Kakerlaken von Jo Nesbø

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1998 unter dem Titel Kakerlakkene, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: Thailand / Bangkok, 1990 - 2009.
Folge 2 der Harry-Hole-Serie.

  • Oslo: Aschehoug, 1998 unter dem Titel Kakerlakkene. 337 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2007. Übersetzt von Günther Frauenlob. 410 Seiten.
  • Berliin: Ullstein, 2009. Übersetzt von Günther Frauenlob. 432 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2010. Gesprochen von Achim Buch. gekürzt. 5 CDs.

'Kakerlaken' ist erschienen als HörbuchE-Book

In Kürze:

Harry Holes zweiter Fall: In Bangkok wurde der norwegische Botschafter ermordet. Hole soll die thailändische Polizei unterstützen und taucht tief ein in die Unterwelt einer Stadt, in der Moral und Gesetz keine Rolle spielen. Dabei findet er mehr über den Ermordeten heraus, als seinen Vorgesetzten lieb ist …

Das meint Krimi-Couch.de: »Ungeziefer im Land des Lächelns« 86°Treffer

Krimi-Rezension von Thomas Kürten

Der Norweger Jo Nesbø ist einer der vielen Skandinavier, die in der Bugwelle der Erfolge eines Henning Mankell und Hakan Nesser auf den deutschen Buchmarkt geschwemmt wurden. Sein Debüt Der Fledermausmann wurde 1998 von Ullstein erstmalig verlegt – wohl mit wenig erfolg, denn von einer Veröffentlichung des Nachfolgers Kakerlaken sah man vorerst ab. 2003 fand der Verlag offenbar die leicht angestaubten Autorenrechte und wagte mit Rotkehlchen einen zweiten Anlauf. Diesmal blieb der Erfolg nicht aus. Auf der Krimi-Couch wurde der Roman zu unserer Empfehlung des Monats. Auch die Nachfolger bewiesen Qualität. Die durchgehend hohe Bewertung seiner Romane unterlegt, dass der Autor bei Kritik und Leserschaft gleichermaßen beliebt ist und einem Vergleich mit den beiden genannten Autoren locker standhalten kann.

Im Frühjahr 2007 zieht Ullstein endlich nach und schließt die Lücke. Mit Kakerlaken erscheint nun also der zweite Roman aus der Harry-Hole-Reihe endlich in deutscher Übersetzung. Und wie immer, darf man als Leser auf diesen zweiten Roman besonders gespannt sein, zeigt sich hier doch immer wieder, aus welchem Holz ein Autor geschnitzt ist, wie er mit dem Druck seitens seines Verlegers umgehen kann und welche Qualität seine kriminelle Phantasie hat.

Noch ein Spezialauftrag für Harry Hole

Nach dem gewaltsamen Tod des norwegischen Botschafters in Thailand, wird Harry Hole als Sonderermittler der norwegischen Polizei abkommandiert und darf die Untersuchungen der Polizei in Bangkok begleiten. Mit so was hat Hole Erfahrung, war er doch in Der Fledermausmann schon mit Nachforschungen in Australien betraut. In Thailand nun wartet ein brisanter Fall, denn in der Limousine des Botschafters wird ein Koffer mit unzweideutigen Fotos gefunden: War der Botschafter ein Pädophiler? Hole wühlt tiefer, entdeckt eine Spielleidenschaft, Wettschulden und gelangt zu der Erkenntnis, dass die Ehe des Botschafters nur auf dem Papier bestand, seine sexuellen Vorlieben aber eher dem eigenen Geschlecht galten. Nicht sehr rühmlich für einen Mann, der zu Studienzeiten eine Wohnung mit dem amtierenden Premierminister teilte …Für welche Spekulationen das wohl in der heimischen Presse sorgen könnte?

Bei der Rekonstruktion der letzten Stunden des Botschafters gerät Harry Hole auf die Spur des Bankers Jens Brakke und des Bauunternehmers Ove Klipra. Während Klipra zunächst nicht auffindbar ist, verstrickt sich Brakke in ein paar Widersprüche. Zudem führt er mit der Witwe des Botschafters eine heiße Affäre. Genug, um Brakke in Untersuchungshaft zu nehmen. Zwar sprechen Indizien gegen den Banker und auch die norwegische Diplomatie scheint mit dem Ermittlungsergebnis zufrieden. Lediglich Hole glaubt, den Falschen inhaftiert zu haben. Als Brakke ein Alibi für den Tatzeitpunkt vorlegen kann, setzt Harry die Nachforschungen gegen den Willen des Auswärtigen Amtes weiter fort. Schon bald gibt es weitere Tote und ein Sumpf von Korruption und fadenscheinigen Geschäften rund um die Stadtautobahn BERTS tut sich auf. Doch wer ist der Drahtzieher?

Guter Krimi. Punkt.

Es gibt viele Aspekte, die für die Qualität dieses Romans sprechen. Der erste Aspekt ist dabei das Konzept, auf dem Nesbö seine Story entwickelt. Rundum überzeugend und mit der richtigen Dosierung aus Spannung und Überraschung versehen. Besonders brillieren kann Nesbö jedoch mit seiner guten Beobachtungsgabe. Gerade in der ersten Hälfte, wo Nesbö noch die Zeit dafür hat, schildert er in Schlaglichtern gerne kulturelle Unterschiede zwischen Asien und Europa.

Was nicht immer nachvollzogen werden kann, ist die Selbstbeherrschung des Alkoholkranken Kommissars. Eingangs wird seine tägliche Sauforgie in einer Osloer Spelunke geschildert, doch sobald er in Bangkok angelangt ist, bleibt er trocken und führt mit aller Akribie und voller Enthusiasmus die Ermittlungen zu Ende. Andere Holprigkeiten kann man wohl eher der Übersetzung anlasten: Da wird die Tochter des Botschafters als ein hübscher Teen mit einer Armprothese vorgestellt. Bei einem nächtlichen Bad im Swimmingpool von Harrys Unterkunft, liegt diese Prothese neben dem Pool, als sie plötzlich »mit den Händen in seinem Nacken« Harry ins Wasser zieht. Da schluckt man, liest noch einmal und stellt fest, dass es davon auch nicht richtiger wird.

Wofür Nesbø aber besonders zu loben ist, dass nicht an einer Stelle auch nur ein Hauch von Langeweile auftaucht. Von Anfang an versteht es der Autor dieses Romans, die Leser in seinen Bann zu ziehen. Kakerlaken ist einer der Romane, die man nur ungern zur Seite legt, weil man stetes befürchten muss, dass schon auf der nächsten Seite wesentliches passieren kann. Die Harry-Hole-Reihe ist nun nach gegenwärtigem Stand komplett auf Deutsch erschienen und jeder einzelne Roman kann überzeugen – einen eindeutigeren Garantiestempel kann es für eine Serie nicht geben.

Thomas Kürten, April 2007

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wendelin zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 08.05.2014
Harry Holes zweiter Fall: In Bangkok wurde der norwegische Botschafter ermordet. Hole soll die thailändische Polizei unterstützen und taucht tief ein in die Unterwelt einer Stadt, in der Moral und Gesetz keine Rolle spielen. Dabei findet er mehr über den Ermordeten heraus, als seinen Vorgesetzten lieb ist …

Wen setzt man an einen Fall, den man am liebsten unter den Teppich kehren würde? Na klar Harry Hole, einen unzuverlässigen Alkoholiker. Pech nur, dass Harry gerade eine trockene Phase hat. Und als man ihn vom Fall abziehen will, hat er sich bereist in bester Pitbull-Manier festgebissen und ist nicht bereit aufzugeben.

Ein guter Krimi. Interessante und logische Story, kantiger Ermittler und ein spannender Showdown. Jo Nesbø ist Garant für solide Krimikost, das ist bei seine frühen Büchern so und es wird bei seinen späteren noch besser.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
James_Blond zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 07.09.2013
Grundsätzlich gutes Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss, aber durchaus lesenswert ist.

Gefallen haben mir die gut skizzierte Atmospäre in Bangkok, der trockene Humor von Harry Hole und der gut dargestellte Konflikt europäischer mit fernöstlicher Kultur.

Ich habe Nesbös Bücher eigentlich sehr gerne (Der Leopard ist mein Favorit) nur stören mich die künstlichen Showdowns: Ein Mann - nämlich Harry Hole - kämpft im Rambostil allein gegen das Böse. Bei der Anzahl an Wunden, die sich der gute Harry Hole am Ende jedes Krimis einhandelt, muss dieser Typ mindestens sieben Leben haben ;-)
Sagota zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 12.05.2013
Mein insgesamt 5. "Harry Hole" - Fall (jedoch nicht chronologisch) - und ebenso toll und spannend zu lesen wie die anderen Vor- bzw. Nachgänger. Von daher kann ich mich den enttäuschten Mit-Krimilesern nicht anschließen: Herr Nesbo schreibt alles andere als enttäuschende Krimis, ich finde ihn so gut wie Stieg Larsson - fast Ausnahme-Krimi-Autoren! Ich freue mich derzeit, dass ich noch NICHT alle aus der HH-Serie kenne (Die Fährte, Die Larve und Leopard) - und sich die Runde noch schließen lässt ;-) bevor im Nov. 13 der neue HH erscheinen wird. Super und auch gesellschafts- und sozialkritisch mit einer zünftigen Prise Humor - so sollten Krimis sein! (und dass in China Linksverkehr ist, wusste ich auch nicht ;-)) von mir satte 97 Points!
Christian zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 11.03.2013
Der Zweite in meiner Reihe.
Wieder ähnlich aufgebaut wie "der Fledermausmann", Gepflogenheiten vom Stadtleben in Bangkok und kleine politische Hintergründe werden erläutert. Und wenn das Ganze noch mit ein bisschen Spannung und Eigenschaften von den Akteuren vermischt ist, ist dies genau das Richtige für mich!

Daher von meiner Seite aus wiederum 75 Punkte, da ich hoffe, von der Lebensgeschichte des Harry Hole noch mehr zu erfahren
Mario zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 07.09.2012
Über 3/4 des Buchs bla bla und Langeweile, nachher rafft sich Nesbo auf und bringt noch etwas Punch rein. Dieses Buch hat mich schwer enttäuscht und kann
ich nicht empfehlen. Habe nun gleichwohl den "Leoparden" gekauft. Hier gehts von Anfang an richtig los. Was auffällt an den Büchern des Autors ist die Beschreibung von Harry Hole. Er scheint autobiographische Züge einzuflechten.
JaneM. zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 16.06.2012
Wer hat den norwegischen Botschafter ermordet? Und noch dazu in einem Hotel mit stundenweiser Vermietung? Diese Frage soll Harry Hole gemeinsam mit den thailändischen Ermittlern klären. Er trifft in Bangkok auf ein kompetentes Team, das von einer burschikosen Thai- Texanerin geleitet wird. Es tun sich viele Fährten auf: geht es um Kindesmissbrauch, um Machtkriege im Baugewerbe, um politische Motive oder ganz banal um private Streitigkeiten in des Botschafters Umfeld? Sprachlich eine gekonnte Schilderung des wuseligen, lautes Bangkoks als Schmelztigel und Anziehungspunkt für dubiose Gestalten aus aller Welt, die im Chaos und der Anonymität der Stadt ihren Machenschaften nachgehen. Letztendlich wird Harry Hole bewusst, dass er von seinen Osloer Vorgesetzten nicht wegen seiner Ermittlerfähigkeiten ausgewählt wurde, sondern weil man hofft, dass er wegen seiner Alkoholprobleme der Sache nicht gewachsen ist. An sich ein guter, spannungsreicher Krimi. Leider mit einigen Schwachstellen. Einerseits legt Nesbo wieder zu viele falsche Fährten, so dass die Lösung dann doch nicht ganz unvorbereitet daher kommt. Zum anderen schildert er nebensächliche Details (die Haarlosigkeit der Ermittlerin, die Tonya Harding Nummer, die Armprothese der Botschaftertochter usw.), die der Story wohl etwas Skurillität verleihen sollen. Das wirkt übertrieben und ist auch völlig unnötig- die schwüle asiatische Großstadtatmosphäre kommt gut rüber und ist an sich schon bedrückend genug.
M.Hayn zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 16.04.2012
das gleiche Strickmuster wie Fledermausmann.
Die Handlung ist recht spannend.
Nach dem Vorstellen aller Personen, also auch dem möglichen Täter, wird innerhalb dieses Personenkreises derjenige dingfest gemacht. Mit Täuschung und Finten und ach und weh, zack ist der Täter gefaßt und der Ablauf der Verbrechen zur Erklärung aufgewickelt.
Bei amerikanischen Filmen würde man das als negativ bewerten. Ohne würde.
Spannend trotzdem, wenn aber nicht der beste Nesbo.
Aber allemal besser als Martha Grimes.
kianan zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 22.01.2012
Nach "Fledermausmann" der zweite Krimi um Harry Hole. Ein paar Schwächen, aber insgesamt werde ich immer neugieriger auf diese Serie. Die ersten zwei Bücher (Fledermausmann und Kakerlaken) von ihm wurden teilweise so schlecht bewertet, die Aktuellen so gut - so dass ich mir ein eigenes Bild machen wollte. Und ich muss sagen, dass mir die ersten zwei Bücher sehr gut gefallen haben - auch "Kakerlaken". Ich will mehr und bin schon auf das nächste Buch um Harry Hole gespannt! Bisher spannende Stories, realitätsnahe Ortsbeschreibungen und ein sympathischer Protagonist!
Kasia zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 15.07.2011
Nach "Der Fledermausmann" habe ich gehofft einen ähnlich guten Kriminalroman von Jo Nesbo zu lesen zu bekommen.
Leider konnten meine Erwartungen an dieses Buch nicht erfüllt werden.
Die Sprache ist super. Der Stil, die Sprüche, die in Wort gefassten Gedanken! Einfach genial!
Aber die Atmosphäre in "Kakerlaken" gefiel mir nicht. Eigentlich kaufe ich skandinavische Krimis, weil mir die Atmosphäre so gut gefällt. Die Dunkelheit und die Kälte. Die Schnörkellosigkeit und die Klarheit. Aber dieses Buch fand ich leider nicht so packend und bin zum Ende hin irgendwie auch mit den Personen durcheinander gekommen und musste wieder zurückblättern.
Die Geschichte an sich war okay. Das Finale superspannend und packend.
Ich weiß nicht genau, weshalb das Buch nicht so mein Ding war. Aber gepackt hat es mich nicht.
68°
s.h. zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 14.07.2011
Not amused! Ich rate ab vom Kauf des Buches hat mir leider nicht gefallen und bin enttaeuscht tz. Nach Headhunter dachte ich es kann nur besser werden aber das ganze Mileu der Geschichte gefaellt mir nicht. schade haette mir mehr erwartet. Glaube lasse die Hole Reihe lieber weg nicht mein Ding !Schade
hewoleo zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 01.07.2011
Ich war enttäuscht. Die Figuren tauchen auf und bleiben blass, die Entwicklung so lala.
Der Schreibstil ist teils spannend, teils so wirr, dass ich Passagen mehrmals lesen musste um zu verstehen. Vielleicht auch ein Problem der Übersetzung.
Ich werde noch den Schneemann lesen, werde sehen ob er besser ist.
Von mir 80°.
Marcel Ritzi zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 08.03.2011
Im Gegensatz zu meinen Vorschreibern,
fand ich diesen Roman schlichtweg schlecht. Ich frage mich, weshalb Jo Nesbo immer mit soviel Gewalt und sexuellen Übergriffen aufwarten muss, um ein Buch spannend zu machen. Ausserdem sind die Personen undifferenziert beschrieben. Sie erscheinen eher wie Comicfiguren. Ihnen fehlt jegliches Leben. Ich kann den ganzen Rummel und die Begeisterung um Jo Nesbo nicht verstehen. Für mich ist er ein Autor, der vom exezellenten Henning Mankell und der skandinavischen Krimiwelle profitiert. Ein Trittbrettfahrer. Schade um die Zeit.
koepper zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 13.09.2010
Mein erster Nesbo, sicherlich nicht mein letzter. „Kakerlaken“ hat alles was ein guter Krimi braucht. Die Geschichte ist interessant, spannend und voller überraschender Wendungen und zwar von Anfang bis zum Schluss. Nesbo schreibt schnörkellos, klar, völlig unkompliziert – ein Buch, das sich flüssig in einem Rutsch liest. Als Beigabe zur Handlung des Krimis schildert Nesbo die unterschiedlichen kulturellen Gepflogenheiten Europas und Asien und verschafft dem Leser einen kurzweiligen Einblick in diese - für viele von uns - fremde Welt. Das ist sehr lesenswert, vor allem weil es Nesbo gelingt dies gut auszuballancieren. Es gibt ein paar Schwächen in der Logik des Buches. Hole, der alkoholkranke Ermittler läßt zwei Briefe, die er im Zusammenhang zu seinen Ermittlungen erhält, tagelang ungeöffnet liegen(!). Auf weitere, kleine Unzulänglichkeiten hat Thomas Kürten in seiner Rezession bereits hingewiesen.
Letztendlich schmältert dies das Lesevergnügen jedoch nicht wirklich. Ich kann Kakerlaken empfehlen und werde mir weitereTitel dieser Reihe kaufen.
Susy zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 07.09.2010
Guter Krimi, jeoch mit dem Schneemann und das fünfte Zeichen nicht zu vergleichen.
Sehr spannend und temporeich geschrieben jedoch teilweise zu fantasievoll ausgeschmückt. Harry Hole größter Kampf, der gegen den Alkohol ist noch nicht gewonnen. Wir warten...
Ist übrigens in fast allen Krimis, die ich im Urlaub gelesen habe, ein Kommissar-Problem.
stefanz zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 07.06.2010
Nachdem ich zuletzt den "Fledermausmann" gelesen hatte und ihn eher durchschnittlich fand, bin ich von "Kakerlaken" begeistert. Eine wirklich deutliche Steigerung gegenüber seinem Debütroman.
Jo Nesbo besticht durch seinen guten flüssigen Schreibstil, passend zu einem klaren Konzept. Spannung ist angesagt, wobei der gewisse Witz nicht zu kurz kommt. Man legt das Buch nicht so gerne zur Seite, bevor es zu Ende gelesen ist. Die Protagonisten sind authentisch, sehr gut beschrieben und passen zueinander. Zudem spielt der Krimi in einer der schillernsten und ärmsten Metropolen der Welt, Bangkok. Nesbo überzeugt weiterhin mit guter Ermittlungsarbeit und Beobachtungsgabe. "Rotkehlchen" liegt schon vor mir auf dem Tisch.
Dr.Dieter Rohnfelder zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 17.01.2010
Da ich mit der Lektüre der "Harry-Hole-Reihe" erst Ende 2009 begonnen habe, kann ich den Vorschreibern nicht mehr allzu viel hinzufügen. Ich bin begeistert, gegenüber dem schon recht guten "Fledermausmann" noch eine deutliche Steigerung: spannend flüssig geschrieben, mit sehr guter Story und einem überzeugenden Tatmotiv. Obwohl viel Polizeiarbeit geschildert wird, agiert Harry Hole doch eher wie ein Privatdetektiv (sein Chef verglicht ihn auch mit Raymond Chandlers Philipp Marlowe!). Die für Nesbö typischen "falschen Fährten" sind hier teilweise vom Täter selbst gelegt. Der wohl ebenfalls typische "Showdown" Harrys mit dem Mörder am Schluss ist wohl leider auch in den späteren Krimis zu erwarten. Ich vergebe 92°. Für die nächste Auflage noch ein Tipp: Die Evakuierung der US-Botschaft in Saigon war 1975 und nicht (wie auf S.195 angegeben) 1973; und Chandlers Detektiv schreibt sich Marlowe (S.32).
Florian Bernstorff zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 09.11.2009
Sehr lesenswertes Buch, von Anfang bis ganz ganz kurz vorm Ende, wo einen der unvermeidliche wie überflüssige Einzelkämpfer-Showdown erwartet. Dafür gibt's nen Punktabzug, ebenso wie für den Fehler mit dem Aluminiumkescher: Ausatmen kann man in der Situation auch durch die Nase!

85% finde ich angemessen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
theili zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 10.01.2009
Auch der zweite Roman von Jo Nesbø hat sich sehr flüssig gelesen.
Wie schon im ersten Band wird man in eine fremde Kultur entführt. Man taucht richtiggehend in das pulsierende Leben der Grossstadt Bangkoks ein.

Harry Hole ist meiner Ansicht nach ein bisschen schwächer gezeichnet worden als noch im ersten Band. Da fehlte mir die Tiefe.

Die Ermittlungsarbeit als solches wird jedoch sehr gut beschrieben und man tappt sehr lange im Dunkeln wie sich die ganze Geschichte abgespielt hat und wer dahinter steckt.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

PS:
Im übrigen schliesse ich mich dem Kommentar von "numerobis" an betreffend dem Taschenbuchformat. Das ist gegen jede Logik und Ästhetik.
numerobis zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 14.09.2008
Was ich nicht verstehe, ist warum muss dieses Taschenbuch größer sein als die anderen.
Ich bekomme ein Taschenbuch dieser Größe nicht in mein Regal.
Meine Regale sind platzsparend einen halben Zentimeter höher als ein "normales" Taschenbuch.

Ich habe das erste Buch "Der Fledermausmann" gelesen und fand es spannend und gut geschrieben, den dritten Band habe ich mir auch gekauft, den Rest werde ich mir auch kaufen, aber "Kakerlaken" werde ich mir verkneifen.

Ich weiß, ich bin ein Korinthenkacker, aber warum ein Buch einer Serie ein anderes Format haben muss als die andern erschließt sich mir nicht.
0 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Luca zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 01.06.2008
Mein dritter Harry Hole Roman.
Ein spannendes Buch,mit einer sehr sympatischen Hauptperson.
Auch in diesem Buch kämpft Harry wieder gegen seinen Persönlichen Feind,den Alkohol.
Wie immer ist es spannend zu beobachten ob er es diesmal schafft,oder endgültig fällt.
Allerdings,war er mir in Bankog ein wenig zu trocken,wo doch am Anfang des Buches noch seine Sauftour geschieldert wurde.
Auch sein Privatleben,wird geschickt mit in ie handlung mit eingebunden,und bietet eine schöne abwechslung zur eigentlichen Handlung.

98%
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Rolf.P zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 31.01.2008
Diese Buch überzeugt sowohl von seiner Erzähl- und Ausdrucksweise, wie auch von der originellen Story.
Die Figur des Harry Hole gewürzt mit einer Prise Humor und Situationskomik ist für mich eine der besten im derzeitigen Krimigenre. Gerade zum Ende hin wird es in diesem Teil noch mal richtig spannend.
Meine Empfehlung - absolut lesenswert.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Maexchen zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 31.05.2007
Nach dem fünften Zeichen mein zweiter Nesbö und ich muss mir so schnell wie möglich einen weiteren zulegen.

Die Figur des Harry Hole ist für mich eine der besten im derzeitigen Krimigenre, der Witz trifft exakt mein Humorzentrum und spannend ist das Werk sowieso von Anfang bis Ende.

Dazu kommen die interessanten Beschreibungen Bangkoks, die den Roman in literarischer Hinsicht abrunden.

