uhr Abendessen mit Familie, dann Spaziergang mit Hund. Oder so ähnlich.

Robert Harris hat 1992 mit "Vaterland" ein Buch gegen das Vergessen geschrieben. Gegen die Gleichgültigkeit. Exakt recherchiert. Souverän erzählt. Ein Meisterwerk, das betroffen macht.

Aber schön ist anders...
Susannah zu »Robert Harris: Vaterland« 28.06.2009
Deutschland, 1964: Deutschland hat den Krieg gewonnen, das Großdeutsche Reich existiert weiterhin und reicht von der Maas bis zum Ural. An den Landesgrenzen toben Partisanenkriege - doch die Bevölkerung, mit gefilterten Nachrichten versorgt, ist mit nichts weiter beschäftigt als mit dem anstehenden 75. Geburtstag des Führers und mit dem Besuch des amerikanischen Präsidenten. Mitten in die Vorbereitungen platzt die Nachricht vom Tod eines alten Parteibonzen. Xaver März, Komissar bei der Kripo, wird zunächst mit dem Fall betraut, der jedoch schon bald geheime Reichssache ist und der Gestapo unterliegt. Wider aller Vernunft bleibt März an dem Fall, unterstützt von einer amerikanischen Journalistin, und nicht ahnend, welche grauenhafte Entdeckung er machen wird ...

... grandios! Selten einen so guten Krimi gelesen - selten eine so gute historische Fiktion gelesen. Die Idee eines Deutschalnds, das den Krieg gewonnen hat und weiterhin Europa beherrscht, ist alt, die Umsetzung ist erstklassig! Vollkommene Glaubwürdigkeit, mit einer logischen Fortführung der großen Namen. Etwaige Änderungen sind im Anhang genau erklärt und beschrieben. Und dann ist da natürlich noch der große Kriminalfall. Ein toter Parteibonze, eine geheime Staatssache und ein Vertuschungsversuch der Gestapo - der wunderbar gezeichnete Xaver März, der beleibe kein Held, aber ein tapferer Kämpfer ist, deckt nach und nach Dinge auf, die dem historisch Kundigen Leser vertraut sind, und trotzdem nichts von dem Schrecken verlieren, den sie in sich tragen. Absolut toller Roman, unbedingt weiterzuempfehlen!
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stift zu »Robert Harris: Vaterland« 23.06.2009
Ich finde sehr interessant wie der Autor sich das siegreiche Deutschland vorstellt. Irgendwie realistisch und beängstigend. Die Hauptfiguren sind sehr verständlich und in ihrer Art sympathisch. Und die rührende Liebesgeschichte hat mich zum Ende hin sehr berührt. Alles in allem ein sehr gutes und spannendes Buch,welches ich nur weiterempfehlen kann!
gowain zu »Robert Harris: Vaterland« 11.06.2009
Der Film ist nicht soo schlecht, reicht aber keineswegs an das Buch heran. Super Idee, die Geschichte umzuschreiben und vor dem, nun veränderten Hintergrund eine Krimihandlung stattfinden zu lassen, die mehr und mehr eine Politaffäre wird. War etwas skeptisch, das hat sich beim Lesen aber schnell zerschlagen.
Tolles Buch!
Jolanda zu »Robert Harris: Vaterland« 27.05.2009
Ich habe soeben das Buch beendet und muss sagen, dass ich es genial fand. Keine Hollywood-verkitschte Liebeseinlage (...und leben glücklich bis an ihr Lebensende...), historische Wahrheiten, genau recherchiert und spannend von der ersten Seite an. Es gibt wohl einen Film dazu, glücklicherweise habe ich ihn nicht gesehen, kann mir auch vorstellen, dass er massengerecht da verfälscht dargestellt wird...
schmidt robert zu »Robert Harris: Vaterland« 27.01.2009
ich habe das buch wärend meiner haftzeit gelesen,und war voll und ganz begeistert.Die fantasievolle handlung über den sieg der deutschen ist wirklich toll.das buch hat mich wirklich gefesselt.Veile darin vorkommende tatsachen haben mich erschüttert.Schade das es wirklich einmal so war.Aber gott sei dank ist die schei... vorbei.danke Harris für diese gute werk
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koepper zu »Robert Harris: Vaterland« 16.12.2008
"Vaterland" ist ein bedrückendes Buch. Das Ausgangsszenario: Deutschland hat den zweiten Weltkrieg gewonnen. Die Handlung spielt im Jahre 1964.
Vordergründig hat Harris einen Krimi geschrieben, der nicht schlecht ist und durchaus spannend.
Interessanter für mich war bei der Lektüre, die Utopie des gewonnenen Krieges. Was Harris beschreibt, Bespitzelungsstaat, Leben in Unfreiheit, ausgeprägter Polizei/Gestapostaat, umfassende Überwachung der Bevölkerung und Größenwahn, all dies ist plausibel entwickelt.
Harris erspart dem Leser nicht, sich mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte auseinander zu setzen - der Judenverfolgung. Z.T. verwendet er authentische Texte aus dem dritten Reich.
Eine Beschreibung eines Besuchs in Ausschwitz zeigt die unfassbare Barbarei dieser Zeit sehr eindrucksvoll und verstörend.
Ohne das Ende des Buches zu verraten. In einem Unrechtssystem gibt es nicht wirklich ein Happy End, weil, auch wenn der Kriminalfall gelöst wird - das Unrechtssystem bleibt bestehen. Es gibt eben kein richtige Leben im Falschen.
Und - gut, dass wir den Krieg verloren haben.
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Anja S. zu »Robert Harris: Vaterland« 17.07.2008
Das hier ist ein sehr intelligent gemachter und spannend geschriebener Politthriller, der gut das Leben und Arbeiten eines Kriminalbeamten in einer Diktatur beschreibt. Sehr lohnend!!!
Torben zu »Robert Harris: Vaterland« 02.07.2008
Hallo,ein Buch, ausgehend von einer fiktiven Realität - also Sciene Fiction? Nein, das Buch von Harris beschreibt ein plausibles Szenario nach dem Zweiten Weltkrieg.Gerade im Quervergleich zum Sachbuch "Hitlers willing executioners" von Daniel Goldhagen sehr faszinierend. Auch das unwohlige Gefühl des Xaver März in seiner schwarzen Uniform aufgrund der Reaktion der Anderen wird fühlbar. Und dann ist es noch, sic, ein toller Krimi.Absolute Empfehlung!Torben
Octavio Custode zu »Robert Harris: Vaterland« 02.11.2007
Ein tolles Buch, spannender Thriller, interessante Geschichte, die Grausamkeit eines States
Zeichnet es doch die Seiten des Sieges und was sagt uns das, nach ein paar Jahren später, ändert sich doch immer wieder alles.
Die bundesrepublikanischen Deutsche hätten wenigsten dann noch Rückgrat.
Hingegen was sind jetzt, nur noch
"geld geil" und feige.

Octavio und die Liktoren
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K. B. zu »Robert Harris: Vaterland« 24.10.2007
Interessantes Buch über ein dunkles Kapitel der (so - Gott sei Dank - nie passierten) deutschen Geschichte:

Das "Großdeutsche Reich" in den 1960er Jahren.

Leider kann ich mir den Dienstbetrieb der Reichskriminalpolizei nach einem siegreichen Deutschland SO nicht ganz vorstellen. Der Autor hätte sich zur Einstimmung besser alte Fernsehserien à la "Stahlnetz" ansehen sollen...

Denn, wenn wir ehrlich sind, hat sich zwischen der Mentalität und Arbeitsweise der Kriminalbeamten im "Dritten Reich" und der BRD in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren nicht viel geändert. (Viele Beamte waren sogar "Überbleibsel" der Staatlichen Kriminal- und Geheimen Staatspolizei.)

Groteske Vorstellungen, wie z. B. die "Vererbungslehre", der "Berufsverbrecher" oder klischeebehaftete Vorurteile gegenüber Sinti und Roma, Ausländer etc. waren INDEED noch in den Köpfen der Jung-BRD-Kriminalisten vorhanden.

Das zeigt auch der Vergleich zwischen Kriminalromanen, die in der Zeit des Nationalsozialismus geschrieben wurden und Kriminalromanen aus der frühen BRD: Es gibt keinen Unterschied in dem Feindbild (der einschlägig bekannte und in seinem Lebensstil "abnormale" Verbrecher) und dem Helden (der korrekte deutsche Beamte - der unter Anwendung seines scharfen Verstands und der deutschen Tugenden das Rätsel löst).

Wenn sich Harris mehr mit der Krimilandschaft des "Dritten Reichs" und der 50/60er Jahre auseinandergesetzt hätte, dann wäre - IMHO - eine realistischere Atmosphäre entstanden.

Aber vielleicht ist es auch ganz gut so, dass der Autor dies nicht gemacht hat. Denn ich finde Harris' "Vaterland" schon unheimlich realistisch genug.
gowron zu »Robert Harris: Vaterland« 23.10.2007
Hallo,

in diesem Krimi zeichnet Robert Harris eine utopische Welt, die allein schon erschreckend genug ist: Nazi-Deutschland hat den Krieg gewonnen. In dieser diktatorischen Umgebung leben die Menschen und werden durch die Propaganda der Regierung unter Hitler vor den Grausamkeiten abgeschirmt, die hinter der Fassade des monumental zur Hauptstadt Germania umgebauten Berlins vonstatten gehen. Doch ein Polizeiermittler kommt den grausamen Verbrechen auf die Spur.

Der fantastisch konstruierte Politthriller garantiert Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde und lässt den Leser vollständig in die Beklemmung der totalitären Welt eintauchen, die hier gezeichnet wird. Um die volle Wirkung der Buches zu erfahren, muss man schon ein gewisses geschichtliches Wissen mitbringen. Im Vordergrund stehtb aber die enorme Spannung.

Fazit: Spannend und erschreckend zugleich. Unbedingt lesenswert!

Viele Grüße,

Gowron.
mase zu »Robert Harris: Vaterland« 30.07.2007
Sehr interessantes Buch über ein Geschichtskapitel, welches leider immer nocht totgeschwiegen wird. Wünschte es würden sich mehr Autoren ein Herz fassen und sich damit befassen. Atmosphärisch sehr dicht beschrieben. Hat Spass gemacht.
Alexander Zirbes zu »Robert Harris: Vaterland« 26.06.2007
Ein unfassbar schauderhafte Story, die ein Horrorszenario gekonnt beschreibt. Mal im Vordergrund, mal verhalten erkennt man die bedrückende Situation in diesem "Reich".
Absurd und interessant. Abenteurlich und absolut lesenswert: Nicht nur für Deutsche...
RED zu »Robert Harris: Vaterland« 04.05.2007
Ich habe mein Abitur in Geschichte gemacht, bin als Zeitsoldat bei der Bundeswehr und finde dieses Buch äusserst lesenswert, da es zum Nachdenken anregt und eine Menge Diskussionsstoff aufwirft. Die Mischung zwischen Fakten und Fiktion ist sehr gelungen, vgl. Frank Schätzing, und damt wird dieser Roman zu einer festen Grösse in der deutschen Literatur. Selbst die Verfilmung ist sehr gelungen und damit einen dadurch empfehlenswert. Wer an deutscher Nachkriegsgeschichte interessiert ist kommt an diesem Buch nucht vorbei !!!
teresa zu »Robert Harris: Vaterland« 28.04.2007
ich finde die ersten zwei drittel des buches recht langweilig und man muss aufpassen beim lesen nicht einzuschlafen, man könnte die handlunng in manchen lkapitteln auf ein bis zwei eiten verkürzen und die ewigen beschreibungen über wetter und co weglassen. im letzten teil wird es recht spannend aber wirklich fesselnd fand ich das buch nicht
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Dr. Brigitte Bögle zu »Robert Harris: Vaterland« 08.01.2007
Schon mindestens 20mal verschenkt - Ein MUSS für alle unter 30 - und für die über 30 erst recht.
Sollte Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht werden - ein Meisterwerk!
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Stefanie Hacker zu »Robert Harris: Vaterland« 06.01.2007
dieses Buch ist einfach fesselnd!
es ist unglaublich spannend etwas zu lesen, das so drastisch mit einer eventuellen deutschen Geschichte spielt!
Ich habe selbst schon Auschwitz besucht und mich viel mit diesem Thema befasst! und dieses Buch vereint Spannung und Geschichte! Der Leser wird mit jedem Kapitel neu überrascht. Dieses Buch ist im Prinzip die beste Version von "Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte"
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Werner zu »Robert Harris: Vaterland« 05.01.2007
Auch ich finde das Buch sehr gut, aber auch noch aus einem anderen als den schon genannten Gründen. Die Amerikaner bieten den "siegreichen" Nazis trotz deren Verbrechen und menschenverachtendem System plötzlich eine politische Zusammenarbeit an. Ist das realistsich, wenn die Nazis wirklich gesiegt hätten ? Hätten die Amerikaner wirklich alle ihre politischen Ideale über Bord geworfen für eine Zusammenarbeit mit einem solchen System ? Hätten sie überhuapt eine andere Möglichkeit gehabt und wenn ja welche ? Haben sie nicht auch nach einer Phase des Kalten Krieges mit der UdSSR zusammengearbeitet, trotz der stalinistischen Vergangenheit aus Archipel GULAG und anderer "Säuberungen" ? Bewirkt das Gleichgewicht des Schreckens also, daß sie trotz Holocaust auch mit den Nazis hätten kooperieren müssen ? Hätte die Veröffentlichung der geschmuggelten Unterlagen daran überhaupt etwas geändert ?Wie ich finde, eine wirklich interessante Frage weit über den Krimistoff hinaus. Was übrigens aus meiner Sicht alle Bücher von R. Harris auszeichnet - eine gute Geschichte mit jeweils interessanter Fragestellung dahinter.
detno zu »Robert Harris: Vaterland« 20.12.2006
Für mich ist "VATERLAND" ein absolutes Spitzenbuch.

Wer bereit ist zu akzeptieren, dass die deutsche Geschichte 1945 einen anderen Verlauf hätte nehmen können, dem liegt mit diesem Polit-Thriller ein hochinteressantes und spannemdes Buch vor. Geschickt hat Robert Harris die Handlung mit historischen Personen, tatsächlichen Abläufen und echten Dokumenten verknüpft. Auch das reale Stadtbild von Berlin (das ich als Berliner gut kenne) und die größenwahnsinnigen Pläne für die Welthauptstadt Germania wurden glaubhaft vereint. Das menschenverachtende Wesen und die gnadenlose Brutalität der NS-Staates werden insbesondere durch den SS-Mann "Globus" verdeutlicht.
Erschreckend und beklemmend die Aussage von "Globus", dass der Holocaust in späteren Jahren von keinem Menschen mehr geglaubt wird. Das ist zum Teil traurige Realität, wenn man heute die revisionistischen Sprüche der Neonazis hören muss. Ein "Happy End" bietet dieser düstere Thriller leider nicht, der Schluss dieses Werkes ist die - aus meiner Sicht - einzige glaubhafte Lösung.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
matze zu »Robert Harris: Vaterland« 12.12.2006
"Jana zu »Robert Harris Vaterland«
Das Buch ist aufgrund des geschichtlichen Hintergrundes wirklich sehr gut und bezüglich der erreichten Kriegsziele überhaupt nicht (wie Gerold meint) absurd.
Russland hätte niemals ohne die Unterstützung der USA und Englands den deutschen Truppen Einhalt gebieten können, schon aus materialtechnischer Hinsicht gesehen."

Die Sowjets haben die Deutschen jedoch auf ihrem Ostfeldzug gestoppt und sie bis nach Berlin zurückgedrängt(was eigentlich allseits bekannt sein sollte).Sie wurden zwar durch amerikanische und vor allem britische Hilfslieferungen unterstützt,jedoch beschreibt Harris des öfteren in seinem Roman,das auch die russischen Partisanen durch die Amerikaner unterstützt werden.
Daher halte ich den Roman auch in dieser Hinsicht für höchst realistisch.
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jana zu »Robert Harris: Vaterland« 06.12.2006
Das Buch ist aufgrund des geschichtlichen Hintergrundes wirklich sehr gut und bezüglich der erreichten Kriegsziele überhaupt nicht (wie Gerold meint) absurd.
Russland hätte niemals ohne die Unterstützung der USA und Englands den deutschen Truppen Einhalt gebieten können, schon aus materialtechnischer Hinsicht gesehen. England war den Deutschen auch nicht gewachsen, Frankreich sowieso nicht. Also ohne den Eintritt der USA in den Krieg (was ja nur zwanghaft geschehen ist) hätten wir jetzt durchaus den im Buch beschriebenen Zustand haben können.
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alifu zu »Robert Harris: Vaterland« 26.08.2006
Hinsichtlich der politischen "Was-Wäre-Wenn"-Implikationen ist das Buch wirklich lesens- und empfehlenswert. Erzählerisch und literarisch ist es jedoch kein Kunstwerk. Harris "schreibt" eigentlich nicht viel. Muß er ja auch nicht, weil er sich an historischen Rastern entlangarbeitet. So zeichnet er zwangsläufig eine düstere Nazi-Gesellschaft, die fesselt, aber die Charaktere etwas unterbelichtet läßt. Harris erzählt gegen Ende immer schneller, nicht unbedingt dichter. Das Ende kommt dann ziemlich abprubt und wirkt irgendwie "unauserzählt" und offen. trotzdem: gutes buch, solides handwerk.
Heike zu »Robert Harris: Vaterland« 21.05.2006
Das Buch kann ich sehr empfehlen. Ein ansprechender Schreibstil und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Als Wahlberlinerin läuft beim Lesen ein Film im Kopf ab wenn Örtlichkeiten beschrieben werden an denen man selbst schon zugegen war. Ein Horrorszenarium welches uns "Gott sei Dank" erspart wurde, jedoch realistisch und spannend von Harris nachemfunden.
Enigma zu »Robert Harris: Vaterland« 18.05.2006
zu Michael: natürlich war die SS größtenteils ein mordender haufen mit verdrehter Ideologie, doch die Kripo wurde mitte der 30er Jahre in die SS eingegliedert und daher muss zwischen Kripo, "Orpo", wie sie im buch genannt wird, den Totenkopf-Wachdivisionen und den Waffen-SS Einheiten deutlich unterschieden werden. daher auch der Rang sturmbannführer Xaver März.

Das Buch ist nur zu empfehlen. Am ende erwartet den leser noch einen kleinen Plottwist, jedoch macht den Großteil des Lesevergnügens die beängstigende Atmosphäre einer düsteren Welt aus.
yamine djeddi zu »Robert Harris: Vaterland« 05.04.2006
Hallo, ich hab das Buch "vaterland" gelesen und bin davon begeistert, es zeigt eine andere schlechtere welt die wir hätten wenn adolf hitler an der macht geblieben wäre. Respekt an den Autor mir hat das buch sehr gut gefallen
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P.I.M.P. zu »Robert Harris: Vaterland« 22.03.2006
Vaterland ist ein ungemein spannndes und zugleich abschreckendes Buch. Es zeigt mit aller Härte wie es wäre wenn das dritte Reich in unserer Welt noch existiere .
Robert harris bedient sich in seinem Buch oft warer Ereignisse und somit ist dass Buch sehr realistisch . Nur zu empfehlen . Aber bitte lasst
euch nicht von dieser im Buch beschriebenen Welt faszinieren .
Slyer zu »Robert Harris: Vaterland« 31.01.2006
Ich habe das Buch gelesen und fand es wirklich gut. Ich denke jeder Deutsche befast sich mal mit dem gedanken was wäre wenn wir gewonnen hätten??
Es ist ein heikles Thema aber auch ein sehr spannendes.ich habe mir das Buch gekauft um einmal zu sehen wie die Welt und Deutschland aussehen würden.Ich wurde nicht entteuscht.Lest es und bildet eure eigene Meinung.
Ein 18 Gymnasiast aus NRW
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Thomas zu »Robert Harris: Vaterland« 29.12.2005
Das Buch finde ich wirklich gelungen. Harris präsentiert darin ein "Drittes Reich", das sehr glaubhaft erscheint. Ihm gelingt dies, in dem er sich am Polizeistaat des "real-existierenden Sozialismus" orientiert. So kommt dann auch sein Berlin des Jahres 1964 als eine Mischung aus Speers monströsen Prachtbauten und der grauen Tristesse osteuropäischer Trabantenstädte daher. Dies macht das Buch richtig glaubwürdig.

Herrn Michaels Ausführung über die SS und den "guten Nazi" Xaver März muß ich leider widersprechen: Xaver März ist er alles andere als ein überzeugter Nazi. März ist nicht Mitglied der NSDAP oder einer anderen Nazi-Organisation und die Gestapo hat eine dicke Akte über ihn angelegt. Athur Nebe hat ihn im Buch treffend beschrieben. März sei das Ergebnis der Bemühungen, den Herrenmenschen zu schaffen. Und jetzt habe sich diese Produkt gegen seinen Schöpfer gewandt.

Ich finde März durchaus sympatisch. Hariss mußte einen solchen Charakter in den Mittelpunkt seines Romans stellen, allein aus literarischen Gründen. Oder wollten Sie einen Roman lesen, in dem der Protagonist ein mordender SS-Kommandant an der Ostfront ist?
Michael zu »Robert Harris: Vaterland« 18.10.2005
Für mich (15) hat diese Geschichte, so gut und spannend sie auch sein mag, ein Problem: die SS wird hier als die gute und ehrliche Aufklärerorganisation angesehen, während nur die Gestapo die alleinigen Bösewichter sind. Auch in diesem Plot taucht wieder einmal der "gute" Nazi auf (Xavi). Nichts ist weiter von der Realität entfernt. Die SS war mit das schlimmste, was das dritte Reich hervorgebracht hat. Sie stellte die KZ-Wachmannschaften, erschoss Zivilisten in Polen usw. usf.
Deswegen ist der Film nur mit Vorsicht zu genießen, auch wenn er sonst sehr interessant ist.
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Christian zu »Robert Harris: Vaterland« 16.10.2005
Ich als deutscher habe schon oft darüber nach gedacht, was wäre wenn ... Wie am Anfang schon gesagt fasziniert der Gedanke eines deutschen Weltreiches ungemein, doch zeigt uns Robert Harris gnadenlos den hohen Preis.

Meiner Meinung nach wäre spätestens nach dem Tode Adolf Hitlers Nazi-Deutschland vor eine völlig neue Situation getreten, denn ich mache das 'dritte deutsche Reich' ganz klar an der Person Adolf Hitler fest. Ja, das Reich Germanien mit den treuen 'Heil Hitler' Sagenden würde wie die DDR zusammenbrechen. Die ganze Weltgeschichte zeugt doch nur von Revolutionen für die Freiheit, und wenn es einmal daneben geht, wird es nochmal probiert.

Abgesehen von dem Thema 'Was wäre wenn' fand ich den Film (das Buch kenne ich nicht) genial. Ein düsteres Deutschland wird beschrieben, dass ich, wenn ich ehrlich bin, nicht gegen unser heutiges eintauschen möchte. So spannend und faszinierend es auch ist in die Fiktion 'Vaterland's einzutauchen, sollte man niemals vergessen , dass das was in Nazi-Deutschland passiert ist die aller, aller unterste Schublade war und jeder Deutsche sollte das Geschehene verurteilen.

Ein ganz neues Bild, was ich als nur 'Pompeji' Kenner niemals Rober Harris zugeordnet hätte. Auf jedenfall absolut sehen- bzw, lesenswert (gerade für (uns) Deutsche).
Gerold zu »Robert Harris: Vaterland« 24.09.2005
Spannend in jedem Fall und düster.
Das Szenario ist dankbar aber eigentlich nicht denkbar für eine Kriminalgeschichte mit solcher Auflösung. Die Zielrichtung auf die unterstellte Unwissenheit der Deutschen bezüglich des Holocaust kommt der vielschichtigen Wirklichkeit dieses Phänomens nicht wirklich nahe aber rückt eine Facette der Verdrängung, und zwar die des Polizeiapparates, in den Mittelpunkt.
Die Grundvoraussetzung des Buches, dass Deutschland seine Kriegsziele erreicht hat, ist absurd und unter diesem Gesichtspunkt bleibt ein fader Nachgeschmack.
WASG zu »Robert Harris: Vaterland« 23.07.2005
ja der offene schluß wenn hitler gewonnen hätte...
dann wäre das 1000 jährige reich eingetroffen und die deutschen wären die weltherrscher....wenn da nicht der fatale von hitler ins spiel gebrachte rassenkampf wäre, wäre das sogar eine verlockende vorstellung...
alles in allem vermittelt uns das auch schon mit dem titel vaterland...man sollte nie vergessen wo man her kommt....
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Tom Staller zu »Robert Harris: Vaterland« 11.07.2005
Ich habe Vaterland vor einigen Jahren gelesen, dann Enigma, Aurora und jetzt gerade Pompeji. Ich lese die Bücher von Robert Harris sehr gerne uns sehr interessiert.
"Vaterland" hat mich wirklich gefesselt, einerseits weil mich die deutsche Geschichte sehr interessiert und andererseits weil Harris seine Vision so hervorragend darstellt.
"Was wäre gewesen, wenn...wie hätte es weitergehen können"
Torsten Janssen zu »Robert Harris: Vaterland« 21.06.2005
Also die Meinung von Herrn Gußner, läßt einen ja die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Natürlich war die Mehrzahl der Deutschen für Hitler, da braucht man sich ja nur die Bilder anzusehen wo sie sich rauschhaft an Hitler ergötzen; ihm ekstatisch zujubeln. Das ist MEHR als ein Lippenbekenntnis.Um 6 Millionen Juden, Frauen, Männer und Kinder umzubringen gehört eben mehr als nur eine Hülle. Dazu gehören "Hitlers begeisterte Helfer" um Daniel Goldhagen zu zitieren. Ob Hitler, sich vielleicht angesicht des Sieges nicht erholt hätte, von Drogensucht und Krankheit bleibt spekulativ. Allerdings beschreibt der Autor glaubhaft die Tode Görings (1950; wegen ungesunder Lebensweis) und Himmlers 1962. Grüße
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Gunnar Wascher zu »Robert Harris: Vaterland« 18.06.2005
Genial!
Eine perfekte Kompostition aus weitergesponnener Historie Deutschlands (auch, wenn es sich keiner so gewünscht hätte) und einem Krimi, der in den "alten" Wunden des Nationalsozialismus kratzt, welche sich gerade als legitime Staatsform ausgeben will.
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Hans Gußner zu »Robert Harris: Vaterland« 08.05.2005
Ichn habe das Buch gelesen und mich ärgert es, daß die die Deutschen als adolfhörig dargestellt werden. Ich denke, daß der Nationalsozialismus die Herzen der meisten Deutschen damals nicht erreicht hat und das "Heil Hitler nur ein Lippenbekenntnis war. Ich denke, daß der drogenabhänginge und kranke Adolf Hitler sowieso nach dem Krieg nicht mehr lange gelebt hätte. Niemand kalkuliert das mit ein. Meiner Meinung nach, wäre dann das nationalsozialististische System zusammengebrochen, so wie in der DDR der Sozialismus zusammengebrochen ist.
Dorfmann zu »Robert Harris: Vaterland« 02.05.2005
Es ist tatsächlich ein Meisterwerk. Und dennoch bleibt für mich ein fader Nachgeschmack bei der ganzen Geschichte. Warum müssen britische Autoren IMMER mit irgendeiner Nazi- oder Weltkrieg II-Geschichte debütieren? Und warum funktioniert das immer noch? Die Faszination des Unfassbaren wirkt offenbar bis heute. Die Glatzen brüllen Parolen und die Intellektuellen lesen Bücher und freuen sich, dass der Spuk vorbei ist. Vielleicht hat aber auch Sting recht mit seinem Song HISTORY WILL TEACH US NOTHING.
Hans Klemm zu »Robert Harris: Vaterland« 28.04.2005
Buch und Film machen mit Nachdruck klar, warum der 8. Mai 1945, das Datum der Kapitulation, als Tag der Befreiung gilt. Der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat dies in seiner Rede zum 40. Jahrestag 1985 eindrucksvoll begründet, auch unter Verweis auf das erschütternde Los der Kriegsgefangenen und Vertriebenen, die von Befreiung damals nichts spürten.

Robert Harris hat in seinem erst 1992 erschienenen Buch den "Irrweg deutscher Geschichte" fortgeschrieben, der Gott sei Dank nicht eingetreten ist.
Martin W. zu »Robert Harris: Vaterland« 19.04.2005
Mir gefiel dieser Thriller besinders gut. Ich kaufte mir das Buch, nachdem ich eine Vorschau für den Film gesehen habe. Das Buch stellt in besonders betreffender Weise die Perversität von Rechtsradikalen dar und warnt uns vor ihnen.
Ronsen zu »Robert Harris: Vaterland« 02.11.2004
Nun, ich habe dieses beeindruckende Buch während meiner Schulzeit geradezu verschlungen. Nachdem ich es zweimal gelesen hatte und während Recherchen für eine Buchvorstellung, mit besagtem Meisterwerk als Thema, auch noch auf die wirklich exzellente Verfilmung stieß zementierte sich bei mir ein Eindruck der meine Auffassung von politischen Utopien sowie von utopischem Denken im Allgemeinen bis heute tiefgreifend beeinflusst.
Im Film sogar noch besser als im Buch wird hier ein Schreckensszenario geschaffen das seinesgleichen sucht und hoffentlich im Realen nie finden wird. Es herrscht eine allgemeine Aura der schlechten Laune und Ungewissheit (sicher trägt das bei Harris stetig bewölkt-nieselige Berliner Wetter dazu bei). Jedoch kann man denke ich nicht umhin dieses Werk als 'mehr als nur lesenswert' zu brandmarken.
Es bleibt zu hoffen, dass diese Utopie ihrer griechischen Entsprechung 'urs topos' --> 'Nirgendwo' auch in Zukunft gerecht bleibt.
MfG Ronsen

P.S.: F*** Bush
Ulrich Everling zu »Robert Harris: Vaterland« 29.09.2004
herr janssen hat wohl recht mit seiner behauptung, ein solches ende wäre wenig realistisch; allerdings lässt r. harris seinen roman ja auch nicht mit der darstellung der folgen enden, sondern lässt nur die möglichkeit offen, dass die belastenden dokumente wirklich an das gewünschte ziel gelangen und so VIELLEICHT eine nazideutsch-amerikanische zusammenarbeit unterbunden wird. selbst das entkommen charlies über die grenze bleibt meiner ansicht nach nur die utopie des weit entfernten hauptdarstellers ("sie ist entkommen. er... wusste es mit absoluter sicherheit")
ich beschäftige mich übrigens im rahmen meiner facharbeit mit diesem buch (noch im anfangsstadium) im vergleich zu carl amerys "an den feuern der leyermark", und würde gerne übers internet irgendwie an robert harris selbst rankommen, also wenn hier irgendjemand eine möglichkeit sieht seine email-adresse ausfindig zu machen... ich wäre für jeden rat dankbar!
Torsten Janssen zu »Robert Harris: Vaterland« 05.07.2004
Übrigens ist das etwas unglaubwürdige Ende des Buches in der Tat diskutabel, da kein Präsident der Welt einen Staatsbesuch einfach abbrechen würde, nur weil ein Mitarbeiter ihm Fotos zeigt. Und auch Hitler, hätte sein Großdeutsches Reich nicht so einfach aufgegeben, nur weil ein Bündnis mit der US - Regierung nicht zustande gekommen ist. Nun gut, Fiktion ist Fiktion.
Torsten Janssen zu »Robert Harris: Vaterland« 05.07.2004
Allen Sei die exzellente Verfilmung des Romans ans Herz gelegt, in der Jean Marsh (Rose aus dem "Haus am Eaton Place"), Miranda Richardson und Rutger Hauer als März glänzen. Die Verfilumng ist aus dem Jahre 1994.
sebastian zu »Robert Harris: Vaterland« 04.07.2004
dieses buch zeigt einem, in was für einer welt wir theoretisch heute leben könnten, wenn die geschichte anders verlaufen wäre...und das wäre eine schreckliche welt. man merkt wirklich, wie wichtig es ist, frei denken, frei seine meinung sagen zu können und nicht gleich ins gefängnis oder hingerichtet wird, wenn man gegen das system agiert.
alles in allem ein atemberaubendes und über alle maßen spannendes buch, das ich nur jedem weiterempfehlen kann !
Nobody zu »Robert Harris: Vaterland« 27.06.2004
Ich habe mir den Film angeguckt und finde ihn wenn ich mal sagen darf (``realistisch´´) !
Er ist sehr gut inziniert!
Ich werde auch mal ein Buch über dieses hypotetische Thema schreiben.
Talon Bingis zu »Robert Harris: Vaterland« 31.05.2004
Ein Krimi in einem Polizeistaat, wie es ihn so noch nicht gegeben hat. Während des Buches spürt man quasi wie erdrückend der nationalsozialistische Gedanke auf die Menschen wirkt.

Man merkt eigentlich erst nach diesem Buch, dass freies Denken ein Luxus sein kann.
Torsten Janssen zu »Robert Harris: Vaterland« 13.04.2004
Liebe Sina, das ganze Buch ist eine Fiktion, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte. Als schließlich herauskommt was er mit den Juden gemacht hat, verliert er díe Verbündeten und wohl auch die Macht. Nur gut das dieser Roman reine Fiktion ist.
Sina Ettmer zu »Robert Harris: Vaterland« 13.04.2004
Ich(17) habe das Buch Vaterland gelesen, da ich sehr geschichtsinteressiert bin. Ich bin begeistert von dem Buch. Mich faszieniert, wie Robert Harris es geschafft hat, die wirkliche Geschichte so in seinen Roman einzubauen. Jedoch muss ich sagen, dass ich das, das Ende doch besser ein Abschluss hätte sein sollen, mit einem Fazit, was nun wäre, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte. Ich finde am Schluss bleibt Robert Harris neutral, obwohl man seine Position während des Buches eigentlich erkennen kann. Das Buch hat mich trotzdem gefesselt vor Spannung, obwohl ich mich sonst sehr schnell langweile, wenn ich ein Buch lese.
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