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Ausgabe 08.2015

Schnellübersicht der aktuellen Krimi-Couch

Krimi-Volltreffer des Monats August: Totenhaus

Totenhaus von Bernhard Aichner

    Wie man richtig vermutet, ist Totenhaus die Fortsetzung von Totenfrau. Heldin beider Romane ist Blum, Bestatterin von Beruf, Mutter zweier Töchter. Bis zum heimtückischen Mord an ihrem Mann war sie liebende und geliebte Ehefrau. Jetzt ist sie eine mehrfache Mörderin und auf der Flucht. Totenhaus ist eine Achterbahn der Emotionen, nicht nur für seine Heldin, sondern auch für den Leser, der sich unmöglich dem leidvollen Schicksal Blums entziehen kann. Man vergisst oder genauer, man möchte vergessen, dass sie eine mehrfache Mörderin ist, die nach Recht und Moral vor einen Richter gestellt werden müsste. Aber Blum leidet, bereut und sühnt in ihrem emotionalen Gefängnis. Bedarf es mehr der Strafe?

    Inspector Mathias - Mord in Wales

    Inspector Mathias - Mord in Wales

    »Y Gwyll« oder »Hinterland« – wo der walisische und der englische Titel noch mehr als passend sind, hat man sich hierzulande für ein umständliches Titelkonstrukt entschieden. Dem düsteren Charme kann man sich trotzdem nicht entziehen.

    Weitere besprochenene Kriminalromane im August auf der Krimi-Couch:

    Leona - Die Würfel sind gefallen von Jenny Rogneby Treffer

    Krimi: Leona - Die Würfel sind gefallen (Jenny Rogneby)

    Sicherlich eine neue Art sich auf unehrliche Weise das Geld anderer Leute zu ergaunern: Ein offensichtlich misshandeltes, aus vielen Wunden blutendes kleines, blondes Mädchen – mit Teddybär – steht in einer Bank und eine gesichtslose Tonbandstimme droht, diesem Kind unermessliches Leid zuzufügen – es sei denn, es klingelt in der Kasse. Aber zackig. Ein Banküberfall ohne erkennbare Waffe, der nur mit der Phantasie der Angestellten spielt – aber dennoch offensichtlich ein lohnendes Pflaster – zumindest wenn man der schwedischen Autorin Jenny Rogneby Glauben schenken mag. Von Sabine Bongenberg

    Killer Instinct von Howard Linskey Treffer

    Krimi: Killer Instinct (Howard Linskey)

    Gangsterboss David Blake gerät durch eine Mordintrige in Bedrängnis. Die Polizei setzt ihn unter Druck, konkurrierende Banden sägen an seinem Thron, und die Gattin argwöhnt, dass Blake mehr über das Verschwinden seines Vorgängers - ihres Vaters - weiß, als er zugeben möchte … - Auch im dritten Teil der Blake-Serie lässt Howard Linskey die Welt sich gegen seinen zwar skrupel- aber nicht ehrlosen ‚Helden‘ verschwören, was spannend erzählt (aber ein wenig lau aufgelöst) wird: unterhaltsam! Von Michael Drewniok

    Kolbe von Andreas Kollender Treffer

    Krimi: Kolbe (Andreas Kollender)

    Als 1939 der Weltkrieg ausbricht ist Fritz Kolbe Vizekonsul in Kapstadt. Er verabscheut die Nationalsozialisten und möchte mit seiner Tochter Katrin im Land bleiben. Doch Südafrika erklärt dem Deutschen Reich den Krieg, die Botschaft muss geschlossen werden und sein Chef, Konsul Biermann, bedrängt Kolbe, ihn nach Berlin zu begleiten. Dort könne er, Biermann, noch was bewegen und schlimmeres verhindern. Was Fritz Kolbe unter Einsatz seines Lebens riskierte ist beeindruckend, seine Geschichte von Andreas Kollender packend und großartig erzählt. So schreibt man (eine) Geschichte. Von Jörg Kijanski

    Das Kartell von Don Winslow Treffer

    Krimi: Das Kartell (Don Winslow)

    Über die Jahre hat Don Winslow es geschafft, sich in die Spitze der Spannungsliteraten hochzuschreiben. Winslows Haupt- und Meisterwerk, da sind sich Kritiker und Leser einig, ist Tage der Toten. Das Kartell, die Fortsetzung von Tage der Toten, setzt fünf Jahre später in 2004 ein. Keller hatte seinen Dienst bei der DEA quittiert, sich von seiner Familie getrennt, lebt jetzt friedlich und zurückgezogen als »Bienenvater« (Imker) in einem Kloster in New Mexico. Als ihm von einem Ex-Kollegen mitgeteilt wird, dass der inhaftierte Adán Barrera ein Kopfgeld von zwei Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt hat, verlässt Keller die Klostergemeinschaft, um diese nicht zu gefährden. Zwei Mammutwerke, zusammengesehen wie aus einem Guss: ein Schwarzbuch über 40 Jahre mexikanischen Drogenkrieges. Von Jürgen Priester

    Außerdem neu rezensiert im August:

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