Die Tote im Götakanal von Maj Sjöwall, Per Wahlöö

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1965 unter dem Titel Roseanna, deutsche Ausgabe erstmals 1968 bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Stockholm, 1950 - 1969.
Folge 1 der Kommissar-Beck-Serie.

  • Stockholm: Norstedt, 1965 unter dem Titel Roseanna. 220 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1968. Übersetzt von Johannes Carstensen. ISBN: 3-499-42139-9. 155 Seiten.
  • Berlin: Volk und Welt, 1981. Übersetzt von Johannes Carstensen. Lizenz für die DDR. ISBN: 3353005579. 252 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1986. Übersetzt von Eckehard Schultz. Überarbeitete und ergänzte Übersetzung. ISBN: 3-499-42800-8. 201 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1995. Übersetzt von Eckehard Schulz. ISBN: 3-499-43217-X. 201 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2000. Übersetzt von Eckehard Schulz. ISBN: 3-499-22951-X. 256 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2004. Übersetzt von Eckehard Schulz. ISBN: 3-499-26467-6. 256 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2006. Übersetzt von Eckehard Schulz. ISBN: 978-3-499-26601-0. 256 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2008. Übersetzt von Hedwig Binder. Neuübersetzung. ISBN: 978-3-499-24441-4. 155 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Der Audio Verlag, 2006. Gesprochen von Matthias Ponnier; Rita Russek; u.v.a.. Bearbeitung: Peter Michel Ladiges, Sebastian Goy. Regie Peter Michel Ladiges. Produktion des Südwestfunks und des Westdeutschen Rundfunks. ISBN: 389813590X. 1 CDs.

'Die Tote im Götakanal' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Wasserleiche, weiblich, vermutlich erwürgt. Identität, Tatort: unbekannt. Kommissar Beck, der alte Fuchs, tappt im Dunkeln. Drei volle Monate lang. Bis er auf die »Diana« stößt. Jenes Schiff, mit dem das Opfer aus den USA einreiste. Passagierlisten, Fotos, Aussagen – Beck jagt jeder Spur nach. Und die Tote erwacht langsam zu Leben …

Das meint Krimi-Couch.de: »Unspektakulär zeitlos« 80°

Krimi-Rezension von tyrel

Die Fakten bei Beginn der Ermittlungsarbeiten der schwedischen Polizei waren dürftig: »Man hatte eine tote Frau im Schleusenbecken in Borenshult gefunden. In der Stadt oder den umliegenden Bezirken war niemand als verschwunden gemeldet. Keine der vorliegenden Suchanzeigen passte auf die Person.« Die Obduktion der Leiche hatte folgendes vorläufiges Ergebnis: »Tod durch Erwürgen in Zusammenhang mit schwerem sexuellen Missbrauch. Schwere innere Blutungen.«

Martin Beck, erster Kriminalassistent bei der Stadtpolizei Stockhom, wird mit der Aufklärung des Mordes beauftragt, aber der Fall wird in Ermangelung tatrelevanter Ergebnisse zunächst wieder zu den Akten gelegt. Es ist der berühmte »Kommissar Zufall«, der Monate später die Beamten zum Tatort, einem Kanalschiff führt. Eine akribische Ermittlungsarbeit unter dem Personal und den Passagieren des Schiffes, bei denen es sich um Touristen aus aller Welt handelt, beginnt.

Die Frau wird als amerikanische Touristin identifiziert. Ihr Lebenswandel führt die Polizei schließlich auf die Spur eines Verdächtigen. Und »Kommissar« Beck stellt dem mutmaßlichen Mörder eine Falle...

»Die Tote im Götakanal« ist der erste Band einer zehnteiligen Reihe über den später zum Kommissar beförderten Martin Beck und die Ermittlungsarbeit der Stockholmer Polizei in den 60-/70-iger Jahren von den schwedischen Eheleuten Per Wahlöö und Maj Sjöwall. Beide haben sich auch alleine als Autoren einen Namen gemacht. In dem Martin-Beck-Zyklus verbindet sich der harte Realismus des Journalisten und Weltreisenden Per Wahlöös mit dem etwas emotionaleren und humorvolleren Stil Maj Sjöwalls.

Der Erzählstil ist dennoch ausgesprochen nüchtern. Obwohl jedes noch so unwichtige Detail ausführlich beschrieben wird, verzichten Sjöwalll/Wahlö auf umständliche Schnörkel und Umschreibungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren sind sie nicht in ihre eigenen Formulierungen verliebt und bringen daher die Handlung mit geradezu brutaler Gradlingkeit vorwärts.

Ebenso nüchtern wie der Erzählstil nehmen sich die Hauptcharaktere dieser Geschichte aus. Martin Beck ist daher auch keiner der warmherzigen, charismatischen Krimihelden, der für viele andere Reihen dieses Genres so typisch ist. Er verkörpert vielmehr den introvertierten, nachdenklichen Typus, der nicht viel redet und sich in erschreckender Weise von seiner Familie entfremdet hat.

Gerade beim Einstieg in die 10-teilige Kommissar-Beck-Reihe ist der Kommissar in seinem Leben an einem Punkt angelangt, der wohl nur mit Stagnation und Frustration zu umschreiben ist. Das zähe Ringen um Ermittlungserfolge, die ständige Konfrontation mit kriminellen Elementen und die erdrückende Fürsorge seiner Frau beherrschen seinen täglichen Lebensrhythmus. Er ist geprägt von dem Gefühl, beruflich und privat versagt zu haben. Und im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des menschlichen Befindens wird er während eines Großteils des Buchs von einem heftigen grippalen Infekt und wiederholten Magenschmerzen heimgesucht.

Auch wenn der Roman einen in sich abgeschlossenen Kriminalfall behandelt, lässt er sich vollständig nur in der Gesamtheit der Buchreihe erfassen.

Der fast zwei Jahrzehnte umfassende Zyklus zeigt die persönliche Entwicklung der Hauptfiguren in einem immer bestechlicheren und entmenschlichten Polizeiapparats. Während der erste Band mehr der Vorstellung des Martin Beck und seines Umfelds anhand eines typischen Kriminalfalles dient, wird die Reihe zunehmend sozialkritischer. Das geschilderte Milieu wird hoffnungsloser und gewaltbereiter dargestellt, während die diensttuenden Beamten angesichts von Korruption, Verrohung und schlechten Arbeitsbedingungen ihre Illusionen als Polizisten und sich selbst im Alltagstrott verlieren. Im Vergleich dazu nimmt sich die Situation im ersten Band geradezu idyllisch aus.

Hintergrund dieser dramaturgischen Entwicklung ist sicherlich auch die politische Situation in Schweden, wo nach 40 Jahren ununterbrochen sozialdemokratischer Regierung ab 1976 mehrere bürgerliche Kabinette folgten und ganz Europa gesellschaftlichen und sozialen Umbrüchen unterworfen war, deren nähere Ausführung an dieser Stelle den Rahmen sprengen würden.

Diese sozialkritische Komponente wird im ersten Band der Reihe kaum deutlich. »Die Tote im Götakanal« ist ein klassischer »Who-done-it«-Roman, der die zeitaufwendige, routinierte und gleichzeitig erfindungsreiche Ermittlungsarbeit der Polizei in den Vordergrund stellt und erst gegen Ende an Spannung gewinnt.

Entweder man mag die Romane um den grüblerischen Kommissar Beck oder eben nicht. Ich persönlich gehöre sicherlich zu ersteren, auch wenn mich diese Krimireihe andererseits in Analogie zur gemäßigten Atmosphäre des Buchs nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

Der unspektakuläre, leicht zu lesende Roman besitzt eine Zeitlosigkeit, die seit der Originalausgabe 1965 zu mehreren Neuauflagen geführt hat. Bei Gefallen ist insbesondere die dekorative Box mit allen Bänden zu empfehlen. Das mir vorliegende Exemplar ist schon älteren Datums, aber für mich immer wieder ein Lesen wert.

tyrel, Februar 2001

Ihre Meinung zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal«

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THOMAS GRANDE zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 16.06.2017
Die Krimis von Sjöwall und Wahlöö habe ich allesamt und finde sie bis heute nach wie vor auch sämtlich gut. Man kann die Bücher ohne weiteres mehrmals lesen, es wird nicht langweilig. Die Entwicklung der Charaktere ist nachvollziehbar.
Die Bücher sind immer noch aktuell.
Der schnörkellose Schreibstil ist einfach klasse.Die Verfilmungen können da m. M. n. nicht mithalten.
Thomas Grande zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 16.06.2017
Die Krimis von Sjöwall und Wahlöö habe ich allesamt und finde sie bis heute nach wie vor auch sämtlich klasse. Man kann die Bücher ohne weiteres mehrmals lesen, es wird nicht langweilig. Die Entwicklung der Charaktere ist nachvollziehbar.
Die Bücher sind imner noch aktuell.
Der schnörkellose Schreibstil ist einfach klasse.Die Verfilmungen können da m. M. n. nicht mithalten.
Dr. Uwe Karstädt zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 21.01.2014
Ich habe seit 1974 in Bulgarien Medizin studiert. Mein Hobby war und ist Lesen. Es gab (gibt noch?) in Plovdiv eine gut sortierte Bibliothek mit Büchern aller Sprachen. Auch Deutsch. So fand ich u. a. die "Tote im Götakanal" und verbiss ich Buch für Buch in die Reihe. Ich besitze noch heute den gesamten Zyklus und lese von Zeit zu Zeit wieder in den verschiedenen Büchern. Schon immer hat mich die Idee fasziniert, die Reise mit der "Diana" anzutreten. Zu meinem 60. Geburtstag, Anfang Juni 2015, werde ich es tun. Die Bücherregale bei mir sind voll von Nesser, E. George, M. Walters, Indridason und Kriminalautoren querbeet durch die Welt. Übrigens, ich konnte mich bisher nicht an die elektronische Literatur gewöhnen, irgendwie brauche ich das Papier und das richtige Umblättern. Kommissar Beck ist einer meiner "liebsten" Polizisten geblieben. Leider kann ich die Verfilmungen nur bedingt gut heißen. Trotzdem, das Werk von Sjöwall und Wahlöö bleibt in seiner großen Bedeutung für die Kriminalliteratur unerreicht. schon wegen Kristiansson und Kvant! Chapeau! den Autoren, Uwe
Beata zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 22.12.2009
Für mich war die Beck-Reihe der Einstieg ins Krimilesen. Ich habe die Romane im Laufe der letzten 30 Jahre sicher zehn Mal gelesen. Natürlich ist dieser erste Fall sicher der schwächste von allen. Für das Verständnis der restlichen Romane ist es aber unerlässlich auch diesen zu lesen. Außerdem fischen viele Epigonen im Teich von Sjöwall, Wahlöö und machen ihre Sache nicht unbedingt besssr. Interssant ist es, auch die persönliche Entwicklung von Beck zu verfolgen (was in der letzten TV-Serie sträflich vernachlässigt wurde). Eines möchte ich noch richtigstellen: Der Zyklus umfasst nicht 20 Jahre sondern 10.

FAZIT: Hier ist das Original - spannend, gesellschaftskritisch und unerreicht.
Martin zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 06.01.2009
Mich wundert sehr, dass dieser Band so viele gute Kommentare bekommt. Ich habe die ganze Serie auch das erste Mal vor 20 Jahren vollständig gelesen - und seit dem immer wieder, aber nicht den ersten Band. Der ist ziemlich zäh und im Vergleich zu dem was danach kommt, vor allem ab "Endstation für Neun" doch recht langatmig. Wer sich für den ganzen Zyklus interessiert, der sollte ihn in der richtigen Reihenfolge lesen und sich deshalb auch durch diesen Band durcharbeiten. Wer das nicht als Ziel hat, kann auf die Lektüre von diesem Buch verzichten. Die nachfolgenden Bände sind deutlich besser.
ChimChim zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 02.01.2009
Der erste Teil der Kommissar Beck Serie, hatte ja schon viel von gehört und nun hab ich mir mal das erste Buch vorgenommen. :) Ist ein sehr kurzes Buch, aber dadurch das es nur 250 Seiten hat auch immer (wirklich immer) sehr spannend, außerdem ist es ein sehr einfach zu lesendes Buch, man kann es locker an einem Abend durchlesen. Kommissar Beck hat mich sehr an Kurt Wallander erinnert, was ja nicht sehr verwunderlich ist, da unser Herr Mankell die Kommissar Beck Reihe ja auch sehr gern gelesen hat. ;) Die Charaktere gefallen mir aber sehr gut und ich freu mich schon jetzt auf die nächsten Teile! Meine Wertung: 90%
dufftown zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 22.09.2008
Nachdem ich die Fernsehserie in und auswendig kenne, habe ich mich jetzt an die Bücher gewagt. Ich brauchte zwar ein bißchen um mich an die anderen Personen zu gewöhnen (bin durch die Serie geprägt) aber habe mich dann schnell reingefunden und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin schon auf den zweiten Band gespannt.
CRI zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 17.08.2008
Richtig guter Krimi! Inzwischen war ich auch auf dem Götakanal unterwegs - nicht wegen des Buchs, aber man schaut dann schon nach, ob es die kritischen Stellen an Bord der Diana usw. tatsächlich (noch) gibt. Ein großer und gerade spannender Teil des Buches spielt aber in Stockholm, wo auch Becks weniger erbauliches Privatleben angesiedelt ist. Ich fand es interessant, eine Landkarte/einen Stadtplan zur Hand zu haben, um mir besser vorstellen zu können, wo sich was abspielt, aber das ist nicht wirklich zum Verständnis des Buchs nötig. Spannend, gut geschrieben, die Spannung wächst mit der Anspannung der Ermittler mit. Amüsante Schilderungen der Auslandsbeziehungen bei der Polizeiarbeit. Auch die Frustration der Ermittler, wenn's nicht richtig weitergeht, wird nicht ausgelassen.
Anne von Vaszary zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 23.10.2007
Sjöwall und Wahlöö schreiben meiner Meinung nach die spannendsten Krimis überhaupt. Ich habe die Beck-Romane vor zehn Jahren das erste Mal gelesen und seitdem immer wieder. Alles, was danach aus Skandinavien kam, war nur noch müder Abklatsch und Effekthascherei. Vor allem Wallander von Mankell ist meiner Meinung nach eine schlechte Kopie von Beck mit seinen Magenschmerzen, der zerbröckelnden Ehe und dem schwierigen Verhältnis zu seiner Tochter.
Kasia zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 07.07.2007
Danke liebe Petra, dass Du mir Deine ganzen Bücher von Sjöwall / Wahlöö mitgegeben hast!
Die Tote im Götakanal ist mein allererstes Buch von dem Schriftstellerehepaar Sjöwall / Wahlöö. Kommissar Beck ist ja jedem ein Begriff, der gerne Krimis im Fernsehn sieht. Ich kann nicht genau beschreiben, was mich an dem Buch fesselt, ich weiß nur, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte.
Wer etwas Gutes lesen möchte, dem empfehle ich wirklich jedes einzelne Buch.
Die Zeit, in der die Geschichte spielt ist ja eine andere aber die Fälle könnten sich glatt in der heutigen Zeit abspielen. Martin Beck ist eine symphatische Hauptfigur und manch einer seiner Kollegen ist ebenfalls ein Symphatieträger. Ein Buch, welches es sich zu lesen lohnt!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
thorsten zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 21.02.2007
"Das mir vorliegende Exemplar ist schon älteren Datums, aber für mich immer wieder ein Lesen wert."

Vorsicht, es gibt dort zwei sehr unterschiedliche Übersetzungen bei rororo (ca. 150 und 200 Seiten!). Die erste verschluckt entsprechend einiges und ist auch nicht so gelungen im Hinblick auf die Übertragung der Eigenheiten des Schwedischen. Offenbar wollte der Verlag "kurz und schmerzlos" und hat sich dann erst später eine richtig ausgefeilte Übersetzung geleistet. In der zweiten Fassung fand ich den Band als zu den besten der Reihe gehörig.
detno zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 06.12.2006
Ich habe den Roman vor 20 Jahren zum ersten Mal gelesen und damals entstand der Wunsch, selber mal auf dem Göta-Kanal zu fahren. Im Sommer 2005 war es soweit, und "DIE TOTE ..." war die Lektüre während der Schifffahrt auf der "Diana".
Mir gefällt sowohl der Stil als auch der Handlungsablauf, der auf Action verzichtet.
Und Kommissar Beck ist mein liebster Ermittler in Sachen Mord und Totschlag.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Jens zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 25.09.2006
Ich lese zum wiederholten Mal den 10-bändigen Zyklus und bin immer wieder begeistert. Gerade die sachliche, nüchterne Erzählweise ohne die billige Effekthascherei der heutigen Skandinavienkrimis von Mankell etc. finde ich immer wieder sehr angenehm und spannend sind die Romane ebenfalls.
Einzig Hakan Nesser oder Ake Edwardson können halbwegs an diese literarischen Meisterwerke anknüpfen.
Katja zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 26.02.2006
Für mich war der Krimmi spannent zu lesen, er war beeindrucken und auch sehr gruselig! Dei erste Seite des Buches ist fast das Spannenste der Geschicht! Mir hat das Buch persöhnlich sehr gut gefallen!
Richl zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 05.08.2005
Für mich ist dieser Krimi ein NaJa-Buch. Einerseits ist es gut zu lesen, andererseits von Spannung für mich keine Spur. Es wird, wie bereits in früheren Kommentaren erwähnt, die Arbeit eines Kriminalbeamten fast minutiös geschildert. Nebenhandlungen bzw. weitere Taten fehlen aber.
Schlaflektüre!
Frank Henningsen zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 16.08.2004
Im Auftakt zu ihrer zehnteiligen Serie um Martin Beck und seine Kollegen erhoben Sjöwall/Wahlöö das tägliche Klein-Klein der realen Polizeiarbeit zum Kunstwerk. Kommt ein bißchen wie ein alter 70er-Tatort: Bürostaub, Routinebefragungen, schlechtes Wetter, schlechte Laune, dem Oberpolizisten beginnt ganz, ganz langsam die Ehe zu zerbröseln (ein Prozeß, der im weiteren Verlauf der Serie weitergehen sollte), am Ende ein wenig wohldosierte Action, Kommissar Zufall mischt auch ein wenig mit...
Merkwürdig ist, wie ähnlich sich (von der Stimmung und der grundsätzlichen Ausrichtung her) die Debuets von Sjöwall/Wahlöö und Henning Mankell viele Jahre später sind. "Die Tote im Götakanal" ist aber überzeugender.
Interessenten sollten wissen, daß es vor allem bei diesem frühen Roman der berühmten Reihe absolut nicht um Spannung oder Action geht; die Reize, die dies Buch hat, sind subtil und hinter einer Fassade in ruhigen Grautönen versteckt.
Fazit: Muß man nicht mögen, hat aber was.
Fred H. H. Heitmann zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 01.12.2003
Ein guter Krimi der es gemächlich angehen läßt, aber vom Anfang bis zum Ende keine langweiligen Passagen aufkommen läßt. Es ist kein Buch für Ungeduldige!
Daniel Lienhard zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 01.12.2003
Es ist dies mein 60. Krimi in diesem Jahr (alle Wallander, Nesser, Leon, Fossum, Hill, einie Higgins etc.) aber dieser hier war einer der Schlechtes-ten überhaupt. Ich habe mit so viel erhofft und mich gefreut, aber Sjö- wall/Wahlöö können in keiner Phase an die oben erwähnten anknüpfen. Zum Teil völlig unlogische Handlun- gen. Hoffentlich wirds besser.
Stephan Nitschmann zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 28.10.2003
Ich habe bislang fünf Beck-Romane gelesen und halte diesen noch immer für den besten. Es stimmt - das Buch ist durch und durch nüchtern, klar, sachlich in Sprache und Inhalt. Dennoch wird der Spannungsbogen unmerklich, aber konsequent fortgeführt. Am bemerkenswertesten jedoch ist ein Geniestreich zum Ende des Romans hin: Die bisherigen Ermittlungen haben keine greifbaren Ergebnisse zeitigen können; erst als ein kleiner Polizist, der erst jetzt in die Handlung eingeführt wird, seiner Intuition folgt und einem ihm völlig unbekannten Mann folgt, überschlagen sich die Ereignisse - ein Kunstgriff, der letztlich der herkömmlichen Dramaturgie des Kriminalromans zuwiderläuft und die Lektüre zu einem wirklich fesselnden Erlebnis werden lässt.
Swen Piper zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 05.09.2003
Ein sehr realitätsnaher Kriminalroman, der auf jede Effekthascherei bewusst verzichtet. Man hat beim Lesen das Gefühl polizeilichen Ermittlern bei ihrer Arbeit über die Schultern zu sehen. Das ist zwar sehr interessant, aber nur leidlich spannend, zumal des Buch sehr sachlich und unterkühlt daherkommt.
Peter zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 12.01.2003
Ein recht schwacher Auftakt der Reihe. Die Darstellung mag zwar sehr realistisch sein, doch ist der Leser hauptsächlich mit der gleichen Sache beschäftigt, wie die Ermittler auch: warten!

Das Buch macht aber auch die rasanten Fortschritte auf dem Gebiet der Telekommunikation deutlich. Nicht mal 40 Jahre alt ist der Roman, und damals musste man sich bei der internationalen Zusammenarbeit der Polizei noch mit Telegrammen und angemeldeten Telefongesprächen behelfen.
Petz zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 31.10.2002
Ich sehe das genau anders herum. Die ersten sind die besten. Danach schwingt die politische und moralische Keule mit und die politische Auffassung der Autoren wird teilweise monologartig ausgebreitet, zum Schluß einfach als gegeben und richtig vorausgesetzt und nicht etwa aus der Handlung selbst hergeleitet
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
kuerten zu »Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal« 17.09.2002
Für mich ist dieser Auftakt der Martin-Beck-Reihe noch kein großer Wurf. Sehr gut ist die Ermittlungsweise der Polizei geschildert. Puristisch die Wiedergabe der Vernehmungsprotokolle, die keine Atmosphäre zulassen. Dieser Roman ist für mich allemals von knapp überdurchschnittlicher Qualität, da es sich um die Auflösung eines geschickt gewobenen Mordfalles handelt. Spätere Krimis von Sjöwall/Wahlöö sind allesamt besser
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