Mordsfreunde von Nele Neuhaus

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 bei Monsenstein und Vannerdat.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Taunus, 1990 - 2009.
Folge 2 der Bodenstein-und-Kirchhoff-Serie.

  • Münster: Monsenstein und Vannerdat, 2007. ISBN: 978-3865825537. 495 Seiten.
  • Berlin: List, 2009. überarbeitete Fassung. ISBN: 978-3-548-60886-0. 393 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2011. Gesprochen von Julia Nachtmann. gekürzt. ISBN: 978-3869090900. 6 CDs.

'Mordsfreunde' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Ein Tierpfleger des Kronberger Opel-Zoos macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Sie gehört zur Leiche des Kelkheimer Lehrers und Umweltschützers Hans-Ulrich Pauly, der ein vehementer Gegner des geplanten Ausbaus der B8-Westumgehung war. Bodenstein und Pia Kirchhoff ermitteln in und um Kelkheim und Königstein. Was haben Mareike Graf, die schöne Exfrau des Ermordeten, oder Dr. Christoph Sander, der Direktor des Opel-Zoos mit Paulys Tod zu tun? Und welche Rolle spielen die jungen Leute im mysteriösen Internet-Café im Hinterzimmer des vegetarischen Bistros Grünzeug? Abgelenkt von Schatten aus ihrer Vergangenheit verstrickt sich Pia Kirchhoff gefühlsmäßig in den Fall, und als ein zweiter Mord geschieht, fürchtet Bodenstein, dass seine Kollegin Teil einer mörderisch gut geplanten Inszenierung ist.

Das meint Krimi-Couch.de: »Manchmal wäre ein Weniger mehr« 75°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Noch ein AbsatNele Neuhaus hat durch ihre Ermittler Pia Kirchhoff und Hauptkommissar Bodenstein bereits Eine unbeliebte Frau und deren mörderisches Schicksal aufarbeiten lassen. In ihrem neuen Buch Mordsfreunde darf sich die Kripo mit dem eigenartigen Ableben eines unbeliebten Mannes beschäftigen. Hans-Ulrich Pauly, engagierter Lehrer am Kelkheimer Gymnasium, wird von den jungen Menschen, die ihm anvertraut sind, wegen seines vehementen Einsatzes für den Umweltschutz geradezu göttergleich verehrt, die arrivierten Bürger der Stadt sehen in ihm jedoch eher einen Störenfried, vor allem diejenigen, die an diversen Bebauungsplänen nicht schlecht verdienen.

Doch Pauly wird keinem mehr ins Handwerk pfuschen, denn Teile seines Körpers werden auf dem Gelände des Kronberger Opel-Zoos gefunden. Natürlich beginnen die Kriminalisten sofort in zwei Richtungen zu ermitteln. Zum Einen scheinen sich die Lebensgefährtin und die Ex-Frau des Ermordeten nicht besonders grün zu sein und das hinterlassene Bauernhaus wollen beide für sich beanspruchen, zum Anderen dürfte es einigen Herren des hiesigen Stadtrates nicht unangenehm sein, dass Pauly endlich nicht mehr seine Nase in Angelegenheiten stecken kann, die offensichtlich nicht ganz astrein abgelaufen sind.

Dabei sehen die Ergebnisse der ersten Untersuchungen so aus, als könnte auch der so rechtschaffene Herr Pauly seine Finger in dubiosen Geschäften gehabt haben. Und es macht auch eine ziemlich schräge Optik, dass sich nachts junge Mädchen auf seinem Grundstück getummelt haben und auch sonst ein ziemlich seltsames Kommen und Gehen dort geherrscht hat, das vor Allem den Nachbarn gar nicht recht war.

Und dann sind noch viele andere Menschen aus dem Dunstkreis des Ermordeten, die bei Verhören und durch ihre Handlungen verdächtig wirken. Sei es der Direktor des Zoos oder die Beschäftigten im vegetarischen Bistro »Grünzeug«, die im Hinterzimmer eine obskure Internetpräsenz nur für Eingeweihte aufgebaut haben. Und das Bistro gehört ebenso Pauly, wie dessen Lebensgefährtin, doch diese weiß von nichts. Paulys Ex-Frau Mareike Graf und ihr nicht ganz vermögensloser Gemahl hätten gerne auf Paulys Grundstück Häuser gebaut, doch dieser wollte nicht verkaufen, obwohl es ihm bei der Scheidung nur überlassen wurde. Dennoch soll Frau Graf ihm die Kaufsumme noch ein Mal aufgedrängt haben, bevor das Anwesen plötzlich abgefackelt wird …

Fragen über Fragen drängen sich in Frau Neuhaus neuem Krimi auf. Nach jedem Kapitel präsentiert sie einen neuen Verdächtigen oder das entsprechende weibliche Pendant und alle kommen aus der Ecke der Reichen und Schönen bzw. deren Sprösslingen, die aber allesamt keinen Bock darauf haben, die Wünsche der Eltern so zu erfüllen, wie es sich diese vorstellen. Und auch das gibt Zoff in Hülle und Fülle, so dass sich die Handlung dreht und wendet. Das ist zumindest ein Positivum dieses Kriminalromans, der sehr komplex konstruiert wurde und mit mäßiger Spannung auch bis zum 488 Seiten entfernten Schluss recht ansprechend zu lesen ist.

Beide Ermittler dürfen auch ihr Privatleben und Konflikte im Berufsleben vor dem Leser ausbreiten, wobei dies gottlob nicht in permanenter Schwermut ausartet, sondern in leichte Anklänge einer Liebelei und Flirtversuche in diversen Richtungen ausgespielt wird, wegen derer sich im Endeffekt Pia Kirchhoff auch auf nicht ungefährliche Weise in den Fall verstrickt.

Wenn man Frau Neuhaus für die szenische Aufbereitung ein Lob aussprechen muss, so kann man im gleichen Atemzug auch mit Tadel vermerken, dass ihr zwar Situationen und Dialoge gut aus der Feder fließen, gleichzeitig aber ihr Vermögen atmosphärisch dichte Bilder zu erzeugen, gelegentlich fehlt. Die Beschreibungen der einzelnen Szenarien haben in vielen Fällen den Charme einer Reportage aus der örtlichen Tageszeitung und ähnlich verfährt die Autorin mit den ansatzweise zwar guten Stimmungsmomenten, die aber fast radikal abgewürgt werden, wahrscheinlich, um das Buch nicht zu dick werden zu lassen.

Die Geschichte und die Autorin hätten sicherlich noch mehr Potential gehabt. Da wäre manchmal ein Weniger an Verdächtigen und dafür ein Mehr an Tiefe zweckmäßig gewesen. Im Endeffekt bekommt man mit Mordsfreunde einen leicht überdurchschnittlichen Regio-Krimi, der recht gut unterhält und sicherlich noch für weitere Folgen ausbaufähig ist.

Wolfgang Weninger, Februar 2008

Ihre Meinung zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Die Frankfurterin zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 05.04.2017
Das zweite Buch dieser Reihe hat mir sehr gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Mir sagen hier auch die Charaktere der Ermittler zu, da sie und ihre Privatleben ziemlich normal und bodenständig erscheinen und nicht wie in so manchen Krimis die Kommissare verschrobene Eigenbrötler oder Trinker und Schlägertypen sind.
Weiter so.
trafik zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 16.09.2016
Ich habe diesen Krimi nicht so schlecht gefunden wie die Meinungen vor mir.
Irgendwie warr alles schon einmal da. Es werden ja tausende Krimis jährlich geschrieben. Was soll man da neu erfinden. Ich bin nicht so bald auf die Lösung gekommen.
Auch der Schreibstil von Nele Neuhaus gefällt mir sehr sehr gut. Sehr flüssig und sehr unterhaltsam.
Ich werde im Gegensatz zu den anderen auch die weiteren Krimis dieser Serie lesen.
PMelittaM zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 18.11.2015
Im Opel-Zoo werden Leichenteile gefunden. Der Tote, Lehrer und Umweltschützer, war bei vielen Leuten wenig beliebt, Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff machen schnell mehrere Verdächtige aus.Nele Neuhaus' zweiter Taunus-Kriminalroman bringt dem Leser nicht nur einen interessanten Kriminalfall mit überraschenden Wendungen, sondern auch weitere Erkenntnisse über die Ermittler. Pia Kirchhoffs Privatleben ist von diesem Fall mehr als nur am Rande betroffen, lernt sie doch gleich zwei interessante Männer kennen, die sich in ihr Herz schleichen. Aber auch in Oliver von Bodensteins Leben ergeben sich Veränderungen. Man kann gespannt sein, wie sich beides in den nächsten Romanen auswirken wird.Leider fand ich die Ermittlungsarbeit nicht ganz gelungen. Nicht nur, dass Pia sich mit am Fall Beteiligten privat einlässt, es werden auch wichtige Erkenntnisse nicht weiter verfolgt. Als sich z. B. herausstellt, dass besondere DNA an einem Tatort gefunden wird, wird darauf nicht weiter eingegangen, diese Spur nicht verfolgt. Die Polizei erscheint mir nicht nur da recht begriffsstutzig.Der Fall an sich ist interessant und nimmt reelle Probleme der Gegend auf. Die Auflösung ist logisch, auch wenn, wie bereits erwähnt, die Ermittlungen etwas zu wünschen übrig lassen.Mir hat der Roman gut gefallen, die Reihe kann ich empfehlen.
Arnim zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 23.12.2013
Ja es gibt sie wieder Menschen, in diesem Fall Frau Neuhaus die mit wenigen aber inhaltsreichen Sätzen eine Spannung sprich Glücksgefühle erzeugen die endlich weitab vom Fließbandbuchschreiben sich deutlich für mich mit großer Freude ab/hervorheben. Irgendwie bin ich fest überzeugt hatt das wohl ein ganzes Stück mit meinem besten Freund dem Pferd zu tun, wenn Mensch und Tier in diesem Falle das Pferd eine Einheit bilden entwickeln sich Erlebnisse und Fantasien die weit ab von der Standart Buchkultur / Fernsehproduktionen liegen und immer wieder neue Funken das Feuer einer wunderbaren Erlebnisswelt entfachen. Danke Frau Nele Neuhaus und danke den vielen Emutionen der Pferde mit denen Frau Neuhaus in Kontakt ist und war...ein Pferdefreund aus Kronberg im Taunus und Sohn eines ehemaligen stell. Polizeidienststellenleiters aus Kronberg.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
D. Klas zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 02.05.2013
Total voraussehbare Geschichte, welche sich extrem dehnt. Der von Anfang an als böse und unsympathisch Dargestellte ist der Doppelmörder. Er hat im Hintergrund die Intrigen gesponnen.

Die Hübschen und Sympathischen haben mit allem Nichts zu tun.

Kein überraschender Effekt und ein total plumpes Gut - Böse- Schema lassen das Buch zum schlechtesten Krimi, den ich je gelesen habe, werden.
Absolut schwach und enttäuschend
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Beelzebub zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 25.02.2013
Kurz vorweg: Das beste am Buch ist die Benennung des Opel-Zoos. Ich bin leider wirklich enttäuscht. Jedoch freut es mich einen Krimi zu lesen, welcher im Taunus spielt. Jedoch muß ich sagen das es das letzte Buch war welches ich mir von Nele Neuhaus kaufen werde. Schnewittchen muß sterben muß warten bis ich es geschenkt bekomme.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Leserin zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 20.02.2013
Mal wieder ständige Wiederholungen in der Schreibweise.
Schlechte Recherchen(braucht man die überhaupt um zu wissen, dass ein Fussballspiel ,welches um 21 Uhr beginnt nicht spätestens um 22.30Uhr zu Ende sein kann?)
Ich wusste nicht, das Lesen einem so verleidet werden kann. Ich bin fast am Ende der Geschichte und freue mich auf ein richtig gutes Buch.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
koepper zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 05.12.2012
Das ist einfach zu viel des Guten und das macht einen leider nur mittelmäßigen Krimi. wie andere auch schon schrieben. Nele Neuhaus packt einfach viel zu viel in "Mordsfreunde". Öko, Umweltschutz, Wirtschaftskriminalität, Computer - Kids...
und dann führt sie eine Menge Personen ein und alle sind mal verdächtig. Wie früher beim heiteren Beruferaten, gerät dieser Krimi zum heiteren Mörderraten. Da wird schnell mal verhaftet und U-Haft angeordnet und wieder frei gelassen. Und Pi Kirchhoff läßt sich gleich von zwei Männern betören - beide natürlich auch verdächtig - da menschelt es doch zu sehr. Auch Bodenstein der andere Ermittler läßt sich sehr von seinen gefühlen leiten - er verdächtigt den, den alle mögen. Warum eigentlich, ist völlig spekulativ. So plätschert die Geschichte gemächlich dahin und Spannung kommt nicht wirklich auf. Ein schwaches Buch von Nele Neuhaus.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Dorothee zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 04.10.2011
Auf der Suche nach einem guten deutschen Krimi hatte ich leider noch immer keinen Erfolg. Nele Neuhaus schreibt diese nicht. Die Figuren bleiben absolut farblos. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht. Aber man hat das Gefühl, der Kommissar ist ein absoluter Dilettant, der nur im Dunkeln rumtappt. Es werden so lange Verdächtige verhaftet, bis man am Ende dann doch den richtigen hat, weil kein anderer mehr übrig ist. Bis ganz kurz vor Schluß war der Kommissar immer noch der Meinung, den richtigen Täter zu haben, aber natürlich lag er falsch. Und ich kann mir nicht vorstellen, daß Polizeiarbeit so aussieht, daß man zwei "Zivilisten" mit zu einer geplanten Verhaftung nimmt und die da lustig mit rum laufen (Vater und Tochter Sander auf der Burg), zwischen den Kriminalbeamten und den Leuten vom SEK. Und die Kommissarin läßt sich gleich mit zwei Personen aus dem Verdächtigenkreis etwas näher ein, weil sie wohl ein emotionales Defizit hat. Nein, so was braucht man wirklich nicht. Ich frage mich ernsthaft, wieso die Bücher von Nele Neuhaus allesamt die Bestenlisten stürmen.
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
M-L zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 13.07.2011
Auch ihr zweites Buch gefiel mir. Es beginnt sehr spannend und wie immer stellt Frau Neuhaus viele Verdächtige auf. Dabei schreibt sie so anschaulich, dass das Kopfkino gut gefüttert wird. Man rätselt, wer nur der Mörder sein kann. Diesmal engagiert sich Pia Kirchhoff emotional sehr. Auch eine Kriminalkommissarin hier zeigt sehr menschliche Seiten und Züge. Mir hat das Buch gefallen und ich freue mich schon auf das nächste.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
schredder66 zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 30.05.2011
Mein Fazit zu "Mordsfreunde": Es wird erst einmal mein erster und letzter Neuhaus-Krimi bleiben.Ich wusste, nach diveresen Rezensionrecherchen im Internet, dass Nele Neuhaus´ Krimis nicht unumstritten sind - und dennoch habe ich mir "Mordsfreunde" gekauft und gelesen.Leider muss ich mich den durchwachsenen Rezensionen anschliessen: Der Schreibstil ist zwar flüssig und gut lesbar, aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht gefesselt. Kurzweilig? Ja. Spannung? Eher so dahinplätschernd. Weniger (Verdächtige) wären hier tatsächlich mehr gewesen. Dass der ermordete Pauly viel Freund und Feind hatte, ist okay und nachvollziehbar. Dass aber jeder irgendwie ein Motiv zu haben scheint, ist... naja, seltsam.Was mir auch aufgefallen ist: Das stellenweise ausschweifende Schreiben. Muss der Leser wirklich daran interessiert sein, dass sich Kommissarin Kirchhoff beim Duschen die Haare wäscht - auch wenn´s es weder den Fortgang der Geschichte noch den Fall beeinflusst? Es interessiert mich auch nicht, dass beim Schliessen des Autos per Schlüsselfernbedienung das Auto mit einem zweimaligen Blinken antwortet.Die von Herrn Weninger vergebenen 75° gehen meines Erachtens voll in Ordnung - ich hätte "nur" 70° vergeben. Was aber nicht heisst, dass das Buch ein Fehlkauf war. Es heisst aber, dass es Frau Neuhaus nicht auf meine Favoritenliste geschafft hat.
manni zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 03.03.2011
Hausmannskost, zäh geschrieben und vorhersehbar. Ich fand den ersten Teil schon langweilig, Tiefgang ist da nicht zu erwarten, ich verstehe den Rummel um die Autorin nicht, die Krimis sind Mittelmaß, viel zu umständlich konstruiert und plakativ ausgeschmückt.
Ich werde da nicht mehr weiterlesen, sorry.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
nobbitsch zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 26.12.2010
Zweifelsfrei: Nele Neuhaus kann hervorragend schreiben, ihre Protagonisten sind weder geleckt noch wirken sie gekünstelt sondern sie entwickeln sich mit allen glaubhaften Charakterzügen auf ihre Art sympathisch weiter. Auch die Spannung und das "Auf-die-falsche-Fäährte-locken" wird ausgezeichent aufgebaut.
Allerdings, und das sollte die Autorin doch dringend überdenken, wird das Ganze irgendwann einfach zu verworren! Alles und jede/r Beteiligte hängt - oft über mehrere Ebenen - miteinander zusammen, es gibt - je nach Sichtweise - soviel Verdächtige wie Personen und wenn die Autorin dann nochmal etwas erklären muss, gibts eben noch einen neuen Zusammenhang.

Da wäre, wie der Rezensionist der Krimi-Couch treffend sagt, weniger wirklich mehr
MrNice zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 18.11.2010
Mit ihrem aktuellen Taunus-Krimi "Schneewittchen muss sterben" sorgt Nele Neuhaus derzeit für Furore. "Mordsfreunde" ist der zweite Kriminalroman mit dem Ermittlerteam Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein.

Ich bin sehr froh, dass ich mit dem aktuellen, vierten Krimi der Reihe begonnen habe und so neugierig auf weiteres Krimifutter der Autorin geworden bin.
Hätte ich mit "Mordsfreunde" begonnen, hätte ich sicher keine große Lust gehabt, die Geschicke des Ermittlerteams weiter zu verfolgen...

Nele Neuhaus kann Spannung aufbauen und Menschen so überzeugend beschreiben, dass man sie vor dem geistigen Auge mehr als schemenhaft erkennt. Auch in diesem Buch spinnt sie ein dichtes Netz von Handlungssträngen, möglichen Verdächtigen und Motiven. Sie beherrscht die Kunst der schnellen Schnitte, die den Leser bei der Stange halten, weil jede einzelne Szene dramaturgisch geschickt zu Ende gebracht wird.
Trotzdem hat sie sich ein bisschen vergaloppiert und mutet dem Leser eine recht unglaubwürdige Geschichte zu.

Pauly ist Lehrer und bei seinen Oberstufenschülern äußerst beliebt. Gemeinsam mit seiner Freundin führt er ein vegetarisches Bistro, in dem seine Schüler aus und ein gehen. Zusammen mit ihnen engagiert er sich in diversen Umweltprojekten, macht sich dort allerdings mit seiner unversöhnlichen Art wenig Freunde. Lokalpolitiker, ansässige Nachbarn aber auch das private Umfeld Paulys gerät in Verdacht, als die Leiche des Pädagogen in Einzelteilen auf dem Gelände des Opel-Zoos gefunden wird und es im Lauf der Ermittlungen zu einem weiteren Todesfall kommt.
Während ganz Deutschland dem Freudentaumel des WM-Sommermärchens im Juni 2006 erliegt, ermitteln Bodenstein und Kirchhoff auf bewährte Art und Weise.
Doch diesmal ist Pia Kirchhoff auch persönlich auf eine Art und Weise involviert, die sie desöfteren an ihrem professionellen Spürsinn zweifeln lässt...

Der Kriminalroman "Mordsfreunde" sorgt für einige spannende Lesestunden, aber mit einem furiosen Showdown am Ende doch ein bisschen zu überfrachtet.
Das Buch ist genau das Richtige, wenn man eine Lektüre zum Abschalten sucht, denn dank Nele Neuhaus Gabe, ihren Plot so farbig und lebendig zu gestalten, bleibt man gerne am Ball.
Und nicht zuletzt kann der Leser sich in den folgenden Bänden davon überzeugen, das Nele Neuhaus erzählerisch noch reichlich Luft nach oben hat. Denn was hier vielleicht noch ein wenig hölzern herüberkommen mag, wirkt zumindest in ihrem aktuellen Kriminalroman gekonnt!
Lesemolch zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 02.12.2009
Nele Neuhaus gelingt es, ihre Leser von der ersten Seite an ihren Krimi zu fesseln. Ihr unterhaltsamer und manchmal auch zum Schmunzeln anregender Schreibstil vermittelt das Gefühl, sofort mitten im Geschehen zu sein. Ohne unnötige Details lässt sie ihre Geschichte beginnen, sodass die Spannung schnell vorhanden ist und sich kontinuierlich steigert. Auch ihre Protagonisten beschreibt sie lebendig und authentisch, so dass es eine Freude ist, deren Leben zu beobachten - ohne, dass der Krimi dabei überfrachtet wird.
Alles in allem ein gelungenes Werk.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Schrodo zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 14.09.2009
Ein Tierpfleger des Kronberger Opel-Zoos macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Sie gehört zur Leiche des Kelkheimer Lehrers und Umweltschützers Hans-Ulrich Pauly, der ein vehementer Gegner des geplanten Bundesstrassen - Ausbaus war.
Dieser dritte Krimi von Frau Neuhaus unterscheidet sich zu "herkömmlichen“ Krimis in mehreren Punkten. Ich hab so viele Verdächtige oder potentielle Mörder, die alle ein gutes Motiv haben könnten, bei einem Krimi noch nie erlebt. Es kommt hier auch nicht so sehr auf "moderne" Methoden an wie DNA oder Fingerabdrücke, nein es ist für das Ermittlerpärchen überwiegend Hirnschmalz gefordert.
Die Geschichte beginnt ohne große Einleitung, man ist sofort in der Story. Die Spannung ist dadurch sehr früh vorhanden und bleibt bis zum Ende erhalten, wobei die Auflösung durch die vielen möglichen Täter nicht wirklich vorhersehbar ist. Eine kleine Liebesgeschichte ist auch noch mit drin. Die Kommissarin Pia Kirchhoff ist, nach Frau Neuhaus, ein derart "heißes Teilchen", dass all die triebigen Junggesellen der Geschichte nur zu gern mit ihr in die Kiste hüpfen würden. Ob und mit welchem der "Hechler" es am Ende klappt, und wer den "armen" Lehrer um die Ecke gebracht hat...ich darf es ihnen ja nicht verraten. Lesen Sie´s doch selbst.
DianeW zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 10.08.2009
Dies Buch von Nele Neuhaus ist nochmal besser als der erste Teil der beiden Protagonisten. Es hat super Spaß gemacht diesen Krimi immer wieder zur Hand zu nehmen.
Die verworrenen Beziehungen und Problemen zwischen den Jugendlichen sind sehr realistisch dargestellt (bin selbst die gute Tante zweier jugenlicher Nichten) und die Geschichte einfach spannend erzählt. Das Ende wie auch im ersten Buch lange nicht vorhersehbar und auch hier muß man wieder lange rätseln, wer wohl der Mörder ist.
Freue mich schon auf den nächsten Roman und hoffe er kommt bald. ;-))
Christiane34 zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 17.06.2008
Ein absolut lesenswertes Buch.
Feine Zwischentoene, nette Protagonisten die man wieder "sehen" moechte.
Mit Liebe zum Detail hat Nele Neuhaus hier einen wunderbaren Kriminalroman geschaffen der seinen Namen auch wirklich verdient.
Wie schon vorher gesagt, es gibt viele Personen die verdaechtigt werden, das erfordert sicher Konzentration beim lesen.
Hierbei handelt es sich nicht um ein Buch was man zwischen Tuer und Angel mal eben lesen kann.
So manches mal musste ich auch zurueck blaettern um der Handlung folgen zu koennen. Das hat dem Leseverguengen aber keinen Abruch getan.
Das Privatleben der beiden Ermittler spielt auch eine Rolle. Aber anders wie in so machen anderen Krimis (z.B. Mankel) wirkt es nicht duester oder hoffnungslos. Und es haelt sich in Grenzen, was auch recht angenehm war.
Dieses Buch ist auf jeden fall eine Empfehlung fuer die Leser die sich gern bei anspruchvoller Unterhaltung entspannen.
Annerose Mieschke zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 05.03.2008
Wer ist Wolfgang Weninger? Kenn ich nicht!
Wer ist Nele Neuhaus? Habe ich kennengelernt und bin begeistert.
Selbst wenn weniger mehr wäre - das Mehr von Nele Neuhaus liest sich fantastisch durch die schöne Sprache, die spannende Geschichte und die leise Ironie. Ich habe alle Bücher gelesen, auch das Pferd aus Frankreich (obwohl ich dem jugendlichen Alter mit meinen 58 leicht entwachsen bin) und warte nun sehnsüchtig auf das nächste Buch. Eine Lesung im Kelkheimer Kulturbahnhof habe ich besucht und fand die Stimmung, das Ambiente und auch das Publikum absolut gelungen. Noch ein paar sehr schöne Stunden für mich! Danke und weiter so, Nele Neuhaus!!!
Charlotte.Larsson zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 03.02.2008
Vorab: ich fand, dass Mordsfreunde von Nele Neuhaus vom Plot, vom Spannungsaufbau und von der Beschreibung der Charaktere die erste Folge der Bodenstein/Kirchhoff-Krimis noch übertrifft. Nun mag das ja absolut subjektiv sein, die Rezension / Kritik von Herrn Weninger finde ich allerdings wird diesem Buch nicht gerecht. Für diese gilt die gleiche Überschrift : Manchmal wäre ein Weniger mehr. Etwas weniger Inhaltsangabe, nun ja.
Ich habe dem Buch auf jeden Fall 90 Grad gegeben, denn ich war über drei Abende hinweg wunderbar unterhalten, wusste bis zum Ende nicht wer der Täter war und konnte hin und wieder richtig grinsen, was bei den meisten anderen Krimis nicht der Fall ist. Mordsfreunde ist in meinen Augen beste Unterhaltung, auch wenn man ein wenig Konzentrationsvermögen braucht, um alle Beteiligten im Auge zu behalten. Besser als die Krimis, bei denen man nach ein paar Seiten weiß, wie es ausgeht. 75 Grad find ich mager.
Cornelia Schulz zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 29.12.2007
Ich bin in Kelkheim aufgewachsen und deshalb natürlich besonders begeistert von den Neuhaus-Romanen. Aber die Spannung bis zur letzten Seite hat auch meine Freunde,welchen ich das Buch weitergegeben habe, gefesselt Super Lesespass!!!
Simone Sch. zu »Nele Neuhaus: Mordsfreunde« 09.12.2007
Mal wieder ein super gelungener Krimi, der nicht nur Taunus´ler von der ersten bis zur letzten Seite mitreißt und dazu einlädt, mitzuraten, wer nun wirklich hinter dem seltsamen Mord steckt. Ich kann den Krimi (als Nordhessin) wirklich nur Allen wämstens empfehlen, die in den langen und kalten Wintermonaten gern was Gutes lesen möchten und dabei sogar das Gefühl haben, selbst eine Rolle in "Mordsfreunde" zu spielen. Hoffentlich folgt eine Fortsetzung!!!
Ihr Kommentar zu Mordsfreunde

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: