Qiu Xiaolong
Blut und rote Seide
Auf einer Verkehrsinsel mitten in Shanghai wird im Morgengrauen die Leiche einer Frau gefunden. Sie trägt ein enges rotseidenes Kleid, einen »qipao«, wie er während der Kulturrevolution verpönt war und erst jetzt wieder in Mode kommt. Wenig später entdeckt man eine zweite und bald darauf eine dritte Frauenleiche, ebenfalls in jenem altmodischdekadenten Gewand, ohne Schuhe und Strümpfe, in aufreizender Pose. Die Spuren scheinen ins Rotlichtmilieu zu weisen, ein Problem für die chinesische Polizei, da so etwas nach offizieller Parteidoktrin nicht existiert. Auch Serienmorde, die es angeblich nur im Westen gibt, hat man durch gezielte Berichterstattung bisher vertuscht. Oberinspektor Chen, der als Einziger weiß, wie man das psychologische Profil eines Serienmörders erstellt, ist mit einem Immobilienskandal befasst und will außerdem seine Literaturstudien endlich mit einem akademischen Abschluss krönen. Inzwischen begibt sich seine junge Kollegin als Lockvogel auf eine gefährliche Mission…





















neue Kommentare: