Herzlich willkommen auf der Krimi-Couch!

Krimi-Couch.de ist eines der größten, unabhängigen Online-Magazine zum Thema Kriminalroman im deutschsprachigen Raum. » mehr über die Krimi-Couch


Ausgabe 12.2011

Schnellübersicht der aktuellen Krimi-Couch

Krimi-Volltreffer des Monats Dezember: Plan D

Plan D von Simon Urban

    "Was wäre, wenn?" ist die Frage, die wohl jeder Autor bei der Konzeption einer Geschichte vor Augen hat. Zum Beispiel im Sinne von: Was wäre, wenn die Menschheit die bemannte Raumfahrt über unser eigenes Sonnensystem hinaus entwickelt hätte? Oder was wäre, wenn wir Besuch aus dem Weltall bekämen? Plan D beschäftigt sich mit der irrationalen Frage: Was wäre, wenn es vor gut zwanzig Jahren die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten nicht gegeben hätte? Die DDR im Jahre 2011 ein souveräner Staat? Wer eine Fantasiewelt entwickelt, der darf sie auch nach seinem Gusto gestalten. Diesen Freiraum weiß Simon Urban trefflich zu nutzen.

    Interview mit Marina Heib

    Interview mit Marina Heib

    Eigentlich fände es Marina Heib schon nett, im Café Kaffee und Kuchen zum Schreiben gereicht zu bekommen. Aber sie braucht dafür Ruhe. Und dann kommt sie auch mal auf solche Ideen, wie ihre SoKo für einen klassischen Thriller zu beurlauben.

    DPRs Krimilabor 2011: Ein (fast nur) deutsches Jahr

    DPRs Krimilabor 2011: Ein (fast nur) deutsches Jahr

    600? 700? 800? Oder mehr? Wie viele Krimis im nun langsam auslaufenden Jahr erschienen sind, wissen wohl nur die Statistiker. Wir anderen wissen aber eines ganz genau: Man kann sie unmöglich alle lesen. Selbst der hochbezahlte Kolumnist, der sich 365 Tage lang jeweils 10 Stunden durch die aktuelle Spannungsproduktion gelesen hat, konnte nur einen Bruchteil bewältigen. Und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Es war ein deutsches Krimijahr! Na ja, fast.

    Weitere besprochenene Kriminalromane im Dezember auf der Krimi-Couch:

    Einmal durch die Hölle und zurück von Josh Bazell Treffer

    Krimi: Einmal durch die Hölle und zurück (Josh Bazell)

    Pietro Brnwa, diesmal alias Dr. Lionel Azimuth, hat Krankenhäusern den Rücken gekehrt und arbeitet als stellvertretender Bordarzt auf einem Kreuzfahrtschiff. Zwischen mehrfachen, unaufgeklärten gewaltsamen Todesfällen, Neureichen der unterschiedlichsten Art, Drogenküchen betreibenden Hinterwäldler(innen) und Sarah Palin begibt sich Pietro/Lionel auf seine ureigene Reise ins Herz der Finsternis. Dass irgendwo auch noch rachsüchtige Mafiaschergen lauern, die es auf den Kopf des abtrünnigen Profikillers abgesehen haben, kommt noch erschwerend hinzu. Von Jochen König

    Kleine Biester von Rob Alef Treffer

    Krimi: Kleine Biester (Rob Alef)

    Frühling in Berlin. Die ersten Sonnenstrahlen locken Jung und Alt scharenweise in die Grünanlagen und Parks. Die Kinder in den Sandkästen und auf den Klettergeräten toben sich die Winterstarre aus den Knochen, während ihre Eltern, lässig chillend, ein wachsames Auge auf ihre Sprösslinge haben. Mir nichts, dir nichts tut sich die Erde auf, ein Kind wird verschluckt – unglaublich – wie so einiges andere in Rob Alefs Kriminalroman. Kleine Biester ist nach Bang Bang stirbt und Das magische Jahr Alefs dritter Krimi mit genanntem Team und führt uns ins Schul-Milieu. Von Jürgen Priester

    Das Dornröschen-Projekt von Christian v. Ditfurth Treffer

    Krimi: Das Dornröschen-Projekt (Christian v. Ditfurth)

    In Kreuzberg leben in der links-alternativen Szene noch viele "Überbleibsel" der Kämpfe aus den 80er Jahren, mit normalen Leben, aber vielen Erinnerungen an ihre gute alte Zeit. In ihrer WG kommen Matti, Twiggy und Dornröschen gut mit dieser Situation zurecht. Und plötzlich stecken sie mitten in einem Kriminalfall, in dem sie es mit alten Stasi-Agenten, Polizei und Verfassungsschutz zu tun haben. Und nicht jeder Verbündete ist so treu, wie man das aus alten Zeiten kennt. Christian von Ditfurth hat hier einen Roman vorgelegt, der eine Mischung aus Polit-Thriller und Szene-Reminiszenz ist. Von Andreas Kurth

    Outlaw von Lee Child Treffer

    Krimi: Outlaw (Lee Child)

    Als ob wir es geahnt hätten: Kaum will Jack Reacher in dem wenig beschaulichen Nest, mit dem noch weniger beschaulichen Namen "Despair" einen Kaffee trinken, stehen vier finstere Gestalten an seinem Tisch und wollen ihn ohne große Vorrede höchst unsanft aus dem Ort befördern. Doch da hat Jack etwas gegen. Denn wenn ihm eins heilig ist, dann seine Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit. Wer jetzt denkt: "Kennen wir, wissen wir, haben wir schon", dem entgeht eine Jack-Reacher-Performance, die der Reihe von Lee Child alle Ehre macht. Von Jochen König

    Eine Krimi-Couch-Ausgabe verpasst?

    Kein Problem. Sie finden hier die Ausgaben der letzten acht Monate: