Der gehetzte Uhrmacher von Jeffery Deaver

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel The Cold Moon, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Blanvalet.
Folge 7 der Lincoln-Rhyme-&-Amelia-Sachs-Serie.

  • London: Hodder & Stoughton, 2006 unter dem Titel The Cold Moon. 544 Seiten.
  • New York: Simon & Schuster, 2006. 544 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2007. Übersetzt von Thomas Haufschild. 544 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2008. Übersetzt von Thomas Haufschild. ISBN: 978-3-442-37126-6. 511 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2007. Gesprochen von Dietmar Wunder. gekürzt. 6 CDs.

'Der gehetzte Uhrmacher' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Er mordet mit der unfehlbaren Präzision eines Schweizer Uhrwerks. »Der kalte Vollmond scheint die Erde an: Das Ende der Reise, die mit der Geburt begann.« Der Uhrmacher Blutige Handabdrücke auf einem Pier – die Leiche fortgerissen von den eiskalten Fluten des Hudson River. Ein toter Mann in einer dunklen Seitengasse des Broadway – sein Brustkorb zerquetscht von einem tonnenschweren Eisenquader …Lincoln Rhyme und Amelia Sachs können zwar kein Motiv für die quälend grausamen Morde entdecken, doch dafür hat der Täter an beiden Tatorten deutliche Spuren hinterlassen: kleine, laut tickende Standuhren, die unerbittlich die letzten Sekunden im Leben der Opfer herunterzählten – die unverwechselbare Visitenkarte des »Uhrmachers«. Fieberhaft machen sich die beiden Ermittler auf die Jagd und erhalten dabei unschätzbare Hilfe von einer neuen Kollegin: Kathryn Dance, eine weltweit anerkannte Spezialistin für Körpersprache, entlarvt Falschaussagen präziser als jeder Lügendetektor. Und tatsächlich scheint mit ihrer Unterstützung der Täter schon bald entlarvt. Doch dann wird klar: Der Uhrmacher ist seinen Verfolgern längst einen entscheidenden Schritt voraus, und irgendwo im Verborgenen tickt ein Zeitzünder unerbittlich gegen Null …

Ihre Meinung zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher«

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Rufus vos Spektakulus zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 20.09.2015
Na ja, habe alle Kommentare gelesen und jetzt muss ich mich selbst überzeugen,also fang ich an zu lesen, mal schauen wie weit ich komme :), hab bis jetzt noch kein Buch von Jeffery gelesen also wird das für mich eine Premiere seiner werken zu sein, ich hoffe das ich nicht enttäuscht werde, Letzte Woche habe ich "Der Patient" gelesen , suuuper spanend und davor "Schrei so laut du kannst" beide Bucher waren von anfang bis zu ende spannend und gut geschrieben , sehr empfehlenswert
Sarah_Ch zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 06.12.2012
Spannend geschrieben, die Story an sich eine gute Idee, allerdings ein bisschen überzogen. Zu viele Motive, der vermeintliche Täter ist [jetzt spoilerbefreit und kann schalten und walten wie es seinem Schöpfer gefällt ;-) jkö].
Alexandra zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 16.09.2010
Ein bißchen zuviel von allem...
Es wäre genug gewesen, wenn Rhyme/Sachs dem Täter auf die Schliche gekommen wären.
Die Story um den Mörder, der keiner ist und dann doch, naja...
Aber ein gut geschriebener Roman, spannend allemal.
Ich habe mir gerade "Der Täuscher" gekauft, es kann nur besser werden ;-)
Stefan83 zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 08.08.2010
Eins, zwei, drei. Letzte Chance – vorbei. Bereits seit „Der faule Henker“ deutete sich, zumindest für diejenigen, welche nicht jedes Werk ihres Lieblingsautors mit der rosaroten Fanbrille sehen, ein eindeutiger Abwärtstrend der Reihe um Lincoln Rhyme und Amelia Sachs an. Von der Brillanz und Spannung der ersten vier Bände ist nur noch ein kleines Häuflein übrig geblieben, das wiederum in den arg konstruierten, stets nach dem selben Strickmuster konzipierten Werken, überhaupt nicht mehr zur Entfaltung kommt. Jeffery Deaver scheint mittlerweile nur noch strikt nach Schablone zu schreiben. Und in so eine, das weiß man seit den frühen Tagen in der Schule, passt halt immer nur dasselbe rein. Kein Wunder also, dass auch „Der gehetzte Uhrmacher“ den negativen Kurs nicht abwenden kann, sondern vielmehr eine weitere Enttäuschung für den eingefleischten Deaver-Anhänger darstellt. Dabei beginnt dieser Roman durchaus viel versprechend:

Nach den Ermittlungen in der Sache Thompson Boyd ist für das erfolgreiche Ermittlerpaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs die Ruhe nur von kurzer Dauer, denn während Letztere in ihrem ersten eigenen Fall auf eine Gruppe korrupter New Yorker Cops stößt, wird der querschnittsgelähmte Meisterkriminalist mit einem neuen gewitzten Serienmörder konfrontiert, der sich selbst „Der Uhrmacher“ nennt. Rhyme findet schnell heraus, dass der Name gut gewählt ist, denn sein augenscheinlich absolut gleichwertiger Gegner mordet mit der Präzision eines Uhrwerks und hinterlässt – zum großen Verdruss des Spurensicherungsteams – keinerlei Indizien oder Spuren am Schauplatz der ungewöhnlichen Mordtaten. Das sind dieses Mal ein abgelegenes Pier am Ufer des Hudson River und eine Seitengasse unweit des Broadway. Das einzige Detail, welches beide Tatorte verbindet, ist eine zurückgelassene Uhr. Offenbar sollte sie jeweils den Opfern ihre letzten Minuten anzeigen, während sie voll Verzweiflung gegen ihren eigenen unvermeidlichen Tod kämpften. Rhyme ist fest entschlossen den grausamen Mörder dingfest zu machen.

Währenddessen stößt Amelia Sachs mit Grünschnabel-Polizist Ron Pulaski auf ein Netz voller Verrat und Intrigen, das zudem einige bittere Details aus der Vergangenheit ihrer eigenen Familie zutage fördert. Desillusioniert spielt Sachs mit dem Gedanken, der Polizei den Rücken zu kehren. Eine Entscheidung, die nicht nur ihre Karriere, sondern vielleicht auch ihre Beziehung zu Rhyme beenden könnte … Als man sich in beiden Fällen schon in einer Sackgasse glaubt, taucht unerwartet Hilfe auf. Kathryn Dance, eine Verhörspezialistin aus Kalifornien, welche anhand der Körpersprache der Verdächtigen schon bereits den ein oder anderen Lügner gestellt hat, bringt Trotz Lincoln Rhymes Skepsis die Ermittlungen auf die richtige Spur …

Jeffery Deaver ist mit „Der gehetzte Uhrmacher“ das „gelungen“, was ihm bereits Autoren wie Patricia Cornwell „erfolgreich“ vorgemacht haben: Er hat seine eigene Reihe aber mal so richtig gegen die Wand gefahren und einst durchaus sympathische, interessante Charaktere zu stereotypen Wachsfiguren degradiert. Da ist allen voran Lincoln Rhyme zu nennen, dessen überragender Intellekt zwar allenthalben immer noch gelobt wird, aber innerhalb der Ermittlungen eigentlich gar nicht mehr zu Anwendung kommt. Sein Zorn, der ehemals seinen Ursprung in seiner gesundheitlichen Lage hatte, ist zum Selbstzweck verkommen. Wo er früher mit dem Leben gehadert, sich Gedanken um Selbstmord gemacht hat, trainiert er nun wie besessenen seinen sportlichen Körper. Sollte Rhyme eines Tages Amelias Camaro eigenhändig durch New Yorks Straßen lenken, um das UN-Gebäude vor einer Atombombe zu bewahren – ich wäre nicht mehr überrascht. Sachs selbst poliert weiterhin kräftig am Image der Vorzeigepolizistin, welche die Waffe schneller zieht als ihr Schatten und aus einem Senfkorn am Boden eine bombensichere Anklage für die Staatsanwaltschaft schmieden kann.

Das klingt etwas übertrieben? Möglich, aber so stellen sich Deavers Figuren in Band 7 der Reihe da. Ob es am schnellen Veröffentlichungspensum liegt oder an äußerst strengen Verlagsverträgen – Jeffery Deaver scheinen die Ideen ausgegangen zu sein. Eine Tatsache, die er wohl selbst bemerkt hat, denn so ließe sich die Einführung von Kathryn Dance erklären, welche dem nun altbekannten Ermittlerteam frisches Blut verleihen und gleichzeitig noch Werbung für ihre eigene Serie (beginnend mit „Die Menschenleserin“) machen soll. Sternzeichen Fuchs. Blöd nur, dass dieser Versuch äußerst durchsichtig ist und auch Dance in ihrer Perfektion sogleich den Profilerolymp erklettert. Egal wie genial und großartig die Mörder auch immer sind – die Guten sind stets besser. Und da man das vorher bereits weiß, kommt der Plot trotz der tausend eingebauten Wendungen einfach nicht aus dem Quark.

Deavers Versuch den Leser in jedem Kapitel fünfmal aufs Glatteis zu führen, wird zum Bumerang. Hier eine Kurve, da eine Überraschung und noch eine Drehung. Man wird das Gefühl nicht los, als beobachte man einen Jahrmarktbesucher, der in panischer Eile seine Bälle auf Dosen wirft, ohne jedoch davon nur eine einzige zu treffen. Deaver will und will und will – die blöde Spannung springt aber einfach nicht auf den Leser über. Wie auch, sind doch die Ermittler ihren Verfolgern stets fünf Schritte voraus, was die vorherigen Irreführungen dann nicht nur nutzlos, sondern letztlich auch arg nervtötend macht. Und selbst wenn der Mörder schließlich dabei ist seinen Plan endgültig in die Tat umzusetzen, kann man sich sicher sein, dass die vorher im Dunkel tappenden Verfolger bereits anhand irgend eines Details Wind von der Sache bekommen und eine schöne Falle vorbereitet haben. Wie ihnen das gelungen ist, erfährt der Leser dann ein Kapitel später, wo haarklein noch selbst dem Blödesten erklärt wird, wie und warum Rhyme und Anhang da wieder drauf gekommen sind. Und wenn das nicht hilft, gibt es ja immer noch Deavers geliebte Tabellen, die in schöner Regelmäßigkeit den aktuellen Ermittlungsstand zeigen und im weiteren Verlauf des Buches in ihrem Umfang schon fast an die eigentlichen Kapitel heranreichen.

Unter dem Strich bleibt am Ende außer ein paar guten Ansätzen (dazu gehören die durchaus interessanten philosophischen Ansätze von Dance und Sachs) ein für Deaver-Verhältnisse erschreckend schwaches Machwerk, das der Autor völlig unnötig überfrachtet und mit ekelhaften Heldenpathos und Hurra-Patriotismus versetzt hat.

Insgesamt ist „Der gehetzte Uhrmacher“ ein enttäuschendes Werk, dem jegliches Spannungsmoment fehlt und das von der Qualität der ersten Bände weiter entfernt ist denn je. Angesichts der hier zu Tage getretenen Ideenarmut lässt die Ankündigung, dass Deaver das Bond-Franchise mit einem neuen Roman beleben will, Schlimmes befürchten. Nach drei sehr ernüchternden Thrillern aus seiner Feder, werde ich mir jedenfalls in Zukunft keinen neuen Deaver mehr zulegen.
13 von 19 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
detno zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 03.03.2010
Das Hörbuch "Der gehetzte Uhrmacher" von Jeffery Deaver trägt den deutschen Titel zu unrecht. Dieser Killer, genannt der "Uhrmacher" ist alles andere als gehetzt. Kühl wie ein Schachspieler plant er seine Verbrechen und ist der Polizei immer einige Schritte voraus.

Sein Gegenspieler Lincoln Rhyme bleibt trotz seiner Geistesblitze auffällig blass, etwas besser kann sich dagegen Amelia Sachs in Szene setzen. Über den Durchschnitt wird das Werk durch die neue Ermittlerin Kathryn Dance behoben. Ihre psychologisch-intelligenten Verhöre sind das Sahnehäubchen in einer Story, die ansonsten stark überfrachtet und konstruiert wirkt.

Von diesem Roman, der hervorragend von Dietmar Wunder gelesen wird, habe ich mehr erwartet. Für mich bleibt "der Insektensammler" unerreicht.

Mehr als 73° gebe ich nicht.
Katja zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 16.01.2010
"Der gehetzte Uhrmacher" war mein drittes Buch von Jeffery Deaver. Nur durch Zufall fand ich dieses Exemplar in der Bücherkiste als Mängelexemplar.
Der Buchtitel an sich und die Beschreibung auf der Rückseite lassen viel Raum für Inhaltsspekulationen,was mir sehr gut gefällt.
Dieses Buch zu bewerten, ist recht schwierig für mich,denn das letzte von mir gelesene Buch war "Der letzte Tanz" und daran habe ich mich immer wieder erinnert gefühlt, als ich begann,dieses Buch zu lesen.Deaver hat zweifelsohne einen sehr schönen und flüssigen Schreibstil,er versteht es,eine Geschichte dicht und atmosphärisch zu beschreiben. Mit Kathrin Dance,eine Kinesik- Expertin, schafft er einen weiteren Ansatz, Spannungen aufzubauen.Die erste Hälfte des Buches ist schön, aber auch etwas langatmig geworden, einige Längen sind schon vorhanden, vor allem,wenn Deaver in die Erklärungen der Kinesik und der Uhrengeschichte abschweift. Da der(die) Täter von anfang an bekannt sind, ahnt man schon,wie es ausgehen könnte.Die zweite Hälfte dann schafft mehr Spannung, Deaver gelingt es, mehr Spannung zu erzeugen, bis es dann am Ende des 2. Teils seinem (für mich persönlich) Höhepunkt zusteuert. Da lag in mir die Vermutung "Ok, es ist doch ein anderes Strickmuster"
Aber dann kommen eine Reihe von Verstrickungen und Täuschungen, die das ganze Vorherige in den Schatten stellen. Fatale Irrtümer treten auf und das "bewährte Strickmuster" ist wieder da.Als dann alle "Katzen aus dem Sack waren", fiel mir das lesen der letzten 50-60 Seiten schwer, denn der große Showdown bleibt aus.
Mein Fazit: Es ist ein insgesamt schönes Buch,das einige Längen hat und zeitweise belehrend und vom Thema abschweifend wirkte. Die Ähnlichkeiten zu "Der letzte Tanz" sind vorhanden. Das Ende hätte ich mir persönlich anders gewünscht,damit die Logik der vorherigen Taten nicht zunichte gemacht wird.
Trotzdem: Alles in allem empfehlenswert, es ist nicht Deavers bestes Buch, aber ok. Von mir gibts 70 Grad!
Alexander zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 07.11.2009
"Der gehetzte Uhrmacher" war mein
fünfter Thriller aus der Rhyme/Sachs- Reihe, den ich gelesen habe. Ich fand ihn ganz passabal, obwohl ich manche Sachen für ziemlich weit hergeholt halte
und das Buch an manchen Stellen ganz schön moralisierend war und ganz schön plump auf die Tränendrüse gedrückt hat.
Mit den weithergeholten Stellen meine ich die Entwicklungen, die der Plot auf den letzten 100 Seiten genommen hat. Von mir aus hätte das Buch eigentlich da schon zu Ende sein können. Die moralisierenden Passagen will ich hier nicht erwähnen, da ich sonst zu viel über den Inhalt verraten würde. Was wieder positv aufgefallen ist, war, dass es meiner Ansicht nach ziemlich gut recherchiert war und die Schauplätze ziemlich lebensecht geschildert waren. Meine Bewertung: 60%
alvarezcampos zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 15.04.2009
ich habe diese Buch esrt vor kurzem gelesen, .. und war begeistert .. da ich länger nichts von J. Deaver gelesen hatte, aber diesmal ist es der fast perfekte Krimi, ich schliesse mich den Vormeinungen nicht unbedingt an, ich fand es super spannend, welche Wendungen die letzten 100 Seiten noch hervorbrachten. Und habe diese Seiten gerne gelesen. klar es ist immer blöd, wenn es shcon so viele Vor-Bücher gibt zu einem ERfolgskonzept wie Lincolm/Rhyme, da gibt es mal weniger gute, mal bessere Ro´mane, manchmal läuft sich alles von selber tod und es macht keinenSpass mehr u lesen. Aber J. Deaver hat für mich wieder zugelegt!!
axelp zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 01.12.2008
Seit "Letzter Tanz" endlich wieder einmal ein Highlight aus der Reihe Sachs/Rhyme und das beste daran ist, daß es nach dem Ende unbedingt eine Fortsetzung geben muß. Natürlich nerven wieder einmal die "weit dahergeholten" Wendungen, aber daran hat man sich inzwischen gewöhnt.
Herr Deaver hat zur Klasse der ersten beiden Bücher zurückgefunden.
koepper zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 25.11.2008
Mit dem gehetzen Uhrmacher überspannt Deaver den Bogen. Man hat sich ja inzwischen daran gewöhnt bei Deaver. Überraschende Wendungen, unvorhersehbare Geschehnisse, nichts ist so wie es scheint. Das ist auch das, was ich bisher so geschätzt habe an den Krimis um Lincoln Rhyme und Amelia Sachs. Ich bin ein ausgewiesener Deaver Fan. Aber dieser Plot ist mir zu konstruiert. Die ganze Geschichte ist so weit her geholt – nein das passt nicht mehr.
Neben Rhyme und Sachs tritt Kathryn Dance aus – eine Verhörspezialistin, der ähnlich geniale Züge angedichtet werden, wie Sachs und Rhyme. Diese drei sind mir in diesem Krimi alle ein bisschen zu perfekt, alle Tricks und Fallen – und davon gibt es nicht wenige in diesem Buch – werden letztendlich elegant umschifft.
Dance tritt übrigens in einem anderen – eher schwachen Krimi – auf „Die Menschenleserin“, und wird so geschickt eingeführt.
Vielleicht sollte Deaver sein Schreibtempo etwas verlangsamen. Der gehetzte Uhrmacher schein auch ein gehetztes Werk zu sein. Wohl das schwächste Buch der Rhyme/Sachs Reihe.
Falcon zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 23.10.2008
Wieder einmal legt Jeffery Deaver einen Lincoln Rhyme/Amelia Sachs Roman vor, der schnurstraks dem vertrauten Strickmuster dieser Romanserie folgt.
Da wäre mal der hyperinteligente und besttrainierte Tetraplegiger der Welt (bald läuft er den New York Marathon) seine bezaubernde und treffsichere Gattin, sowie ein ultraschlauer und fiese Bösewicht. Dazu kommt noch Kathryn Dance, eine Profilerin welche in diesem Buch für ihre eigene Serie Werbung macht. Natürlich stammt auch Sie aus dem Ermittlerolymp und entlarvt die Lügner mit Leichtigkeit.
Wie gewohnt, werden alle Erkenntnise gewissenhaft auf Tabellen festgehalten die uns dann auf den jeweiligen aktuellen Stand der Ermittlungen bringen sollen (nun auch diese füllen Seiten..).

Die Geschichte selbst schlägt Hacken wie ein Hase auf der Flucht. Unkontrolliert und in panischer Suche nach einem Inhalt.
Akribisch wird der Leser durch denDschungel der Handlungsstränge und Zufälle geführt. Sollte dann doch wirklich was unerwartetes geschehen, so braucht man gar nicht erst lange nachzudenken, die Aufklärung folgt nämlich haarklein beschrieben im nächsten Absatz.
Das Ganze liest sich wie eine Bastelanleitung für einen LEGO-Baukasten. Da kann wirklich nichts schiefgehen. Selbst die Leichen sind nicht mehr das was sie einmal waren. Gerdesogut könnte man sich mit Wattebälchen beschiessen.
Selbst der leichteste Schatten der über Amelia fällt, verzieht sich zum Schluss hin und macht einem strahlendem, heroenem Sonnenschein Platz. Das war dann wirklich zuviel des Guten.
Wirkliche Tiefe erreicht das Buch selten. Am ehesten noch beim philosophische Gespräch zwischen Rhyme und Kathryn Dance.

Zugegeben, Jeffery Deaver 's Patentrezept für seine Lincoln Rhyme/Amelia Sachs Romane liest sich flüssig und enthält auch durchaus spannende Momente. Zumindest die Frage, ob Deaver ausnahmsweise mal was nicht erklärt, entbehrt nicht einer gewissen Spannung.

Jeffery Deaver hält den Leser nicht nur für unmündig und denkunfähig, nein, er verweigert ihm gar jeglichen Scharfsinn.

Leider zeigt sich auch bei Deaver, dass Serienhelden mit zunehmender Dauer überzeichnet und überhöht werden. Schön wäre, wenn Herr Deaver zu altem Können wie in "Der Knochenjäger" zurückkehren würde. Die Hoffnung geb ich noch nicht auf.
Bio-Fan zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 14.10.2008
"Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt" Jefferey Deaver ist ja ein Meister der Wendungen und Täuschungen, was er im "Gehetzten Uhrmacher" bravorös beweist. Seine größste Wende aber für mich ist, daß er mit diesem Roman zu seinen fast klassisch zunennenden Zutaten zurückkehrt. Im "Teufelsspiel" hat Deaver sich m.E. viel zu sehr verzettelt, indem er versuchte, anderen Protagonisten mehr Raum zugeben (Lon Sellitto oder Geneva Settle). "Im Uhrmacher" konzentriert er sich wieder auf Lincoln Rhyme, besonders aber auf Amelia Sachs und stellt seinem Erfolgsduo mit Kathryn Dance eine interessante Persönlichkeit zur Seite. Dance ist Verhörspezialistin beim FBI. Sie betrachtet neben den sprachlichen und stimmlichen, auch die kinesischen Aspekte während der Vernehmung eines Verdächtigen. Lüge oder Wahrheit ? - die ewige Frage steht im Mittelpunkt, denn der Uhrmacher ist den Ermittlern ein ebenbürtiger Gegner. Mit Finten und Tricks versucht er seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus zu sein und da wir als Leser seine Machenschaften von Anfang an mitverfolgen können, erleben wir einen spannenden Wettlauf mit mehreren Etappenzielen. Das Ende schreit geradezu nach einer Fortsetzung, aber Deaver läßt Agent Dance erst einmal ihre eigenen Wege gehen (Die Menschenleserin). Vielleicht besuchen Sachs und Rhyme sie mal in Kalifornien, dann könnten sie so nebenbei.?

Empfehlenswert - 85 Grad
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ramona zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 22.05.2008
Super Buch, die Spannung bleibt bis am Ende erhalten und die Protagonisten sind immer interessant. Ich habe es sehr gerne und schnell gelesen. Obwohl das Ende offen ist, stört es mich nicht, da der Fall ja dennoch gelöst ist.
pupp135 zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 25.04.2008
Wie die anderen Bücher, einfach nur Klasse. Wieder ein Fall, den sie mit genauer sorgfälligkeit und kombinationsvermögen lösen.
Er ist wie die anderein einfach nur zu Empfehlen!! Ich freue mich schon riesig auf den nächsten Teil und hoffe das es nicht so lange dauert, bis er auf deutsch erscheint.
sue82 zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 13.04.2008
Wieder ein klasse Deaver um das Ermittlerduo Rhyme und Sachs. Der Autor schafft es wieder einmal die Spannung zu halten und kontinuierlich zu steigern. Geschickt verknüpft er zwei anfangs unterschiedliche Fälle zu einem Fall.

Fazit: Absolut zu empfehlen 85°
KrimiWolf zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 07.02.2008
Nichts ist so wie es scheint. Für mich wieder ein typischer Deaver mit vielen Finten und überraschenden Wendungen. Äußerst spannend erzählt.
Insgesamt gesehen wirken die Menge der Finten natürlich ein wenig übertrieben, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Auch die Nebencharaktere wie Kathrin Dance und Pulaski waren wieder sehr gelungen.
Zwei anscheinend verschiedene Fälle, die hinterher irgendwie doch zusammengehören.
Sehr gut hat mir auch gefallen das ein offen gebliebener Punkt aus dem ersten Buch, nun in der Uhrmacher zum Abschluß gebracht wurde.
Der gehetzte Uhrmacher ist, wie aber alle Bücher aus der Lincoln Rhme Reihe, absolut empfehlenswert.
Christine zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 16.10.2007
Habe mich total auf das neue Buch gefreut und bin leider enttäuscht. Was die ganze Zeit noch nachvollziehbar war, zugegeben mit einiger Fantasie, war jetzt nur noch unrealistisch und etwas übertrieben.
Marco Thiltgen zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 18.07.2007
Also im Gegensatz zu den anderen Rhyme/Sachs-Büchern gibt es hier zwei parallel verlaufende Fälle, dabei hält Deaver seiner Linie mit Finten und Wendungen die Treue, was so manchen Leser verunsichern mag. Für mich eines der besten Bücher der Reihe, unter anderem da das Ende ziemlich offen ist!
K.-G.Beck-Ewe zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 07.05.2007
Ich muss sagen, mir hat der roman auch ausnehmend gut gefallen. Die Wendungen und die verschiedenen "Spielereien" halten die Leserinnen und Leser in Atem und zwingen sie ständig ihre eigenen Ideen zu aktualisieren, wie es auch das Team der Ermittler tun muss. Mir hat dieses Buch sehr viel Spaß bereitet.
HelgaR zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 04.05.2007
Dieser Fall hat mir wieder ausgezeichnet gefallen. Er ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man weiß von Beginn an um den "Uhrmacher" und es wird auch immer wieder aus seiner Sicht erzählt, was sehr interessant ist und auch die Spannung noch erhöht.

Amelia bekommt zusätzlich zu ihren Ermittlungen über den "Uhrmacher" auch noch ihren ersten eigenen Fall, bei dem es um zwei Morde und korrupte Polizisten geht und somit läuft alles in zwei Handlungssträngen ab und beide sind äußerst spannend.

Es ist sehr flüssig und raffiniert geschrieben und man wird mit einigen verblüffenden Wendungen überrascht, die einem bis zum Schluss in Atem halten. Amelia und Lincoln sind mir sowieso ans Herz gewachsen und auch die übrige Crew ist nach wie vor sympathisch. Hilfe wurde ihnen noch durch Kathryn Dance, eine Spezialistin für Körpersprache, zuteil, die auch wunderbar in das Team passte.
tigerlilli zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 28.04.2007
Ich kann mich nur anschließen, in diesem Buch gab es die eine oder andere Wendung zuviel. Wäre es kein Deaver gewesen, hätte ich es vermutlich bereits nach den ersten 100 Seiten weggelegt. Das Buch war durchschnittlich und für mich leider auch nicht so fesselnd, wie ich es mir gewünscht hätte. Für mich sein schlechtester Roman aus der Rhyme / Sachs Reihe.
Schade, ich hoffe er findet im nächsten Buch, seine alte Form wieder.
Harald Schüttelhöfer zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 18.04.2007
Die Leser von J. Deaver sind gewohnt, dass jede Handlung seiner Täter in den Rhyme/Sachs Romanen anders interpretiert werden muss als sie meinen. Immer wenn der Leser glaubt, jetzt weiß er, was der Täter denkt und warum er so handelt, so kommt mit Sicherheit eine neue Wendung, die dem Fall eine völlig andere Richtung gibt. Im Fall des Uhrmachers scheint mir dies allerdings eine Wendung zu viel zu sein; ich jedenfalls konnte die immer neuen Tricks und Finten nicht nachvollziehen.... es wäre etwas weniger mehr gewesen. Trotzdem ist das Buch spannend, wenn es auch an ältere Bücher wie den Knochenjäger oder die Tränen des Teufels nicht heranreicht. Wer noch kein anderes Buch gelesen hat, sollte eher mit den o.g. Büchern anfangen, die Fans von Deaver kaufen und lesen den Uhrmacher sowieso, egal was man dazu schreibt.
Antje zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 04.04.2007
Bereits der 7. Fall des Ermittlerpärchens Rhyme & Sachs und noch immer habe ich sie mir nicht übergelesen.
Es ist mal wieder ein typischer Deaver, mit reichlich Wendungen, so dass die Spannung nicht verloren geht. Auch sehr schön der Debüt-Auftritt der neuen Kollegin, die auf Ihre spezielle Art an die Ermittlungen herantritt und der demnächst eine eigene Reihe gewidmet ist.
Für mich vielleicht nicht das Beste Buch dieser Reihe, aber durchaus auf den oberen Plätzen in meiner Wertung wieder zu finden.
todo11 zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 02.04.2007
Meiner Meinung nach ein durchschnittliches Buch. Deaver verliert sich in zu vielen Wendungen und vergisst dabei, die Geschichte spannend und rund zu halten.
Einziger Lichtblick ist Kathryn Dance und das Themea Kinesik.
Ich würde mir wünschen, Jeffrey Deaver findet wieder die ausgewogene Mischung zwischen Spannung, Unvorhersehbarkeit und Atmosphäre die ihn zu einem der besten Thrillerautoren gemacht hat.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Thomas Csulits zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 25.03.2007
Vorangeschickt sei: Deaver ist Spitze, seine Helden sind heldenhaft, seine Plots unerwartet wie Schnee im April und . . . ja, da sind wir auch schon beim Thema. Seiner größten Schwäche. Als geübter Deaver-Leser weiß man sofort, dass das oder der, was oder wer auch immer beschrieben wird nicht das oder der ist, für was oder wen man ihn oder es hält. Comprende? Jeffery, du nützt dich langsam ab im Erfinden immer neuer Irrungen und Wendungen, dass es schon fast, aber nur fast ein klein wenig nervt. Im Wust der Neuveröffentlichungen sticht aber auch der Uhrmacher trotzdem wieder durch Spannung und Kitzel hervor.
Pascal zu »Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher« 20.03.2007
Ich finde Deaver sollte sich wieder zurück orientieren. Bei den letzen Romanen (Henker, Teufelsspiel und dieses) stellt er Wendungen und ausgeklügelte Planung in den Vordergrund. Auch interessant, aber bis zur ersten Wendung langweilig. Mir wäre es aber lieber, er würde wieder zurück zur Spannung und Forensik finden.

Bis zum unwillkürlichen Beginn der Wendungen (die jedem Rhyme/Sachs-Kenner bestens bekannt sind und der Gewissheit dass es nur einen Fall gibt), konnte mich lediglich die Figur und Rolle von Frau Dance retten. Bin mir nicht sicher ob ich ohne dieses Interessante Thema der Kinesik weitergelesen hätte.

Herr Deaver, machen Sie es sich einfacher und schreiben wieder Kracher wie der Letzte Tanz, anstatt sich diese Zirkusnummern mit mehreren doppelten Böden auszudenken.
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