Erbarmen von Jussi Adler-Olsen

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel Kvinden i buret, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei dtv.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 1 der Carl-Mørck-Dezernat-Q-Serie.

  • Kopenhagen: Politikens Forlag, 2007 unter dem Titel Kvinden i buret. 378 Seiten.
  • München: dtv, 2009. Übersetzt von Hannes Thiess. ISBN: 978-3423247511. 416 Seiten.
  • München: dtv, 2011. Übersetzt von Hannes Thiess . ISBN: 978-3423212625. 424 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: DAV, 2009. Gesprochen von Wolfram Koch und Ulrike Hübschmann. ISBN: 3898138844. 5 CDs.

'Erbarmen' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Und dann kam die Angst wie ein schleichendes Gift. Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?« Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten. Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?

Das meint Krimi-Couch.de: »Facettenreiches, spannendes und pointiertes Serien-Debüt « 88°Treffer

Krimi-Rezension von Jochen König

Vizekriminalkommissar Carl Mørck steckt tief in einer Krise. Während der Überprüfung eines Tatorts wurden er und zwei seiner Kollegen Opfer eines brutalen Angriffs. Mørck kam zwar mit einem Streifschuss davon, seine Partner traf es um so heftiger. Anker starb an den Folgen der Schussverletzung und Hardy liegt querschnittsgelähmt im Krankenhaus. Zutiefst deprimiert bittet er Mørck sogar um Sterbehilfe.
Worauf sich dieser, obwohl mental angeschlagen, nicht einlässt. Stattdessen hadert er mit seinem Schicksal und nervt seine Umgebung. Wurde seine schroffe Persönlichkeit in der Vergangenheit durch sein Team und die erfolgreiche Arbeit abgemildert, ist der leidende Mørck seinen Vorgesetzten und Kollegen der Mordkommission jetzt ein Dorn im Auge. Leider zu populär, um ihn ohne weiteres herausreißen zu können. Also bedient man sich des umgekehrten Weges und befördert ihn.

In den Keller. Als Leiter des neu gegründeten Sonderdezernats Q soll er sich mit offenen, alten Fälle beschäftigen.
Zunächst kümmert sich Mørck um sein Wohlbefinden, denn das Dezernat Q wurde mit einem Millionenhaushalt versehen, der aber weitgehend an dem Chef ohne Untergebene vorbei, in andere Abteilungen fließt. Doch was für ein Druckmittel. Und so sieht sich Mørck bald ausgestattet mit gepflegtem Dienstwagen, Gerätschaften nach Wunsch und einem Assistenten namens Assad, der sich als findiger Mann für alle Fälle entpuppt. Und der erste spektakuläre Fall ist auch schnell gefunden: das nie geklärte Verschwinden der Merete Lynggaard.
Lynggaard, attraktive und aufstrebende Politikerin, verschwand fünf Jahre zuvor, nach einem Streit mit ihrem behinderten Bruder Uffe, von Bord einer Fähre. Ihre Leiche wurde nicht gefunden, Uffe zwar verdächtigt, aber nie angeklagt. Nachlässigkeiten während der ersten Ermittlung erregen das Interesse Carl Mørcks. Und so verbeißt er sich, gemeinsam mit seinem Adlatus Assad, in den Fall, findet Spuren, die vorher übersehen wurden und kommt so dem Schicksal der verschwundenen Abgeordneten immer weiter auf die Spur. Das sich als weit grauenerregender entpuppen wird, als jemals angenommen.

Jussi Adler-Olsen ist ein Filou. Schickt er den Leser doch mit Wonne und Wucht in ein typisch skandinavisches Szenario: traumatisierter, von seiner Frau verlassener, egomanischer Polizist findet neuen Lebensmut, während einer Ermittlung, die ihn wieder auf sich selbst zurück wirft. Doch gleichzeitig bricht er mit allen larmoyanten Begrenzungen, die in den Gefilden der Mitternachtssonne den gebeutelten Ermittlern triefende Augen verschaffen.
Denn Mørck ist nicht nur zweifelndes Opfer, sondern hartgesottener, arroganter Individualist, der die Welt nach seiner Pfeife tanzen lässt, und letztlich daran verzweifelt, dass er die Pfeife vorübergehend aus den Händen geben muss. Doch mit Assad zusammen wird er zum coolsten Duo, das Dänemark seit Pat und Patachon gesehen hat. Nach einer Phase der Lethargie, die Olsen genüsslich ausmalt, klären Mørck und sein Kompagnon nicht nur die Ereignisse um Merete Lynggaard, sondern leisten auch noch Hilfestellung bei aktuellen Fällen, die Mørcks zwischenzeitlich bröckelnde Position festigen. Trotz gelegentlicher Attacken einer übelmeinenden Presse.

Olsen lässt wahrlich nichts aus. Rätsel raten, Traumata, Psychopathen, alltäglicher Rassismus, sich selbst verwirklichende Frauen, Medienschelte und Rettung in höchster Not: er spielt mit Versatzstücken des Polizei- wie Psychothrillers, ein Jongleur, der mit einem halben Dutzend rotierender Kettensägen gleichzeitig arbeitet. Und dies mit Charme und Laissez-faire auch bewältigt.
Er bewegt sich derart gewandt auf dem schmalen Grat zwischen Parodie und hochgradiger Spannung, dass es eine wahre Lust ist. Die Episoden um die gefangene Merete Lynggaard und ihre Qualen haben die passende Länge, um nicht zu nervender Exploitation-Ware auszuarten. Mørck, seine berufliche Umgebung und Assad bewegen sich genau an jenem Rand des Wahnsinns, der mit einem Bein im Alltäglichen bleibt.

Und er kreiert dabei Figuren mit Wiedererkennungswert en masse. Sei es Vigga, die fidele Noch-Gattin Mørcks mit ihren hochtrabenden Plänen, und der Fähigkeit beständig zum falschen Zeitpunkt anzurufen, Jesper, der Heavy Metal liebende Sohn, der nur wenige Pinselstriche bekommt, die ihn aber als gleichwertigen Partner und freundlichen Skeptiker etablieren, oder Mørcks versponnenen Untermieter Morten, dessen Playmobil-Sammlung zur Lösung des Falles beiträgt und gleichzeitig für arge Gewitterwolken unter den Beteiligten sorgt.

Jussi Adler-Olsen ist ein facettenreicher Gewinner: Erbarmen ist gleichzeitig spannend, aberwitzig, nachdenklich, gut gelaunt, zu Tode betrübt, übertrieben, realitätsnah und voller surrealer Possen. Plus der spannenden Frage, ob das Level im nächsten Buch gehalten wird (in Dänemark wurde mittlerweile bereits der dritte Band um das Dezernat Q mit Erfolg veröffentlicht). Das Fundament ist gegossen …

Wenn Adler-Olsen sich von den Pilzen fernhält, die der Klappentextschreiber scheinbar genommen hat, der vollmundig verkündet: »Der Albtraum einer Frau. Ein dämonischer Psychothriller. Der erste Fall für Carl Mørck.«
Ja was denn nun? Kein Albtraum, sondern Realität. Keine Dämonen, sondern zutiefst verletzte Seelen. Kein Debütant, sondern ein erfahrener Ermittler in neuer Umgebung. Ansonsten stimmt alles.

Jochen König, November 2009

Ihre Meinung zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen«

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steve006 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 16.06.2017
Carl Mork wird aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur von seinen Polizeikollegen abgeschoben in ein Sonderdezernat Q in Kopenhagen und mit der Bearbeitung unerledigter und unaufgeklärter Fälle zu ermitteln.
Merete wird seit Jahren von einem Psychopathen gefangen gehalten in einer Druckkammer. Ihr Tod ist durch plötzliches Ablassen des aufgebauten Drucks geplant. Carl Mork ermittelt und versucht einen Wettlauf gegen die Zeit und gegen die Physik der Druckkammer, um das bereits verloren geglaubte Leben zu retten.
Der Krimi nimmt sehr lange Anlauf und liest sich anfangs etwas träge, nimmt aber gegen Ende rasant Fahrt auf und wird richtig spannend.
Von mir gibt´s 80/100
Sky zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 10.07.2016
Erbarmen ist sehr gut geschrieben, allerdings ist der Anfang meiner Meinung nach etwas langweilig, aber gegen Ende wird das Buch dann nochmal so richtig spannend! das war jetzt mein erstes Buch Von Jussi Adler-Olsen aber ich freu mich schon darauf den zweiten Teil "Schändung" zu lesen! Ich empfehle das Buch weiter und hoffe auf weitere Bücher von J. Adler-Olsen. Er ist ein toller Autor!
TochterAlice zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 23.07.2015
(1)
Fast ein halbes Jahr...anderthalb Jahre: Merete Lynggaard wird in einem zunächst abgedunkelten, dann hell erleuchteten Raum gefangen gehalten - und sie hat keine Ahnung, warum. Die Entführer fragen sie nach dem Grund, nach ihrer Schuld, behaupten, dass sie sie bei Nennung der richtigen Antwort freilassen - Merete hat keine Ahnung.

Für die Öffentlichkeit und die Polizei ist Merete ertrunken - aber einfach so? Nein, es wird schon ein Verbrechen vermutet, doch man tappt im Dunkeln. Der Fall wurde jahrelang liegengelassen, nun wird der Ermittler Carl Mörk, der beruflich auf ein Abstellgleis geschoben wurde und sich mit diversen ungeklärten Kriminalfällen beschäftigen soll, darauf aufmerksam. Zusammen mit dem durch Zufall an seine Seite geratenen Assad , der eigentlich für die Reinigung und als Chauffeur eingestellt wurde, wird er in den Keller abgeschoben. Sie raufen sich zusammen und bilden ein skurriles, originelles Ermittlerpaar, das Schwung und Humor in die Handlung bringt - wie gemacht für eine Serie mit mehreren Folgen. Zunächst ist die Spur unklar: Ist es der behinderte Bruder, mit dem Merete zusammenlebt, ist jemand aus ihrem politischen Leben für die Tat verantwortlich? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, doch bald kristallisiert sich eine Spur heraus.

Erste Einsichten in die Story versprachen spannenden, jedoch eher bodenständigen Lesestoff für Thrillerfans. Beeinträchtigt wurde die Spannung durch die Absehbarkeit: schnell zeichnet sich ab, wer hinter der Entführung der Politikerin steckt. Natürlich ist das dem Handlungsverlauf ausgesprochen abträglich... Ein wenig mehr geheimnisvoll hätte die Story gerne rüberkommen können - so ist es nicht mehr als "ganz nett". Amüsant ist auf jeden Fall die Schilderung des Umfelds von Carl Mörk, das eine gute Grundlage für eine Reihe hoffentlich spannenderer Fälle bietet. Für Liebhaber skandinavischer Spannungsliteratur nur mit Vorbehalt zu empfehlen.
Peter Allemann zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 03.07.2015
Ich habe dieses Buch erst jetzt gefunden und gelesen. Die Handlung um Carl und Assad ist soweit gut aufgebaut und zeigt teilweise sogar etwas Humor. Die ständigen Reibereien mit den Kollegen ausserhalb Q nerven jedoch zunehmend.

Auch hier hat sich gezeigt, dass das Lesen mit einem eReader Vorteile mit sich bringt. Sobald relativ klar war, was es mit Merete Lynggaard auf sich hat, bzw. dass sie noch lebt konnte ich die Seiten mit ihrer Parallelstory immer recht schnell überspringen. Die Ausführlichkeit dieser Parallelstory trägt für mich nichts zur eigentlichen Krimistory bei und die geschilderten Details sind völlig unnötig zum Verständnis und wirken auf mich etwas krank.
Janine2610 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 21.06.2015
Dieser erste Fall für das Sonderdezernat Q bietet viel Stoff für Spekulationen. Dass Merete Lyngaards Verschwinden kein Selbstmord gewesen ist, war nicht nur mir als Leser schnell klar (der zweite Erzählstrang wird nämlich aus der Sicht der verschwundenen Merete wiedergegeben), nein, auch für das Ermittlerduo Carl und Assad stand das schon sehr bald fest.

Man merkt im Laufe des Lesens einfach, dass Carl ein wesentlich besserer Polizist ist, als seine Kollegen, die vor Jahren an dem Fall dran waren und damals nur ziemlich oberflächlich gearbeitet und kaum verwertbare Informationen zusammengetragen haben. - Carl regt sich nicht nur einmal fürchterlich darüber auf, dass gewissen Details einfach nicht nachgegangen wurde.
Aber auch sein neuer Assistent, der Syrier Assad, ist ein wirklich aufmerksamer und talentierter Mann. Gemeinsam sind die beiden ein unschlagbares Team. Ich mochte beide sehr, Carl kam mir anfangs zwar noch ein bisschen melancholisch und widerwillig vor (das hatte aber wahrscheinlich damit zu tun, dass er vor kurzem erst seine beiden Partner bei einer Schießerei verloren hat, bei der einer davon nun gelähmt und der zweite tot ist), aber als dann die ersten erfolgreichen Ermittlungsergebnisse vorgelegen sind, hat er sich zusammengerissen und einen sympathischen Elan an den Tag gelegt. Und Assad war ja sowieso mein Lieblingsprotagonist - er ist einfach ein cooler Hund und meiner Meinung nach wie gemacht für den Job als Kommissar. Aber er ist nicht nur aufmerksam, vielseitig begabt und ziemlich mutig, sondern auch irgendwie überraschend unberechenbar und ein kleines Rätsel. Er möchte nämlich nicht über seine Vergangenheit sprechen, weil sie angeblich nicht so schön war, und genau das macht mich natürlich sehr neugierig auf diese Buchfigur. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, ob und wie viel Assad in den nächsten Bänden so von sich preisgeben wird.

Fesselnd und wirklich interessant zu lesen fand ich eigentlich das gesamte Buch, aber so richtig spannend wurde es erst auf den letzten 100 Seiten. Der letzte Teil hat den Namen Thriller wahrlich verdient.
Man stellt sich schon von Anfang an die Frage, ob Merete nach diesen fünf Jahren Martyrium, in der Zeit, wo Carl und Assad zu ermitteln beginnen, immer noch am Leben ist. Und diese Ungewissheit lässt einen eben die ganze Zeit gespannt weiterlesen ...

Ein in meinen Augen echt gut gelungener Reihenauftakt, der einige sehr spannende Lesestunden bietet und mit einem Humor punkten konnte, der ganz nach meinem Geschmack ist.
Ich persönlich werde die Reihe mit Sicherheit weiterverfolgen. Das Buch kann ich euch auf jeden Fall uneingeschränkt weiterempfehlen!
Janko zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 29.01.2015
Ich habe bislang entweder hochgradig positive oder diagonal konträre Meinungen zu Jussi Adler-Olsen und seiner Thriller Reihe um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q vernommen. Die Wahrheit liegt wie immer wohl irgendwo dazwischen. Carl ist ein oftmals träger, stets eigensinniger, verschrobener Ermittler, mit unterschwelligem Humor ausgestattet, der überall aneckt. Gleichermaßen hat ihn Mutter Natur oder besser gesagt Autor Jussi Adler-Olsen aber auch mit einem feinen Gespür für komplexe, kausale Zusammenhänge ausgestattet. Seine rechte Hand und „externe Festplatte“, die auf den Namen Assad hört, wie auch die übrigen Prota- und Antagonisten, deren Umfeld, sowie der zweigleisige Handlungsstrang. All das wird gut durchdacht und präzise aufgebaut. Einerseits ist der, in Dänemark angesiedelte Plot reine Ermittlungsstory, demgegenüber steht eine Entführung mit jahrelanger Freiheitsberaubung und Folter als psychologischer Fick. Im Laufe der Story eröffnen sich immer mehr Fragen, worauf sich anfangs nur wenige Antworten ergeben. Wer auf reine Ermittlungskrimis/Thriller steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Leider kommt der Fall aber auch arg konstruiert und daher auch etwas realitätsfremd rüber.
Meine Wertung: 80/100
Simone zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 23.06.2014
Ich habe auf Grund dieser vielen positiven Bewertungen dieses Buch mir in der Bücherei besorgt und bin ein wenig enttäuscht von der Handlung und schreibweise dieses Buches. Es hat mich schon etwas Überwindung gekostet, dass Buch nicht nach den ersten 50 Seiten weg zu legen. Das Buch braucht m.M. nach zu lange um in Fahrt zu kommen. Ausserdem kann man sich schon ab Mitte des Buches denken, wer hinter dem allen steckt. Der Kommisar macht mir zwar einen netten Eindruck aber den zweiten Teil werde ich aufgrund fehlender Spannung nicht weiterlesen.
iceman zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 12.05.2014
Ich finde dieses Buch gut.
Frage mich, aber nach vielen gelesenen Büchern und geschichtsinterressieste Frau, woher die Idee für Erbarmen kommte. Denke da an die Nazis die solche Versuche machten. Dann finde ich es nicht mehr gut. Er sollte neue Themen aufnehmen.
Ja Assad der sollte bleiben, aber ist es nicht genau das...

Gruss Iceman
herbstmeier1806 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 21.04.2014
Auch ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, die Handlung ist echt spannend und bis zum Schluss habe ich mitgefiebert, ob es ein Happy-End gibt.
Besonders gut finde ich auch die Nebenhandlungen (welches Geheimnis hat Assad? Wer hat auf Hardy und Morck gesschossen?), so dass ich unbedingt auch die Nachfolgeromane lesen muss.
Mein Fazit: sollte man unbedingt gelesen haben!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hupfdidü zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 21.02.2014
Anfangs war es mir zu anstrengend, die ewigen Sprünge mit den verschiedenen Zeiten waren mir viel zu kompliziert und ich konnte den Zusammenhang nicht erkennen. Nur, weil ich so viel positives gelesen habe, hörte ich das Hörbuch weiter. Was sich definitiv lohnte!

Mein Problem mit den Zeitsprüngen klärte sich bald. Auch wenn ich bereits nach knappen zwei Stunden ziemlich sicher war, worauf es hinausläuft, änderte sich für mich nichts an der Spannung des Buches war gefesselt bis zum Ende.

Ich freue mich auf die weiteren Bände.
Christian zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 30.09.2013
Guter Start in die Reihe. Carl Morck ist mir sympatisch und auch sein Gehilfe kommt gut rüber. Nimmt mich wunder, was Assad für ein Geheimniss mit sich rumträgt...

Zur Story:
Nach all den Harry-Hole-Büchern, welche ich in letzter Zeit gelesen habe, geht es bei Carl Morck ein bisschen gemächlicher zu und her. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es nicht spannend ist. Im Gegenteil, man fiebert und leidet mit den Protagonisten mit!

Werde die nächsten Bänder sicherlich auch lesen.
Alisa1207 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 19.06.2013
Erbarmen von Jussi Adler Olsen ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher!

Von Anfang bis Ende fühlt man mit den Hauptpersonen und fiebert am Schluss mit, ob Komissar Carl Morck die jahrelang verschwundene Merete Lynggaard doch noch rechtzeitig befreien kann. Und das Ende rührte mich sogar zu einer Träne.

Ein absolutes Top-Buch!!!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
mryello zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 31.05.2013
Oh Jammer... Wieder mal ein Nordkrimi.
Mittlerweile wird wohl jeder Mist aus skandinavischen Ländern gelobt und für gut befunden.
Und es gibt ja auch sehr gute Krimiautoren und nicht zuletzt ausgesprochen gute Verfilmungen.

Aber was Adler Olson hier abliefert... Der Schreibstil ist unterste Schublade, die Figuren blass, leer, klischeehaft und ebenso unglaubwürdig wie die hanebüchene Geschichte.

Obwohl ich was den Plot angeht, nicht ganz mitreden kann, da ich das Buch nur zur hälfte gelesen hatte bevor es einen gebürenden Platz in meinem Mülleimer einnahm.

Schade ums Papier...
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Mike zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 12.05.2013
Ein gelungenes und spannendes Buch aber auch mit einigen Längen, zum Ende hin mit unwichtigen Kapiteln über belanglose Randdetails versehen die ich persönlich übersprungen habe - so gierig war ich auf die Auflösung. Alles in allem sehr gelungen.

Den zweiten Band werde ich mir ebenfalls besorgen.

Buch ist empfehlenswert
Anfangsverdacht zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 24.03.2013
Ich mag diesen Syrer loben. Selten so aus vollsten Herz über einen eigenwillen Menschen gelacht.
Das Buch ist zweifellos ein seltener Glückfall. Wo auch zudem zahlreich Leser mit glücklich werden.
Was mir noch besonders gefiel war auch die Darstellung des Opfers. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt.
Und dieser Ermittler hat ja auch ein spezielles Verhältnis zur Welt.
Bliebe nur eine Frage: wäre dies so möglich in einem Kommissariat?
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der-K zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 31.12.2012
Ein guter Einstieg in die Reihe um Carl Mørck und m.E. bisher das beste Buch aus der Reihe.

Die Geschichte um Merete verursachte mir eine Gänsehaut und im Laufe der Ermittlung möchte man Carl die Hinweise am liebsten ins Ohr schreien. So sehr fühlt man mit ihm und seinem Team mit.

Fesselnd bis zum Ende.
Carla38 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 15.08.2012
Der Anfang einer wundervoll spanndenden beängstigenden mitreissenden erstaunlichen
unfassbaren Krimi-Reihe von der man nicht ablassen kann. Ich habe jedes Buch verschlungen, mit den Darstellern gelitten, mitgefühlt und und und. Konnte die Herausgabe des jeweils nächsten Falls kaum erwarten und freue mich, wie ein kleines Kind auf Weihnachten, auf den Termin der deutschen Ausgabe!
Ich danke Herrn Adler-Olsen für so viel Freude am Lesen und hoffe inständig, dass die Geschichten um meinen geliebten Carl Mørck niemals ein Ende nehmen..
tedesca zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 01.08.2012
Leider fehlte mir von Anfang an die richtige Spannung. Klar, die Beschreibung von Meretes Situation hat mir schon die Gänsehaut über den Rücken gejagt, aber es war ziemlich bald klar für mich, worauf das alles hinausläuft, und ich bin sonst nicht die Blitzgneisserin, die immer gleich weiß, wer's war.

Die Geschichte mit Moerck und seinen Kollegen hat was Berührendes, auf jeden Fall will man mehr über diese Leute wissen. Vor allem über den geheimnisvollen Assistenten Assad, der wohl nicht ganz der ist, der er zu sein scheint.

Alles in allem finde ich, dass "Erbarmen" ein passabler Einstieg in eine Serie ist, von der man sich noch was erwarten kann. Kein echter Renner, aber er lässt hoffen...
Sonderdezerant Q zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 29.06.2012
War eines der bestens Bücher die ich in den letzten Jahren gelesen hatte.
Carl Mörck ist der schrägeste Polizist den es gibt. Die beiden Vortsetzungen von Erbarmen sind noch besser.
Habe erst vor vier Wochen das letzte Buch Erlösung gelesen war einfach nur klasse!

Freue mich schon auf den September dar soll der nächste Band raus kommen.

Gruß und immer schon viel lesen!
Jaqueline zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 31.05.2012
ich finde das buch am anfang etwas verwirrent wegen den vielen namen :)
man kommt dann etwas durcheinander.
Dort sind so viel everschriedene namen da weiss man garnicht mehr wer was war und so . total verwirrend halt :DD
aber sonst ist es sehr empfehlentswert.
:D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D
Jeanny59 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 13.05.2012
Eines der spannensten Bücher die ich je gelesen habe.

Das war das erste Buch von Adler Olsen und ich war begeistert.
Anfangs fand ich ja Kommisar Morck ja etwas öde. Dachte mir, was ist das denn für Einer?
So nach und nach wurde er mir dann sympathischer.

Auf jeden Fall, sollte jeder Psych-Fanatiker dieses Buch gelesen haben.

Fesselnd bis zum Ende.
tassieteufel zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 19.04.2012
Kommissar Carl Mørck steckt in einer schweren Krise, während eines einsatzes wurde er angeschossen, schwerer wiegt aber, das dabei ein Kollege getötet und ein anderer so schwer verletzt wurde, das er fortan gelähmt bleibt. das alles hat bei Mørck seine Spuren hinterlassen und seine Arbeitsmotivation tendiert gegen Null und seinen Kollegen geht er gehörig auf die Nerven. Daher bietet es sich für die Vorgesetzen geradezu an, ihn als Leiter einer neuen Sonderkommission abzuschieben. Eigentlich sollte diese neue Abteilung mit erheblichen Mitteln ausgestatt werden, um ungeklärte Fälle zu lösen, doch das Geld wird abgezweigt und Mørck mit einem Minimum an Mitteln in den Keller verbannt. Doch Mørck läßt sich ganz so einfach doch nicht austricksen und so ist er bald mit neuer Technik, einem eigenen Dienstwagen und einem Assistenten ausgetattet. Der erste Fall der sein Interesse weckt ist das Verschwinden der Politikerin Merete Lynggaard vor 5 Jahren. Schnell findet Carl Mørck heraus, das damls schlampig ermittet wurde und schon bald ist er einem skrupellosen Täter auf der Spur.

Eigentlich sind ja "nordische Krimis" so gar nicht mein Ding, bisher bin ich nie wirklich damit warm geworden, habe mich aber von einer Freundin überreden lassen, das Buch doch mal zu lesen und insgesamt war ich wirklich positiv überrascht.
Das heute in Krimis kaum noch ein Polizist oder Privatermittler ein normales Leben hat, ist ja inzwischen Gang und Gäbe, alle sind sie psychisch belastet, gestört oder anderweitig vorbelastet, das es inzwischen schon fast ein wenig ermüdend ist. Und auch Carl Mørck reiht sich nahtlos in diese Riege ein. Allerdings fand ich sein Umfeld mit chaotischer Exfrau, pubertierendem Stiefsohn, seiner seltsamen Wohnsituation und der Problematik um seinen verletzten Kollegen doch recht realistisch. Mørcks oftmals schräge Gedankegänge fand ich ganz witzig und in Kombination mit seinem Assistenten Assad gibt es dann auch eine ganze Reihe witziger Szenen, bei denen ich grinsen mußte.
Sehr gut gefallen haben mir auch die Szenenwechsel zwischen Mørcks Ermittlunsgarbeit und Meretes Schilderungen ihrer Gefangenschaft. Denn obwohl ich schon sehr früh durchschaut hatte, was hier für ein Motiv dahinter steckte und wer der Drahtzieher war, so fand ich doch das Fortschreiten der Ermittlungen und wie Schritt für Schritt alles aufgerollt wurde, sehr spannend und Meretes Schilderungen sind mir wirklich nah gegangen, Allein die Vorstellung von dem was sie erdulden mußte, hat mir eine Gänsehaut verusacht, auch gerade deshalb, weil hier auf unnötige Brutalität und Folterszenen verzichtet wurde, war das Ganze so unheimlich realistisch und eindringlich.
Die Charktere durchlaufen während der Handlung eine Entwicklung die glaubhaft und nachvollziehbar ist, das hat mir gut gefallen und läßt gespannt auf die Fortsetzung sein. Das Finale ist ganz gelungen und löst den Fall dann in sich schlüssig auf.
Was mich bei dem Buch insgesamt positiv überrascht hat war, das der Autor nie zu reisserisch oder platt schreibt und auch ein gewisser Humor vorhanden ist.

FaziT: durch interessante Charktere und einen flüssiger Schreibstil läßt sich das Buch flott lesen, obwohl ich den Plot sehr früh durchschaut hatte, fand ich es spannend und interessant wie der Fall wieder aufgerollt wurde und sich Carl Mørck Schritt für Schritt der Lösung näherte. Für mich eine positive Überraschung und der nächste Teil kommt schon mal auf meine Merkliste.
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M.Hayn zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 16.04.2012
spannend. das ist es.
aber auch doll unglaubwürdig.
vielleicht ist es auch zu hypothetisch, wenn man jahrelang eingesperrt ist - dazu noch in einem raum - und anscheinend weiter klare gedanken hegt.
oder würde die psyche eher zerbrechen?
na gute, dass da die sonderkomission bla bla bla.
trotzdem schöne story, flink und wendig und fesselnd.
es soll ja gute unterhaltung sein und kein tatsachenroman.
also empfehlenswert.

lieber dieses buch lesen, als martha grimes. damit versaut man sich nur die lesezeit...
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Harry54 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 05.04.2012
Hatte mich entschlossen, endlich auch einen Band der Reihe zu lesen ("Erbarmen") und bin maßlos enttäuscht: Standard-Krimikost mit total unglaubwürdiger Story, keine der Figuren so recht entwickelt, spätestens nach der Hälfte ist der Fall für den Leser gelöst - ab in die Mülltonne! Wie schon öfter auf dem Krimimarkt kann ich den Hype nicht nachvollziehen!
michael zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 07.03.2012
'Erbarmen' ist das wohl beste Buch, das ich im letzten Jahr gelesen habe. Wie kaum ein anderer versteht es Adler-Olsen, mehrere Handlungsstränge gleichzeitig am Kochen zu halten. Und obwohl man von Anfang an das Ende ahnt, ist es fast unmöglich sich der Spannung zu entziehen und das Buch wegzulegen.

Kommissar Morck ist eine wunderbare Charakterstudie eines unbequemen, permanent schlecht gelaunten und verbissenen Nordland-Polizisten. Die Rückblenden aus dem Leben der Merete führen unausweichlich zum dramatischen Ende. Und nur selten sind die letzten 100 Seiten eines Krimis so aufreibend spannend wie bei 'Erbarmen'.

Auch sprachlich versteht Adler-Olsen zu faszinieren. Klar und ohne Schnörkel, mit einem untrüglichen Sinn für Dramatik, erzählt er die Geschichte. Mörck ersteht aus den Seiten dieses Buches, als ob man ihn selbst persönlich kennen würde.

Adler-Olsen gehört zum Besten, was die skandinavische Krimi-Landschaft zu bieten hat.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Jossele zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 09.02.2012
Ich komme wohl etwas verspätet auf den Geschmack, eine Freundin hatte mir das Buch empfohlen. Und eine Menge Kommentare gibt es dazu auch schon, Dennoch ganz kurz:
spannend, in sich logisch, gewalttätig auf ganz eigene Art und trotzdem - ja - auch witzig: es fiel mir immer schwer, es zwischendurch aus der Hand zu legen.
Kurzum: Klasse!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Alexandra zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 22.01.2012
Geniales Buch! Selten so ein spannendes, gruseliges Buch gelesen. Unglaublich sympatisch sind der "abgestellte Kommissar" und sein Helfer, was zuweilen auch ein bißchen aufheiternd wirkt. Morck muss man trotz seiner Schrägheit mögen! Was mich überhaupt dazu bewogen hat diese Buch zu lesen ist die Horrorstory jahrelang eingesperrt zu werden. Die Geschichte wirkt nie konstruiert sondern ist sehr spannend. Ich kann es nur jedem empfehlen! Selten in letzter Zeit so ein gutes Buch gelesen!
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Anja Heinrich zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 06.12.2011
Ein sehr spannendes Buch, in dem Herr Adler Olsen versteht einen von der ersten Seite an zu fesseln.
Die Handlung wird einem nordischen Thriller mehr als gerecht.
Ich konnte mich gedanklich mit der entführten Person fürchten und ihre verzweifelten Versuche hinter die Antwort zu kommen, warum sie in diesem Verlies eingesperrt wurde, mitverfolgen.
Auch das Ermittlungsteam, aus multikulti zusammen gewürfelt, besticht mit Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit.
Alles in Allem ist dieser Thriller einer der besten die ich bisher gelesen habe. Ich freue mich schon auf die nächsten Fälle um die beiden Ermittler.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Pela zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 25.11.2011
ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so atemlos die letzten 100 Seiten eines Thrillers in einem Rutsch gelesen habe. Ein wirklich guter Roman mit einem spannenden "Cliffhanger"-Ende und einem geradezu irrsinnigen Spannungsbogen!

Tatsächlich sind alle guten Zutaten, die ein skandinavischer Krimi braucht, vorhanden: Das Düstere, das Böse, das Gute, das völlig Abgedrehte und das Stinknormale gesellen sich auf engstem Raum und gegen eine gute Komposition ab. Adler-Olsen räumt außerdem mit dem Gut-Böse-Schema auf: Die Opfer sind nicht automatisch die Guten, die Täter nicht automatisch die Bösen, sondern auch eine erschreckende Weise selbst Opfer.

Ich stehe normalerweise nicht auf "Ermittlerserien", aber hier freue ich mich schon auf den nächsten Roman!
frodo11111 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 09.11.2011
Interessante Charaktere, sehr gut beschrieben. Story schlüssig aufgebaut. Flüssig geschrieben. Die beiden Zeitstränge / -sprünge sind gewöhnungsbedürftig, aber nach kurzer Zeit gut nachvollziehbar.
Das Buch lohnt sich auf jeden Fall. Ich siedle es im oberen Bereich meiner Bewertungen an.
Mal lesen, was der zweite und gegebenenfalls dritte Band so bringt.
carrie39 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 02.11.2011
ERBARMEN VON ADLER OLSEN NUN DURCHGELESEN-DIE BEIDEN ANDEREN BÜCHER LIEGEN LESEBEREIT:
ZU -ERBARMEN -BLEIBT FÜR MICH MITZUTEILEN-DAS DIE BEIDEN ZEITSTÄNGE GUT ZUSAMMEN GEFÜHRT WURDEN-ES IST KEIN LANGWEILIGES BUCH-ICH HABE PERSÖNLICH GEDACHT ES MIT MEHR SPANNUNG LESEN ZU KÖNNEN-HATTE MIR DIE BÜCHER NACH DER KRIMI-COUCH -BEWERTUNG GEKAUFT-BIN ABER IN MEINER BEWERTUNG ANDERER MEINUNG: GUTER DURCHSCHNITT-ICH HOFFE TEIL 2 UND TEIL 3SIND SPANNENDER
€nigma zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 13.10.2011
Dieser Thriller ist durch zwei zeitversetzte Handlungsstränge gekennzeichnet, die gegen Ende des Buchs in einen einzigen münden. Eine der beiden Erzählebenen berichtet von der im Jahr 2002 erfolgten Entführung und dem anschließenden jahrelangen Martyrium der jungen Politikerin Merete Lynggaard, die in strenger Isolationshaft in einem Raum gehalten wird, in dem der Luftdruck immer wieder erhöht wird. Zunächst weiß sie nicht, was ihre Entführer wollen, als sie während ihrer Gefangenschaft jedoch ihr Leben Revue passieren lässt, beginnt sie (ebenso wie der Leser) zu ahnen, worum es eigentlich geht.

Die andere Erzählebene ist im Jahr 2007 angesiedelt und beschreibt, wie der nach einer Schießerei schwer traumatisierte Polizist (Vizekriminalkommissar) Carl Mörck von seinen Kollegen, denen er oft unbequem ist, auf das Abstellgleis geschoben wird: er soll ein Büro im Keller beziehen und als Leiter und - bis auf einen Assistenten für Putzarbeiten - einziger Mitarbeiter des neugegründeten Sonderdezernats Q alte Fälle wieder aufrollen. Wenig enthusiastisch durchkämmt er, unterbrochen von längeren "Meditations"- bzw. Schlafphasen am Schreibtisch, alte Akten und stößt dabei auf das ungeklärte Verschwinden von Merete Lynggaard. Von seinem Assistenten Assad, einem ebenso mysteriösen wie pfiffigen Syrer mit vielen Talenten, angespornt, wird er dann doch durch die Unstimmigkeiten des Falls und die offensichtlichen Ermittlungsfehler eines ziemlich inkompetenten Kollegen dazu animiert, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Die Darstellung von Meretes Gefangenschaft ist sehr plastisch und in ihrer Erbarmungslosigkeit etwas für Leser mit starken Nerven. Auch die Handlung um die fortschreitenden Ermittlungen von Carl und Assad sind bis zum Schluss spannungsgeladen, selbst wenn man das Motiv für die Rache an Merete relativ früh erkennt.

Mir hat dieser Thriller ausgezeichnet gefallen.
Nijura zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 04.10.2011
Welche Schuld trägt Merete Lynggaard?

Sonderdezernat Q – das ist die neue Arbeitsstelle von Carl Mørck. Der traumatisierte Ermittler wurde von seinen Vorgesetzten dorthin abgeschoben, um alte Fälle aufzuarbeiten. In den Akten entdeckt er den Fall der seit 5 Jahren verschwundenen Politikerin Merete Lynggaard und nimmt die Ermittlung wieder auf. Unterstützung erhält er von dem quirligen syrischen Assistenten Assad. Anfangs ist das Verhältnis der beiden nicht allzu gut, doch Assad ist Carl Mørck eine unschätzbare Hilfe und sie werden im Verlauf ein eingeschworenes Team.

Merete Lyngaard wird seit ihrem Verschwinden in einem Betonbunker festgehalten, sie muss dort unvorstellbare Qualen durchleiden und ihre Peiniger fordern sie mehrmals auf, herauszufinden warum sie dies tun. Doch Merete hat keine Ahnung.

*

Die Sicht der Ermittler wird von Wolfram Koch gelesen, Meretes Sicht von Ulrike Hübschmann, dadurch ist die Geschichte sehr übersichtlich.
Der eigenbrötlerische, sture Carl und der aufgeweckte Assad sind mir sehr ans Herz gewachsen. Zwischendurch konnte ich immer mal schmunzeln über den Schlagabtausch der beiden.

Meretes trostlose Situation konnte ich mir auch sehr gut vorstellen und ich habe mit ihr gelitten.
Bis zum Schluss habe ich mich gefragt, warum die Täter Merete so im Unklaren lassen und ihr nicht sagen, warum sie sie gefangen halten.

Fazit: Ein gut durchdachter und superspannender Thriller. Absolut empfehlenswert.
Inzwischen habe ich auch Schändung und Erlösung gehört und ich muss sagen, ich will mehr!
dottie62 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 13.09.2011
Spannend und nie langweilig erzählt Jussi Adler Olsen eine gossartige Story. Der Auftakt zu einer Ermittler-Reihe rund um Carl Morck und seinem Assistenten Assad. Carl bringt mit seiner muffeligen Art und der mir-doch-egal-Haltung eine gute Portion Witz in die Geschichte, die dadurch aufgelockert und entspannt wird. Der Schreibstil ist grandios, sodass man schnell durch den Thriller kommt und das ganze zu einer kurzweiligen Angelegenheit ohne jegliche Längen macht.
Die Handlungsabschnitte sind zweigeteilt. In einem Kapitel wird von der Ermittlerarbeit im Jahr 2007 berichtet und in den anderen Teilen wird die Geschichte von Meretes Verschwinden geschildert, die 2002 beginnt.
Glücklicherweise gibt es über Carl Morck und Assad noch Nachfolgebände, sodass die Geschichte um dieses einigartige Ermittlerduo an dieser Stelle noch nicht endet.
Das zweite Buch "Schändung" ist auch schon gelesen und der dritte Band wird bestimmt auch noch gekauft.
Annekatrin Hoppe zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 13.09.2011
Da nun auch Mankells „Kurt Wallander“ verabschiedet wurde, habe ich verzweifelt nach einem Autor gesucht, der es mit ihm aufnehmen kann und ich habe ihn gefunden. Jussi Adler Olsen ist gerade dabei sich auf meine „Bestseller-Liste“ zu schreiben. Das Buch ist super spannend und jedem Krimi-Leser zu empfehlen.
Es ist irgendwie (finde ich) eine Mischung aus Mankell und Larsson.
Von mir gibt es volle Punktzahl.
Der zweite Band ist noch besser. Der dritte liegt schon daheim und wartet darauf gelesen zu werden.
Cive zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 30.08.2011
Der Charakter Carl Mörk: super beschrieben, super eingeführt.
Der Charakter Assad: bereichernd
Die Geschichte: gut konstruiert
Die Spannung: Eher mäßig - warum kommen immer wieder diese langweiligen Szenen aus dem Keller?
Der Showdown: Sehr gut.
Fazit: Gut beschriebene Charaktere, schlüssige Handlung, leider teilweise große Hänger im Spannungsboden. Das Buch habe ich nur mit Disziplin zu Ende gelesen. Drei von fünf Punkten.
Thormän zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 20.08.2011
Jesus! Wann habe ich das letzte Mal 3 Stunden in der Badewanne gesessen??? Das Buch musste durchgelesen werden. Ein echtes Brett!!! Ungedingte Empfehlung! Story entwickelt sich langsam, nimmt dann aber gehörig Fahrt auf und endet als Höllenritt! Interesssante Charaktere schreien nach weitere Entwicklung in den Folgebänden. Ich brauche definitiv mehr. Wo, verdammt ist der nächste Band?
stefanz zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 20.08.2011
Ich hatte "Erbarmen" ziemlich schnell zu Ende gelesen, ein sicheres Zeichen dafür, dass mich ein Roman gefesselt hat. Ja, hat er!
Das Debüt von Morck und Assad war vielversprechend. Die beiden Hauptprotagonisten ergänzen sich als Ermittlerpaar perfekt, wirken beide auf ihre Art symphatisch, mit einer guten Brise trockenen Humor.
Die Handlung des Romans ist spannend und durch die jeweiligen Zeitsprünge zwischen 2002 und 2007 sehr kurzweilig.
Ich bin sehr gespannt, ob Jussi Adler-Olsen das hohe Niveau in seinem 2. Band halten kann.
Kasia zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 02.08.2011
"Erbamen" lag ein ganzes Jahr lang ungelesen in meinem Bücherregal. Leider, denn es ist wirklich lesenswert und ich freu mich schon auf die weiteren Fälle von Carl und Assad!
Die Geschichte der entführten Frau wird alle paar Abschnitte zwischen den Ereignissen in Carls Welt erzählt und so springt die Erzählung zwischen den Jahren 2002 - 2007.
Der Perspektiven- und der Ortswechsel machen die Geschichte lebendig und extrem spannend. Teilweise hätte ich gerne vorgeblättert um zu erfahren, was mit der Frau passiert (habe ich aber nicht gemacht :-) ).
So schlimm das Schicksal der Frau auch ist, Jussi Adler-Olsen hat es trotzdem geschafft, mich sehr oft zum lachen zu bringen. Die Dialoge zwischen Carl und Assad sind aber teilweise wirklich zu witzig. Und dann die beschriebenen Traditionen und Rituale von Assad! Und dass der Kerl keiner schönen Frau widerstehen kann (wobei er sie ja alle schön findet!;-) ).
Ich liebe diese beiden Charaktere! Typen wie Du und ich, mit Ecken und Kanten.
Und ich finde das Ende genial. Es ist zwar traurig, lässt aber hoffen. Kein Finale nach dem Motto: "Ende gut, Alles gut", sondern ein realistisches Ende, das viele Fragen unbeantwortet lässt (Wobei das nicht bedeuten soll, dass die Geschichte nicht zu Ende erzählt ist).
Ein rundum gelungenes Buch und ein toller Einstieg in eine neue Krimi-Reihe aus dem Hohen Norden.
98°
atuna zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 17.07.2011
Leider hat das Buch nicht das gehalten, was ich mir versprochen habe. Etliche Handlungsstränge werden angesprochen, am Ende aber sehr vorhersehbar abgearbeitet und das ende ist sehr öde. Um die Seiten zu füllen werden Sachverhalte wiederholt.
Das Buch ist nach meiner Meinung nach total überbewärtet!!

Werde aber das zweite Band noch lesen um ein besseres Bild vom Autor zu machen.
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Sole Kirm zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 11.07.2011
Habe beide "Erbarmen" und "Schändung" wirklich verschlungen und kann es kaum erwarten bis ich "Erlösung" in den Händen habe. Für mich ist J.A-O. ein wiklich guter Thrillerschreiber und ich hoffe, noch lange und vor allem viele seiner nervenaufreibenden Storys lesen zu dürfen. Danke J. A-O., mach weiter so, lass dich von ein bisschen Kritik nicht unterkriegen.
Andreas zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 25.06.2011
Für mich war es das erste Buch von Jussi Adler Olsen. Leider muss ich mich vielen anderen anschließen, die ersten 200 Seiten haben nicht wirklich überzeugt, Spannund kam dann erst so richtig ab Seite 250 auf. Trotz allem habe ich die letzen Seiten genossen, der Gehilfe Assad ist einfach klasse und auch Carl hat dann zuglegt. Ich werde den nächsten Bank auch noch lesen, hoffe, dass die Spannung dann etwas länger anhält.
horst zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 05.06.2011
Leider hat das Buch nicht das gehalten, was ich mir versprochen habe. Etliche Handlungsstränge werden angesprochen, am Ende aber sehr vorhersehbar abgearbeitet. So interessant die Idee mit dem "putzenden Kriminalgehilfen ist", so unglaubwürdig wird diese dann erzählt. Kommissar in der Krise und in den Keller verbannt, Sterbehilfe, Ehefrau, die sich selbst verwirklicht, arrogante Presse, Sohn in schwierigem Alter. vielleicht wäre es geschickter gewesen, sich auf weniger Themen zu konzentrieren. Dafür aber gerne "tiefer". Und wenn schon die Schiene der tief traumatisierten Täter erzählt wird, so würde man gerne einfach mehr über die Hintergründe erfahren. Alle Figuren des Romans bleiben leider sehr oberflächlich. Schade.
wallilanda zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 03.06.2011
Hallo
Zum Anfang etwas Spanung. Dann ein arger Langweiler. Carl Mörck der Komissar
nicht gerade interessant. Viele Sachverhalte werden wiederholt und wiederholt das füllt die Seiten. Zum Ende
wird es spannender. Habe manchmal nur den ersten Satz eines Absatzes gelesen und das reichte zum Verständnis.
Warum liebe ich jeden Satz über Kommissar
Wallander und lasse dort kein Wort aus?
Enttäuschend, da dieser Krimi völlig überbewertet ist.
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Mark zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 29.05.2011
Habe das Buch verschlungen, da es wirklich spannend war, Ausprägungen von Charakteren zeigt und die richtige Balance hat. Das Werk geht an vielen Stellen in die Tiefe, ohne aberlangatmig oder gar langweilig zu werden. Obwohl nicht erst am Schluss das Konstrukt erkennbar wird, bleibt der Ausgang bis zum Schluss spannend und endet mit einem angenehmen Epilog, der Themen dieses Falles schliesst, aber doch genug für folgende Bände offen lässt.

Mein Fazit: Ein sehr gelungener Zeitvertreib, das Folge-Exemplar ist bereits bestellt.
anilla zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 23.05.2011
Der Ermittler Carl Mørck und sein Gehilfe Assad sind ein super Team von dem man bestimmt noch viel erwarten kann!!

Sehr ungewöhnliches Duo - aber ich fand das Buch spannend und musste an manchen Stellen echt schmunzeln. Mir war das Ermittlerduo recht sympatisch.

"Schändung" liegt bereits im Bücherregal!!
ratgeber zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 29.04.2011
Ich habe mich vom Aufkleber "Spiegel Bestseller" und von den reißerischen Kommentaren auf der Rückseite überzeugen lassen, dieses Buch zu kaufen.
Leider muss ich nun feststellen, dass es für mich nicht dieser tolle Thriller war. Ich würde sagen, er war "na ja, geht schon". Jedenfalls gibt es viele wesentlich spannendere Bücher, die man wirklich nicht weglegen möchte. Bei diesem fiel es mir jedoch nicht sehr schwer. Die Handlung plätscherte zu sehr dahin und war auch zu sehr vorhersehbar.
Die anderen Bände dieser skandinavischen Ermittler werde ich zumindest nicht lesen.
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Klaus zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 26.04.2011
Das Buch "Erbarmen" ist wahrlich ein Treffer.Nachdem Stieg L. uns mit der Millenium Triologie Spannendes aus Schweden gebracht hat, darf man sich nun mit dem dänischem Duo Morck und Assad erneut auf skandinavische Krimikost freuen.
Geschickt erzählt uns der Autor die beiden Handlungsstränge, einerseits über das Leiden der Merete L. und anderseits über das neue Sonderdezernat Q, das über unaufgeklärte Fälle neu recherchieren soll.
Das macht Jussi Adler-Olsen sehr geschickt, so das jede Menge Danish Dynamite zu einer hochexplosiven Mischung zusammengerührt wird.
Es macht Spass zu lesen, man kann es kaum erwarten weiterzulesen, wenn man mal das Buch aus der Hand legen muss.Langeweile kommt garaniert nicht auf. Jetzt freue ich mich auf den zweiten Fall des Sonderdezernats Q.Und das soll ja auch nicht so schlecht sein...
Anchsunamun zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 08.04.2011
Ich habe "Erbarmen" als Hörbuch gehabt und muss sagen ich war begeistert. Für manche mag es frustrierend und uninteressant sein weil man schon relativ zeitig Täter und Motiv erkennt, da ich das Buch aber eher in die Thriller Kategorie einordnen wird spielt dieser Aspekt jedoch eine untergeordnete Rolle.

Viel faszienierender ist doch der Abrund der menschlichen Seele, das abgrundtief böse was in einem schlummert und zu was Menschen in der Lage sein können wenn Sie jemanden hassen. Gerade dieser Aspekt ist sehr gut dargestellt bei Adler-Olsen. Ohne großes Blut und ohne reich ausgeschmückte Gewaltszenen schafft es der Autor einen in Schrecken zu versetzen und zu fesseln. Kein großer SchnickSchnack nebenher, keine langatmigen privaten hintergründe von Ermittler, Täter oder Opfer. Die Story ist gradlinig und simpel - und gerade das macht den Charme dieses Buches aus.

Für eingefleischte Krimifans vielleicht nicht das richtige, für fans von z.Bsp. Cody McFadyen oder Stieg Larsson absolut zu empfehlen.
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SteffiSch zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 04.03.2011
Bei dem Ermittlerduo Morck und Assad treffen zwei völlig fremde Welten aufeinander, was teilweise sehr spaßig ist. Allerdings ist der Fall in dem die beiden ihre kuriosen Ermittlungen durchführen sehr vorhersehbar. Ich wusste nach ca. 150 Seiten wer der Täter war und nach 200 Seiten kannte ich sein Motiv. Bei einer Seitenanzahl von über 400 ist das etwas frustrierend und langwierig. Nur die zwei Ermittler halten den Krimi am Leben. Das Ende ist dann zwar wieder spannend, mündet aber leider in einem ziemlich unglücklich geratenen emotionalen Ausbruch. Im Großen und Ganzen fraglich warum das Buch auf der Bestsellerliste steht, weil es mit Sicherheit lesenswerteres gibt.
Milva_CH zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 18.02.2011
Im Grossen und Ganzen ein tolles Buch, obschon ich anfangs mit den Ermittlern "warm" werden muste. Diesern Monck kommt nicht nur bei seinen Kollegen als unsympathischer verbitterter Mann daher, auch bei mir eckte er anfangs mit seiner Persönlichkeit an. Dann wird ihm dieser schleierhafte undurchschaubare Assad mit Handschuhen und Putzlappen zur Seite gestellt. Die Ermittlungslust von Monck wird dann umgehend wieder geweckt als er merkt, dass Assad sich mehr mit den Fällen beschäftigt als er selber.

Meret ist eine unscheinbare, introvertierte Persönlichkeit die nur in Gegenwart ihres Bruders ihren Emotionen freien Lauf lässt. Wieso gerade sie zum Opfer wird, liegt aufgrund ihrer Erlebnisse somit leider direkt auf der Hand und springt einem als Leser voll ins Auge. Meiner Meinung nach ist dieses Buch aber nicht auf der Spannung "wer steckt hinter dem ganzen, wer ist der Täter" aufgebaut sonder eher nach dem Warum "wie abgebrüht muss ein Mensch sein, um das einem anderen Anzutun". Ich würde das Buch sogar unter der Sparte "Psycho-Thriller" ansiedeln. Erwähnenswert ist auch die Durchleutung der psychischen Verfassung von Meret, super dargestellt!
fr_putz zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 08.02.2011
Ich habe gerade "Erbarmen" innerhalb einer Woche ausgelesen, einen unheimlich guten Krimi.
Vizekommissar Carl Morck kehrt in den Dienst zurück. Er ist traumatisiert, denn bei der letzten Ermittlung kam einer seiner Kollegen ums Leben, ein anderer wurde irreversibel schwer verletzt und ist querschnittsgelähmt und nur Carl kam mit leichteren Verletzungen davon und genas. Aber das Schicksal seiner Kollegen nagt an ihm. Der ohnehin schon schwierige Charakter Morck wird dadurch für seine Vorgesetzten und Kollegen noch unleidlicher. Da kommt es gelegen, dass auf Forderung der Politik ein Sonderdezernat zur Aufklärung bisher ungeklärter Fälle gebildet wird. Carl wird zum Leiter dieses Dezernates Q eingesetzt und bekommt mit Hafes-al Assad, kurz Assad, einen originellen Assitenten an die Seite gestellt. Dieser sucht aus den übergebenen ungeklärten Fällen den der vor 5 Jahren verschwundenen, jungen aufstrebenden Politikerin Meret Lynggaard heraus. Sie verschwand während Überfahrt von Dänemark nach Deutschland unter mysteriösen Umständen von der Fähre. Der Fall wurde mit der Vermutung, dass sie über Bord gegangen und ertrunken sei, vorläufig abgeschlossen. Schlüssige Beweise dafür, aber auch für andere Lösungen, konnten nicht erbracht werden. Im Verlaufe der erneuten Ermittlungen stellen Carl und Assad fest, dass die damaligen Untersuchungen äußerst schlampig geführt wurden. Dank Hartnäckigkeit, den Erfahrungen von Carl und nicht zuletzt auch mancher originellen Eingebung von Assad kommen sie auf die Spur eines unbeschreiblich scheußlichen Entführungsfalles.
Erheiternd in diesem doch ziemlich düsteren Szenario sind die Einblendungen des Privatlebens von Carl in einer Wohngemeinschaft mit seinem Stiefsohn und einem weiteren Untermieter sowie die etwas verworrene Beziehung zu seiner Noch-Ehefrau Vigga. Sie leben zwar getrennt, aber vor allem Vigga kann trotz zahlreicher jugendlicher Liebhaber nicht vollständig von Carl lassen, wenn vordergründig auch nur seines Geldes wegen.
Ein Geheimnnis bleibt dagegen die Vergangenheit von Assad, von dem nur bekannt ist, dass er aus Syrien stammt und dort Schlimmes erlebt hat, ehe er nach Dänemark kam. Assad will über seine Vergangenheit nicht reden.
Meine erste Begegnung mit Jussi Adler-Olsen war sein zweiter Carl-Morck-Krimi" Schändung". Obwohl auch "Erbarmen" ein sehr guter Thriller ist, kommt er aber an "Schändung" bei weitem nicht heran. "Erbarmen" wird einer unter doch recht vielen sehr guten Kriminalromanen bleiben, die ich gelesen habe und bestimmt noch lesen werden. "Schändung" hat sich aber unauslöschlich bei mir eingebrannt. Dieser Stoff beschäftigt mich immer wieder, und das mit einer enorm hohen Intensität. Das hat bisher noch kein anderer Kriminalroman so geschafft. Ich bin selbst gespannt, ob das irgendwann noch mal ein anderer Stoff toppen kann. "Erbarmen" jedenfalls konnte es nicht.
Bernd zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 26.01.2011
Was finden eigentlich alle an diesem Buch so toll? Ohne eine besonders große Spürnase zu sein, wusste ich S. 126 wer hinter der Geschichte steckt und was es für Motive gibt. Die ganze Geschichte ist daher recht einfallslos aufgebaut. Der Rest ist solide Krimikunst- mehr aber auch nicht. Den zweiten Teil dieser recht teuren Reihe (€ 14,90) werde ich nicht lesen.
Thierrys-Liebste zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 29.12.2010
Dieses Buch punktet, durch ein ungewöhnliches Ermittlerduo, ein Opfer, das einen Alptraum durchlebt und Täter, die nichts mehr zu verlieren haben.
Die Story kommt ohne Gemetzel, ohne großartige Wendungen und ohne private Nebensächlichkeiten aus, hier geht es um saubere und geradlinige Polizeiarbeit.
Die Zeitsprünge, die mehrere Jahre beinhalten, sind gut verständlich und lassen bis zuletzt für das Opfer hoffen...
Ich würde es auf jeden Fall weiter empfehlen, gebe 85° und freu mich schon auf die Fortsetzung.
kabra zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 19.12.2010
Ich habe das Buch gerade ausgelesen und muss ehrlich sagen, das mich das Buch nicht vom Hocker gehauen hat.

Ein sympathisches Ermittlerduo in einem, das Verschwinden einer jungen Politikerin im anderen Erzählstrang.

Keine Frage, das Buch ist gut geschrieben und lässt sich relativ gut lesen.
Aber die Worte grausam, todspannend, Thriller oder gar Gänsehaut (Klappentext, Buchhandlung und zahlreiche Rezensionen) kommen in meinem Kommentar nicht vor.
Meines Erachtens plätschert die Story so vor sich hin. Eine gewisse Spannung baut sich auf. Schliesslich möchte man wissen, was mit Merete Lynggard passiert oder passiert ist. Aber es war nicht so, das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Und das gehört zu einem bösen, grausamen Psychothriller für mich dazu.

Mit den Skandinaviern bin ich nie richtig warm geworden. Vielleicht lasse ich in Zukunft doch die Finger davon!?
Homicide187 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 10.12.2010
Ganz tolles Buch. Das Ermittlerduo ist unheimlich sympathisch und konnte mich vor allem durch ihre Gegensätze voll überzeugen. Vor allem das sein "Partner" eigentlich garnicht Polizist ist, aber immer mal wieder die Idee hat ist sehr erfrischend. Insgesamt ermitteln die beiden einfach phantastisch und bringen immer mehr Licht ins Dunkel. Ich habe zwischen durch auch gedacht "Hm wie wollen sie da den jetzt noch was raus finden und weiter kommen" aber sie haben es geschafft. Sehr schön fand ich auch die zwei Parallelhandlungen von Opfer und Ermittler. Finde so was immer super und bringt beim Lesen immer etwas Abwechslung. ja das Ende ist doch sehr überraschend und so einfach und plausibel das es einfach gut ist. Muss sagen hat wirklich viel Spaß gemacht.
Aenna zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 08.12.2010
Das Buch gliedert sich in zwei Erzählstränge. Im ersten befinden wir uns in der Gegenwart im Jahr 2007. Gerade wird das Sonderdezernat „Q“ gegründet, welches bereits abgelegte, aber trotzdem unaufgeklärte Fälle erneut aufrollen soll. Carl Morck, Ermittler mit seelischen Narben und Problemen, die Vergangenheit zu bewältigen, wir zum Chef besagten Dezernates ernannt. Ihm zur Seite wird der anfangs von Carl unterschätzte Syrer Assad gestellt, welcher jedoch im Verlauf mit ungeahnten Fähigkeiten und Schläue brilliert. Beide nehmen den Fall der im Jahre 2002 verschwundenen Politikerin Merete Lyngaards auf….
Im zweiten Erzählstrang des Buches begleiten wir das Opfer Merete. Er beginnt 2002 mit einem Einblick in ihren Alltag als Politikerin und Vormund ihres geistig behinderten Bruders. Wir begleiten sie am Tag ihres Verschwinden und werden Zeuge ihrer unbeschreiblichen Folter während der nächsten fünf Jahre bis in die Gegenwart.
Die geschickte Zusammenführung beider Erzählungen wird vom Leser mit kaum erträglicher Spannung erwartet!
Erbarmen ist der beste Thriller, den ich seit langem gelesen habe. Die Protagonisten werden liebevoll präzise beschrieben, so manches Mal musste ich über das ungleiche Ermittler-Duo schmunzeln. Die Erzählung ist flüssig und mitreißend geschrieben, ich hatte die ganze Zeit beim Lesen „den Film vor Augen“. Die Spannung wurde kontinuierlich gesteigert.
Einzig die deutsche Übersetzung ließ an manchen Stellen zu wünschen übrig.
Ich kann den Autor nur empfehlen und freue mich auf weitere Bücher von Jussi Adler-Olsen!
Addicted-to-read zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 22.11.2010
Nachdem mir doch einige dieses Buch sehr ans Herz gelegt hatten, habe ich es mir jetzt doch mal zur Brust genommen und siehe da - es hat mich ab der ersten Seite angesprochen!

Der Wechsel der einzelnen Kapitel zwischen der Geschichte des Ermittlers und der entführten Politikerin sind spannend gehalten und sehr solide und stringent erzählt.
Die Protagonisten wurden mit sehr viel Liebe gestaltet und das Ermittlerduo regt doch oft zum Schmunzeln an. Der Autor hat die verschiedenartigen Charaktere mit viel Einfühlungsvermögen und Hingabe gezeichnet, so dass einem jeder Einzelne nach kurzer Zeit sehr vertraut erscheint.

Die Geschichte der Merete Lynggaard und ihrer Qualen ist zum Teil sehr heftig und wirkt grauenvoll und schrecklich.
Ihre Tortur und somit auch die Spannung steigen von Kapitel zu Kapitel und man glaubt zu ahnen, welch grauenhaftes Ende ihr bevorsteht.

Auch wenn viele der Ansicht sind, es war alles sehr früh vorhersehbar, zu erkennen, zu erwarten, so hat dies meiner Meinung nach der Handlung und der Spannung keinen Abbruch getan.
Herr Adler-Olsen driftet nie ins Geschmacklose und Reißerische ab, sondern bleibt auch hier feinfühlig. Auch sein Täter ist nicht der abgedroschene Irre, den man aus vielen anderen Romanen schon kennt.

Einzig der Schluß hinterließ einen leicht rührseligen und klischeebehafteten Nachgeschmack bei mir, was aber der Erzählung im ganzen keinen Abbruch tut und ich mich schon auf den Nachfolger freue!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Volker zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 22.11.2010
Klasse Krimi. Sehr hohes Spannungspotential, insbesondere auch wegen den beiden Handlungssträngen (das Ermittlerduo - das Entführungsopfer) die zunächst parallel laufen um dann in ein tolles Finale zu münden. Der Krimi ist sehr realistisch geschrieben mit interessanten Charakteren. Ob der Vergleich zu Stieg Larsson gezogen werden kann oder nicht - Adler Olsen ist besser, nicht so chaotisch, langatmig und zT. abstrus.
Astrid Kalkuhl zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 20.11.2010
Ich hatte das große Glück, Jussi Adler-Olsen auf einer Lesung in Lünen, gemeinsam mit Christine Westermann und Peter Lohmeyer erleben zu dürfen. Es war ein großartiger Abend. Bis dahin hatte ich noch nichts von Adler-Olsen gelesen, aber nun war ich neugierig.
Da ich im Rahmen der Lesung einige von Jussi Adler-Olsens Motibven und Hintergründen, insbesondere in Bezug auf die Hauptakteure Karl Mork und Assad, erfahren habe, viel mir der Einstieg ins Buch relativ leicht. Jedoch stimmt es, dass die geschichte erst an "Fahrt" aufnehmen muß. Dann jedoch lässt sie einen nicht mehr los. Das Martyrium von Merete und zu erleben, wie Mork langsam in Fahrt kommt und seine Lethargie verliert, ist wirklich spannend zu lesen.
Die Handlung an sich ist sicherlich in einigen Punkten unrealistisch. Aber das kommt mir bei vielen Thrillern so vor. Wer weiß schon, ob es menschliche Abgründe, wie sie dort beschrieben werden, wirklich gibt. Wichtig ist ein guter Spannungsbogen und eine Geschichte, die fesselt. Und das bietet "Erbarmen" allemal.
Ich freue mich auf den nächsten Band!
rolandreis zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 17.11.2010
Ich kann das große Lob vieler für dieses Buch nicht uneingeschränkt teilen. Adler-Olsen lässt sich viel Zeit bis seine Geschichte an Fahrt gewinnt. Der mürrische Carl Mork schwingt sich nicht unbedingt leichtfüßig in das Herz des Lesers und so ist mir der Einstieg etwas schwer gefallen (da war ich schon ca. auf Seite 250). Erst dann kam meiner Meinung nach mehr Bewegung in die Geschichte, die Spannung erzeugte. Letztendlich für mich ein solides Thrillerdebüt, aber kein absoluter Knaller.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Moschi zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 23.10.2010
Das Buch liest sich flüssig, hat sympathische Charaktere und eine interessante Handlung.
Aber: Fünf Jahre in Geiselhaft unter den beschriebenen Umständen psychisch und physisch ohne größere Schäden zu überstehen, abgesehen von einem eitrigen Zahn und strähnigen Haaren?
Das ist absolut unlogisch und nicht nachvollziehbar. Hier hätte ich mir eine detailliertere und vor allem glaubhaftere Beschreibung des Martyriums von Merete gewünscht.
Auch das Motiv der Täter ist, gelinde gesagt, haarsträubend. Aber die Logik von kranken Psychopathen muss sich ja auch nicht jedem Leser erschließen.
Alles in allem ein kurzweiliger Krimi mit Schwächen im Detail.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Moehrchen zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 14.10.2010
Die Frau im Käfig

Aus politischen Gründen wird in Kopenhagen das Dezernat Q - zuständig für unaufgeklärte Fälle - gegründet. Der Leiter des Dezernats wird Carl Mørck, ein alt gedienter Ermittler, der seinen Vorgesetzten unbequem geworden ist. Als Hilfskraft - zuständig für diverse Hilfstätigkeiten wie Fahrdienst und kopieren, sowie die Sauberhaltung des Kellers, in dem das Dezernat angesiedelt ist, zuständig - wird der Syrer Hafez el-Assad - genannt Assad. Assad entwickelt sich doch sehr schnell zum Assistenten von Mørck und ist maßgeblich an ihrem ersten Fall, in dem es um die vor fünf Jahren verschwundene Politikerin Merete Lynggaard geht, beteiligt. Merete Lynggaard ist auf einer Fähre spurlos verschwunden.

Mit seinem Ermittlerduo hat der Autor ein wirklich ungleiches Team erschaffen, das sich jedoch hervorragend ergänzt. Carl Mørck als "unleidig, faul, mürrisch, nörgelig, mies zu seinen Kollegen und sorgt dafür, dass das Team auseinander bricht" beschrieben. Zudem hat er erst vor kurzem im Dienst einen Kollegen verloren und einer ist gelähmt, woran er sich nicht ganz unschuldig fühlt. Der Syrer Hafez el-Assad stürzt sich sofort in die Arbeit, lässt sich auch von Mørck nicht bremsen, der lieber eine ruhige Kugel schieben würde, verrät wenig über seine Vergangenheit in Syrien.

Das Buch hat zwei Handlungsstränge. Auf der einen Seite lesen wir von Merete Lynggaard, wie es ihr in ihrem Gefängnis in den letzten fünf Jahren ergangen ist. Auf der andern Seite verfolgt man die Ermittlungsarbeit in der jetzigen Zeit.

Es macht wirklich Spaß die beiden Ermittler bei der Arbeit zu begleiten. Durch die andere Weltsicht, die Assad hat, kommt es immer wieder zu amüsanten Begebenheiten. Leider ahnt man als Leser schon recht früh, wie das ganze ausgehen wird aber dies ist auch schon der einzige Wermutstropfen, den man auch gerne hinnimmt. Die Ermittler Mørck und Assad sind mir richtig ans Herz gewachsen. Schön, dass es schon einen zweiten Teil gibt.

Dieser war mein erster Krimi aus Dänemark und es wird sicher nicht mein letzter sein. Beide Daumen hoch.
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Gerd Schmidt zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 14.10.2010
Gute Rezensionen des Herrn K. sind für mich i. d. R. ein gutes Argument, das Buch zu lesen (zuletzt "God's Pocket"- großartig), hier gehen unsere Meinungen aber erheblich auseinander.Für mich ist "Erbarmen" ein absolut durchschittlicher Thriller mit vielen Ärgerlichkeiten. Sprachlich auf keinem besonderen Niveau nervt in vielen Szenen das redundante Erzählen. Sind die beiden Protagonisten noch erträglich, wurde bei den anderen Personen heftig in den Klischeetopf gegriffen (der Sohn ist natürlich faul, unordentlich und hört zu laute Musik, die Exfrau nervt natürlich ständig, die Kollegen sind natürlich missgünstige Intriganten und dass bei der Presse nur auflagengeile Arschlöcher arbeiten, wissen wir schon lange). Ne, ne. Das ist für mich das Gegenteil von realitätsnah. Auch, dass man den PIN-Code eines fremden Handys beim dritten Versuch mal grad so knackt. Und bei den Tätern sind das Motiv selbst, aber auch seine Grundlage und Entstehung für mich einfach nur idiotisch.Ich habe 30 Punkte vergeben für die Spannung, die zwar auf sehr konventionelle Art und Weise erzeugt wird, aber das klappt.
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Frankie zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 11.10.2010
Ehrlich gesagt bin ich auch etwas enttäuscht. Das Buch bekam im Vorfeld so viele Vorschusslorbeeren, dass ich es lesen musste. Doch wirklich spanned wird es nicht. Es plätschert zu lange so dahin. Die Charaktere der beschriebenen Personen waren schon witzig. Doch hätte ich als Fan der Harten Literatur schon noch Tote erwartet. Insbesondere der ungelöste Fall über die Ermordung seiner Kollegen hätte ruhig noch aufgelöst werden können.
Anela zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 28.09.2010
Definitiv eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Spannend von Anfang bis Ende und verliert dabei trotzdem nicht die Balance zwischen dem privaten/persönlichen Part der Hauptpersonen und der eigentlichen "Leidensgeschichte". Adler-Ohlsen schafft in diesem Buch einen sympathischen Hauptakteur und einen ebenso faszinierenden Gehilfen. Auch eine gelegentliche Prise Humor trägt zum Lesespass bei: Für mich ein Meisterwerk. Der Schriftsteller schafft es, ohne viel Blut und "grusiges" das Ausmass der Qualen vor Augen zu führen. Das Buch ist flüssig zu lesen und trotz melancholischem Touch durchwegs nicht negativ. Freue mich auf Nr. 2 von Herrn Adler-Ohlsen, die Messlatte ist meinerseits jedoch sehr hoch vorgelegt.
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koepper zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 28.09.2010
Mit Carl Morck und seinem Assistenten Assad hat Adler Olsen ein neues, orginelles Ermittlerpaar geschaffen, das neugierig auf mehr macht. Olsen ist unbeliebt, stört und soll weg, also wird er befördert und leitet eine Spezialabteilung zu Aufarbeitung ungeklärter Fälle. So beginnt „Erbarmen“ Morck beschäftigt sich fortan mit dem ungeklärten Verschwinden einer jungen, ehrgeizigen und erfolgreichen Politikerin - Merete Lynggaard. Daraus entwickelt sich schnell eine spannende Geschichte, die Adler Olsen meisterhaft erzählt. Die Hauptakteure Morck und Assad und die ganzen Nebenfiguren – Morcks verkorste Familie, die anderen Polizisten und vor allem auch Merete mit ihrem traumatisierten Bruder Uffe werden gelungen entwickelt.
Adler Olsen wechselt oft die Perspektiven. Vor allem die Passagen aus der Sicht der gefangenen Merete sind sehr beeindruckend und lassen das Beklemmende, Grausame der Situation spürbar werden. Auch die Schilderungen der Beziehung zwischen Merete und Uffe, ihrem Bruder sind von einer unverkitschten Emotionalität und gut formuliert.
Trotz des harten Stoffes spart der Autor nicht mit seinem Witz. Das Buch hat slapstikartige Momente. Das gefällt mir sehr, Spannung, Witz, Emotion und das alles in einer guten Mischung. Weiter so Adler Olsen.
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TalkerOnline zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 24.09.2010
Für mich ein sehr empfehlenswerter Krimi, der in vielerlei Hinsicht einen (oder mehrere) unterhaltsamen Lese-Abend garantiert. Mit diesem Werk hat sich Adler-Olsen unter die illustren skandinavischen Krimiautoren eingereiht. Welchen Platz er dort einnimmt - darüber entscheiden die Leser. Ich bin jetzt schon auf das nächste Buch gespannt...
Torsten zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 19.09.2010
Ich war enttäuscht.
Allerdings eigentlich nur, weil das Buch im Vorfeld so ungeheuer hochgelobt und schon als Nachfolger von Stieg Larssons Büchern gefeiert wurde - diesen Anspruch erfüllt der Roman nun wirklich beileibe nicht.
Ansonsten ein durchaus leicht und flüssig zu lesender Roman, wobei die Hintergründe einem geübten Krimileser schon nach 150 Seiten klar werden können. Leider haben sich meine Vermutungen dann auch zu 100% erfüllt und damit auch den Hauptkritikpunkt wahr werden lassen: Die Motivation des Ganzen ist für mich nicht nur nicht nachvollziehbar (was bei Taten von Psychopathen ja vorkommen soll), sondern schlicht unlogisch und sehr weit hergeholt. Ohne etwas verraten zu wollen: Aber ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass jemand in einer solchen Situation derartige Beobachtungen und Schlussfolgerungen tätigen kann die dann derart als Motiv zu dieser Tat führen. Immerhin, wenn man das als gegeben hinnimmt ist es ein recht spannender, vor allem gradliniger Roman und obwohl die Personen insgesamt etwas blass blieben (vor allem im direkten Vergleich z.B. mit von Robert Wilson in der Falcon-Reihe entwickelten Charakteren) macht er durchaus Lust auf weitere.
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Susy zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 07.09.2010
Sehr guter Krimi, mit einem Kommissar, der einem irgendwie bekannt vorkommt. Ein super geschriebenes Buch mit allem, was man wünschen kann. Sogar der Humor kommt nicht zu kurz.
Ich glaube Adler-Olsen könnte ein würdiger Nachfolger von Stieg Larsson werden.
Wir sind gespannt auf den nächsten Roman!!!
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lars juggen zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 01.09.2010
also ich weiß nicht...klar ist das ganze witzig geschrieben und ließt sich auch schnell weg, aber irgendwas stimmt nicht.
die gefangenschaft ist etwas seicht geschildert(!) das heißt nicht dass hier mehr brutalität gefordert sei, sondern nur wohl mehr auf die martyr eingegangen werden sollte, damit es >realer< wirkt.
und der fall löst sich für den leser schon nach knapp 200 seiten auf.
ansonsten recht kurzweilig und wohl ein autor mit zukunft...
wie ist das 2.buch?
jansdarling2002 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 22.08.2010
J.-Adler Olsen ist mit "Erbarmen" seit langem mal wieder ein krimi gelungen, der auch die Bezeichnung Krimi verdient hat. Wer hier nicht den Einstieg findet, der hat keine Krimikultur im Blut, oder liebt Effekzheischerei, aber diese ist es die die meisten Krimis langweilig erscheinen lassen, weil sie eben nur billig wirken, die skanidnavischen Krimis sind einfach nur die Besten die es gibt.
LisCol zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 11.08.2010
Stimme 'Knautschewölkchen' absolut zu. Teilweise ganz spannend, insbesondere die Merete-Kapitel.
Der Rest war einfach nur langweilig und ich habe mich durchgequält.

Der Klappentext hält in meinen Augen nicht das was er verspricht, ebenso wenig wie die Bezeichnung 'Thriller'.

Werde so schnell kein Buch mehr von Adler-Olsen lesen. Schade.
Ein Buch für einen Tag zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 07.08.2010
Das Ermittler-Duo ist klasse! Überhaupt ist die Umgebung mit all ihren skurrilen Gestalten sehr unterhaltsam beschrieben, von der Männer-WG samt Nachbarschaft über die Besetzung des Kommissariats bis hin zur Gattin, die ihren Noch-Ehemann mit Leichtigkeit um den Finger wickelt.
Das alles fand ich sehr amüsant. In seltsamem Kontrast dazu stehen die Katastrophen, die lang zurückliegenden, die aktuellen, die andauernde in Form einer Gefangenschaft unter entsetzlichen Umständen - das gibt merkwürdige Sprünge, die aber doch die Spannung erhalten.
Ich finde, das ist ein ungewöhnliches Buch. Ich werde das nächste Buch auch lesen, ich bin gespannt.
heike zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 06.08.2010
Habe gestern Abend dieses spannende Buch zu Ende gelesen!
Kann ich nur empfehlen.
Wenn man mal eine Woche nicht zum Lesen kommt findet man ohne Schwierigkeiten den "Faden" wieder. Und das kann man nur bei wenigen Büchern ;-)
Werde mir noch heute das nachste Buch "Schändung" zulegen und damit heute noch loslegen.
chrissy zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 30.07.2010
Hab das Buch gerade zuende gelesen ... ich bin begeistert ... nicht nur das die Handlung einfach mal was anderes ist ... nein man selber fällt so rein und stellt sich immer wieder die frage ... kann die menschliche Psysche so eine Qual aushalten ... nicht nur das dunkle ... sondern auch das tragen der klamotten über diese zeitraum ... und all sowas ... die kleinen details ... ich hätte mir aber mehr gewünscht, das hier vll mehr von dem opfer als von dem ermittlungen berichtet wird denn die waren manchmal ein wenig langatmig ... zum ende hin wurde es dann doch pure spannung ... und selber am ende wird man doch verwirrt ... man hat mit etwas anderem gerechnet ... nur zu empfehlen dieses buch
Jochen zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 22.07.2010
Naja, Pela, Herbert hat nur verraten, was jeder, der mehr als ein Buch gelesen hat, eh weiß. Ich habe den Beitrag trotzdem entspoilert.

Wenn der einzige Grund sein sollte "Erbarmen" zu lesen, weil man wissen will, wie die Geschichte mit Merete Lynggard ausgeht, dann kann man es sich vermutlich tatsächlich schenken.

Und verpasst ein überaus gelungenes Buch.
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Pela zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 22.07.2010
Schön, Herbert! Danke für das Verraten des Endes! Dieses Buch werde ich mir jetzt leider nicht mehr kaufen, weil ich dank des Eintrag schon weiß, wie es ausgeht! An die Betreiber dieser Seite: Immer wieder wird Platz verschwendet durch ellenlange Inhaltsangaben und immer wieder nehmen Leser sich die künstlerische Freiheit, das Ende trotz der Bitte, es nicht zu tun, doch herauszuposaunen. Für einen Thriller-Fan ist das die Höhe! Tut mal was!
rwe25 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 22.07.2010
Ein neuer Stern am Skandinavien-Krimi-Himmel - Nach Henning Mankell und Stieg Larsson gibt es endlich einen weiteren guten Skandinavien-Thriller/Krimi-Schreiber.

Carl Mørck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q bei der Kopenhagener Polizei, und sein syrischer Assistent Hafez el-Assad sollen bisher unaufgeklärte Fälle neu aufrollen. Die Akten türmen sich; und so beginnen sie, ihren ersten gemeinsamen Fall zu untersuchen.

Vor 5 Jahren verschwand die bekannte und angesehene Politikerin Merete Lynggaard spurlos auf der Fährfahrt von Rødby nach Puttgarden. Man vermutete Tod durch Ertrinken, doch diverse Ungereimtheiten spornen die Ermittler an, den Fall doch noch zu lösen. Eine Leiche wurde nie gefunden, aber ist es möglich, dass Merete nach all dieser Zeit noch am Leben ist?

Jussi Adler Olsen schildert in seinem Thriller ein grausames Verbrechen: Jahrelange Folter voller Dunkelheit oder grellem Licht in einer Druckkammer, in der der Druck im Raum jährlich erhöht wird. Werden Mørck und el-Assad Merete rechtzeitig finden und sie aus dem Martyrium befreien?

Das ungleiche Ermittlerduo macht Lust auf mehr - zum Glück kommt ein weiterer Band schon Ende August. Ein wirklich spannendes Buch mit Gänsehaut-Garantie!
Herbert zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 12.07.2010
Endlich mal ein anderes Thema als das in letzter Zeit immer häufigere blutrünstige Gemetzele und Verstümmele in das sich „moderne“ Thrillerautoren zur Zeit irgendwie alle verrennen..
Auch wenn die Lösung ab Mitte des Buches auf der Hand liegt wenn auch nicht ohne logische Fehler , so fand ich es dennoch nicht unspannend bis unterhaltendEtwas nervig, dass auch dieser Kommissar sich in die Reihe traumatisierter oder ausgebrannter, alkohol- oder sonstig –abhängiger, geschiedener oder zumindest problembehafteter Beziehungen belasteter, zerrissene , grüblerische bis depressive Charaktere skandinavischer Ermittler einreiht. Gibt’s da oben keine halbwegs normalen Kripobeamten ??
Kann man lesen.
Dieter_55 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 12.07.2010
Nach einem etwas zähen Beginn (kann aber durchaus auch an mir gelegen haben) steigerte sich die Spannung nach etwa 100 Seiten.
Spannend vor allem durch die beiden auch zeitlich zunächst getrennten Handlungsstränge, die dann immer mehr annähern und schließlich in einem brisanten Finale enden.
Besonders der Handlungsstrang, der die Gefangenschaft der Merete Lynggard verfolgt, kann durchaus zu beklemmenden Gefühlen beim Leser führen.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz, vor allem in der Zusammenarbeit des Kommissars Morck und dessen von ihm unterschätzten Assistenten Assad fordrn einige Situationen ein Schmunzeln heraus.
Auf alle Fälle eine Leseempfehlung wert!
Knautschewölkchen zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 03.07.2010
Ich habe das Buch nach der Hälfte weggelegt und immernoch nicht zuende gelesen. Ich finde die Kapitel, die aus Meretes Sicht geschrieben sind, superklasse, denn so etwas erwarte ich, wenn ich auf dem Cover des Buches "Thriller" lese. Handlungen, die erschrecken, nachdenklich und Angst machen. Psycho eben.
Leider sind diese Kapitel viel zu selten und viel zu kurz. Meiner Meinung nach erfährt man zu viel unnützes Wissen über Carl und die Ermittlungen kommen nicht richtig vorran. Ich finde die "Carl-Kapitel" immer sehr langweilig und musste mich jedes Mal durchkämpfen, bis ich schließlich aufegegeben habe.
Die Namen haben mich auch sehr gestört, denn meine immer mitlesende "innere Stimme" ist regelmäßig über diese komischen Namen gestolpert und ich musste sie zehn Mal lesen, bis ich sie in Gedanken richtig aussprechen konnte. Klar, das Buch kommt aus Dänemark, aber man muss es mit der Namensgebung ja trotzdem nicht übertreiben...

Insgesamt bin ich nach dem, was ich alles Gute über das Buch gehört und gelesen habe, enttäuscht.
Dennoch werde ich mich jetzt zusammenreißen und es zuende lesen, vielleicht habe ich ja vorschnell geurteilt und es wird am Ende doch noch spannend.
Wobei mir am Ende zu spät ist.
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Spinnenflicker zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 07.06.2010
Dieses Buch war gar nicht gut . für meine Nacken- und Schultermuskulatur. Überhaupt nicht.

Am Samstagmorgen um 10.00 Uhr gekauft, ca. 11.00 Uhr mit dem Lesen begonnen, zwischendurch mal was schnelles zu Essen gemacht, und später auch ein ganz kurzes Nickerchen, wirklich sehr kurzes Nickerchen. Das Buch dann um 19.30 Uhr ausgelesen. Toll! Sehr rasant!

Mit Carl und Assad könnte ich mich anfreunden und warte schon auf das nächste Buch von Jussi Adler-Olsen. Yippieh!
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Pete Marino zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 18.05.2010
Mit Carl und Assad hat Jussi Adler-Olsen ein interessantes Ermittlungsduo geschaffen.
Die Handlung des Buches plätschert allerdings leider langsam und immer wieder langweilig vor sich hin.
Es ist schnell klar, was bzw. wer für die Entführung verantwortlich ist und auch sonst ist die eigentlich so beklemmende Situation der Merete nicht wirklich eindringlich und interessant beschrieben.

Zwischendurch will man / wollte ich das Buch immer mal wieder weglegen, weil es einfach langweilig ist. Hinzu kam die mir persönlich ein wenig nervtötende erscheinende Namesnsgebung der Akteure, die sich alle anhören, wie Tierlaute.

Für Leute, wie mich, die Mo Hayder, Patricia Cornwell, Alex Kava, Jack Ketchum mögen ist das Buch eher langweilig und vorhersehbar.
Maria-luise zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 27.04.2010
Das Buch hat mir gut gefallen, obwohl ich nach der Hälfte des Buches schon wusste ,worum es bei der Entführung ging. Die Handlung ist trotzdem spannend. Die Hauptfigur Carl hat ihre Ecken und Kanten. Auch die Figur des Assad läßt auf weitere Bücher hoffen. Diese Figur bietet Geheimnisse, die in nachfolgenden Büchern gelöst werden müssen.
schatzye zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 23.04.2010
Insgesamt bin ich etwas enttäuscht von dem Buch. Ich liebe die Szenen, in denen man Einblick in das "Leben" der Frau bekam. Also wie sie da in ihrem "Verlies" lebte - wenn man das Leben nennen kann. Ihre Gefühle wurden sehr anschaulich rübergebracht. Es war nicht so oberflächlich, sonder tiefgründig beschrieben. Was machte sie? Was hatte sie für Gedanken? Und ihre Verletzung - etwas, was einfach nach ein paar Jahren sein MUSS - machte die ganze Sache realistischer, als es andere Autoren hinbekommen hätten!
Insgesamt fand ich es nicht so toll, da die Ermittlungen nicht meinen Vorstellungen entsprachen - nicht so mein Geschmack, viel zu "Krimi" lastig, ich mags lieber Thriller-like ;) - und die Auflösung - wer das warum gemacht hat - war auch nicht so mein Geschmack. Aber ich habe keinen besseren Vorschlag! Gut fand ichs aber auch, dass sie es selber nicht wusste. Macht die ganze Sache mysteriöser :))
Aber weiterzuempfehlen!
Koffeinfrei zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 11.04.2010
Ich habe es aufgrund einer Empfehlung einer Literatursendung im Fernsehen gelesen. Vielen Dank dafür. Das Buch ist atemberaubend spannend. Ein echter page-turner. Habe quasi jede freie Minute gelesen. Sehr gut aufgebaut, spannend erzählt, leicht zu lesen und enorm schnell. Auf jeden Fall empfehlenswert, ich freue mich schon auf das nächste Werk von dem Autor.
kleinfriedelchen zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 01.04.2010
Carl Mørck, dänischer Mordermittler, hat es schon nicht leicht in seinem Leben. Seine Noch-Ehefrau schröpft ihn regelrecht, wenn es um Geld geht und bei einer wenige Wochen zurückliegenden Schießerei starb einer seiner Kollegen, der andere ist seitdem querschnittsgelähmt und ans Bett gefesselt. Das hinterlässt natürlich Spuren auf Carls sowieso schon nicht sonderlich frohem Gemüt. Gequält von Selbstvorwürfen, die Schießerei nicht verhindert zu haben, und genervt von der scheinbaren Unfähigkeit seiner restlichen Kollegen zieht er sich immer mehr zurück und hat keinen Elan mehr zu arbeiten. Kein einfacher Kollege, wie man sofort merkt.

Als der Chef der Mordkommission da die Gelegenheit sieht, Carl loszuwerden, zögert er nicht. Er ernennt ihn zum Chef des eben erst gegründeten Sonderdezernats Q, welches alte, ungeklärte Fälle wieder aufrollen soll und im Keller untergebracht ist, weit weg von den anderen Mitarbeitern. Anfangs verbringt Carl seine Zeit eher mit Schlafen, bis man ihm Assad, das „Mädchen für alles“ an die Seite stellt. Durch seine Gegenwart nimmt er sich schließlich einen 5 Jahre zurückliegenden Fall vor. Damals verschwand die Politikerin Merete Lynggaard während einer Fährenfahrt spurlos. Die Ermittlungen brachten nichts; man vermutete, dass sie ertrunken sei. Doch Carl findet ein paar Hinweise, die auf etwas anderes deuten...

Während Carl langsam Spuren in der Vergangenheit sucht, erfährt man nach und nach Meretes Schicksal aus ihrer Sicht. Tot ist sie nicht, auch wenn dieses Schicksal vielleicht gnädiger gewesen wäre. Stattdessen wird sie Woche um Woche, Monat um Monat in einem kleinen Raum gefangen gehalten, bis es schließlich schon 5 Jahre sind. Völlig isoliert sitzt sie in ihrer Zelle und hat nur ihre Gedanken als Beschäftigung. Warum man ihr das antut, das weiß sie nicht. Schließlich gibt sie alle Hoffnung auf, jemals wieder befreit zu werden und plant ihren Selbstmord…

Wow, das war mal ein spannender Thriller! Nervenzerreißend und keineswegs übertrieben schildert Jussi Adler-Olsen das Schicksal der jungen Frau und Carls verzweifelte Suche nach den damaligen Geschehnissen. Die Charaktere werden dabei glaubhaft beschrieben. Carl entspricht dem tortured hero, der typisch für skandinavische Ermittler zu sein scheint, der seinen Unmut über die schwache Ermittlungsleistung seiner Kollegen nicht versteckt und der von einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn getrieben wird. Den Fall fand ich logisch und gut durchdacht. So ist es nicht verwunderlich, dass mich die Handlung von Anfang an in ihren Bann geschlagen hat und mich das Buch kaum aus der Hand hat legen lassen.

Im September 2010 erscheint der nächste Band um den Ermittler Carl Mørck und eins steht jetzt schon fest: ich werde ihn auf jeden Fall lesen.

Mein Fazit: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Absolute Leseempfehlung!
Schrodo zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 17.03.2010
Am 02. März 2002 befindet sich die junge, aufstrebende Politikerin Merete Lynggaard zusammen mit ihrem behinderten Bruder Uffe auf dem Weg nach Berlin, als sie spurlos auf der Fähre nach Puttgarden verschwindet, vermutlich Selbstmord.
Carl Morck wird 2007 der Leiter des neu eingerichteten Sonderdezernats Q das sich mit nicht aufgeklärten Fällen beschäftigen soll, welche ein besonderes Interesse der Bevölkerung hergerufen haben. Sein erster Fall: Merete Lynggaard, deren Leiche nie gefunden wurde.
Carl glaubt nicht an Selbstmord und beginnt den Fall neu aufzurollen.
Der Plot ist gut aber noch ausbaufähig. Die gesamte Geschichte bietet eine spannende und komplexe Handlung, die immer wieder in neue Richtungen abdriftet. Das Ganze ist in sich stimmig und solide geschrieben.
Die Charaktere sind sehr interessant und ausführlich beschrieben. Dank Hafez, dem Gehilfen Carls, sogar teilweise zum Schmunzeln.
Es gibt zwei Erzählstränge, auf der einen Seite, das Leben und die Vorgehensweise des Polizisten Carl, auf der anderen Seite die grausame Geschichte der Merete.
Durch die vielen kurzen Abschnitte ist das Buch gut zu lesen. Spannung besteht von Beginn an, die sich zu Schluss extrem steigert. Absolut lesenswert, ich freu mich schon auf das Nächste des Herrn Jussi!
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Ailis zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 24.02.2010
Mit Carl Morck und seinem Assistenten Assad hat Jussi Adler-Olsen ein neues Ermittlerduo erschaffen, dem man gerne durch die Fälle des neu geschaffenen Dezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei folgt. Das Dezernat Q beschäftigt sich mit unaufgeklärten Fällen aus dem ganzen Land, und gleich die erste Akte, die Morck und Assad sich vornehmen, hat es in sich.
Vor fünf Jahren verschwand die junge Politikerin Merete Lynggaard spurlos von einem Fährschiff auf dem Weg von Rodby nach Puttgarden. Ihre Leiche wurde nie gefunden und man ging davon aus, dass sie über Bord gegangen war oder Selbstmord begangen hatte - der Fall wurde abgelegt, doch wirklich abgeschlossen war er nicht. Morck und Assad geraten schließlich auf eine Spur, die wirklich Grausames erahnen lässt.
"Erbarmen" ist ein solide geschriebener Thriller mit einer wirklich spannenden Geschichte und zwei sympathischen Ermittlern. Wobei sympathisch nicht heißt, dass sie durch und durch liebenswert und fehlerlos sind. Nein, wir haben es hier mit zwei klassischen Antihelden zu tun, deren unbequeme und unorthodoxe Art nicht dazu geschaffen ist, sich im Präsidium durchweg beliebt zu machen, aber mir als Leser sind sie gleich ans Herz gewachsen.
Einzig schade für mich war, dass ich schon sehr früh eine Ahnung hatte, wer der Täter ist oder die Täter sind (ich will ja nicht zu viel verraten ;)). Dennoch blieb es bis zum Schluss spannend, denn den Ausgang der Geschichte konnte ich nicht erahnen.
Beckett zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 23.02.2010
Fesselnd-dramatisch!!!
So würde ich das Buch bezeichnen!! Einfach Klasse!!

Carl Morck, ein zutiefst deprimierter Kommissar, der bei seinem letzen Einsatz seine kollegen verlor (einer tot, der andere behindert) und dabei fast selbst ums Leben gekommen wäre, wird im Presidium der Polizei fast wörtlich ''abgeschoben''. Im Keller soll er ein neues Dezernat (genannt Q) gründen. Natürlich weiß er, dass seine Kollegen ihn nur loswerden wollen!

Doch als er einen neuen Kollegen (man könnte ihn eher als Putzhilfe bezeichen) zur Seite gestellt bekommt und als er zufällig einen Fall aufschlägt, der in der Gegend vorlag, jedoch aber nie gelöst wurde. ( Denn das ist die Aufgabe des Q - dezernats: alte unaufgeklärte Fälle neu zu untersuchen) Es geht um die verschwundene Merete Lynngard. Warum verschwand sie? Hatte dies etwas mit dem Autounfall zutun, andem ihr vater schuld war und an dem 3 Menschen gestorben sind und einer gehandicapt wurde?Zu dieser Geschcihte wird parallel von Merete berichtet. Seit Jahren ist sie in einer Druckkammer grauenvoll festgehalten. Nur von WEM? Sie sagen, dass Merete langsam sterben soll; qualvoll!! Wer kann so etwas grausames tun?

Obwohl Carl Morck nach seinem Vorfall, als seine Kollegen starben, keine Lust mehr hat, irgendetwas für die Polizei zu tun, kommen er und sein neuer Gehilfe Assad bald durch Zufall auf eine vielversprechende Spur. Als er meretes behinderten Bruder '' befragt'' komm er auf eine heiße Spur! Nach un Nach steigert sich der Kommissar in den Fall hinein und die losen Enden der Schnur fügen sich fast nahtlos zusammen! Auch geschieht dies dank Assad, der mehr als eine gewöhnliche ''Putzhilfe'' zu sein scheint.Es beginnt am Ende ein Wettlaug gegen die Zeit um das Leben von Merete Lynngard. Kann sie rechtzeitig gerettet werden, denn die grausamen Psychopathen erhöhen jährlich den Druck in der kammer und wollen ihn schließlich am Ende schalgartig zurücksetzen. Merete würde ''aus allen nähten platzen'' aufgrund des Druckverlustes!!

Es war mein erstes Buch von Jussi Adler-Olsen und ich bin total begeistert. Das Ende hat sogar mir fast eine Träne entlockt, so emotional wie es ausgeht!! Für mich war es das beste Buch des Jahres bisher, das ich gelesen habe!!Ich kann kaum den zweiten Teil erwarten!! Er weiß gekonnt, wie er spannung aufbaut und aber auch wie er den Leser kurz innerlich oder äußerlich auflachen lässt durch z.B. witzige Sätze! Ich konnte mich besonders gut mit den beiden Hauptpersonen identifizieren!! Das Buch war auf jedenfall das Geld wert und ist nur zu empfehlen. Außerdem versteckt der Autor seine Kritik am dänischen Staat und an der Regierung in seinem Buch! FAZIT: SUPERSPITZENKLASSE!!
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Christiane34 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 22.02.2010
Da hatte ich erst schon die Befürchtung das dort wieder so ein schwermütiger Wallander die Krimilandschaft des Nordens bereichern will, aber weit gefehlt.
Anstelle von Schwermut steht hier eine gute Portion Humor und ein Kommisar der eher ungewöhnlich zur Sache geht mit einem wunderbaren Assistenten, den ich hier mal nicht unerwähnt lassen will.
Wie hier schon erwähnt, man kann den Plot sehr schnell durchschauen, aber das macht der Buch nicht weniger spannend. Es macht Spaß die Ermittlungsarbeit zu verfolgen die schließlich zur Lösung des Falls führt.
Da es sich um eine Entführung handelt, wird auch immer wieder Einblick in die Sichtweise des Opfers gegeben, das ist zum Teil grausam und erschreckend, somit hat dieses Buch alles was man von einem guten Krimi erwarten kann.
Sonny zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 31.01.2010
Ein neuer skandinavischer Serienkommissar, der im Einsatz verwundet wird, einen Freund und Kollegen verliert und einem Weiteren jeglicher Lebenswille genommen wird. Klingt zunächst mal nach typisch nordischer Schwermütigkeit. Aber der Autor überrascht. Moerk hat zwar gelegentlich mit seinen Dämonen zu kämpfen, aber eher am Rande. Vielmehr stürzt er sich nach kleineren Anlaufschwierigkeiten in seine neue Aufgabe. Von seinen Vorgesetzten in ein neues Dezernat weg gelobt, soll er sich fortan den alten, ungelösten Fällen widmen (Cold Case läßt grüßen). Ihm zur Seite steht Assad, ein eher kauziger Typ, der aber offenkundig einige düstere Geheimnisse hat. Ein mal Blut geleckt, legt Moerk los. Und zwar mit klassischer Ermittlungsarbeit. So ganz nebenbei zeigt er den Kollegen seines alten Dezernates noch den Mittelfinger, indem er deren aktuellen Fall durch die richtigen Hinweise zum Ziel bringt.
Dabei bekommen alle handelnden Personen ein Gesicht, ohne das der Autor zu sehr ausschweift. Sein Stil ist angenehm flüssig und die Handlung wird durch den regelmäßigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart zügig voran getrieben. Wobei der Teil von Merete wirklich beklemmend dargestellt wird.
Teil Zwei ist praktisch gekauft. Und ich hoffe sehr, dass sich der Autor treu bleibt.
85°
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Rinquinquin zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 24.01.2010
Da hoffe ich doch sehr, dass bald ein neues Buch dieses Autors auf den Markt kommen wird. "Erbarmen" habe ich, da ich unbeweglich im Klinikbett liegen musste, morgens um 9 Uhr begonnen, abends um 21 Uhr war ich völlig atemlos damit fertig. Es geht ja nicht darum, dass man erkennt, wer da wen gefangen hält, sondern wie sich das Ganze auflösen wird. Vergleiche mit Stieg Larsson sollte man nicht anstellen. Bei beiden gibt es etwas langatmige Erklärungen, die jedoch durchaus notwendig sind.
wiefrau zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 21.01.2010
Auf jeden Fall empfehlenswert. Ich hab es als Hörbuch gehört. - Mal eine andere Art Krimi, aber sehr gut gelungen und die Charaktere kommen sehr gut raus, versprechen Entwicklung und halten das auch.
Eine Handlung, die zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar war. - Toll!
Das nächste Buch kaufe ich mir auf jeden Fall. Eine Serie die sicher noch viel zu bieten hat.
Bernd Grasmann zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 18.01.2010
Ein herausragender Thriller, den ich binnen drei Tagen verschlungen habe.
Die Vorhersehbarkeit war meiner Meinung nach nicht gegeben, da zuviele falschen Fährten gelegt waren.
Das Buch war teilweise beklemmend realistisch geschrieben ( seelische Pein und körperliche Schmerzen von Merete waren für mich beängstigend und haben mich gruseln lassen )
Der Assistent Assad hat mir sehr gut gefallen und ist im Hinblick auf seine teilweise im Dunkeln liegende Vergangenheit noch ausbaubar.

Fazit - ein Buch der Extraklasse !
Janwillem zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 04.01.2010
Mir hat's gut gefallen! Ich habe das Buch in einem Stück gelesen, und auch wenn ich relativ früh wusste, wer Merete entführt hat, hat mich das nicht gestört. Es muss ja nicht immer ein Who done it sein. Die Beschreibung von Moerks Kellerkinddasein inklusive Assistent Assad fand ich sehr gelungen. Der Gedanke, einen unliebsamen Kollegen ins Abseits zu schieben, ist in Zeiten des Mobbings ja nicht abwegig. Moerks Art, mit diesem Umstand geschickt umzugehen, passt genau zum Charakter des Protagonisten. Er und Assad zeichnen sich auch durch eine gute Portion kriminalistische solide Routine und Intuition aus. Besonders die unklare Herkunft Assads und seine weit über ein Hilfsarbeiterniveau herausragenden Fähigkeiten lassen auf einen Nachfolgerroman neugierig werden.
Dani@Leseratte zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 29.12.2009
Beklemmend, spannend, angstschürend.
Gepackt hatte mich dieser Thriller direkt mit dem ersten Kapitel. Doch nach diesem super Einstieg kam erstmal eine Durststrecke mit vielen Erklärungen. Wobei dies auch wieder notwendig war, da dieses Dezernat erst neu gegründet wird und somit vieles erst noch erwähnt werden muss. Doch schon nach ca. 70 Seiten ist man letztendlich wieder beim eigentlichen Geschehen landet. Und ab da fesselt es einen mit der Angst von jedem, sein eigenes Leben in der Hand eines Wahnsinnigen wieder zu finden.
Genial wie man Seite für Seite erfährt, wie sich die unterschiedlichen Stränge langsam annähern und die Spannung bis zur Spitze getrieben wird, so dass man am liebsten reinspringen möchte, um zu helfen.
Kuschelbu zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 25.12.2009
Kaum hatte ich angefangen mit diesem Krimi, hat es mich auch schon gepackt und ich konnte nicht mehr aufhören, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte.

Der dänische Kommissar Carl Moerk hat es im Leben nicht leicht. In einem Einsatz muss er mit ansehen, wie einer seiner Kollegen getötet und der andere so verletzt wird, dass er vom Hals ab querschnittsgelähmt bleibt. Moerk überlebt seine Schussverletzung hat aber mit seinen Erinnerungen und Schuldgefühlen zu kämpfen. Auch seine Kollegen haben es nicht leicht mit dem posttraumatisierten Moerk und schieben ihn schließlich in den Keller ab, wo er die neugegründete Abteilung Q zusammen mit dem Syrier Assad bestreiten soll. Diese Abteilung soll sich fortan um abgeschlossene, ungelöste Fälle kümmern.

Im ersten Band geht es um die Politikerin Merete Lynggaard, die 2002 auf der Fähre nach Deutschland verschwunden ist. Abwechselnd begleitet der Leser auf der einen Seite die Ermittlungen von Moerk, der Schritt für Schritt die einzelnen Puzzleteile zusammensetzt und auf der anderen Seite die jahrelange Gefangenschaft von Merete. Hatte ich auch nach ca 2/3 des Buches einen Verdacht, um wen es sich bei dem Entführer handelt, bleibt das Buch trotzdem bis zur letzten Seite und über den Epilog hinaus spannend.

Vorallem die enge Beziehung zwischen Merete und ihrem behinderten Bruder Uffe finde ich geradezu rührend am Ende beschrieben und am liebsten hätte ich gleich den nächsten Band gelesen. Ich denke von diesem dänischen Erfolgsautor werden wir noch einiges zu erwarten haben und ich bin jetzt schon ein großer Carl Moerk Fan.
klein_my zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 11.12.2009
Mit Kommissar Mørk ist dem Autor wirklich Ermittler gelungen. Seine Art war erfrischend, genauso sein neuer Kollege Assad. Da prallen zwei Kulturen aufeinander, wo ich an manchen Stellen wirklich schmunzeln musste. Die Zeitsprünge waren gut gemacht, nicht störend oder verwirrend wie bei manch anderen Büchern. Es ist unglaublich wie stark ein Mensch sein kann und wieviel er auch aushalten kann. Es war wirklich ein super Buch und der Spannungsbogen wurde langsam aufgebaut und hielt auch bis zum Ende. Auch wenn mir im doch ein wenig schnell klar geworden ist, was der Grund für diese Enführung war finde ich dieses Buch doch sehr empfehlenswert.
Das zweite Buch um Karl Mørk und seinen Assistenten werde ich mir auf jeden Fall zulegen!!!
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muprl zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 10.12.2009
Die Kurzbeschreibung klang schon sehr gruselig: Eine Frau, eingesperrt zwischen glatten, kalten Wänden in absoluter Dunkelheit und sie weiß nicht warum. Da sie auf die Frage nach dem "Warum" keine Antwort hat, wird sie mit einem Jahr ununterbrochener Helligkeit bestraft.
Aufgrund guter Kritiken griff ich dann trotzdem zu, obwohl ich von Thrillern mit "Splattereffekt" oder dem Anspruch möglichst grausam zu sein eigentlich nicht viel halte. Und ich freue mich: Die Kritiken hatten recht.
Die Szenen in der gruseligen Folterkammer sind in kurzen Kapiteln in den Text eingestreut und erzählen rückwirkend ihre Jahre der Gefangenschaft. Das ist natürlich schlimm, doch ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, hier würde um des Schockeffektes willen erzählt. Vielmehr lernt der Leser eine sehr starke, fast sogar zu starke, Frau kennen, die zeigt was der Mensch zu ertragen fähig ist.
Doch birgt das Buch noch einen anderen, wesentlich ausführlicheren Erzählstrang, der sich mit dem Vizepolizeikomissar Carl Mork beschäftigt, der gegen seinen Willen den Fall der vor fünf Jahren verschwundenen Merete Lyngaard wieder aufrollen soll. Mit diesem Kommissar ist Adler-Olsen ein wunderbarer neuer Serien"held" gelungen. Ein vielschichtiger und eigenwilliger Charakter mit Tiefgang und Problemen aus einem älteren Fall, der den Leser in den nächsten Bänden bestimmt noch begleiten wird. Sein syrischer Assistent Assad ist am Anfang eine ziemliche Witzfigur, bei der man nur zu sehr den Willen des Autors bemerkt, für ein wenig Humor und Witz zu sorgen. Trotzdem ist auch er letztenendes eine sehr glaubwürdige Figur, die noch so manches Geheimnis birgt. Der ein wenig aufgesetzte Narrencharakter von Assad hätte meiner Meinung nach auch gar nicht sein müssen - Carl Mork ist auf seine gleichgültige Art komisch genug und sein Privatleben, aber auch der Umgang mit seinen Kollegen geben so einige Schmunzler her.
Die beiden Erzählstränge werden ab der zweiten Hälfte des Buches hervorragend logisch und spannend zusammengeführt. Jeder Schritt ist nachvollziehbar und trotzdem nicht 100%ig vorauszusehen. Der Komissar ist KEIN Genie, der Entführer ist NICHT der übliche trophäensammelnde Psychopath und Serienmörder. "Erbarmen" ist ein Thriller für die gehobenen Ansprüche geworden, der aber auch die "Spannungsjunkies" zufriedenstellen dürfte.
Ich freue mich sehr auf den nächsten Fall!
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jago zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 04.12.2009
Warum sucht man ständig nach Vergleichen? Jussi Adler-Olsen und Stieg Larsson haben einen deutlich unterschiedlichen Erzählstil - der einzige Grund für die Erwähnung des leider viel zu früh verstorbenen "Superschreibers" Larsson ist wohl die Marketingmaschinerie.
"Erbarmen" gehört zu den Büchern, die in meinem Bücherschrank einen Platz in einer vorderen Reihe bekommen (aus Platzgründen muss ich leider mehrere Reihen hintereinander bestücken). Das geschieht mit den Werken, bei denen ich mir sorstellen kann, sie später noch einmal zu lesen. Es ist neben der Entwicklung der verschiedenen Charaktere besonders das sich daraus zwangsläufig ergebende Spannungsfeld, das die Geschichte ausmacht. Neben dem "Typen" Mørck gefällt mir ganz besonders dessen Assistent Assad mit seiner positiv aufdringlichen Art. Es macht Spaß Assads Gedankengänge nachzuvollziehen. Auch wenn die Entwicklung des Falles manchem als zu vorhersehbar gilt, stufe ich dies nicht als Schwäche ein, sondern sehe es wie einer der Vorschreiber hier als "Wissensvorsprung des Lesers", der mit diesem ganz individuell umgehen kann. Erbarmen ist eindeutig ein Toptitel, den man gelesen haben sollte.
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Peter Hannemann zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 27.11.2009
Den Mørck mag ich, und ich hoffe, dass es bald mehr von ihm gibt! Endlich mal ein skandinavischer Kommisar der nicht nur depressiv ist sondern auch eine gewisse angenehme Form von Humor und Ironie besitzt, genau wie sein Assistent Assad.
Die Geschichte selbst ist gut ausgedacht und jedenfalls für mich äußerst spannend - jedenfalls habe ich das Buch kaum weglegen können. Und so fürchterlich vorhersehbar wie andere es fanden fand ich es nicht, was aber auch an mir liegen kann.
Auf jedem Fall das Beste was ich seit etwa einem halben Jahr gelesen habe - weiter so!
alitzsche zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 27.11.2009
Ich fand, dass das Buch sehr flüssig geschrieben ist, aber mich hat auch gestört, dass sich im Grunde keine Spannung aufgebaut hat, weil das Motiv zu vorhersehbar war. Ich habe ziemlich viel erwartet weil der Autor mit Stieg Larsson verglichen wurde, aber da schließe ich mich elke17 an und finde auch, dass da noch einige Klassen dazwischen stehen.
stjerneskud zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 08.11.2009
Ein Augenblick, der weite Kreise zieht

Im März befindet sich die junge, aufstrebende Politikerin Merete Lynggaard zusammen mit ihrem behinderten Bruder Uffe auf dem Weg nach Berlin. Die See war ruhig, aber dennoch wird vermutet, dass Merete über Bord gegangen ist, als ihr Auto weiterhin auf dem Fährdeck steht und Uffe nach Tagen des Herumirrens auf der Insel Fehmarn aufgegriffen wird.
Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und damit sie im Präsidium Carl Mørck aus dem Weg haben, wird er als Leiter des neu eingerichteten Sonderdezernats Q in den Keller verband. Er soll sich mit den nicht aufgeklärten Fällen beschäftigen, die ein spezielles Interesse in der Bevölkerung hergerufen haben. Sein erster Fall soll der von Merete Lynggaard sein, die seit fünf Jahren als vermisst gilt, aber deren Leiche nie gefunden wurde. Als Hilfskraft bekommt er den Syrer Hafez el-Assad zur Seite, der von der Polizeiarbeit keinen blassen Schimmer hat. Ob diese Konstellation einen Ermittlungserfolg verbuchen wird?

Es war der erste Roman den ich von Jussi Adler-Olsen gelesen habe und somit erst auf ihn aufmerksam wurde, aber mit Sicherheit wird es nicht der letzte gewesen sein und ich werde zuschauen, dass ich mir Ende des Monats den zweiten Fall von Carl Mørck besorge. Zeitsprüngen stehe ich oftmals skeptisch gegenüber, aber hier waren sie richtig gut gemacht und ich kam auch nicht nie durcheinander damit, an welchem Punkt der Geschichte ich stehe. Die Geschichte nimmt einen mit und lässt einen nicht kalt. Erst zum Schluß hin empfand ich es als richtig spannend, obwohl ich mit Interesse die Ermittlungsarbeit verfolgt habe, allerdings haben die Ermittler, die zuerst mit dem Fall betraut waren ganz schönen Mist gebaut und vieles außer Acht gelassen. Mußte wohl so sein, damit Carl Mørck jetzt ermitteln und Erfolge verbuchen konnte. Ansonsten liest sich der Schreibstil richtig gut – weder langweilig noch ermüdend und man möchte das Buch gar nicht aus den Händen legen. Genau das richtige für vergnügliche Lesestunden, wenn man in darin eintauchen und alles um sich herum vergessen will. Vorallem Assad, wie er meistens genannt wird, gibt dem Ganzen die richtige Würze. Aber auch Carl Mørck, der den Eindruck eines nicht ganz einfachen Zeitgenossens macht, kommt sympathisch und sehr menschlich rüber. Ein wenig enttäuscht war ich davon, dass es keine große Überraschung wurde, wer hinter der Entführung steckte.
Die Geschichte ist ganz schön heftig und regt zum Nachdenken an.

Halbe Sterne kann man leider nicht vergeben und deshalb bekommt dieser Thriller von mir die höchste Bewertung. Die Geschichte hätte noch einen Deut besser sein müssen, aber für den Auftakt einer Reihe ist es genügend und rechne mit mehr für den zweiten Band. Gespannt darf man nach „Die Frau im Käfig“ auf „Die Fasanmörder“ ein.
Nati zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 08.11.2009
WARUM?
Warum verschwindet Merete Lynggaard, Shooting Star auf der politischen Bühne und Powerfrau, spurlos von einer Ostsee-Fähre? Zurück bleibt nur ihr Auto. Ihr behinderter Bruder Uffe, mit dem sie die Reise angetreten hat, wird einige Tage später von der Polizei auf Fehmarn aufgegriffen. Doch er ist der Polizei keine Hilfe, da er nicht spricht. Es gibt keine Anhaltspunkte für einen Selbstmord, Mord bzw. Unfall. Die Nachforschungen der Polizei bringen kein Ergebnis.

Fünf Jahr später. Carl Morck, Vize-Polizeikommissar, fühlt sich schuldig, nach dem bei seinem letzten Einsatz ein Kollege aus seinem Team getötet wurde und der andere schwerverletzt im Krankenhaus liegt. Nach einer Pause soll er wieder die Polizeiarbeit aufnehmen, doch keiner möchte mit dem brummigen Carl zusammen arbeiten. Kurzer Hand wird er weggelobt und übernimmt die Leitung des neugegründeten Sonderdezernats Q. Dieses Ressort soll sich um ungelöste Fälle kümmern. Als erstes wird der Fall von Merete Lynggaard neu aufgerollt. Als einzigen Mitarbeiter erhält Carl eine Hilfskraft zu geteilt, den syrischen Einwanderer Assad, der sich um die Reinigung des Büros und um Kopierarbeiten kümmern soll. Doch Assad entwickelt unerwartete Fähigkeiten.

Keiner ahnt, dass Merete Lynggaard noch lebt. Seit fünf Jahren wird sie in einer Druckluftkammer unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten. Und jedes Jahr an ihrem Geburtstag wird ihr eine Frage gestellt. Doch diese kann sie nicht beantworten und somit wird der Druck in der Kammer erhöht.
Absolut faszinierend fand ich die Schilderung wie Merete mit ihrer Isolationshaft fertig wird und verhindert, dass sie den Bezug zur Außenwelt verliert.
Das Buch ist flüssig geschrieben. Ab der ersten Seite spannend geschildert, gleichzeitig eine ungewöhnliche Story, die an die Nieren geht, doch ab und zu kann man sich ein schmunzeln nicht verkneifen. Das sympathische mit Ecken und Kanten behaftete Ermittler-Duo Carl und Assad bietet noch großes Entwicklungspotential, auf das man sich im nächsten Band dieser Serie freuen kann. Ein absolut lesenswerter Krimi.
elke17 zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 08.11.2009
Und wieder einmal gibt es einen neuen skandinavischen Autor in der Krimi - und Thrillerszene: Jussi Adler-Olsen debütiert mit "Erbarmen", einem Thriller, der einerseits die Entführung und Gefangenschaft einer jungen, erfolgreichen Politikerin beschreibt, andererseits die Ermittlungsarbeit eines 2-Mann-Taems in einem Fall, der längst abgeschlossen scheint.

Zum Inhalt möchte ich hier nichts weiter schreiben, denn das wurde hier schon bis zur Genüge durchgekaut. Wesentlich interessanter finde ich die Anlage dieses Buches:

Die Geschichte besteht aus zwei getrennten Handlungssträngen. Zum einen ist da Merete Lynggaard, Politikerin, Schwester, Entführungsopfer und Gefangene. Zum anderen das Sonderdezernat Q, das aus zwei Personen besteht, nämlich dem traumatisierten Polizisten Carl Mørck und seinem"Mädchen für alles" Assad. Carl und Assad sind im typischen Stil eines 'Buddy-Movies' angelegt - sehr gegensätzliche Personen mit kleinen Geheimnissen, die sich anfänglich kabbeln, dann aber gemeinsam als Team erfolgreich sind. Dieses Motiv ist ja hinlänglich aus den diversesten Filmen bekannt.

Und genau da liegt meiner Meinung auch die Schwäche des Buches: Es wird zwar durch die relativ kurzen Kapitel mit Cliffhangern am Ende temporeich und auch spannend erzählt, bietet aber dem geübten Thrillerleser nicht viel Neues. Motiv und Täter sind relativ früh zu erkennen und auch die Beziehungen der Protagonisten folgen altbekannten Handlungsmustern.

Fazit: Mit Stieg Larsson kann man Adler-Olsen zu keinem Zeitpunkt vergleichen - diese Stiefel sind ihm eindeutig mehrere Nummern zu groß!
endorfinchen zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 08.11.2009
Der erste Fall für Karl MØrck: nachdem dieser bei einem Unfall zwei seiner besten Freunde und Kollegen verloren hat - einer davon, vegetiert seitdem im Krankenhaus vor sich hin - wird er in eine neue Abteilung versetzt.
Nun soll er das Sonderdezernat Q - die sich auf ungeklärte Fälle spezialisieren - leiten in dessen Abteilung er bislang der einzige Mitarbeiter ist.


Nach einigem Hin und Her mit seinem Vorgesetzten wird ihm ein Assistent zur Verfügung gestellt, der in erster Linie die neuen Büroräume - die sich weit ab, von seinem bisherigen Kollegen im Keller befinden - sauber halten und “Handlangerarbeiten” erledigen soll.
In Assad steckt allerdings mehr als nur ein lebendiger Staubwedel und Chauffeur.


Vor fünf Jahren verschwand die Politikerin Merete auf bislang unerklärliche Weise und wurde zwischenzeitlich bereits für tot erklärt.
Ein Fall für das Sonderdezernat Q.

Nachdem MØrck und Assad sich der umfangreichen Akte widmen, Zeugen von damals befragen und nach und nach auch Beweismaterial auftaucht, setzt sich das Puzzle immer weiter zusammen.

Während MØrck und Assad ermitteln kämpft Merete in einer Druckluftkammer um ihr Leben. Jedes Jahr wird der Luftdruck um ein Bar erhöht und die “Entführer” drohen ihr immer wieder damit, den Luftdruck sofort runterzusetzen, was bedeuten würde, dass ihr Körper durch diese Differenz explodieren würde.


Dieser Thriller wurde vorab von ganz vielen Seiten hoch gelobt und als echter Geheimtipp gehandelt. Dementsprechend hoch waren meine eigenen Erwartungen.
Außerdem bin ich immer sehr neugierig, wenn mich auf dem Buchrücken so Sätze wie “Ein ungewöhnlich schöner, grausamer und todspannender Thriller, der einem von der ersten bis zur letzten Seite den Atem abschnürt”, locken.

Spannend wurde es für mich erst nach 300 Seiten und danach hielt sich das Ganze auch in Grenzen, sodass es von “todspannender Thriller” meilenweit entfernt war.

Die einzelnen Charaktere und die parallelen Erzählstränge haben mir gut gefallen und haben auch die nötige Abwechslung in das Buch gebracht.
Allerdings war mir die Vorgeschichte zu unserem Ermittler viel zu ausführlich und auch Merete´s Leben vor dieser Entführung war ein bisschen viel.
Der Punkt, an dem ich gefesselt und “Blut geleckt” habe, setzte erstaunlich spät ein und hat das ganze daher für mich
etwas zäh und unspannend gestaltet.


Alles in allem war der Plot sehr gut, allerdings ausbaufähig.
Aus dieser “Gefangenschaft” hätte man viel mehr rausholen können, denn im Gegensatz zu anderen Thrillern, fand ich das, was Merete in den fünf Jahren durchgemacht hat, nicht besonders schlimm oder herausragend.


Aber MØrck und auch Assad haben Potential und trotzdem freue ich mich auf den zweiten Fall von dem dänischen Sonderdezernat und hoffe, dass der Autor dann an Spannung und vor allem Tempo zulegen wird.
Anja S. zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 07.11.2009
Das hier ist ein durchaus gelungenese Debuet. Sehr spannend und gut zu lesen, leider mal wieder mit einem Antihelden wie es sie in nahezu allen neueren Krimis gibt, aber mit einem sympathischen Assistenten, der recht originell ist.
Leider wird die Kernfrage: "Warum halten wir Dich fest, Merete?" von dem aufmerksamen Leser recht frueh beantwortet werden koennen, wobei das jedoch der Spannung keinen gar zu grossen Abbruch tut.
Ich freue mich auf weitere Buecher dieses Autors.
Marius zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 07.11.2009
Unter Druck!

Vor fünf Jahren verschwand die aufstrebende dänische Jungpolitikerin Merete Lynggard von einer Schiffsfähre, ohne dass sie wieder gesehen wurde. Man wähnte die junge Frau als ertrunken und aus ihrem behinderten Bruder war nichts herauszubekommen, da er sich nach dem Geschehen in sich selbst zurückzog.
Fünf Jahre später trägt der im Dienst angeschossene Polizist Carl Mørck seinen härtesten Kampf mit sich selbst aus. Nach einer Schießerei, bei dem sein Kollege getötet und er verwundet wurde ist er nicht mehr der Alte und hadert mit dem Schicksal. Aufgrund seines unsozialen Verhaltens schafft man im Polizeipräsidium aus dem Weg, indem man das Sonderdezernat Q aus der Taufe hebt, dem Mørck als einziges Mitglied vorsteht. Unterstützung erhält der alte Recke nur doch seinen syrischen Assistenten Haffez El-Assad, der als Putzkraft Ordnung in Carls neuem Reich halten soll.
Bis hierhin mag einem die Geschichte aus den unzähligen Skandinavienkrimis bekannt vorkommen, aber was Jussi Adler-Olssens dann aus der Ausgangslage zaubert ist hervorragend! Assad darf Carl Mørck aus den ungelösten und ad acta gelegten Fällen einen heraussuchen, dessen kalte Spuren Mørck nun widerwillig aufrollt. Die Wahl des Syrers fällt auf den Fall der damals verschwundenen Merete Lynggard und bald schon findet Mørck Spuren, die zu zeigen scheinen, dass Merete damals vielleicht gar nicht umgekommen ist…
Das Perfide an Adler-Olssens Buch ist das Spiel mit dem Wissen des Lesers. Man hat stets einen Wissensvorsprung um das grausame Schicksal von Merete, die in einer Kammer vor sich hin vegetiert, und möchte die Ermittler auf die richtige Spur führen, doch man muss tatenlos zusehen, wie Carl und El-Assad im Dunkeln tappen. Dieses drängende Gefühl, eingreifen zu wollen bzw. zu müssen, macht meiner Meinung nach den Reiz dieses Buches aus.
Ein perfekter skandinavischer Krimi, der sich auf wohltuende Weise vom sonst üblichen nordischen Krimi-Allerlei abhebt, da Handlung und nicht Privatleben der Ermittler im Vordergrund stehe. Diabolisch, fesselnd, aber auch schön – Krimiherz, was willst du mehr?
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subechto zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 06.11.2009
Ein Albtraum!

Merete Lynggaard, eine junge erfolgreiche Politikerin wird entführt, wacht in einem kargen Raum wieder auf und erfährt nicht, was die Täter mit ihr vorhaben.

Stattdessen wird sie psychisch gefoltert: erst völlige Dunkelheit, dann ein Jahr lang Licht an und danach wieder Dunkelheit, zusätzlich wird an ihren Geburtstagen der Luftdruck jeweils um 1 bar erhöht, weil sie den Entführern folgende Frage nicht zu deren Zufriedenheit beantworten kann: "Warum haben wir dich in dieses Verlies eingesperrt?"

Nach fünf Jahren ist die Spur der Polizei eigentlich kalt. Nur zwei Ermittler, Carl Mørck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q bei der Kopenhagener Polizei und sein syrischer Assistent Hafez el-Assad beschäftigen sich noch mit diesem "Cold Case".

Doch Merete lebt und ihre Entführer kennen kein Erbarmen. Wird Merete an dieser grausamen, unmenschlichen Isolationshaft zerbrechen? Wer sind die Täter? Was sind ihre Motive?

In zwei Handlungssträngen schildert der Autor einerseits das Martyrium von Marete, andererseits die Ermittlungen der Polizei.

Jussi Adler-Olsen hat mit Erbarmen, den ersten Teil einer spannenden Thriller-Reihe geschrieben, mit einem sympathischen, durchaus menschlichen Ermittler-Duo.

Leider hat das Werk in der Mitte - wie so viele Bücher - Längen. Außerdem sind die Täter etwa 100 Seiten vor Schluss bekannt, was das Lesevergnügen etwas trübt. Dennoch gelingt es dem Autor die Spannung bis zum obligatorischen Showdown zu halten.

Die Idee zu Erbarmen ist wirklich perfide und hebt sich - meiner Meinung nach - positiv vom heutigen Serienmörder-Einheitsbrei ab. Auch die Auflösung und Beschreibung der Druckkammerbehandlung sind tauchtechnisch korrekt und allgemein verständlich.

Ich freue mich schon jetzt auf den 2. Fall :-)
anyways zu »Jussi Adler-Olsen: Erbarmen« 06.11.2009
2007

Carl Mørck, Kommissar der Kopenhagener Kripo, fängt nach einem traumatischen Ereignis, bei dem ein Mann aus seinem Team getötet wurde und sein bester Freund durch eine Kugel querschnittsgelähmt ist, wieder an zu arbeiten. Er war auch vor diesem dramatischen Einsatz nicht der umgänglichste Kollege und jetzt treten diese unangenehmen Eigenschaften deutlicher zu Tage. Wie gut das Zuschüsse bewilligt wurden und eine völlig neue Abteilung geschaffen werden soll. Das Dezernat Q , spezialisiert auf alte ungeklärte Fälle. Carl wird auf den Posten hochgelobt und haust von nun an unterm im Keller der Kripo. Als Unterstützung für Tägliche Reinigungs- und Wartungsarbeiten wird im Hafez el-Assad zugeteilt, seines Zeichens politisch Verfolgter aus Syrien. Nur mag dieser nicht nur den ganzen Tag putzen und Carl chauffieren, seine Fahrweise ist eh mehr als bedenklich, Mordermittlungen sind da doch viel spannender.

Nachdem sich auf Carls Schreibtisch die Aktenberge bedenklich anwachsen, und er langsam gedrängt wird Ergebnisse vorzulegen, schnappt er sich die erstbeste Akte vom Stapel...

Ein sehr mysteriöser Fall.

Merete Lynggaard, angesehene Politikerin verschwindet 2002 auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden. Zurück bleibt ihr völlig verwirrte und geistig behinderte Bruder, der kann aber zu den damaligen Ermittlungen auch nichts beisteuern.

Beim erneuten Untersuchungen fallen Carl und Assad mehre Ungereimtheiten auf, denen sie auf den Grund gehen müssen. Mit jeder neuen Einzelheit, die sie herausfinden , wird ihnen die Abscheulichkeit dieses Verbrechens immer mehr bewusst.

Aber ist Merete wirklich tot? Ihre Leiche wurde nie gefunden. Gibt es aber nach 5 Jahren noch eine Chance auf ein Lebenszeichen von ihr?



Jussi Adler Olsen schildert in seinem Thriller ein grausames Verbrechen, 5 Jahre in einer Zwangsisolation ohne Aussicht auf Kommunikation, neue frische Kleidung und Rettung. Ein Thriller der Gänsehaut verursacht, und den man nicht mehr weglegen kann.

Mit dem ungleichen Ermittlerduo ist ihm eine ausgezeichnete Hommage an frühere Literaturfiguren gelungen.
Ihr Kommentar zu Erbarmen

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