Gutes Buch, toller Ermittler, freue mich schon auf den 6.Teil im August 2007 !
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Daniel zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 16.05.2007
wieder ein herausragender Nesboe ! Nachdem mir
" Rotkehlchen " von der Thematik her einfach nicht ganz
so gut gefallen hat gefällt mit dieser Hole-Krimi wieder
richtig gut. Fazit: Kurz hinter " die Fährte " aber für 90%
reichts allemann und Harry: lass dir weiter deine Bierchen schmecken ! Nun warte ich gespannt bis " das 5 Zeichen " als TB rauskommt.
Gruß Daniel
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
betschi zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 18.03.2007
Ein tolles Buch! Das erste Buch von Jo Nesbo "Der Fledermausmann" hat mich teilweise nicht gerade vom Hocker gerissen. Nesbo hat sich aber merklich gesteigert! Das zweite Werk ist äusserst gelungen, kurzweilig und sehr spannungsgeladen. Überraschende Wendungen nehmen den Leser mit auf eine Berg- und Talfahrt und die Story ist logisch und nachvollziehbar - wenn auch meines Erachtens teilweise ein wenig realitätsfremd - aufgebaut. Nachdem im ersten Werk die Polizeiarbeit oft auf der Strecke geblieben ist, tritt sie hier mehr in den Vordergrund.

Man bekommt einen guten Einblick in die thailändische Kultur und Mentalität der Leute. Man merkt, dass sich Jo Nesbo eine längere Zeit in Thailand aufgehalten und sehr genau recherchiert hat. Der Roman handelt dann unter anderem auch von einem sehr ernsten, traurigen und in Thailand leider sehr verbreiteten Thema.

Sehr positiv anzumerken ist, dass Harry lediglich anfänglich als Alkoholiker dargestellt wird und im weiteren Verlauf des Buches nicht mehr zur "Alkohol-Flasche" greift. Ich bin mal gespannt, wie sich dieses Charakteristikum unseres Helden weiterentwickeln wird.

Wie bereits im "Fledermausmann" kommt auch in "Kakerlaken" der Witz nicht zu kurz. Die Gedankengänge Harry Holes - vor allem in Bezug auf seine thailändischen Kollegen - verleiten oft zum Schmunzeln. Ich kann Harry teilweise nachfühlen, da ich mich auch schon öfters in der asiatischen Gesellschaft aufgehalten habe.

Alles in allem - wie erwähnt - ein tolles Buch, welches vorbehaltlos empfohlen werden kann. Ich jedenfalls freue mich auf die kommenden Abenteuer mit Harry Hole und die weitere Weltreise mit Jo Nesbo.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
betschi zu »Jo Nesbø: Kakerlaken« 18.03.2007
Ein tolles Buch! Das erste Buch von Jo Nesbo "Der Fledermausmann" hat mich teilweise nicht gerade vom Hocker gerissen. Nesbo hat sich aber merklich gesteigert! Das zweite Werk ist aber äusserst gelungen, kurzweilig und sehr spannungsgeladen. Überraschende Wendungen nehmen den Leser mit auf eine Berg- und Talfahrt und die Story ist logisch und nachvollziehbar - wenn auch meines Erachtens teilweise ein wenig realitätsfremd - aufgebaut. Nachdem im ersten Werk die Polizeiarbeit oft auf der Strecke geblieben ist, tritt sie hier mehr in den Vordergrund.

Man bekommt einen guten Einblick in die thailändische Kultur und Mentalität der Leute. Man merkt, dass sich Jo Nesbo eine längere Zeit in Thailand aufgehalten und sehr genau recherchiert hat. Der Roman handelt dann unter anderem auch von einem sehr ernsten, traurigen und in Thailand leider sehr verbreiteten Thema.

Sehr positiv anzumerken ist, dass Harry lediglich anfänglich als Alkoholiker dargestellt wird und im weiteren Verlauf des Buches nicht mehr zur "Alkohol-Flasche" greift. Ich bin mal gespannt, wie sich dieses Charakteristikum unseres Helden weiterentwickeln wird.

Wie bereits im "Fledermausmann" kommt auch in "Kakerlaken" der Witz nicht zu kurz. Die Gedankengänge Harry Holes - vor allem in Bezug auf seine thailändischen Kollegen - verleiten oft zum Schmunzeln. Ich kann Harry teilweise nachfühlen, da ich mich auch schon öfters in der asiatischen Gesellschaft aufgehalten habe.

Alles in allem - wie erwähnt - ein tolles Buch, welches vorbehaltlos empfohlen werden kann. Ich jedenfalls freue mich auf die kommenden Abenteuer mit Harry Hole und die weitere Weltreise mit Jo Nesbo.
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