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Ausgabe 10.2015

Schnellübersicht der aktuellen Krimi-Couch

Krimi-Volltreffer des Monats Oktober: Feindesland

Feindesland von Adam Sternbergh

    Kann es noch schlimmer kommen? Irgendwie hat New York 9/11 überstanden, doch der US-Amerikaner Adam Sternbergh lässt dem Big Apple keine Ruhe. Seiner Prosa nach liegt die Metropole in Schutt und Asche und mitten drin Müllmann »Spademan«. Den meisten Bewohnern hilft nur die Flucht in die Virutal Reality, die »Limnosphäre«. Genau dort kommt Sternbergh im zweiten Spademan-Thriller auf den Punkt: Kann jemand, der in der virtuellen Welt getötet wird, auch im echten Leben sterben? Und: Muss ausgerechnet der Mörder eine Burka tragen?

    Interview mit Bernhard Aichner

    Interview mit Bernhard Aichner

    Der Österreicher ist derzeit einer der Shootingstars der deutschsprachigen Krimiszene. Jürgen Priester sprach mit ihm über seine internationalen Erfolge und darüber, warum eine Bestatterin nicht nur den Autor selbst, sondern mittlerweile Leser auf der ganzen Welt fesselt.

    Weitere besprochenene Kriminalromane im Oktober auf der Krimi-Couch:

    TrailerPark von Jörg Juretzka

    Krimi: TrailerPark (Jörg Juretzka)

    Wer Jörg Juretzka und seinen Privatdetektiv Kristof Kryszinski aus Mülheim an der Ruhr nicht kennt, an dem ist nun wirklich etwas vorbeigegangen. Das Rénomme eines Friedrich Ani hat er leider nicht, aber dennoch muss man konstatieren, dass Juretzka seit über einer Dekade zu den besten deutschen Krimi-Schriftstellern zählt. Manche finden, er hat den »Ruhrpott-Marlowe« erfunden, doch tatsächlich erfindet er mit seinem Protagonisten Kristof Kryszinski sich selbst als auch seine Plots immer wieder neu. Von Lars Schafft

    Glut und Asche von James Lee Burke Treffer

    Krimi: Glut und Asche (James Lee Burke)

    Glut und Asche ist die gelungene Fortsetzung von Regengötter, der 2015 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde. Wie bei Fortsetzungen üblich, gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Figuren. Ein gewaltiges, ein gewalttätiges Werk. 700 Seiten, reichlich Schlägereien und Schießereien, körperliche Misshandlungen von Minderjährigen und nicht zuletzt eine Sprache, deren Vulgarität und Explosivität nichts zu wünschen übrig lässt. Ist Glut und Asche somit nur ein weiterer Schmöker der Kategorie »Gewaltpornografie«? Nein, denn der betagte Autor hält seinen Landsleuten lediglich den Spiegel vor. Von Jörg Kijanski

    Verschwörung von David Lagercrantz

    Krimi: Verschwörung (David Lagercrantz)

    Da ist er nun, der erste Kriminalroman des bis dato unbekannten schwedischen Autors, und er ist gar nicht so schlecht. Im Vorfeld der Veröffentlichung hat es ein mediales Getöse um den Roman gegeben. Man merkt, dass sich David Lagercrantz intensiv mit Stieg Larsson und seinen Romanen auseinandergesetzt hat. Er führt das vorgefundene Personal mit sicherer Hand und erlaubt sich keinen groben Schnitzer. Stilistisch und thematisch ist er ihm ebenbürtig. Gemeinsam bieten die vier »Millennium-Romane« gehobene Krimi-Unterhaltung, die Geist und Seele gleichermaßen anspricht. Von Jürgen Priester

    Der zweite Sohn von Alexander Söderberg

    Krimi: Der zweite Sohn (Alexander Söderberg)

    Hector Guzman liegt nach wie vor im Koma – an einem sicheren Ort und gut bewacht. Sein kriminelles Imperium wird unterdessen von mächtigen Konkurrenten attackiert. Aber nicht nur die Konkurrenz, auch die Polizei ist Hector und seiner Organisation auf der Spur. Sophie Brinkmann versucht mit besten Kräften, nach tragfähigen Lösungen zu suchen, aber dann werden ein illegitimer Sohn von Hector und nahezu zeitgleich ihr eigener Sohn entführt. Von Andreas Kurth

    Außerdem neu rezensiert im Oktober:

    Eine Krimi-Couch-Ausgabe verpasst?

    Kein Problem. Sie finden hier die Ausgaben der letzten acht Monate: