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Ausgabe 10.2009

Krimi-Couch-Volltreffer Oktober

Winter in Maine von Gerard Donovan

Krimi-Couch Volltreffer Oktober: Winter in Maine

Julius Winsome lebt alleine in einer Hütte in den Wäldern Maines, umgeben von 3282 Büchern und seinem besten Freund, einem Pitbullterrier. Eines Tages kehrt dieser nicht von einem seiner kleinen Ausflüge in die menschenleere Gegend zurück. Julius, der glaubt einen Schuss in der Nähe seines Hauses gehört zu haben, begibt sich auf die Suche. Und behält leider recht: Der Schuss hat den Hund tödlich verletzt. Winsome bleibt erschüttert mit seinen Büchern zurück: Shakespeares gesammelte Werke, deren antiquierte und doch so innovative Sprachphantasie er in sein kommendes tägliches Leben einbaut, das aus der beharrlichen Suche nach dem Mörder besteht. Was mit verspotteten Plakataktionen beginnt, endet mit dem Tod einiger Jäger. Potenzielle Killer, die mit der kalten Ruhe eines wahrhaft leistungsfähigen Scharfschützen eliminiert werden. Unbeeindruckt fällt während dessen der Schnee in den Wäldern von Maine. Weihnachten ist nicht mehr weit.

Weitere besprochenene Kriminalromane im Oktober auf der Krimi-Couch:

Das verlorene Symbol von Dan Brown

Krimi: Das verlorene Symbol (Dan Brown)

Robert Langdon, Symbolologe und Experte in Sachen Schnitzeljagd, muss mal wieder die Welt retten. Nicht in "good, old Europe", sondern dieses Mal mehr oder weniger vor der Haustür - in Washington, D.C. Dort soll er für einen alten Akademiker-Kollegen einen kleinen Vortrag halten. Dan Brown wäre wohl nicht Dan Brown, finge nicht eine Jagd nach einem mysteriösen Unbekannten an, gälte es nicht Rätsel um Rätsel zu lösen und allerhand an möglichen Fingerzeigen zu entdecken. Sein Freund ist entführt worden und dieser arg hinterlistige Bösewicht erpresst Langdon damit. Er solle eine Pyramide finden, eine Karte die zur Aufdeckung des bedeutendsten Geheimnisses der Weltgeschichte führe. Was Langdon zum Schwitzen bringt: Er hat dafür nur zwölf Stunden Zeit... Von Lars Schafft

Tokio im Jahr Null von David Peace Treffer

Krimi: Tokio im Jahr Null (David Peace)

Statt um den Yorkshire-Ripper geht es in Tokio im Jahr Null um Kodaira Yoshio. Gestatten? Ebenfalls Serienmörder. Wir befinden uns in Japan in der Zeit des Endes des Zweiten Weltkriegs. Häuser ragen wie Gerippe in den dunklen Himmel, ganze Straßenzüge liegen in Schutt und Asche, Nahrung ist rationiert. Ein Serienkiller macht sich das Chaos, diese wahr gewordene Apokalypse, zunutze, missbraucht und erdrosselt junge Frauen. Auch wenn sich bald ein Verdächtiger findet - alle Morde will dieser nicht gestehen. Und so bleibt Inspektor Minami nichts anderes übrig, als alte, ungelöste Fälle anzupacken. Zwischen den Wirrungen, dem Wahn, der Irrealität des Kriegsendes, ist er schon sehr bald mit einer ureigenen Schuld konfrontiert... Von Lars Schafft

Ein schöner Ort zu sterben von Malla Nunn Treffer

Krimi: Ein schöner Ort zu sterben (Malla Nunn)

1952 ist keine gute Zeit, um sich als Weißer in Südafrika in eine dunkelhäutige Frau zu verlieben. Detective Sergeant Emmanuel Cooper wird in ein gottverlassenes Kaff an der Grenze versetzt. Hinterrücks erschossen liegt dort Captain Pretorius, der Polizeichef des Ortes, in einem grenznahen Fluss. Lediglich Constable Shabalala ist Cooper auf Seiten der Polizei eine tatkräftige Unterstützung. Als die berüchtigte Geheimpolizei auftaucht, wird Cooper auf einen Sittenstrolch angesetzt, der seit Monaten die Frauen in der Gegend belästigt. Um den Mord kümmert sich die "Security Branch", die den Mörder in den Reihen politischer Aktivisten finden will. Doch natürlich gräbt sich Cooper immer tiefer in den Fall, findet sogar bei dem jüdischen Krämer Zweigman, der sich als hervorragender Arzt mit quälender, deutscher Vergangenheit entpuppt, Beistand und Unterschlupf. Von Jochen König

Frankie Machine von Don Winslow Treffer

Krimi: Frankie Machine (Don Winslow)

Frank Machianno ist ein rüstiger, 62 Jahre alter Surferboy, den alle Leuten in San Diego als den netten Mann vom Angelladen kennen. Aber: Er ist "Frankie Machine", der wohl gefürchtetste, kaltblütigste und professionellste Killer der italienischen Mafia im gesamten Westen der USA. Und als der Sohn eines Mafiabosses eine alte Schuld einfordert, rennt Frankie blindlings in eine Falle. Da er jedoch auch mit 62 noch nichts an Professionalität eingebüßt hat, kann er seine vermeintlichen Mörder selber über den Jordan bringen. Den einen kennt er sogar und deshalb weiß Frankie, dass für ihn die Jagd gerade erst begonnen hat - oder gibt einen Grund, weswegen man Frankie nun töten muss, irgendeine alte Geschichte, über die Frankie zu viel weiß? Von Thomas Kürten

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ISSN 1862-7528