Das Souvenir des Mörders von Ian Rankin

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 unter dem Titel Black and Blue, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 8 der John-Rebus-Serie.

  • London: Orion, 1997 unter dem Titel Black and Blue. 448 Seiten.
  • New York: St. Martin, 1999. 448 Seiten.
  • München: Goldmann, 2005. Übersetzt von Giovanni Bandini. ISBN: 3-442-44604-X. 448 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2006. Gesprochen von Gerd Köster. ISBN: 3866042906. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2006 . Gesprochen von Gerd Köster. 6 CDs.

'Das Souvenir des Mörders' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Schottland ist starr vor Entsetzen: Drei Frauen, brutal misshandelt und erwürgt, sind dem Serienmörder bereits zum Opfer gefallen. Johnny Bible, so nennen die Medien den Mörder – nach dem berüchtigten Bible John, der vor Jahrzehnten Frauen auf dieselbe Art tötete, aber nie gefasst werden konnte. Erste Spuren führen Detective Inspector John Rebus von Edinburgh nach Glasgow und Aberdeen. Doch auch der alte Bible John hat sich aufgemacht, den in seinen Augen unwürdigen Nachahmer zu stellen, und John Rebus bleibt wenig Zeit, die Ermordung eines Mörders zu verhindern …

Leseprobe

Das meint Krimi-Couch.de: »Rankin spinnt ein spannendes und höchst komplexes Garn« 90°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Gleich vierfach hat das Schicksal – das es nach Ansicht der Schotten ohnehin auf sie ganz besonders absieht – Detective Inspector John Rebus dieses Mal geschlagen. Da ist zunächst seine Strafversetzung vom »heimatlichen« Revier St. Leonard’s nach Craigmillar, das verrufendste Polizeirevier von Edinburgh, das die hier tätigen Beamten »Fort Apache, Bronx« nennen. Zu vielen hochgestellten Persönlichkeiten ist er auf die Zehen getreten, so dass er nun hier Dienst schieben muss, wo die Kollegen ihn, den Paria, weitgehend meiden.

Außerdem jagt ihn die Presse. Ein alter Fall von 1977 wurde von den Medien aufgegriffen. Damals hatten Detective Inspector Lawson Geddes und sein junger Untergebener John Rebus einen gewissen Leonard Spaven als Mörder überführt. Im Gefängnis war dieser zu einem berühmten Schriftsteller avanciert. Später brachte er sich um, nachdem er stets seine Unschuld beteuert und geklagt hatte, die Polizei habe ihn in eine Falle gelockt. Dies könnte zutreffen, wie Rebus sich unbehaglich eingestehen muss. Geddes hatte Spaven um jeden Preis als Mörder stellen wollen. Jetzt hat sein ehemaliger Vorgesetzter Selbstmord begangen: ein Schuldeingeständnis? Rebus soll vor der Kamera Stellung nehmen, was er nicht zu tun gedenkt, bis er Genaues weiß. Er nötigt seinen Kollegen Detective Sergeant Brian Holmes den Spaven-Fall noch einmal heimlich aufzurollen und zu überprüfen. Dies geschieht im Wettlauf mit der eigenen Behörde, die selbst nachprüfen lässt, ob damals fehlerhaft gearbeitet wurde.

Die Nachforschungen führen Rebus in den Nordosten Schottlands

Dann ist da ein aktueller Mord: Ein Erdölarbeiter ist gefesselt aus einem hoch gelegenen Fenster gestürzt. Die Spuren deuten auf die Täterschaft von Andrew Kane, genannt »Tony El«, hin. Der sadistische Schläger war bisher für Joseph »Uncle Joe« Toal, einen gefürchteten Gangsterboss in Glasgow, tätig. Die Polizei wird hellhörig: Plant dieser etwa seine »Geschäfte« nach Edinburgh auszuweiten? Toal behauptet Tony El längst nicht mehr zu beschäftigen. Angeblich hält sich der neuerdings in Aberdeen auf. Diese schottische Stadt ist erfreulich weit entfernt von Edinburgh und Ancram. Deshalb beschließt Rebus seine Nachforschungen in den schottischen Nordosten zu verlegen.

Das lässt ihm außerdem die Muße sich mit einem anderen Fall beschäftigen. Seit einiger Zeit treibt »Johnny Bible« sein Unwesen in Schottland – ein Serienmörder, der gern die Bibel zitiert, Frauen auflauert, sie vergewaltigt und erdrosselt. Merkwürdig ist, dass es Ende der 1960er Jahre schon einmal einen Mehrfachkiller gab, der drei Opfer in Glasgow nach identischem Muster umbrachte. Die Presse nannte ihn damals »Bible John«. Ist er es, der wieder aktiv geworden ist? Hat er einen Nachfolger gefunden?

So ist es in der Tat – und der »echte« Bible John» zeigt sich höchst empört über den «Parvenü», der es wagt ihn nachzuahmen. Narzistisch und so gefährlich wie einst beschließt er Johnny Bible zu finden und umzubringen, denn er fürchtet, dessen Aktivitäten könnte die Polizei nach vielen Jahren auch auf seine Spur bringen. Rebus könnte ihm womöglich auf die Spur kommen, so dass Bible John überlegt, diesen vorsichtshalber auszuschalten …

Willkommen in der globali-kriminalisierten Gegenwart!

Mit «Das Souvenir des Mörders» stößt Ian Rankin mit seiner Rebus-Saga endgültig in eine neue Dimension vor. Auch die ersten sieben Romane der Serie ließen es an einer ausgefeilten Handlung nie fehlen. Sie beschränkten sich indes recht klassisch auf einen zentralen Kriminalfall, den es zu lösen galt. Nunmehr erweitert sich das Blickfeld. Rebus wird zum Wanderer in einer Welt, die für das Verbrechen grenzenlos geworden ist. Politik und Großkonzerne mauscheln mit nationalen und internationalen Banden, die Presse lässt sich als Handlanger der korrupten Eliten instrumentalisieren, nicht einmal die verschiedenen Ordnungsmächte sind vor Korruption und Misswirtschaft gefeit. Es ist eine neue, globalisierte, schmutzige Welt, in die Rebus jetzt gerät. Kein Wunder, dass er nun die doppelte Seitenzahl benötigt um wenigstens in Teilbereichen Gerechtigkeit walten zu lassen. Mit mehr als 600 Seiten stellt «Das Souvenir des Mörders» auch in dieser Beziehung einen Quantensprung dar.

Fragt sich indes, ob dies unbedingt von Vorteil ist. Rankin hat sich Luft geschaffen und seinen Helden aus dem Alltagstrott gerissen, was der Serie zweifellos neues Leben einhaucht. Indes nimmt er sich manchmal ein bisschen zu viel auf einmal vor. Im Grunde sind es drei Kriminalfälle, derer sich Rebus annehmen muss. Um dies nicht gar zu deutlich werden zu lassen, schafft Rankin einige Querverbindungen, die logisch nur bedingt nachvollziehbar sind.

Das soll nicht heißen, dass es kein Vergnügen bereitet den aktuellen Rebus-Kapriolen zu folgen. Immer neue, überraschende Wendungen weiß der Verfasser seiner Geschichte zu geben. Zu geschickt weiß er reales Tagesgeschehen mit seiner fiktiven Edinburgh-Chronik zu verquicken, deren Kontinuität zudem gewahrt bleibt. Rankin lässt uns wissen, was aus Figuren geworden ist, die wir in früheren Bänden kennen gelernt haben. Die Welt ist zwar groß, aber sie ist zumindest in Edinburgh ein Dorf geblieben. Man läuft sich immer wieder über den Weg. Dieses «Pflegen» älterer Handlungsstränge trägt zur Vertrautheit der Serie viel bei. Dazu kommt wieder viel sarkastischer Humor, der sich vor allem über die Medien, den Polizeialltag und Rebus’ Kollegen ergießt. Schotten mögen von düsterem Gemüt sein, aber sie können sich wenigstens über sich & ihr Elend lustig machen!

Der Kriminalist als Stehaufmännchen

Würde man ihn nicht längst besser kennen, konnte man auf den Gedanken kommen, John Rebus leide unter dem «Wallander-Syndrom», das die Betroffenen zum depressiven Suhlen im Schlamm einer notorisch schlechten Welt zwingt. Aber Rebus ist nur angezählt und noch längst nicht am Boden. Dazu ist er viel zu eigensinnig. Die Vorgesetzten züchtigen, die Stadtprominenz hasst, die Presse piesackt ihn? Rebus, der es weder anders erwartet noch wirklich will, blüht förmlich auf, flüchtet in die Arbeit und läuft erneut zur kriminalistischen Hochform auf. Die langen Jahre der meist trüben Polizeiroutine haben ihn nicht ausbrennen lassen wie DS Holmes. Rebus hat sich in einen «Frontermittler» verwandelt, der das Recht nicht beugt aber in seinem Sinne auslegt. Dabei legt er sehr viel Initiative und Kreativität an den Tag. So bereitet es ihm keine Schwierigkeiten, den Gangster «Big Ger» Cafferty, seine alte, endlich gefangen gesetzte Nemesis, als Instrument einzusetzen, das ihm den Weg zu «Uncle Joe» Toal ebnet.

Privat sieht es für den Kettenraucher, Trinker und Einsiedler Rebus dieses Mal besonders düster aus. Im Kern ist er jedoch unbeschädigt, denn er findet die Kraft, einen persönlichen Fehler aus seiner Vergangenheit aufzuarbeiten: Den Fall Spaven wirklich zu klären ist Rebus ein inneres Bedürfnis. Hinzu tritt die – von Ian Rankin gern und nur halb im Scherz ins Spiel gebrachte – schottische Melancholie, welche – gepaart mit einem calvinistischen Hang zur Selbstgeißelung – ein integrales Element des Rebusschen Wesens ist. Letzteres zielt vor allem sein Liebesleben, das Rebus selbst zerstörerisch wie selten zuvor in ein Minenfeld verwandelt.

Realer Mörder im Rebus-Kosmos

Rebus’ eigentlicher Gegner ist «Das Souvenir des Mörders» «Bible John». Rankin wagt hier ein Risiko: Er macht eine authentische Person zur Figur einer fiktiven Geschichte. Tatsächlich hat der echte Bible John zwischen Februar 1968 und Oktober 1969 drei Frauen getötet; seine Identität ist bis heute unbekannt. Akkurat bezieht Rankin die wenigen bekannten Fakten in seine Story ein. «Sein» Bible John ist gleichzeitig der Versuch ein Täterprofil zu erstellen bzw. das Profil, das von kriminalistischen Fachleuten erstellt wurde, zum Leben zu erwecken. Es gelingt Rankin mit erschreckender Prägnanz, den Serienkiller als «funktionierendes», als Alltagsmensch «getarntes», aber tatsächlich absolut amoralisches Wesen darzustellen. Bible John akzeptiert ausschließlich sich als Mensch. Um ihn herum bewegen sich ansonsten nur ihm unterlegene Kreaturen, die zur Befriedigung seiner Bedürfnisse ausnutzt oder umbringt. Deshalb ist er so wütend auf «Johnny Bible»: Dieser gefährdet seine Sicherheit, imitiert ihn und missachtet damit offen seine Stellung an der Spitze der Nahrungskette. Das erträgt John nicht, es treibt ihn sogar aus seiner perfekten Deckung – letztlich unterliegt er doch seinen Zwängen, was er sich nie eingestehen würde.

So ist «Das Souvenir des Mörders» nicht nur vom Umgang her ein «großer" Roman. Den ohnehin fabelhaft schreibenden Ian Rankin hat endgültig der Ehrgeiz gepackt. Auch wenn es manchmal ein wenig anstrengend ist seinen gewagten Volten zu folgen, lohnt sich der Aufwand – mehr denn je!

Ihre Meinung zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders«

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kianan zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 01.10.2013
Ein typischer Rebus-Krimi - gespickt mit seinen typischen "Einzelkämpferaktionen". Trotz ein paar Längen empfand ich das Buch als sehr spannend und unheimlich dazu, da es zum Teil auf einer wahren Geschichte aufgebaut ist. Gehört m. E. nicht zu seinen besten Büchern der Serie, aber es ist durchwegs spannend und lesenswert.
Stefan83 zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 02.09.2012
"Rankin ist nach wie vor der unübertroffene Meister aller lebenden britischen Krimiautoren", behauptet die Times. Und mit dem achten Band aus der Reihe um den "Lonesome Wolf" setzt der schottische Krimischreiber nochmal drei dicke Ausrufezeichen hinter den Satz. Noch nie war ein Rebus-Roman so komplex, so düster, so schonungslos und hart. Richtiggehend ungewohnt, die vielen Handlungsstränge, Figuren und Schauplatzwechsel. War sonst sein Aktionsradius zumeist nur auf Edinburgh beschränkt, führt Rebus' Weg nun auch nach Glasgow, Aberdeen, auf die Shetlands und auf eine Bohrinsel. Seine Gegner: korrupte Bullen, skrupellose Drogendealer und ein Serienmörder names Johnny Bible, welcher die Taten des nie gefassten Bible John (den es in Schottland tatsächlich gegeben hat) bis ins kleinste Detail imitiert. Es ist eine Tour de Force für den Leser, der gemeinsam mit dem abgewrackten und versoffenen Ermittler Schläge einsteckt und wie dieser nur nach und nach den Nebel zu lichten vermag. Keine andere Figur des Genres geht mir derart nah, ist in solchem Maße glaubhaft und menschlich wie DI John Rebus. Und wie Rankin die Spannung hier aufbaut, wie er sich einfach (aufgrund der damaligen Krankheit seines Kindes) die Wut aus dem Leib geschrieben hat, das beeindruckt tief und nachhaltig. "Das Souvenir des Mörders" ist der bis hierhin beste Band der Reihe und schulmeisterliches Beispiel dafür, wie ein schlüssiger, packender Kriminalroman auszusehen hat. Rankin bleibt eine Klasse für sich!
Koanz zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 15.09.2011
Rankin und Rebus passt einfach. Immer
nachvollziehbar. Rebus ist mehr
Schimanski als Derrick. Und das ist auch gut
so. Nach - meiner Meinung nach - dem etwas schwächeren "Ein eisiger Tod" darf
Rebus wieder Rebus sein (auch ohne
Whiskey und Bier). So lernte ich ihn schätzen und so will ich ihn auch in den
nächsten Romanen sehen (habe sie bereits
alle daheim). 90 %
Kom_Ombo zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 21.01.2011
Mein erster Krimi von Ian Rankin. Einerseits fand ich das Buch an manchen Stellen zu langatmig und konnte mich anfangs nur langsam an den Schreibstil gewöhnen, andererseits gefielen mir die Hintergrunderklärungen zu Rebus und seinem Umfeld sehr gut und auch der Schlagabtausch unter den jeweiligen Personen.

Ein wenig geriet die eigentliche Story über den/die Serienmörder etwas in den Hintergrund und man musste so ziemlich am Ball bleiben, was andere Morde anging. Viele Namen tauchten auf, jeder mit seiner eigenen Geschichte und vieles habe ich nur schwer bis gar nicht begriffen.

Trotzdem aber, gefiel mir dieser Krimi ganz gut und so werde ich mit dem nächsten von Rankin weitermachen ...
CRI zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 20.01.2010
Zum ersten Mal bei einem Krimi von Ian Rankin hatte ich bei diesem im Mittelteil wirklich das Gefühl, das Buch zur Seite legen zu müssen. Der Mittelteil hat einfach extreme Längen, in denen sich eigentlich nichts tut. Entschädigt wurde ich dafür von witzigen Spitzen und Wortspielen und einem sehr spannenden Schluss. Ob die Figur des Ermittlers als Polizeibeamter realistisch oder eher weltfremd ist, mag jeder selbst beurteilen. Allerdings erscheint es nur logisch, dass Rebus mit den Freiheiten, die er sich herausnimmt, bei seinen Vorgesetzten aneckt.
Dies ist nicht der beste Kriminalroman aus der Rebus-Reihe, aber man sollte ihn schon gelesen haben, um die Entwicklung von Rebus nachvollziehen zu können.
Heinz-Jürgen Dittmann zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 10.12.2009
Ich fand das Buch fantaschtisch.Habe zwischendurch laut gelacht..Spannend war es auch.Ich liebe diese Rebus!!Er spricht mir viel aus der Seele.Zeitkritisch,solzialkritisch,sarkastisch,wortgewand.Das ist in Deutschland schon sehr selten!!Habe für das Buch 6 Tage gebraucht und habe jeden Satz genossen.
Tobias Franz zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 29.11.2009
Jeder, der schreibt, dass das Buch nicht genial war, der ist der "typische" Krimileser der einen Mordfall am Anfang will und die AUfklärung am Ende. Ian Rankin hat es geschafft langsam in die Moderne überzuleiten, in der alles komplexer dargestellt wird, also gibt es mehrere Handlungsorte und mehrer Fälle, die aber ineinander verstrickt sind.
Meiner Meinung nach einer der besten Bücher der heutigen Zeit.
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münte zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 08.07.2009
Dieser überladene, kryptorealistische Kriminalroman ist ein Paradebeispiel des modernen Langweilers. Ich vermag auch nicht den Komplimenten folgen, die immerzu die atmosphärische Qualität preisen. Letztlich ein wilder Mix aus Symbolmord und Tycoondünkel, aus überzogenem Intrigantenstadl und Einsamer Wolf - und da verliert sich die Laune irgendwo zwischen Dublin und Ölplattform. Ich gebe zu, das Rebus als mag ich als Rätselform nicht besonders.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Herman Moens zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 30.03.2009
Selten hatte ich das Bedürfnis, mir gleich die Originalschauplätze des Romans anzuschauen - inzwischen gibt's zum Glück Internet. Die Atmosphäre in den heruntergekommen Kneipen und Bars ist wunderbar beschrieben; was wohl davon übrigbleibt, jetzt wo nicht mehr geraucht werden darf?...
Story ist etwas komplex, ok, aber man lässt sich gerne um alle Ecken führen und immer neue Überraschungen erleben.
Realsatiriker zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 07.10.2008
Einen Rankin Krimi in den Händen zu halten ist für mich immer noch wie Weihnachten. Sofort will ich wissen, in welche Probleme sich John Rebus durch seine gelinde gesagt "unorthodoxen" Ermittlungsmethoden jetzt wieder bringt und ertappe mich fast dabei, dass mir die Handlung irgendwie egal ist.fast natürlich nur, denn jede Inspector Kult-Figur braucht einen Plot der halbwegs nachvollzeihbar und greifbar ist. Beim Souvenir des Mörders war ich mir diesbezüglich lange nicht sicher, bin dann aber ab ca. Seite 300 endgültig durchgestiegen. Fakt ist, dass man dieses Buch möglichst zügig durchlesen sollte, um nicht die verschiedensten Handlungsstränge wieder zu vergessen oder zu vermischen. Gut geeignet also für den Urlaub.

Als Schlussfazit möchte ich anmerken, dass dieser Rebus Fall nicht zu meinen absoluten Favoriten gehört. Allerdings war ich auch nie in Versuchung die Lektüre abzubrechen, was wiederum an dem emotionalen Dickicht liegt, welches Rankin mit seinem großherzigen Edelsäufer DI Rebus immer wieder schafft. .die Reihe wird fertig gelesen und anschließend geht es mit dem Billigflieger nach Scotland um Edinburg genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Ölplattformen lasse ich lieber ausfallen ;-)
Frogger zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 28.07.2008
Mein erstes und letztes Buch von Ian Rankin. Das Buch ist nicht mal zum Ende hin gut. 605 Seiten Altpapier!
John Rebus als Typ hat mir gut gefallen, aber ein Krimi ohne Spannung ist nichts für mich.
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
frolleinvomamt zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 01.05.2008
Mein sechster Rebus-Krimi ... und ich fand ihn wieder sehr gut!
Aber warum nur?
600 Seiten durch Schottland von Edinburgh nach Glasgow nach Aberdeen und kreuz und quer ... und dann noch nach Shetland, auf eine Bohrinsel ...
Eigentlich viel zu viele Schauplätze und Personen für meinen Geschmack.
Und trotzdem war ich nie in Versuchung, das Buch in die Ecke zu schmeißen.
Es ist einfach zu gut geschrieben!
Dass gegen Ende mal wieder bewährte Spannungselemente eingebaut werden, hab ich auch nicht weiter übel genommen.
Mr Rankin bleibt ein Faszinosum!
Und ich freue mich schon auf die 3 Bücher, die noch auf meinem SUB liegen (und auf die, die noch nicht bei mir sind).
Schneider zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 31.01.2008
Ich fand den Roman einfach viel zu lang und zu verwirrend. Mag Rebus irgendwie lieber in der angestammten Heimat, als auf Ölplattformen und verschiedenen Dienststellen. Irgendwie fehlt bei dem Roman etwas, "blutleer" irgendwie.
Windfreund zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 25.01.2008
"Das Souvenir des Mörders" ist das erste Buch, welches ich von Ian Rankin gelesen habe und es wird wohl auch das letzte bleiben. Vielleicht bin ich zu verwöhnt von Krimis schwedischer Autoren wie H.Mankell oder Wahlöö/Sjöwall. Verglichen damit ist Rankins Roman unlogisch strukturiert. Besonders die Dialoge sind oft unverständlich, der Held ist überwiegend unsympathisch.Es gibt keine Identifikation, keinen Ahaeffekt, die Story bleibt unvorhersehbar und unstimmig, aber vielleicht empfindet mancher gerade das als spannend.
Heinrich zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 17.02.2007
nachdem ich den obigen Kommentar von Dr. Drewniok gelesen habe bin ich mir sicher, das dieser Roman doch ein Highligt der Serie ist, auch wenn ich mit der Länge etwas kämpfen mußte. Das Ende gefiel mir erst nicht, aber unter dem Aspekt, das eine authentische Figur die Handlung bestimmt, sind dem Autor die Fakten aufgezwungen. Der Schreibstil ist wie immer bestens (wenn man Rebus mag) und die ungenehmigten "Dienstreisen" quer durch Schottland einfach toll. Man hat förmlich vor Augen, wie dr Polizeiapparat von innen aufgemischt wird.
Auf jeden Fall sollte man den 1. Band der Reihe kennen, um den Kollegen Jack richtig einzuordnen...
Luca zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 09.02.2007
Das Buch hat mir sehr gut gefallen einzig das von3Fällen berichtet wird hat mich etwas gestört.Aber sonst ein wirklich gelungener Roman.Auch aus Rebus Privatleben erfährt man wieder eine Menge.
krimimimi zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 16.11.2006
Klasse Krimi ! Bin begeistert die über 600 Seiten drangeblieben. Gerade die persönliche Note des Inspektor Rebus hat mir gut gefallen. Einige der Sprüche sind kultreif. Es war mein 1. Rankin, aber bestimmt nicht mein Letzter.
Mr. O zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 11.07.2006
Offensichtlich gefällt dieser Krimi einer Reihe von Lesern: Leider kann ich mich dem nicht anschließen. Selten ist mir ein so verworrener und unspannender Plot untergekommen. Die meiste Zeit beschäftigt sich Rankin mit den persönlichen Problemen des Helden und vergisst dabei die Geschichte. Die Auflösung ist schließlich hanebüchen und wird dem Potenzial der Geschichte nicht gerecht
michaela k. zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 30.12.2005
"Das Souvenir des Mörders" war mein erster Rebus-Roman, den ich zufällig zum Geburtstag geschenkt bekam. Schon die ersten Zeilen banden mich an das Buch, sodass ich es jedes Mal nur schwer aus der Hand legen konnte. Mich faszinierte, wie detailliert Rankin das Privatleben Rebus´ beschreibt und dieses mit den Kriminalfällen verknüpft. Vor allem sein typisches Verhalten und seine zynischen wie ironischen Bemerkungen brachten mich immer wieder neu zum Lachen. Den Part indem er seinen alten Kumpel wiedertrifft, finde ich besonders bemerkenswert. Rebus hört auf zu Trinken und zu Rauchen, was eigentlich nicht in seinen Charakter passt. Trotzdem empfand ich es nicht als störend, sondern mehr faszinierend und auf seine eigenene Weise rührend. Seitdem bin ich ständig auf der Suche nach mehr.... schade, dass die deutschen Überstezungen der Rebus-Romane nicht in chronologischer Reihenfolge und in manchen Geschäften nur lückenhaft zu haben sind.....
allem in allem ein ganz dickes Plus für Rankin, "der Meister aller lebenden Krimiautoren"
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
frunk zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 14.11.2005
DCI, ASW, CID, NZV, DS, DI, CI, DC, DCC, ACC, CC - bißchen viel abgekürzter Polizeijargon, bißchen viele Dienststellen und Orte, bißchen viel Personen und Beziehungen, so 100prozentig mitgekommen bin ich nicht, aber trotzdem guter Polizeikrimi. Rebus ist zwar ein mordsmässig harter Schottenmacho, schon ein Hecht, echt, aber macht Spaß zu lesen. Die Bible-John-ny-Bible Sache, hätte man noch ein wenig mehr draus machen können.
Richard.H zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 05.08.2005
Das Buch war nicht ganz so gut wie die vorherigen Bücher von Rankin,aber immer noch sehr lesenswert! Das Ende war nicht so gut geschrieben,ebensowenig hat mir nicht gefallen,daß John Rebus mitten im Fall aufhört zu Rauchen und zu Trinken.Es passt nicht zu ihm.Insgesamt gebe ich dem Buch eine etwas überdurchnittliche Wertung und kann es zum Lesen empfehlen.
Stefan zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 19.07.2005
Mit grosser Erwartung habe ich dieses Buch zu lesen begonnen. Figurierte es doch in der Amazon Bestsellerliste für Krimis auf Platz 1. Doch meine Enttäuschung war gross. Ich musste mich wirklich überwinden, um die 600 Seiten bis zum Ende zu lesen. Es sind zu viele persönliche Geschichten, die parallel ablaufen und mit der eigentlichen Ermittlung überhaupt nichts zu tun haben (ein Dienskollege in der Scheidung, Renovation von Rebus Wohnung, Ermittlungsverfahren gegen ihn etc.). Zudem spielt die Handlung in mehrere Städten und Polizeiwachen, was sie verkompliziert. Es sind zu viele verschiedene Personen involviert, so dass man die Übersicht schlicht verliert. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass Rankin hier einfach eine vorgegebene Anzahl Seiten füllen musste. Leider.
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G.F. aus Köln zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 31.05.2005
Da ich alle in deutscher Übersetzung erschienenen Rebus-Romane von Ian Rankin gelesen und im wahrsten Sinne des Wortes in mich aufgesogen habe, war es nur logisch, dass ich auch den - leider nicht in chronologischer Reihenfolge übersetzten - Rebus-Fall innerhalb kürzester Zeit nach Erscheinen bereits wieder ausgelesen hatte. Bereits der Klappentext hatte mich schon extrem angesprochen. Die Story über die beiden Serienmörder Bible John, der etwa Mitte der 70er Jahre sein Unwesen trieb, und seinen aus dessen Sicht unwürdigen Nachfolger Johnny Bible (von Bible John in der Folge nur abschätzig "Parvenue" genannt) folgt einfach einer genialen Idee.
Leider muss ich mich auch als absoluter Rankin/Rebus-Fan meinem vorherigen Rezensenten bei dessen Einschätzung anschließen, dass Rankin hier ein wenig mehr Licht in die Motivation der beiden Serienmörder hätte bringen können. Dies versteht insbesondere Val McDermid unvergleichlich gut. Aber zurück zur Motivation. Ich hätte mir gewünscht, dass Johnny Bible häufiger in Erscheinung getreten wäre. Und auch Bible Johns Motivation, weshalb dieser allen Psychatrischen Gutachten zum Trotz über eine derart langer Zeit "untätig" geblieben ist, hätte meines Erachtens einer näheren Aufklärung bedurft.
Dennoch ist der Roman wieder absolut lesenswert und spannend. Er ist nicht der beste, kommt demnach nicht an "Puppenspiel" oder "Die Kinder des Todes" heran, aber 90 % bekommt Rankin von mir für alle seine Rebus-Romane.

Noch ein paar Tipps für vergleichbare Kriminalromane:
- Val McDermid "Ein Ort für die Ewigkeit"
- Stephan Booth "Kühler Grund"
- Peter Robinson "In einem heißen Sommer"
- Reginald Hill "Die rätselhaften Worte"
- Reginald Hill "Das Dorf der verschwundenen Kinder"
Colin Dexter "Tod am Oxford-Kanal"
Dr. Hans Jürgen Möller zu »Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders« 19.05.2005
Rankin setzt konsequent auf die Person des Ermittlers. Im "Souvenir des Mörders" ist ihm das besonders gut gelungen. Wiederum verknüpft er einige Fälle zu einem Handlungsstrang, ohne dass dies zu kompliziert, also nicht nachvollziehbar, wird.
Sowohl der Fall des Serienmörders als auch das gesellschaftliche und wirtschaftliche Umfeld (Erdölindustrie) haben einen tatsächlichen Bezug, so dass auch der Informationsgehalt über die Krimihandlung interessant ist, ohne zu dominieren. Schade ist, dass die Motivation des aktuellen Serienmörders, der sich als Nachahmer eines Mörders versteht, der sich seit mehr als 15 Jahren "zur Ruhe" gesetzt hat, verdeckt bleibt. Auch der Ausstieg des "Vorbildes" bleibt unklar. Dennoch eine extrem spannende Geschichte in der Tradition bester Polizeiromane.
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